Oskar-Pastior-Preis für Wiener Künstler Anselm Glück

Der in Wien lebende Schriftsteller und Maler Anselm Glück erhält den Oskar Pastior Preis 2016, der von der Oskar Pastior Stiftung am 1. Juli 2016 im Literaturhaus Berlin verliehen wird. Der Preis ist mit 40.000 Euro dotiert.

Als Schriftsteller wie als Maler und Zeichner hat Anselm Glück, 1950 in Linz geboren, Werke geschaffen, die der experimentellen und konkreten Kunst verpflichtet, eine sehr eigene, unverwechselbare Diktion aufweisen. Zu seinen Techniken gehören Montage und Collage ebenso wie Erzählen als Nichterzählen, beziehungsweise ein gestisches Sprechen, das die Dinge, von denen gesprochen wird, wie vorgezeigt erscheinen läßt.

Reflexionen werden dinglich, Worte aus dem Korsett der Grammatik gelöst und in neue, „hybride“ Bedeutungen überführt.

die kunst unserer tage soll gemacht werden wie die gelegenheit sie fordert weil solche – strophe ergeht so ernst daß wir zuendespielen und diese fähigkeit ist unser privileg

und daß künstler der kunstgeschichte nichts ungewöhnliches persiflieren dient dem interesse an der charakteristischen vorlage. es bewahrt dem mißbrauch die erniedrigung und nimmt der nur eigenen betroffenheit ihren sinn
[anselm glück]

/ literaturHausBerlin

Über die Oskar Pastior Stiftung

Nach der Stiftungsratssitzung vom 28. April 2008 gaben die Mitglieder des Stiftungsrates Marianne Frisch, Herta Müller, Klaus Ramm (Vorsitzender), Dierk Rodewald, Ulf Stolterfoht, Christina Weiss und Ernest Wichner (Stellv. Vorsitzender) die Gründung der Oskar Pastior Stiftung bekannt.
Oskar Pastior hatte testamentarisch diese Stiftung verfügt und die Stiftungsratsmitglieder benannt.
Die Stiftung vergibt den Oskar Pastior-Preis. Ausgezeichnet werden Autoren, deren Werk in der Tradition der Wiener Gruppe, des Bielefelder Colloquiums Neue Poesie und von OULIPO (der Werkstatt für potentielle Literatur) steht.
Darüber hinaus kann die Stiftung die literarische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dieser Literatur sowie mit dem Werk von Oskar Pastior fördern.
Der Preis soll alle zwei Jahre verliehen werden und ist mit einer Preissumme von 40.000,- Euro dotiert. Bewerbungen um den Preis sind nicht möglich. Der Sitz der Stiftung befindet sich im Literaturhaus Berlin.

Stiftungsrat: Marcel Beyer, Ernest Wichner (Vorsitzender), Herta Müller, Dierk Rodewald, Ulf Stolterfoht, Prof. Dr. Christina Weiss

/ literaturhaus

Bisherige Preisträger:

  • 2010 Oswald Egger
  • 2012 (nicht vergeben)
  • 2014 Marcel Beyer

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