Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Rechte Politiker zitieren Hassans wütende Anklagen, sein eigenes Herkunftsmilieu sei verroht, als würden sie beweisen, was sie immer schon gesagt haben: dass diese Leute nicht nach Dänemark passen. Linke wiederum warnen vor Hassans Dichtung, eben weil sie der anderen Seite als Beleg für die… Continue Reading „68. Lyrischer Bildungsroman“
Einig ist man sich in Frankreich, dass die rund 70 Gedichte ganz Houellebecqs negatives Bild des Universums widerspiegeln. Die poetischen Qualitäten werden überraschend wenig diskutiert, obwohl der Dichter fleißig gereimt hat. Hier nun erweist sich die größtenteils exzellente Übersetzung als ein echter Gewinn für… Continue Reading „65. Es geht um Sex“
Der 80jährige Dichter Johannes Kühn veröffentlicht neue Gedichte: Auch in dem neuen Band bedichtet Kühn Pflanzen- und Tierwelt, Tages- und Jahreszeiten und das Altern. Im reimlosen, rhythmisch freien „Kühn-Sound“ (Peter Rühmkorf) besingt das lyrische Ich mal die „Pfefferminze im Garten“, dann die „Morgenröte“ oder… Continue Reading „64. Kühn-Sound“
Wer fragt, dem wird Antwort. Danke! Hier also: Bereits zum zweiten Mal vergeben die Stadt und das Ulla-Hahn-Haus den Ulla-Hahn-Autorenpreis. Prämiert wird ein deutschsprachiges Erstlingswerk einer Autorin oder eines Autors unter 35 Jahren. Der mit 6000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre verliehen… Continue Reading „62. Noch einmal“
Lyrikerin Peggy Neidel für den Ulla-Hahn-Autorenpreis nominiert!* Die 1981 in Zwickau geborene Lyrikerin Peggy Neidel ist mit ihrem Erstlingswerk, dem Gedichtband »weiß«, neben weiteren bedeutenden Lyrikern der jüngsten Generation offiziell für den Ulla-Hahn-Autorenpreis der Stadt Monheim am Rhein nominiert worden. Die hochkarätig besetzte Jury… Continue Reading „61. Ulla-Hahn-Preis“
Für Durs Grünbein ist der Mond „ein kalter Koloss“, „der goldne Thron“ und „der alte Pfannekuchen“. Sein neuer Band bietet noch einige weitere Metaphern, der Essay darin überzeugt aber mehr als Grünbeins lyrische Texte. meint Gregor Dotzauer im DLR. Zitat: Der Mond ist für… Continue Reading „60. Lexikon von Mondmetaphern“
Nina Cassian, als „Grande Dame“ der rumänischen Poesie gefeierte Dichterin, Malerin und Komponistin, ist tot. Sie starb am Dienstag im Alter von 89 Jahren in New York. Das berichtete die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax am Mittwoch unter Berufung auf die Familie der Künstlerin. Cassian war… Continue Reading „58. Nina Cassian gestorben“
Ich habe viele meiner russischen Freunde verloren. Ich kann diese Begeisterung in den Augen nicht sehen, wenn von „Anschluss“ die Rede ist oder von „Annexion“ oder davon, dass die Ukrainer „bald nichts mehr zu essen haben werden und dann selbst darum bitten werden, sich… Continue Reading „57. Wer nicht für uns ist…“
von Poesie und Realität: Wiener Journal: Sie saßen zuletzt mit Kanzler Werner Faymann im Bruno-Kreisky-Forum auf dem Podium – dort prallten zwei Positionen aufeinander: der europäische Traum von Robert Menasse und der Pragmatismus des Bundeskanzlers. „Sie haben leicht reden“, meinte Kanzler Faymann: „Sie sind Dichter,… Continue Reading „54. Zwei Ansichten“
Bautzen / Budyšín, 14. April 2014. Mit einer Erklärung reagierte der sorbische Schriftsteller Benedikt Dyrlich heute auf eine Mitteilung des Bundesvorstandes der Domowina vom vergangenen Sonnabend. Demzufolge hätte Dyrlich am 21. März 2014 im Bautzener Burgtheater auf einem öffentlichen Forum des Sorbischen Künstlerbundes zur Zukunft… Continue Reading „52. Erklärung“
Der amerikanisch-russische Schriftsteller Eugene Ostashevsky sprach mit Joachim Scholl beim DLR u.a. über die Situation in der Ukraine: Was jetzt die Frage anbetrifft, ob die Krim zur Ukraine gehört, oder ob die Krim zu Russland gehört, ob die Donbass-Region zu Russland gehört oder zur… Continue Reading „51. Beunruhigend und beängstigend“
Eine Gruppe junger Dresdner Musiker hat es sich zur Aufgabe gemacht, Gedichte ihrer Lieblingsdichter in Musik zu verwandeln. Im Oktober 2013 haben sie es mit einer der sinnlichsten Lyrikerinnen der Gegenwart getan: mit Nora Gomringer. (…) Das Wortart Ensemble hat sich an der Hochschule… Continue Reading „49. Wortart“
Vierzig Städte weltweit gehören dem Netzwerk „Städt der Zuflucht“ (ICORN) an, das es sich seit Mitte der Neunziger Jahre zur Aufgabe gemacht hat, verfolgten oder bedrohten Schriftstellern zu helfen. Für mindestens ein Jahr erhalten die Autoren ein Stipendium, das aus Geld und einer Wohnung besteht, um… Continue Reading „48. Evaluierung“
Schon immer wollte das Gotteslob mehr als ein Gebetbuch sein: eine Gebrauchsanleitung zum besseren Leben. Das gelingt in der Neuausgabe besser als zuvor, weil die strengen Regeln des katholischen Kosmos sanft aufbereitet werden. Im Kapitel des Sakraments der Buße wird nicht mehr wie bisher… Continue Reading „46. Satan in Versen“
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