Poetica III: Die Seele und ihre Sprachen

Festival für Weltliteratur vom 9. bis 14. Januar 2017 in Köln

Zum dritten Mal richtet das Internationale Kolleg Morphomata der Universität zu Köln gemeinsam mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung das Weltliteraturfestival Poetica aus. Kuratorin der Poetica III ist die Lyrikerin und Essayistin Monika Rinck. Sie hat namhafte Autorinnen und Autoren aus acht Ländern und vier Kontinenten für eine Woche, vom 9. bis 14.1.2017,  nach Köln eingeladen, um sich gemeinsam dem Thema „Die Seele und ihre Sprachen“ zu widmen.

Sitzt die Seele im Gehirn, im Herzen, im Atem, in den Nerven? Wie kommt sie zur Sprache und was sind ihre Sprachen? Wer von der Seele reden, sich etwas von der Seele reden will, der muss zunächst seine Sprache ändern. So viel scheint gewiss. Die Seele ist – die Psychoanalyse hat es uns gelehrt – zunächst eine Figur der Rede. In den Pathologien der Gegenwart trifft man sie meist als Bezeichnung für den diffusen Ort der Krankheit an. Seelische Krankheiten erscheinen da als negative Bestimmungen der Seele selbst. Vielleicht macht sich die Seele vor allem dort bemerkbar, wo sie fehlt. Man will ja gerne nach der Seele fragen, aber kann man sie auch in Worte fassen? Hier kommt die Poesie ins Spiel.

Eingeladen sind die Autorinnen und Autoren Javier Bello aus Chile, Michael Donhauser aus Österreich, Nurduran Duman aus der Türkei, Gila Lustiger aus Deutschland/Frankreich, Angelika Meier aus Deutschland, Zeruya Shalev aus Israel, Eleni Sikelianos aus den USA, Galsan Tschinag aus der Mongolei, Stefan Weidner aus Deutschland, die Musiker Chris Fesch, Michael Schmidt und Franz Tröger sowie der Religionswissenschaftler Lorenz Wilkens.

Kennzeichnend für die Festivalform der Poetica ist die Verbindung von Literatur, Wissenschaft und Öffentlichkeit in Lesungen, Gesprächen, Performances und Podiumsdiskussionen. Zu den Veranstaltungsorten zählen die Universität, die Stadtbibliothek, das Literaturhaus, das Wallraf-Richartz-Museum und das Schauspiel Köln.

Das Festival wird von der Universität zu Köln sowie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Verantwortet wird es von Günter Blamberger (Direktor des Internationalen Kollegs Morphomata) und Heinrich Detering (Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung).

Weitere Informationen unter:

Internet: www.poetica.uni-koeln.de

www.facebook.com/PoeticaKoeln

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