Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Zum 85. Geburtstag des sächsischen Dichters Joochen Laabs ein kleiner Spruch aus einer anderen Zeit. Joochen Laabs (* 3. Juli 1937 in Dresden) These XVII Wir sollten nicht derartig große Worte in den Mund nehmen, daß uns im Kopf kein Platz mehr zum Denken bleibt. Aus: Joochen Laabs,… Continue Reading „These XVII“
Ich wollte zum 145. Geburtstag von Hermann Hesse ein Gedicht aussuchen, es fiel mir schwer. Natürlich habe ich, als ich Gedichte zu lesen anfing, „Seltsam im Nebel zu wandern“ geliebt, es hat sich mit der Zeit entfremdet (entfreundet geht auch – der fremde Freund).… Continue Reading „Kinderton“
Andreas Okopenko (* 15.März 1930 in Košice / Tschechoslowakei; † 27. Juni 2010 in Wien) Grüne Melodie … grüne Melodie blaues Mädchen weiß sind die Ferien. Ich grüne in der Wiese des Jungdorfes Mein Hof ist gelb von Mädchen Getreiden Mein Mädchen ist gelb von… Continue Reading „Grüne Melodie“
Zum 200. Todestag von E.T.A. Hoffmann (* 24. Januar 1776 in Königsberg, Ostpreußen; † 25. Juni 1822 in Berlin) ein Gedicht des schreibenden Katers Murr (aus den Lebensansichten des Katers Murr). Es ist übrigens eine Glosse auf einen Text von Goethe, den Franz Schubert vertont… Continue Reading „Glosse eines dichtenden Katers“
LDL / Pier Zellin 1.Nahbell-Nebenpreis 2022: Liga der Leeren (LDL) für einen Essay von 2018 (siehe hier) HEILIGES Q das gras saftig grün nebenan sterben menschen die sonne sagt nichts (2020)
Meike Wanner aus Düsseldorf erhält den 4. Nahbellförderpreis (vgl. hier). Hier ein Gedicht. Stromkästen und Strohrum Ich verabschiede die Wohnungstür mit dem Schlüssel zur Welt trete den Bürgersteig mit Füßen der sich zieht wie das Kaugummi unter den Sohlen die holen Meter um Meter ein… Continue Reading „Stromkästen und Strohrum“
Hier und an den folgenden Tagen jeweils ein Gedicht der Preisträger der Nahbellpreise 2023 (siehe hier). Der Nahbellhauptpreis ging an René Oberholzer. René Oberholzer „Letzte Fragen“ (2019) Und wenn es eine letzte Frage Im Universum noch gäbe Würde ich sie Mit dir teilen wollen… Continue Reading „Letzte Fragen“
„Je mehr die Digitalisierung unseren Alltag dort durchdringt, wo sie wegen der Arbeit oder sonstigen Gründen unerlässlich ist, desto mehr ist auch die Sehnsucht da, Sachen, die nicht zwingend am PC oder am Handy gemacht werden müssen, auch wieder analog zu machen, und dazu… Continue Reading „23. NAHBELL-PREIS“
Walter Hasenclever (* 8. Juli 1890 in Aachen; † 21. Juni 1940 in Les Milles bei Aix-en-Provence) Als ich noch ängstlich war und keinen kannte. Als keine Frau, kein Freund, kein Buch mich nannte. Als ich noch jung war, heiß und wild bemüht: Wie war… Continue Reading „Aus „Der Abenteurer““
Damals war alles um Längen hochaufstrebender, reinster, leuchtendster, ahnungsvollster… aber die Banausen waren banausisch, die Stümper frech, und leben konnte man auch damals nicht davon: Ferdinand von Saar (* 30. September 1833 in Wien; † 24. Juli 1906 in Wien-Döbling) Die Lyrik Ob auch ein überkluges… Continue Reading „Damals“
Ulrich Koch VOR DEM KRIEG HATTE DIESES GEDICHT ZWEI EINWOHNER Vor dem Krieg hatte dieses Gedicht zwei Einwohner. Jetzt sind es drei. Der Rest ist in die Wälder geflohen, schläft in der Hocke und ernährt sich von den Parasiten in den Kothaufen der Fluchttiere.… Continue Reading „Begraben die tote Sprache“
Elisabeth Paulsen (verh. Elisabeth Fuhrmann, Elisabeth Fuhrmann-Paulsen, * 1879; † 1951) ERKLÄRUNG SIEH, ich bin fremd unter den Menschen. Ungeschickt greife ich Hände und lasse sie wieder los, wenn sie kalt sind. Ich bin gewohnt, mit Wind um die Wette zu laufen, und rauhe Lieder zu dichten, die nichts… Continue Reading „Erklärung“
Roland Erb DICHTERPORTRÄT Ein Zeichner hat ihn so skizziert, da fängt er bei den Hüften an, ein schmaler Leib aus wenig Strichen, die Schultern rund, der Hals steigt daraus auf, das breite Kinn, um das sich eine Binde schlingt breit weiß, und die verhüllt… Continue Reading „Dichterporträt“
Karl Kraus (* 28. April 1874 in Gitschin / Jičín, Böhmen; † 12. Juni 1936 in Wien) Literatur Weil er sich nicht geniert hat, glaubt er, er sei ein Genie. Weil er uns nicht amüsiert hat, hält ers für Poesie. Weil er einst onaniert hat,… Continue Reading „Literatur“
Urs Engelers Mütze, die Nummer 33 mit Gedichten von Christian Filips, Hugo Ball, Thomas Rosenlöcher, Nils Röller, Konstantin Ames, Michael Spyra, Brigitte Struzyk, Christian Steinbacher, Galal Alahmadi und Lucía Sánchez Saornil. Hier eins von Konstantin Ames. Liedmanagement auch: Nachtbemerkung, abgeheftigte Perfo Tag, nützlich wie… Continue Reading „Eine Mütze Gedichte“
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