Kategorie: Deutsch

17. 9 – 13 – 17: Engeler überall

Heute: Michael Donhauser Singen und Schauen, Sagen und Sehen, sie durchdringen, verbinden, vertauschen und bedingen sich in Michael Donhausers Literatur seit seinen ersten Prosagedichten Der Holunder von 1986. Auch macht Vom Sehen deutlich, dass es vornehmlich die „Versammlung der Dinge“ ist, „Dinge, die da… Continue Reading „17. 9 – 13 – 17: Engeler überall“

30. Czechowski 70

Manches verbindet Czechowski mit Karl Mickel, Wulf Kirsten, Sarah und Rainer Kirsch, all den Sachsen, ohne die es eine nennenswerte Dichtung in der DDR kaum gegeben hätte. Als Zehnjähriger erlebte er die Bombardierung Dresdens, eine Erfahrung, die für sein Schreiben so wichtig wurde wie… Continue Reading „30. Czechowski 70“

84. Wer nullen kann

Angelika Janz (Aschersleben/ Vorpommern) schickte folgendes Gedicht aus Anlaß des NPD-Skandals im Dresdner Landtag: Vor dem Endspielpfiff Mit Null beginnt es und mit Null ist Ende. Ans Ende beißt sich, wer die Null benagt. Der Nullen Notstand schafft sich Außenstände, der Nullen Lösung wieder… Continue Reading „84. Wer nullen kann“

81. Lyrikbedarf

Konsequent endet der Band in einem poetischen Zettelkasten: einer Sammlung von Einzelzeilen, aus denen man bei Gelegenheit und Motivation noch hätte etwas machen können, einer alphabetisch geordneten Liste von Begriffsblüten, Neologismen, Fundstücken, summiert unter der Überschrift „lyrikbedarf“; als Geste ein sarkastisches Abwinken. Auf der… Continue Reading „81. Lyrikbedarf“

73. Der israelische Lyris-Kreis

  Apropos 20er Jahrgänge: In Jerusalem lebt die Lyrikerin und Künstlerin Eva Avi-Yonah, die 1921 in Wien geboren wurde. In ihrer Wohnung trifft sich einmal im Monat ein Kreis von zwölf Dichtern, fast alle Emigranten aus Deutschland, der Bukowina und Österreich, die einander ihre… Continue Reading „73. Der israelische Lyris-Kreis“

Thesen zur sozial-realistischen Lyrik

von Enno Stahl I Die westliche Gegenwartsgesellschaft hält sich für restlos geklärt, aber sie ist es nicht. Statt dessen Fragmente: keine soziale oder politische Idee, die einen Zusammenhang herstellte, kein Ethos, keine Aussicht, kein Ziel. Statt dessen wirtschaftliche Stagnation, sozialer Niedergang, Verelendungstendenzen. II Die… Continue Reading „Thesen zur sozial-realistischen Lyrik“

46. Zu Jelinek /38

Ein Brief Lieber Dr. Gratz, Elfriede Jelinek, in ihrer Nobelpreis-Rede, hat ein recht preiswertes, ja billiges Verfahren, Sätze zu produzieren. Sie wirft die Assoziations-Maschine an. Selbst Kalauer und dümmliche gedankliche Querverbindungen werden benutzt und ausgenutzt bis an den Rand. Die Maschinistin der Kunsthonig-Schleuder greift vor,… Continue Reading „46. Zu Jelinek /38“

41. Heine-Preis

Robert Gernhardt erhält am Montag in Düsseldorf den Heinrich-Heine-Preis. Vielleicht trösten ihn die 25.000 EU über seinen Hader mit der Rechtschreibreform? / Der Standard 11.12.2004*) Mehr: : Neue Ruhr Zeitung 13.11. / Der Standard 14.12.

36. Hotel Macondo

Acht Zeilen von Beckett entwickeln den Zyklus „Hotel Macondo“, acht Prosagedichte, in denen Klimkes Themen und Motive explodieren: das Eis, das Meer der verlorenen Zeit, die toten Träume, die apokalyptische Schattenlosigkeit, und dazu der imaginierte Aufstand „eines Tages“, der dem Haus Macondo oder Aracataca… Continue Reading „36. Hotel Macondo“

34. Hälfte des Lebens

Perlentaucher Arno Widmann räumt einen Gedichtband von Hans Thill vom Nachttisch und stellt das Gedicht „Hälfte des Lebens“ vor. Hans Thill: „Kühle Religionen“. Gedichte. Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2003, 104 Seiten, 17,90 Euro. ISBN 3-88423-212-6.

35. Richard Wagner, Einwanderer

Der 1987 aus Rumänien in die Bundesrepublik (die heftig darauf bestand, kein Einwanderungsland zu sein) eingewanderte Schriftsteller Richard Wagner berichtet in der NZZ vom 11.12. über seine Erfahrungen: Wenn ich in Rumänien als Deutscher galt und es als Banater Schwabe in meinen eigenen Augen… Continue Reading „35. Richard Wagner, Einwanderer“

38. Preis für Avantgarde

Die Entscheidung für Jelinek bedeutete – das erste Mal in der Geschichte des Literaturnobelpreises – eine Entscheidung für das literarische Prinzip der Avantgarde. schreibt Ina Hartwig in der FR vom 10.12. und führt aus: Man konnte also gespannt sein, was die Grande Dame in… Continue Reading „38. Preis für Avantgarde“

26. Hobby-Dichter nach Hartz IV

„Das soll wirklich keine SCHIKANE sein, aber der STEUERZAHLER kann schließlich nicht für Ihr PRIVATVERGNÜGEN aufkommen! Suchen Sie sich einen JOB und machen Sie Ihre KUNST dann in der FREIZEIT – und alles ist gut…“ [O-Ton-Zitat: Neue Sozialamtangestellte, Brave New Cologne, Sommer 2004]  … Continue Reading „26. Hobby-Dichter nach Hartz IV“

27. Geistige Gummibärchen: Kaschmirschal

Wer kann schon alle intellektuellen Medien verfolgen? Folgende poetische Kostbarkeit aus dem „Spiegel“ ist mir erst jetzt via „Morgenpost“ vom 8.12. zugefallen. (Obwohl – die „Morgenpost“ spricht in feiner Abstufung von „deutschen, eher intellektuellen Medien“). Die Stelle mag hier eingerückt werden, weil sie für… Continue Reading „27. Geistige Gummibärchen: Kaschmirschal“

22. „LiEBE AM NACHMiTTAG – VERD!CHTET IN NEUKÖLLN“

Literaten des Künstlernetzes & Freunde werden laut und deutlich… Jeannette Abée (nur für Hartgesottene…) HEL ToussainT (nur für Übergebildete…) Tom de Toys (exakt 10-jähriges Jubiläum der E.S.-Theorie) Miss Tigra (Preview ihres bilingualen Debut-Gedichtbandes „AUGENBLICK“)   17 Uhr im Café „selig“ (Beginn: 17:30h, pünktlich!) Herrfurthplatz… Continue Reading „22. „LiEBE AM NACHMiTTAG – VERD!CHTET IN NEUKÖLLN““