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Sabahettin Kudret Aksal (* 25. April 1920 Istanbul, † 19. April 1993) Der Gast. ES SCHELLTE Herein kam der Kirschbaum. Aus dem Türkischen von Annemarie Schimmel, aus: Aus dem goldenen Becher. Türkische Gedichte aus sieben Jahrhunderten. Köln:Önel, 1993, S. 216 AI sagt dazu: „The… Continue Reading „Der Gast“
Dschalāl ad-Dīn Muhammad Rūmī – kurz Rumi genannt (geboren am 30. September 1207 in Balch, heute in Afghanistan, oder Wachsch bei Qurghonteppa, heute in Tadschikistan; gestorben am 17. Dezember 1273 in Konya, Türkei) Aus dem Masnawī Ein Dichter trug dem Schah einst ein Gedicht vor, auf Würden, Rang und Ehrenkleider hoffend. Der edle Schah ließ tausend goldne… Continue Reading „Der Dichter mal großzügig bezahlt, mal geizig“
Zum Henker mit den Königinnen,
die schmieden nur Ränke und Lug,
ohne Mann und Roß stehe ich vor deinen Zinnen,
ein armer König–: du bist am Zug.
#CyrusAtabay
Den roten Arsch herzeigen wie die Affen, ist noch nicht ehrlich.
Was abends beim Saufen geredet wird, ist noch nicht die Wahrheit.
#KoUn
Wir diese Schar von Leuten sind keine Dichter
Wir haben weder allzu übertriebene Illusionen
noch allzu viele verwirrte Gedanken
#LiLichun
Viele Sprachen
sind in der Welt unterwegs
Beim Zusammenstoß entstehen Funken
mal Haß,
mal Liebe
#BeiDao #otd
Ich sage, lass die Finger von diesen Gedichten, den Steinen, der Sonne, dem Wasser, den erfundenen Himmeln, ich sage, kümmere dich um die zaghaften Hände.
#LiaoYiwu
Mal sind sie erfolgreich, mal scheitern sie,
ohne dass man die Gründe dafür kennt.
Ich aber lasse mich nicht gängeln
#TaoYuanming
Die Überschrift dieses Beitrags bildet ein deutsches Wort, das aus dem deutschen und dem arabischen Alphabet oder Abdschad zusammengesetzt wird. Die Buchstabenmischung verweist voraus auf die Wortmischung im heutigen Gedicht. Der aus Syrien stammende, in Leipzig lebende Autor Xoşewîst (gesprochen Khoshewist mit englischem Kh-)… Continue Reading „um١rمûنg“
Lina Atfah (* 1989 in Salamiyah, Syrien; lebt in Nordrhein-Westfalen) Für Abonnenten der Gedichte des Tages per Mail: Wenn Sie den Text hierunter nicht sehen, scrollen Sie nach unten oder klicken Sie auf die Überschrift. Rückkehr Ich komme zu dir zurück aus der unwirtlichen… Continue Reading „Ich komme zu dir zurück“
Ein Kriegslied des chinesischen Dichters Li Bai (Li-Tai-Po) (701-762) DER NORDFELDZUGIm sand’gen Nordland lagert Feindesmacht,Die Silbersterne kreisen, hell entfacht.Wie Schreckensblitze trifft Eilkunde ein,Am Tag selbst lodert Feuerzeichenschein.Der Bambustiger soll die Grenze retten,Kriegswagen fahren aus in langen Ketten.Nicht auf der Matte ruht der Feldherr mehr,Wallenden… Continue Reading „„Und Mordlust jauchzt zum Himmel überall““
Leopold Marx (* 8. Dezember 1889 in Cannstatt ; † 25. Januar 1983 in Shavei Zion, Israel ) Aus: Neujahrsgrüße aus der bösen Zeit 1934 Manches Jahr schon haben wir mit Sprüchen eingesegnet und zu Grab geleitet, aber keins noch hat den Dichterküchen so viel… Continue Reading „Neujahrsgrüße aus der bösen Zeit“
Dai Schi-ping (Tai Shih-p’ing), 12. Jahrhundert DORF NACH DEM KRIEG Zwerg-Pfirsichbäume blühn verwaist und Blumen herrenlos; Von Raben dicht umlagert dampft das feuchte, weite Moos. Um alte Brunnen da und dort nur Mauerreste stehn . . . Hier ragten früher weit und breit Gehöfte,… Continue Reading „Dorf nach dem Krieg“
MEHDI MOUSAVI ICH SAGTE, zieh dein rotes Kleid nicht an, wir sind doch keine Kommunisten. Ich sagte, zieh dein schwarzes Kleid nicht an, wir sind doch keine Anarchisten. Ich sagte, zieh dein grünes* Kleid nicht an, wir sind doch auch keine Putschisten. Ich sagte,… Continue Reading „Wir sind doch keine Kommunisten“
(* 27. Oktober 1922 in Putilla, Bukowina, Rumänien; † 12. Juli 2014 in Jerusalem) Manfred Winkler wurde in der früher österreichischen Region geboren, als die zu Rumänien gehörte. Er ging zur Schule in der Kulturmetropole Czernowitz. 1940 wurde die Nordbukowina in der Folge des Hitler-Stalin-Pakts von der Sowjetunion besetzt. Eltern und Bruder wurden verhaftet… Continue Reading „Manfred Winkler 1922-2014“
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