Schlagwort: Paul Jandl

64. „Opernmord“

In den Sechzigern, als Poesie noch gefährlich war, titelte der österreichische „Express“: „Opernmord: Wiener Mundartdichter muss wegen seiner Verse Alibi erbringen!“ Das ihm zur Last gelegte Lustverbrechen an einem Ballettmädchen hat der österreichische Schriftsteller Gerhard Rühm definitiv nicht begangen, denn er selbst war nicht… Continue Reading „64. „Opernmord““

149. Wendelin Schmidt-Dengler Vorlesung in Berlin

Donnerstag, 01. Oktober 2009 | 19 Uhr | Friedrich Hoess Saal, Österreichische Botschaft Berlin Zur Sprache gebracht –  Erste Wendelin Schmidt-Dengler Herbst-Vorlesung Wendelin Schmidt-Dengler war ein Vermittler zwischen Literatur, Wissenschaft und Öffentlichkeit. Niemand konnte die Vielfalt des heimischen und internationalen Literaturschaffens  mit soviel Lebendigkeit und… Continue Reading „149. Wendelin Schmidt-Dengler Vorlesung in Berlin“

25. Der Meraner Geschmack

Über die Finalisten und die Preisträger von Meran (#22) schreibt Paul Jandl in der NZZ vom 8.5.: Prall gefüllt ist der kulturelle Fundus des aus Stuttgart stammenden und in Berlin lebenden Ulf Stolterfoht. Stolterfohts «lingualer drang» amalgamiert die Sprache des Barock mit jener der… Continue Reading „25. Der Meraner Geschmack“

76. Paul Jandls Fazit zu Meran

Mit sehr viel Wohlwollen hat die Jury aus Michael Donhausers Lyrik auch «die Härten der Geschichte» herausgelesen. Wer wie Ulla Hahn ein «Laubtreiben über einen Abstellplatz / mit Kabelrollen, mit Brettern und / Paletten von Ziegeln» gleich für eine Chiffre der Deportation halten will,… Continue Reading „76. Paul Jandls Fazit zu Meran“

13. Hombroicher Homotope

Oswald Egger, Südtiroler Schriftsteller, der in seiner hochartifiziellen Poesie Theorie und Durchführung gerne in eins schlägt, ist nach Hombroich gekommen, hat dort die Homotopie entdeckt und ist mit dem Buch «-broich» wiedergekehrt. Wenn die Homotopie in der Sprache der Mathematik eine stetige Abbildung in… Continue Reading „13. Hombroicher Homotope“

Luna Park

Ganz und gar nicht amused zeigt sich Paul Jandl über die „Vergnügungsgedichte“ von Franzobel, NZZ 9.12.03 Franzobel: Luna Park. Vergnügungsgedichte. Zsolnay-Verlag, Wien 2003. 176 S., Fr. 31.20.

Rauriser Literaturtage

Alfred Kolleritsch, der Philosoph unter den Dichtern, leuchtet auf der Heimalm aufs «hohe Gestell der Dauer». Der Rhythmus seiner Gedichte und ihre Rede von allem, was «blutstürzlerisch schnell / auf der Schwelle verschwunden» ist, können sich in der Skihütten- Ambiance kaum Gehör verschaffen. /… Continue Reading „Rauriser Literaturtage“

Kurrentschrift des Weltalphabets

Paul Jandl schreibt über eine Herbeck-Ausstellung in Krems: Jahrzehnte hat Ernst Herbeck in den Fürsorglichkeiten der niederösterreichischen Psychiatrie verbracht, er war ein stiller Patient, dessen Leistung als Dichter von seinen Förderern dennoch nicht verschwiegen wurde. Mehrere Sammelbände sind schon zu Lebzeiten Ernst Herbecks erschienen,… Continue Reading „Kurrentschrift des Weltalphabets“

Universaler Witzpoet

Universal zu sein, war das Mass eines Gesamtkünstlers, der die Poesie des Gedruckten für das Bild entdeckte und die grafische Form für die Poesie. Aus den am Rande der Ausstellung präsentierten Texten des Schriftstellers Kurt Schwitters leuchtet die Einbildungskraft zwingender Banalität, ein Adel der… Continue Reading „Universaler Witzpoet“