Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Dort, im Gehäus seiner Isolation, sitzt er fest, dort spürt er das Herannahen der eigenen Vergänglichkeit, dort sehnt er sich für einige poetische Augenblicke nach einem Aufbruch in ein neues Leben, in dem er sein eigenes Ich zu spüren vermag: Was ist das zwischen einsam… Continue Reading „Ulysses aus Charlottenburg: Thomas Brasch“
Farhad Showghi will das „Unsagbare“ sagen, das, was hinter allen Worten steht. Vor großen Worten wie Liebe oder Einsamkeit scheut sich der Hamburger Dichter und Psychiater. „Das sind Kraftworte“, sagt er. „Sie beschreiben kaum, was in Menschen wirklich passiert.“ In seinem neuen Lyrikband „Am… Continue Reading „Am Ende des Stadtplans“
Im Independent vom 16.1.04 (?) stellt Brian Patten seine Modern Poetry Top Ten vor, angeführt von: Eliot, Waste Land/ Ginsberg, Howl/ Plath, Ariel. Einzige Nicht-Muttersprachler sind Pablo Neruda und Federico Garcia Lorca.
Eine Art republikanischer Hofpoet („poet laureate“) soll nach dem Vorschlag eines schottischen Sozialisten künftig jeden Januar ernannt werden. Ziel: Burns´ egalitären Idealen entsprechende Verse. / BBC 15.1.04 Link: Burns for beginners Robert Burns Country (dort gibt es zu den Gedichten automatisch öffnende Erklärungen der… Continue Reading „Republikanischer Hofpoet“
„Üb immer Treu und Redlichkeit bis an dein kühles Grab“ – diesen Satz habe er mehrfach in die Alben seiner Mitschülerinnen kaligraphiert, erinnert sich Hugo Loetscher in einem Rückblick auf seine schriftstellerischen Anfänge. In der Zeitschrift Akzente, in der erstmals Gedichte des Schweizer Romanciers… Continue Reading „Zeitschriftenlese“
Er sei, so hat Brendel deutlich gemacht, trotz seiner Bewunderung für die Kunstrevolutionäre des Dadaismus nicht an sprachexperimentellen Konstruktionen interessiert. Er bevorzugt Gedichte, die auf syntaktische und semantische Fassbarkeit setzen und Lesbarkeit nicht als Skandal empfinden. In einem programmatischen Gedicht erblickt ein «Dadaist» im… Continue Reading „Grazie Anarchie“
Der Schweizer Lyriker Philippe Jaccottet hat den diesjährigen Goncourt-Preis für Lyrik erhalten. Der seit 50 Jahren in Frankreich lebende Schriftsteller wird damit für sein Gesamtwerk geehrt. / NZZ 15.1.04
Für Leser in Vorpommern: POETRY SLAM & PARTY was im dezember einschlug, geht auf ein neues: die zweite runde des greifswalder DICHTERWETTSTREITS. die ’offene liste’ hängt wieder, mitmachen kann jeder, der eigene texte auf der bühne präsentieren will. für die kandidaten, eben für die… Continue Reading „DICHTERWETTSTREIT“
Kennt man Tonaufnahmen von Celans Leseduktus beim Vortrag eigener Gedichte, verblüfft das deutlich reduzierte Pathos der vorliegenden Einspielung: Die artikulatorische Anverwandlung der fremdeigenen und eigenfremden Texte erkundet das Spektrum zwischen Nähe und Distanz in gedeckten Intensitäten. Mehr als ein Jahrzehnt zuvor hatte Celans zeitweilige… Continue Reading „Dichterstimme“
Wenn ihn der Verlag in eine „Schweizer Tradition der zunächst verkannten und erst spät zu Ehren gekommenen großen Autoren“ einreiht, dann hat das natürlich mit Werbung zu tun und trifft Raebers Fall nur im Ungefähren, denn als verkannt kann zumindest der Lyriker keineswegs gelten.… Continue Reading „Lyrische Künstler-Lebensbeschreibung“
(a.k.a. what do messies – messing?). Im New Yorker vom 12.1.04 eine Geschichte von jemand, der fast erschlagen wurde von seiner eigenen Sammlung – der vielleicht größten und bestsortierten Zeitschriftsammlung in New York – in einer winzigen Wohnung in der Bronx. – Wenn jemand… Continue Reading „Disposophobia“
Die beiden großen Dichterinnen trafen sich persönlich nur zweimal. Und das erst spät – nämlich 1941. Ihre Werke hatten sie natürlich schon sehr viel früher kennen gelernt und gegenseitig gewürdigt. In jene Zeit fällt auch Achmatowas Requiem auf die Opfer des Stalin-Terrors. Warum vergiftet… Continue Reading „Achmatowa, Zwetajewa“
(Weiter mit John Clare) Clare was a prodigious walker, a solitary who sought out the secret recesses of nature, a hidden, underappreciated, overlooked country, which he detailed with a sharp eye and a naturalist’s sensibility. Accuracy was a scrupulous habit, a moral imperative. He… Continue Reading „Genauigkeit, schockierende Klarheit“
Die Dichter und die Defa, BLZ 10.1.04 (u.a. Brecht, Kunert, Hermlin) – – – Der Independent, 9.1.04, spricht mit dem Musiker und Dichter Don Paterson – – – Über die letzte Fahrt der britischen Nachtpost (berühmt durch T.S. Eliot, W.H. Auden und die Posträuber… Continue Reading „Lesenswert:“
9.1.2004, 19-20 Uhr: UKW 104,1 FM Mhz / Lokalfunk Berlin Radio-POEMIE Teil 4: „Ego und Extase beim schöpferischen Akt“ ( Termininfo entnommen von: http://www.GGN.de/termine.html ) Im Rahmen des Projekts “ http://www.RADIORIFF.de AUF REISEN“ moderiert Lord Laessig heute auf Einladung der http://www.Radiokampagne.de (hier auch die… Continue Reading „Achtung: Poemie“
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