Kategorie: Deutsch

Türschild

TÜRSCHILD Vorsicht, bissige Stille, was knarrt sind nur ein paar verzogene Jahresringe, die Königssuite einer Bruchbude ist hier, und jeder Tag hat vierundzwanzig Überstunden. Türschild ist ein im Dezember 2000 entstandenes, bislang unveröffentlichtes Gedicht des 1960 geborenen Walle Sayer, der so überhaupt nicht in… Continue Reading „Türschild“

2001 Mrz

Konflikte zwischen Christentum und indigenen Religionen In der Weltkultur hat sich Afrika im Lauf des zwanzigsten Jahrhunderts langsam, aber sicher seinen Platz erobert. Nun sind es die Afrikaner selbst, die auf Grund religiöser Differenzen die einheimischen Werte torpedieren und zerstören. Der nigerianische Lyriker und… Continue Reading „2001 Mrz“

Kito Lorenc schreibt im Widerschein des Sorbischen

Spricht man von sorbischer Literatur, so fällt der Name Kito Lorenc. Er ist ihr Hirn und, was er ungern zeigt, ihr Herz. «Man kann die Heimat gar nicht zu viel lieben» heisst ein Poem voller mokanter Reimereien. Es steht im schattig blauen handgehefteten Auswahlband… Continue Reading „Kito Lorenc schreibt im Widerschein des Sorbischen“

Drei Stunden Lyrik im ZDF

Eine „Lange Nacht der Poesie“ mit Volker Panzer und Gaesten Mainz (ots) – Aus Anlass des UNESCO Welttages der Poesie gibt es am Mittwoch, 21. März 2001, von 0.00 bis 2.30 Uhr ein ZDF-„nachtstudio“ der besonderen Art: „Die Stimme kommt zum Text“ heißt es… Continue Reading „Drei Stunden Lyrik im ZDF“

Band des Jahres 2001

„Das große deutsche Gedichtbuch “ . Conradys Gedicht-Sammlung ist Band des Jahres Weßling (rpo). Der Kölner Germanistikprofessor und Herausgeber Karl Otto Conrady hat das Gedichtband des Jahres 2001 geschrieben. Die Sammlung „Das große deutsche Gedichtbuch“ist der Gedichtband des Jahres. Die Redaktion „Das Gedicht“ hatte… Continue Reading „Band des Jahres 2001“

2001 Mrz

Wulf Kirsten in Hannover. So ganz an die Präzision seiner Lyrik – Kirsten liest auch ein paar Gedichte aus dem Buch „Wettersturz“ – kommt die Prosa allerdings nicht heran. Da geht es auch um das Bewahren bedrohten sächsischen Wortschatzes. Aber die Metaphern sind genauer,… Continue Reading „2001 Mrz“

2001 Mrz

Als wir alle Brandstifter waren Der Lyriker Charles Simic über seine Joschka-Jahre Andere warfen mir Zynismus vor, wenn ich mich über die Gedichte lustig machte, die bei Antikriegsdemonstrationen verlesen wurden. Aber schlechte politische Lyrik ist leider genauso schlimm wie schlechte religiöse Dichtung: Sie führt den… Continue Reading „2001 Mrz“

Vom Jazzpianisten Thelonius Monk

stammt das  Diktum, das Wichtigste sei, was man nicht spiele.  Einen ähnlichen Sinn für Raum besitzt der in  Liechtenstein und Wien lebende 44-jährige Lyriker und  Prosaist Michael Donhauser. Sein letzter Gedichtband  hiess «Sarganserland». Der geographische Ort ist darin  weniger wichtig als die Räume, die… Continue Reading „Vom Jazzpianisten Thelonius Monk“

Lyrik und Revolution Gioconda Belli gehört zu den großen Frauengestalten Mittel- und Lateinamerikas. Aus der Oberschicht Nicaraguas stammend, eine gefeierte Dichterin, agierte sie im Untergrund für die Sandinisten, bis diese 1979 den Diktator Somoza stürzten. In „Die Verteidigung des Glücks“ erzählt Belli, wie die… Continue Reading „“

Ausstellung

Über eine Georg-Heym-Ausstellung in Basel schreibt die NZZ / 27.2.2001

Elisabeth Borchers 75

Und doch haben die Objekte noch eine Bedeutung, und so lädt sich die leere Szenerie metaphysisch auf, verbinden sich die „Palmen“ mit den biblischen „Psalmen“. Am Ende ist der Gedichtraum erfüllt von Stimmen: „Leer / Alles leer / Die Stühle / Der Platz unterm… Continue Reading „Elisabeth Borchers 75“

Lichtenwald erinnert an Rose Ausländer

„Sie kamen / mit scharfen Fahnen und Pistolen / schossen alle Sterne und den Mond ab / damit kein Licht uns bliebe / damit kein Licht uns liebe // Da begruben wir die Sonne / Es war eine unendliche Sonnenfinsternis.“ Die jüdische Lyrikerin Rose… Continue Reading „Lichtenwald erinnert an Rose Ausländer“

Wo bist du, Licht

Wo bist du, Jugendliches! das immer mich / Zur Stunde wekt des Morgens, wo bist du, Licht!“ So beginnt Friedrich Hölderlins Gedicht „Der blinde Sänger“, und diese Worte hat der Komponist Claude Vivier einer Mezzosopranstimme zu singen gegeben in seinem Stück „Wo bist du,… Continue Reading „Wo bist du, Licht“

Bloß keine Klagen

Lang einstudiert sind auch die Wörter, wenn sie endlich auf dem Blatt stehen, weil viele andere dieselben Motive verwendet haben. Der Scrabble-Spieler freut sich über jede neugefundene Kombination, aber er weiß auch, dass er an Vorhandenes andockt. Er schreibt im Wortsinn weiter. Begegnet einem… Continue Reading „Bloß keine Klagen“

Neu

Die FAZ v. 24.2. bespricht ein Büchlein über Rimbauds Stuttgart-Aufenthalt („das Elend und die Langeweile des Dichters in der schwäbischen Stadt“), die Frankfurter Rundschau die Bände 5 u. 6 der „ Mikrogramme “ von Robert Walser (dazu ein Gespräch mit Werner Morlang über die Entzifferungsarbeit),… Continue Reading „Neu“