ping pong

Der „Vater der Konkreten Poesie“, Eugen Gomringer, ist in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden. Das Forum Konkrete Kunst in Erfurt ehrt ihn mit der Ausstellung „der linie folgen. im raum bleiben“. Gomringer selbst wird heute Abend im Programm der Herbstlese in Erfurt im Haus Dacheröden aus seinen Werken lesen. Im Interview sprach er darüber, wie er zur Konkreten Poesie kam – und wo wir sie heute noch finden können. 

Herr Gomringer, ich frage jetzt einfach ganz ungeniert drauf los: Ihr erstes Konkretes Gedicht „ping pong“ von 1953 – das ist Ihnen nicht zufällig beim Tischtennisspielen eingefallen, oder etwa doch?

Das weiß ich nicht mehr. Ich kann nur sagen: Es war ein höchst internationaler Begriff, und überall auf der Welt hat man mir auf „ping“ mit „pong“ geantwortet. Das Gedicht geht so:  ping pong  ping pong ping  pong ping pong  ping pong Es war mein erstes Gedicht, und es war sehr frech. Damit habe ich einigen Leuten vor den Kopf gestoßen.

Wie waren die Reaktionen?

Schaurig. Also man hat schon gemeint, mit mir sei es jetzt fertig. Ich hatte ja damals schon mit Hermann Hesse korrespondiert, und man hatte mir eine Zukunft gegeben als Autor. Und dann kam ich mit sowas, mit so einer Einfachheit und sagte: „ping pong“ ist ein Gedicht.

Lisa Berins, Thüringer Allgemeine 26.9.

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