Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Veröffentlicht am 5. Februar 2020 von lyrikzeitung
Artur Kraft
(* 21.9.1897 Dornești † 1944 vermutlich Auschwitz)
Der dumpfe Sumpf
Den Nebel hat die Stadt aus sich geboren;
Die Menschen hauchten ihn aus ihren Lungen
Und täglich tanzt er auf von ihren Zungen.
Sie haben stündlich ihn aus sich verloren.
Ach! hier lebt alles; hat sein klein Genügen
Und keiner, keiner will sich höher schwingen.
Wie soll ich diesen dumpfen Sumpf durchdringen?
Ich stürze mich verzweifelt ins Vergnügen …
Auch dies wird hier verteilt in matten Mengen?
Oh, alles greint zum Hohn ein halbes Leben!
Enttäuschung fühl ich fahl im Blute beben,
Dieweil die stärkern Wünsche mich versengen.
Aus: Michael Markl (Hg.): „In Dornbüschen hat Zeit sich schwer verfangen“. Expressionismus in den deutschsprachigen Literaturen Rumäniens. Eine Anthologie. Regensburg: Pustet, 2015, S. 20
Kategorie: Deutsch, RumänienSchlagworte: Artur Kraft
Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..
| Félin Murr bei Im Wald | |
| dazzling95a12c325d bei Der ordentliche Mensch la… | |
| Gabriele Schreib M A bei Leute! nehmt Abschied! | |
| angelikajanz bei Forscher im Freudenrausch, und… | |
| Karin Monteiro Zwahl… bei Das wars schon | |
| Mail Artists' Index bei Martin Bernhardt (1961-2000) | |
| 300. Geburtstag eine… bei 300. Geburtstag eines Dic… | |
| Postobskure Dichtung… bei 109. Meine Anthologie 78: Li B… | |
| 134. Massaker… bei Postobskure Dichtung |
Kann zu diesem Blog derzeit keine Informationen laden.
Darin liegt Kraft und ein ernstes Suchen. Von da aus würde ein Weg zu finden sein…..
LikeGefällt 1 Person
Leider nicht für den Autor.
LikeLike
Er hatte es wohl sehr schwer, nehme ich an. Aber innerlich war er auf einem richtigen Wege, und das allein zählt.
LikeLike