Kategorie: Deutschland

93. Pergamon

WF SCHMID: Ich find ja das Rezeptions­potential des Buches zwischen Gedicht­band und Aus­stel­lungs­katalog spannend. Wenn wir mal nur vom Text ohne seine Funk­tion inner­halb der Aus­stel­lung ausgehen: Siehst Du, in Hin­blick auf Deine Dich­tung, das Buch wider­spruchs­frei als Gedichtband? GERHARD FALKNER: Ich höre es bei Dir zwischen den… Continue Reading „93. Pergamon“

92. Zwei Frühvollendete

Buchebners zweite Inspirationsquelle ist, wie man in dem wunderbaren Sammelband ich die eule von wien nachlesen kann, weitaus verblüffender. Der Dichter, lose verankert in dem Literatenzirkel um den Wien-Heimkehrer Hermann Hakel, verehrt den US-Beat-Poeten Allen Ginsberg. Ihm denkt er die Rolle des Erlösers zu: „ginsberg wo… Continue Reading „92. Zwei Frühvollendete“

91. Schagadam Magadam

Freiburg: Das Festival „Schagadam Magadam“ bot experimenteller Poesie einen ganzen Tag lang ein Forum. Mit dem Festival »Schagadam Magadam« erfüllte sich die russische Gastdozentin Dr. Juliana Kaminskaja, wie sie sagte, einen Traum: Sie wollte den Gästen die Faszination an der Verschmelzung von Wort und Bild,… Continue Reading „91. Schagadam Magadam“

83. Longlist

Ein paar interessante Akzente und sprachliche Rätsel birgt ein Gespräch, das Michael Köhler mit Hubert Winkels über die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2012 führte. Einige Zitate: 1 Na ja, die Liste hat so einige direkt auffallende Eigenheiten. Es sind fünf Suhrkamp-Titel dabei, das ist enorm,… Continue Reading „83. Longlist“

77. Solidarität

Ich erkläre mich mit Pussy Riot solidarisch und wünsche, dass sie in die Freiheit entlassen werden! Russland ist im Augenblick eine lupenreine Diktatur und ein Unrechtsstaat. Ein solcher Schauprozess ist  die Fortsetzung der Sowjetunion mit anderen Mitteln. Dem Gebet von Pussy Riot zur Erlösung… Continue Reading „77. Solidarität“

76. Hans-Ulrich Treichel zum 60.

Aber das zentrale Trauma seiner Familie wurde erst zum Thema seines Werks, als sechs Jahre später der Roman „Der Verlorene“ erschien. Bis dahin galt Treichel als ein sensibel-lakonischer Lyriker, der sich seit dem Ende der siebziger Jahre mit Gedichtbänden wie „Restposten Wunder“, „Liebe Not“… Continue Reading „76. Hans-Ulrich Treichel zum 60.“

73. Harsch

Fritz J. Raddatz in der Welt über Durs Grünbein (und Gernhardt und manche andere): „Meister der Plauderpoeme“ – „Gedichte, begreifbar wie Fernsehnachrichten, aber aufgeputzt wie für den Souvenirladen: Was ist nur bei Durs Grünbein schief gegangen?“ Er wird ausgerufen zu einer „der markantesten Stimmen… Continue Reading „73. Harsch“

71. Aus dem Ei

Seinen Geburtstag, den 22. Mai 1813, kommentierte Richard Wagner selbst mit Augenzwinkern – und einem Gedicht: „Im wunderschönen Monat Mai / kroch Richard Wagner aus dem Ei; / ihm wünschen alle, die ihn lieben, / er wäre lieber drin geblieben.“ / Donaukurier

69. Preise

Die Lyrikerin Lydia Daher aus Augsburg sowie die Romanautoren Elias Wagner aus München und der gebürtige Rosenheimer Christian Lorenz Müller erhalten die diesjährigen Bayerischen Kunstförderpreise in der Sparte Literatur. Die drei Preise sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert, wie das Kunstministerium am Freitag in… Continue Reading „69. Preise“

64. Wilhelm Busch

Ein großer Maler wollte Wilhelm Busch (1832 – 1908) werden, doch weltberühmt haben ihn die Bildergeschichten von „Max und Moritz“ oder „Die fromme Helene“ gemacht. Später schrieb er auch Prosa und Gedichte, die ihn als Meister der Sprache ausweisen: Wie viele Künstler schaffen es… Continue Reading „64. Wilhelm Busch“

62. Salat

Über das gleiche Konzert das Hamburger Abendblatt: Und wer vorher die Nachdichtung chinesischer Lyrik eines Wang-Seng-Yu aus dem Jahre 600 vor Christus oder eines Schi-King, der zwischen dem zwölften und dem siebten Jahrhundert seine Gedichte mit der Feder zu Papier brachte. Was immer das heißen mag.… Continue Reading „62. Salat“

60. Gebrumme und Pfeifen und Zwischentöne

Offenbar inspiriert von den vier „o“ des Wortes Honigprotokolle schmückt Ulrich Rüdenauer seine Rezension mit einer beeindruckenden Vier-V-Treppe, die fast perfekt wär, wäre da nicht ihre Superlativitis. Gern schlüge ich vor, Superlative mal zur Probe für  zwei Jahre aus Rezensionen zu verbannen oder sie… Continue Reading „60. Gebrumme und Pfeifen und Zwischentöne“

55. Feuilleton

Seeßlen formuliert es so: “Es sind immer weniger Menschen, die gegenüber einer immer größeren ästhetischen und diskursiven Produktion entscheiden, was verhandelbar ist und was nicht. Und diese wenigen Menschen achten viel weniger darauf, was in der Welt los ist, als darauf, was die Konkurrenz… Continue Reading „55. Feuilleton“

53. Chinesische Flöte

(…) 1907, erschien im Insel Verlag Hans Bethges Buch »Die chinesische Flöte« mit Nachdichtungen chinesischer Lyrik. Sowohl Walter Braunfels‘ »Drei chinesische Gesänge« als auch Egon Wellesz‘ »Lieder aus der Fremde« schöpfen aus Bethges Nachdichtungen. Neben diesen beiden Liederzyklen trägt die chinesische Sopranistin Fan LinLin… Continue Reading „53. Chinesische Flöte“

52. Königslyrik

Der Riedenburger Komponist Franz Hummel hat aus Anlass des 150-jährigen Bestehens der Kelheimer Befreiungshalle eine Kantate geschrieben. Das Werk erlebt am 26. Januar nächsten Jahres in Kelheim seine Uraufführung. Die etwa halbstündige Kantate für Bariton und Blechbläser beruht auf Gedichten von König Ludwig I.,… Continue Reading „52. Königslyrik“