Kategorie: Europa

152. Spitzel

In der FAZ vom 21.2. spricht Felicitas von Lovenberg mit dem aus Rumänien stammenden Schriftsteller Richard Wagner über weitere Details des Securitate-Netzes: Nach dem Lyriker Werner Söllner, der sich im Dezember öffentlich zu seiner Securitate-Mitarbeit bekannt hat, ist dies binnen kurzer Zeit der zweite… Continue Reading „152. Spitzel“

150. „Das ist mir entgangen“

„Ich empfinde es als Zumutung, so ein Heft in die Hand gedrückt zu bekommen“, schimpfte Mayer. Darüber hinaus sei es widersprüchlich, Mitglied im „Bündnis gegen Rechts“ zu sein und gleichzeitig eine Broschüre mit einem Gedicht von Eckart zu verteilen. Der im Jahr 1868 in… Continue Reading „150. „Das ist mir entgangen““

149. Lyrikpreisträger 2009

Mit Konstantin Ames (Leipzig), Michael Donhauser (Maienfeld, Schweiz), Gerhard Falkner (Weigendorf), Barbara Köhler (Duisburg), Ulrike Almut Sandig (Leipzig), Ferdinand Schmatz (Wien), Musik: Theo Nabicht (Berlin) Für Prosa gibt es im deutschsprachigen Raum Preise en masse. Für Lyrik rund ein Dutzend. Umso wichtiger ist es,… Continue Reading „149. Lyrikpreisträger 2009“

146. Natürliche Reflexion, sprechende Natur

«Willkommen und Abschied», «Mailied», «Heideröslein» – unzählige Generationen haben die eigenen Herzens-Angelegenheiten mit Goethes Sesenheimer Liedern verbunden, dem wohl ersten Ausdruck einer neuen, freien und verspielten Herzens-Poesie. Empfinden, Denken und Sprechen fanden da in einer neuen Form zusammen; die Lyrik erhält den Rang einer… Continue Reading „146. Natürliche Reflexion, sprechende Natur“

144. „Schräger Vogel“, Pädophiler

Peter Altenberg (1859–1919) gilt als der schrägste Vogel der Wiener Moderne. Während seine genialischen Prosaskizzen in ihrer Lebensdichte noch heute bezaubern, wirkt seine obsessive Verehrung «süsser» Kindfrauen befremdlicher denn je. Heutzutage müsste sich Altenberg wohl wegen Pädophilie verantworten. … Mag Karl Kraus auch manch… Continue Reading „144. „Schräger Vogel“, Pädophiler“

143. Haus der Geschichte

Erinnerungen an Heinz Erhardt sind seit neuestem im Wittenberger Haus der Geschichte zu erleben / Mitteldeutsche Zeitung

142. Mit Leidenschaft

Vier Frauen befreien die Werke etablierter Autorinnen aus ihren verstaubten Kokons der Literaturwissenschaft. Sie geben unbekannten, vergessenen oder angeblich ästhetisch minderwertigen Autorinnen eine neue Wertschätzung – mit Leidenschaft. … Verena Auffermann, Gunhild Kübler, Ursula März und Elke Schmitter stellen in ihrem 650 Seiten starken… Continue Reading „142. Mit Leidenschaft“

141. Ein verbummelter Student wird entdeckt

Na bitte, geht doch. Wir können uns halt nicht immer um alles kümmern im alltäglichen Ansturm des Angesagten. Also brauchen wir äußere Rahmen. Etwas Außergewöhnliches, ein Jubiläum, ein Unglück, eine Zeremonie. Jetzt ist Schermbeck dran. schreibt die lokale Zeitung und fährt fort: Die Kulturhauptstadt… Continue Reading „141. Ein verbummelter Student wird entdeckt“

140. Alle oder keiner

Das DKP-Portal „Kommunisten“ berichtet über den Streik gegen den Verkauf des staatlichen Tabakmonopols an einen US-Konzern durch die türkische Regierung, der u.a. eine 50%ige Lohnkürzung mit sich bringen soll. Dabei spielt offenbar ein deutsches Gedicht eine Rolle. Der Gewerkschaftsfunktionär Selahattin Yildirim sagte: Das Gedicht… Continue Reading „140. Alle oder keiner“

139. Mallarme bebildert

Stéphane Mallarmé schuf 1897, ein Jahr vor seinem Tod, das Langpoem „Un coup de dés jamais n’abolira le hasard“ – auf Deutsch etwa: „Ein Wurf mit dem Würfel wird niemals den Zufall abschaffen.“ Der Schriftsteller legte sein Gedicht wie eine Wortpartitur an: Im scheinbar… Continue Reading „139. Mallarme bebildert“

138. Verliebt

Noch einmal zu Nicholson Bakers „Der Anthologist“. Im heutigen „Tagesspiegel“ schreibt Volker Sielaff: Wenn Paul nicht an Rosslyn denkt und ihm auch seine attraktive Nachbarin Nan nicht über den Weg läuft, kann er endlos über englischsprachige Lyrik monologisieren: „Vier Takte pro Zeile. Das ist… Continue Reading „138. Verliebt“

137. Nachbilder vorgestellt

Mit seinem ersten Gedichtband schlägt Christoph Szalay eine tragfähige Brücke zwischen einer traditionellen Form feinsinnig reflektierter Stadt- und Naturgedichte und der ironisch-verspielten Verfahrensweise einer literarischen Avantgarde. Szalay findet bereits in jungen Jahren einen unverwechselbaren und substanziellen Ton. Findet ORF

136. 100 Gedichte aus der DDR

Herausgegeben von Christoph Buchwald und Klaus Wagenbach. Wagenbach, Berlin. 168 S., 16,90 Euro. Dorothea von Thörne vergleicht in ihrer Besprchung für die Welt unter anderem den Kanon mit dem gelben Akrobaten: Wer aus dem Kreis der 100 deutschen Dichter bei Braun und Buselmeier (siehe… Continue Reading „136. 100 Gedichte aus der DDR“

135. Heidelberger Ästhetik

Dorothea von Törne bespricht den gelben Akrobat bei Welt online Jeder Autor ist mit einem einzigen Gedicht vertreten. Das schließt das Aufspüren von Entwicklungen innerhalb eines Werkes aus. Die Anthologie bietet lyrische Momentaufnahmen mit dem Charme des Abwegigen, die jeweils mit Kommentaren ergänzt werden.… Continue Reading „135. Heidelberger Ästhetik“

134. „Legt euch ordentlich ins Zeug“

Und mein Erstaunen ist noch nicht vorüber – Der Lyriker und Theaterautor Albert Ostermaier bedankt sich für die Verleihung des Bertolt- Brecht-Preises und sagt unter anderem: Manchmal ist die Liebe grausam, manchmal ist sie kälter als der Tod, manchmal kennt sie keine andere Erlösung… Continue Reading „134. „Legt euch ordentlich ins Zeug““