Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Der Wettbewerb Open Mike Unter den 586 Prosa-Einreichungen, so konstatierte denn auch Daniel Beskos stellvertretend für die Lektoren, habe es nur „wenig Experimentelles“ gegeben. Anders im Bereich Lyrik: Unter den Gedicht-Beiträgen stachen neben denen Piekars auch die des Berliners Arne Vogelgesang (Jahrgang 1977) heraus.… Continue Reading „75. „Mäßige Prosa, kraftvolle Lyrik““
«Tools», nach «Loops» und «Pools» der dritte Gedichtband des 1969 in Hamburg geborenen Matthias Göritz, versammelt, sehr modern und ganz altmodisch, Verse, die noch einmal nach der Conditio humana fragen. Und die schöne Antworten geben können, Momente von irisierender Intensität: «Es ist das /… Continue Reading „74. Tools“
Vom Israel-Gedicht „Was gesagt werden muss“ über die Griechenland-Verse bis zum 85. Geburtstag: Kaum eine Woche des Jahres verging ohne Schlagzeile zu Günter Grass. Der Osnabrücker Germanist Volker Neuhaus legt jetzt die Biografie des Literaturnobelpreisträgers vor. Welche Kapitel er im Licht der Debatten sein… Continue Reading „73. Mußte gesagt werden“
„Lietzenlieder“ nennt der Berliner Lyriker Uwe Kolbe seinen neuen Gedichtband und lässt damit gleich in einem einzigen Wort eine Vielzahl von Bedeutungen anklingen. Die Lietze als Alter Ego, stellt sich der Poet hier nicht als edler Singvogel, sondern selbstironisch als krächzendes Berliner Blässhuhn dar.… Continue Reading „72. Lietzenlied“
Man kann gar nicht soviel nach-schlagen wie man… brechen müßte: auf-, den Stab –, ins Horn, was weiß ich. Lyrische Bildhaftigkeit hatte auch der Prosatext von NN zu bieten. Ja, was sich die Zeitungsschreiber darunter vorstellen. Irgendwie lyrisch, so bildhaft halt. Steht in der… Continue Reading „71. Experten“
In diesem Jahr gab es 634 Bewerbungen, davon 46 Lyrikeinsendungen. Der Hintergrund der Teilnehmer ist ähnlich: Die Autoren sind akademisch gebildet, die Hälfte hat schon verschiedene Preise gewonnen, ein Drittel studiert literarisches Schreiben, und ein Drittel hat in verschiedenen Ländern gelebt. Bevor sie lesen,… Continue Reading „69. Nachschlag“
Laudatio von Marcel Beyer auf die Gedichte von Martin Piekar Wie Tee mit Rum können Gedichte sein. Sie brauchen Ruderboote, Flashbacks, Zappenduster. Brauchen die Kirschblüten, das Eis, Dominaspuren. Sie brauchen Teilwahnsinn und Fetische – und Frankfurt brauchen sie natürlich auch. Den Weltschlaf und die Voodooentropie… Continue Reading „64. Noch mal vom Blog“
Natürlich habe ich die Zeit, über die ich in dem Zyklus geschrieben habe, nicht selbst miterlebt, also war Recherche notwendig. Andererseits gab es aufgrund meiner Familiengeschichte durchaus auch einen sehr persönlichen Zugang. Meine beiden Großväter haben auf der Zeche gearbeitet, der eine untertage, der… Continue Reading „63. Von der Zeche“
Im zweiten, wesentlich umfangreicheren Teil des Bandes findet der Leser Untersuchungen zu Tawadas Werk und Schreiben, zu den Schwierigkeiten und Chancen, in interkulturellen Kontexten zu agieren – eben zu ihrer interkulturellen Poetik. Ergänzt um ein Gespräch der Herausgeberin mit der Autorin erhält man einen facettenreichen… Continue Reading „62. Tawadas Poetik“
Die Gewinner des 20. open mike Juan S. Guse Sandra Gugic Martin Piekar taz-Publikumspreis: Joey Juschka Bald mehr dazu auf www.openmikederblog.wordpress.com
Drei Fragen an Simone Kornappel und Philipp Günzel, Herausgeber des Literaturmagazins randnummer aus Berlin. Wie fandet ihr den Wettbewerb bis jetzt? Habt ihr einen Favoriten? Philipp Günzel: Arne Vogelgesang hat mir sehr gut gefallen – schöne, rhythmische Texte, gut vorgetragen, das stach für mich positiv heraus. Was… Continue Reading „59. Fragen“
bei Facebook belauscht: sind eigentlich alle lyriker schwach in sachen mathe? is das ne grundbedingung? (Kieninger) Viele sind sogar schwach in Lyrik. (N.N.) (sollte jemand Leistungsschutz einfordern, hier gehts zu meinem Anwalt)
by vectorkuemel Linus Westheuser und Tristan Marquardt „Gedichte“ „wir werden mit konfetti / in die löcher schießen. wir werden das konfetti aufsammeln / und wieder in die löcher schießen.“ Linus Westheuser und Tristan Marquardt benutzen „die waffen von / uhrmachern“, filigrane Geräte, um den „bestand“,… Continue Reading „57. Noch mehr“
Arne Vogelgesang “Gedichte” Jugendsommer und Abschiede, “käfergeschwader” und “schneeschatten über der firstlinie”, “gegensonne, kühles”. Arne Vogelgesang schiebt virtuos Doppelsinn ineinander, gerne auch augenzwinkernd: “wohin / flöhe der verdacht, / dieses jucken des alten / jahrs”. Dichotomien infizieren einander, der “spiegel” verflüssigt durch die benachbarten Verben… Continue Reading „56. Mehr „Gedichte““
Martin Piekar “Gedichte”* by vectorkuemel Es wird Zappenduster. Der Zyklus „Bastard“ ist eine Reise durch vom Teilwahnsinn zermürbte Tunnel und Träume, der man tastend folgt, vorsichtig, aus Angst, man könne sich wehtun: „Ich fühle mich so Bastard, wenn ich träume. / Nur Tunnelschachttage. Und nachts… Continue Reading „55. “Gedichte”“
Neueste Kommentare