Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Uljana Wolf sagte 2009 in ihrer Rede über ein Prosagedicht von Lydia Davis: „Der Text mündet in einer nur durch Kommata und Semikola leicht getakteten Endlosschleife, statt plots und dots“ – statt Handlungen und Punkten – „eine Serie von knots„, Knoten. Ein Satz, der problemlos… Continue Reading „Münchner Reden zur Poesie“
Dirk Uwe Hansens schöne Rezension (Signaturen) auf das Wesentliche reduziert: … Schultens’ poetologische Betrachtungen machen neugierig auf ihre Poesie. Katharina Schultens: Geld. Eine Abrechnung mit privaten Ressourcen. Berlin (Edition Poeticon im Verlagshaus Berlin) Berlin 2015. 48 Seiten. 7,90 Euro.
Wir müssen uns den modernen Lyrik-Theoretiker als nervösen Leser vorstellen, angetrieben von einem permanenten Unruhezustand. Die alten Hierarchien in der Lyrik-Diskussion sind ins Wackeln geraten – und das ist gut so. Die neue Infrastruktur der Lyrik wächst und wächst weiter – ein Erfolgsmodell mit… Continue Reading „Sätze“
Veröffentlicht am 08.03.2016 von PEN-Zentrum Pressemitteilung, Darmstadt, 8. März 2016 Der Lyriker Daniel Falb (*1977) erhält den erstmals vom deutschen PEN-Zentrum ausgeschriebenen Kurt Sigel-Preis für Lyrik. Unter mehr als 1100 Einsendungen ragt die seine heraus, weil sie Maßstäbe für die Qualität politisch und gesellschaftlich… Continue Reading „Daniel Falb erhält Kurt Sigel-Lyrikpreis des deutschen PEN“
Eine demokratische Debatte über Literatur Launch ~ 15. März 2016 Wir experimentieren mit neuen Ansätzen in der digitalen Literaturkritik und nutzen eine einfache Struktur. Dabei richten wir uns an Leserinnen, die den Prozess des Schreibens einer Kritik begleiten möchten, die neugierig sind auf die… Continue Reading „express!“
Endlich eine Rezension, die ihre – starken – Wertungen nicht aus den gängigen Klischee- und Ressentimentkisten holt. Über die man also streiten könnte, ohne sich auf die festen Standpunkte irgendwelcher binär aufgestellter Lager zu begeben. Beiträge zur Vermessung der Anthologien-, der Lyrikszene. Hier ein paar der… Continue Reading „So ein blassgrünes Buch“
Am 10. März wäre Karl Bröger 130 Jahre alt geworden. Um den Nürnberger Arbeiterdichter zu ehren, wird eine neu gestiftete Auszeichnung verliehen: die Karl-Bröger-Medaille. Erster Preisträger ist der Dichter [die fränkische Meldung sagt: fränkische Mundartdichter] Fitzgerald Kusz. Mit der Medaille erinnert die Karl-Bröger-Gesellschaft künftig an „einen… Continue Reading „Karl-Bröger-Medaille für Fitzgerald Kusz“
Bettina Boeck schreibt: Ich baue NINE TO FIVE eine bewegliche Collage. Ich schreibe Lyrik und einen Mikrotextroman. Auf dieser Seite können Sie meine Vita und Fotos einsehen. (Links unten) NINE TO FIVE ist mein privates Webblog, auf dem ich bemerkenswerte Fotofundstücke, deren gemeinsames Merkmal… Continue Reading „NINE TO FIVE“
Lyrik im ausland ausland, 10. März 2016 20:00 (RUSSISCH SIEHE UNTEN) Mit Anna Glazova (Russland/Deutschland) und Yevgeniy Breyger (Ukraine/Deutschland). Moderiert von Hendrik Jackson. (Die Veranstaltung wird simultan übersetzt.) EINE KOOPERATIONSVERANSTALTUNG MIT DER REIHE „LYRIK IM AUSLAND“. Geöffnet ab 20.00 Uhr, Beginn 20:30 Uhr. Die zweisprachigen… Continue Reading „Berlins Literarische Diasporas – der Blick von außen“
Thomas Kunst ist nicht so gut darin, Romane zu schreiben. Denn eigentlich schreibt er lediglich lange Prosagedichte, die hin und wieder von gebundener Sprache aufgebrochen werden und notdürftig als Roman deklariert werden. Was bleibt einem Verlag denn auch anderes übrig? Freie Folge ist schließlich… Continue Reading „Kunsts poème en prose“
„Nach dem Rauchen ist das Sitzen das Zweitgefährlichste“, sagt Peter Wawerzinek. „Hab ich neulich im Internet gelesen. Und ich sitz nun schon seit dreißig Jahren am Schreibtisch.“ Der Schreibtisch steht in seiner Wohnung in Berlin, Prenzlauer Berg. Die hat er schon seit DDR-Zeiten, als… Continue Reading „Durch den Torkelbereich“
Die stockende, stotternde Sprache, die sich mit einem Heer von Satzzeichen gegen die Laufrichtung der geläufigen Sprache stemmt, ist sein Markenzeichen. Hier agiert wie in der Dichtung Celans ein „unter dem besonderen Neigungswinkel seiner Existenz sprechendes Ich“, das gegen den verführerischen „Wohlklang“ der Poesie… Continue Reading „Härte kristalliner Sprachpartikel“
Es geht also um Mütze #11, die aktuelle Ausgabe jener Literaturzeitschrift, auf die ich nicht mehr verzichten kann, weil sie mein Bewusstsein jedes Mal derart ablenkt, dass ich meine Gedanken neu zusammenfügen muss. Ähnlich geht es mir bei der Lektüre des Schreibheftes. Und merkwürdigerweise… Continue Reading „Mütze“
textile Taschentücher sterben aus – lieber schnauben wir in geweißte Laub- und Nadelwälder Hansjürgen Bulkowski
Aus der Diskussion bei Hundertvierzehn MIRKO BONNÉ Eine der vornehmsten Tischleraufgaben ist es in meinen Augen, ein Ding vor mich wiederhinzustellen, zu sagen „Ihr Tisch, bitte!“ und mir dann das Wiedererkennen zu schenken – des Tischs, der Mühe, des Begriffs, des Worts. Und ich… Continue Reading „säge“
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