20. Das nennt man Polemik

Die romantische Poesie, schrieb Friedrich Schlegel im berühmten 116. «Athenäums»-Fragment, sei «eine progressive Universalpoesie». Was genau man sich darunter vorstellen sollte, damit hielt sich der sprühendste Geist der frühromantischen Kunstrevolution nicht lange auf, denn sein Geschäft war es, immer neue schillernde Definitionen in die Welt zu setzen; und wenn die einander überkreuzten, war es ihm recht. Die Unverständlichkeit war ein Faktor in seinem blitzartigen Denken: «Wenn Verstand und Unverstand sich berühren, dann gibt es einen elektrischen Schlag. Das nennt man Polemik.» / Norbert Hummelt, NZZ 30.9.

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