Kategorie: Deutsch

150. Neue Gedichte von Gerald Zschorsch

„Schönheit ohne Sinnlichkeit gleicht einer Brust, der die Brustwarze fehlt“ – so lautet das Motto, welches Gerald Zschorsch für seinen neuen Gedichtband gewählt hat. Es stammt von Ernst Jünger. Ludwig Reiners in seiner wohlanständigen Stilfibel fand diesen Vergleich „hart an der Grenze des Erträglichen“,… Continue Reading „150. Neue Gedichte von Gerald Zschorsch“

149. Wie Goethe

Außerdem hat sich sido auch des, zugegeben sehr naheliegenden Vergleiches, von Rappern mit Dichtern bedient. Aufgrund der Popularität der jeweils verbreiteten Lyrik seien Rapper heute  im Prinzip in einer ähnlicher Position wie damals ein Goethe. „Goethe war ein Star zu seiner Zeit, weil es keinen anderen… Continue Reading „149. Wie Goethe“

147. La grande Lalula

Das Nasobem, von dem Morgenstern noch mit Recht dichtete: „Es steht noch nicht im Meyer und auch im Brockhaus nicht, es trat aus meiner Leyer zum ersten Mal ans Licht“, schaffte es bereits 1935 in die großen Lexika und wird als Erfindung des Dichters sogar… Continue Reading „147. La grande Lalula“

145. »Fahrtenschreiber«

»Fahrtenschreiber« – ein Wort, in dem viel Technik und wenig Poesie zu stecken scheint. Doch weit gefehlt: José F. A. Olivers neuer gleichnamiger Gedichtband spiegelt Eindrücke für alle Sinne von Reisen durch Deutschland und Osteuropa wider. Behandelte der Hausacher Lyriker mit seiner vorherigen Sammlung… Continue Reading „145. »Fahrtenschreiber«“

144. Kaskaden

Wie ich einem Kommentar entnehme, ist die erste Nummer der hier im Februar etwas skeptisch angekündigten Lyrikzeitschrift „Kaskaden“ nun erschienen und kann hier herunter geladen werden. Neben Unbekannten finden sich mit  Lutz Steinbrück, Peter Ettl oder Christian Kreis auch Leute in der ersten Nummer,… Continue Reading „144. Kaskaden“

142. „Einmal singen kostete mich 40 000 Euro, nochmal singen 80 000“

In seinen Liedern hat Hans Söllner Politiker und Polizisten beleidigt. Dafür musste er hohe Strafen zahlen. So lange, bis er es sich nicht mehr leisten konnte. Söllner: Ich habe mich immer an einen Spruch vom Strauß gehalten: Wir sind Bayern, wir langen halt ein… Continue Reading „142. „Einmal singen kostete mich 40 000 Euro, nochmal singen 80 000““

140. „Detailliert, verräterisch, intim, erschöpfend“

Faktor kam 1978 von Prag nach Ost-Berlin und wurde neben Bert Papenfuß schnell zu einem Protagonisten (und Außenseiter) der Prenzlauer-Berg-Szene. Sein Alter ego Georg geistert schon lange durch Faktors verzerrt autobiographisch grundierte Bücher. Früher machte Georg sich Sorgen um seine Zukunft, und sein Autor… Continue Reading „140. „Detailliert, verräterisch, intim, erschöpfend““

139. Meine Anthologie 36: Lothar Klünner, Phycomyces

PHYCOMYCES Der Biologe: Gelänge es, eure Instinkte zu messen, wir drehten am Schlüssel zum Leben. Der Pilz: Vergebliche Mühe. Die Quanten, die meine Reaktionen regeln, umtanzen wie Flöhe eure Mechanik. Jetzt borgt euch Geduid bei den Dichtern. Jeder Vorstoß, den sie in unbewußtes Gelände… Continue Reading „139. Meine Anthologie 36: Lothar Klünner, Phycomyces“

138. Joachim-Ringelnatz-Preis für Wulf Kirsten

Der Lyriker Wulf Kirsten bekommt in diesem Jahr den Cuxhavener Joachim-Ringelnatz-Preis. Der in Weimar lebende Künstler achte „wie Ringelnatz auch das Kleine, Unscheinbare“ heißt es in der Begründung. Zu der mit 15 000 Euro dotierten Auszeichnung gehört auch die Vergabe eines Nachwuchspreises. Für den… Continue Reading „138. Joachim-Ringelnatz-Preis für Wulf Kirsten“

137. Traumheimat

Ronald M. Schernikau, der Sohn, war zu Beginn der achtziger Jahre eine Hoffnung der deutschen Literatur gewesen. Er vereinte Glamour und Intellekt, Zickigkeit und Menschenliebe mit Formbewusstsein. Obendrein war er stolz auf seine ausgesprochen klaren politischen Ansichten. Er würde Himmel und Hölle in Bewegung… Continue Reading „137. Traumheimat“

136. Hölderlinpreis für Georg Kreisler

Der eine, Friedrich Hölderlin, preist die Schwäne, die ihre Häupter, trunken von Küssen, in heilignüchternes Wasser tunken. Der andere, Georg Kreisler, feiert den Frühlingsbeginn mit dem Aufruf zum gemeinsamen Vergiften der Tauben im Park. In Bad Homburg wird der Kabarettist dieses Jahr im Zeichen… Continue Reading „136. Hölderlinpreis für Georg Kreisler“

135. Brückenbauer

Der Deutsche Nationalpreis 2010 geht an den deutschen Übersetzer und Autor Karl Dedecius und den emeritierten polnischen Erzbischof Alfons Nossol. „Wir zeichnen in diesem Jahr zwei ,Brückenbauer‘ zwischen Deutschland und Polen aus“, sagte Dirk Reimers vom Vorstand der Deutschen Nationalstiftung. „Karl Dedecius hat mit… Continue Reading „135. Brückenbauer“

132. Neues von Frank Milautzcki und fixpoetry.com

Liebe Freunde und Kollegen, begrüßen möchte ich euch mit einer Übertragung eines alten portugiesischen Gedichtes, das viel vom Expressionismus vorweg genommen hat und das hierzulande niemand kennt. Ich finds einfach schön. Eduardo Coimbra (gestorben 1884) Landschaft Im Westen ist die Sonne noch ein roter Hall… Continue Reading „132. Neues von Frank Milautzcki und fixpoetry.com“

131. randnummer geht weiter

Die Lyrik- oder Literaturzeitschrift randnummer scheint eine Erfolgsgeschichte zu sein, in Hamburg und mählich überregional. Nächste Veranstaltung am 27.03.10, noch vor dem Erscheinen der neuen, zweiten Ausgabe im April. Auf der Homepage findet sich bereits ein Auszug aus dem aktuellen Editorial, die neue Autorenliste… Continue Reading „131. randnummer geht weiter“

130. Zwischen den Zeilen

Nummer 31 ist soeben erschienen, zum Preis von 10 Euro, mit Texten von Konstantin Ames, Michael Fiedler, Andrea Heuser, Kerstin Preiwuß, Bertram Reinecke und Daniela Seel. Wieder eine Fund- und Pfundgrube. Hier als Appetithäppchen zwei Auszüge aus einem Essay von Bertram Reinecke: [1.] Auch… Continue Reading „130. Zwischen den Zeilen“