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Veröffentlicht am 22. Februar 2016 von lyrikzeitung
Wondratschek wurde mit Texten wie „Früher begann der Tag mit einer Schusswunde“ oder „Mara“ berühmt, nun sind seine unbekannten Werke in einer kleinen Hinterhofwohnung im Berliner Stadtteil Schöneberg zu sehen: Die Ausstellung „Bin in einer Stunde zurück“ zeigt Lyrik, Collagen und typographische Arbeiten. Zitieren darf man die Gedichte nicht: Sie sollen ganz und gar ihrem neuen Eigentümer gehören – für 9800 Euro das Stück. Ein stolzer Preis, eine Summe, die kaum ein Verlag für einen ganzen Gedichtband zu zahlen bereit wäre, sei der Autor auch noch so berühmt.
„Wir haben in sehr sanfter Weise über den Preis nachgedacht“, sagte Wondratschek während der Vernissage am Samstagabend mit ebenfalls sehr sanfter Stimme, „und wir sind zu der Ansicht gelangt, dass die Gedichte so viel wert sind.“ / Tobias Lehmkuhl, Der Spiegel
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Tobias Lehmkuhl, Wolf Wondratschek
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…eine „Geschäftsidee“, so DLR am Ende der Sendung. Systemimmanente Provokation/ Entwertung des Gedichts…? Hm. Wer?: Keiner! werfe den ersten Stein.
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