Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Und Jacksons Übersetzung erfüllt das Diktum Hans Magnus Enzensbergers, dass Übersetzung von Poesie nur sein kann, was selber Poesie ist. Zieht man zum Vergleich die wörtliche Prosaübertragung Irmgard Willes und die Nachdichtung Felix Philipp Ingolds heran, wird die Leistung Jacksons deutlich. Bei Wille heißt… Continue Reading „Zwetajewa übersetzen“
So etwas wie Sinn muss man sich hier schon selbst zusammenklauben – und der Sinn ist, dass es keinen gibt. Einen Ausweg liefert nur die Totalverweigerung: «Angela Davis löscht ihre Website.» Neumeisters Avantgardekonzept ist planvoll und konsequent durchgeschrieben, aber so richtig satt will man… Continue Reading „Totalverweigerung“
Über die Versteigerung der Sammlung André Bretons berichtet die SZ am 31.3.03.
Vor allem: ein neuer Anstoss, Ungaretti zu lesen. / So die NZZ vom 29. März 2003 über Giuseppe Ungaretti: Zeitspüren. Gedichte. Ausgewählt und aus dem Italienischen übertragen von C. W. Aigner. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 2003. 155 S., Fr. 33.60.
(Wem gehört die Lyrik) Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts gehört einfach Thomas Mann und Brecht. Thomas Mann gehört die Prosa und Brecht das Drama und die Lyrik. Was ich Ihnen als Vermutung anbiete, ist, daß die zweite Hälfte Arno Schmidt und mir gehört.… Continue Reading „Hacks über Hacks“
Ungleich wirkungsmächtiger als alle Exponate der deutschen Nachkriegsavantgarde war det jedoch für Dänemark – ein sensationeller Publikumserfolg. Für die beiden Deutschlands: Fehlanzeige. Und Fehlanzeige für Österreich. Das mag daran gelegen haben, dass die von zynisch-witzelnden Gesten nicht freie Autoren-Mannschaft der Wiener Gruppe sich nie… Continue Reading „det/das: Kling über Christensen“
Kunert über „Gedichte gegen den Krieg“ in der Zeit 13/2003: Also was tun? Weiterwursteln in der Ambivalenz, die mit poetischen und anderen Ergüssen überdeckt wird. Seelische Betäubung ist der aktuelle Zustand angesichts einer Zukunft, deren Bitterkeit uns die Gegenwart als das verlorene Paradies erscheinen… Continue Reading „Gedichte gegen den Krieg“
In der Zeit vom 20.3.03 schreibt Wolf Biermann über: Günter Kunert: Kopfzeichen vom Verratgeber 42 Hinterglasgemälde; Ullstein Verlag, Berlin/München 2002; 111 S., Abb., 22,– Euro
Zum 65. Geburtstag des sorbisch-deutschen Dichters Kito Lorenc am 4. März hat Manfred Peter Hein 18 Gedichte des Freundes aus den Jahren 1990 – 2002 in einem schönen Heft bei Keicher (aber das war doppelt gemoppelt) herausgebracht. Gratulation! Und Dank. Und schöne Grüße in… Continue Reading „Kito Lorenc 65“
Jürgen Röhrig bespricht im Kölner Stadtanzeiger / 15.3.03: Norbert Hummelt: zeichen im schnee, Gedichte; Sammlung Luchterhand, München 2001; 9,50 Euro.
nie Lutz, dekretiert ein (junger?) Hecht in einer alten Zeitung mit dem Namen junge Welt (15.3.03). Bitte, könn´ wir nachhelfen: Lutz Seiler. Lutz Eiffert.
In Rolf Schneiders Berliner Anthologie, Berl. Morgenpost vom 15.3.03: das Gedicht Grunewaldsee von Wolfdietrich Schnurre.
Länger als bei den Lesern währte die Erinnerung an Klopstock bei späteren Dichtern. Von Goethe und Hölderlin bis zu Bobrowski und Rühmkorf reicht die Reihe der Bewunderer, die von Klopstocks Experimenten mit der Sprache und dem Vers lernten: den Verzicht auf poetische Gewohnheiten wie… Continue Reading „Vor 200 Jahren starb Klopstock“
In Darmstadt ist wieder Leonce-und-Lena-Zeit: dort beginnt am 14.3.03 der Lyrikerwettstreit um den Leonce-und-Lena-Preis. Zwei Tage lang werden 19 deutschsprachige Nachwuchsdichter im Kulturzentrum «Centralstation» ihre Werke vortragen. Am Samstagabend wird die Jury den Gewinner des mit 8000 Euro dotierten Preises bestimmen. Außerdem wird ein… Continue Reading „Leonce-und-Lena-Zeit“
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