Es lebt!
In diesem Herbst erscheint die fünfzigste Ausgabe der Leipziger Literaturzeitschrift Edit. Wir feiern dies mit einem großen Lesespektakel, das ein breites, schillerndes Spektrum zeitgenössischer Literatur zelebriert. Der Literaturverein Edit hat elf hochverehrte, schon allseits gerühmte oder noch zu entdeckende Autorinnen und Autoren eingeladen, an zwei Abenden Texte zu lesen und zu performen. Zum Abschluss des zweitägigen Lesefests erwartet uns ein Auftritt des stets umjubelten Jens Friebe, der uns in Begleitung seiner Band zeigen wird, wie toll deutschsprachige Popmusik sein kann.
Programm
Donnerstag, 08. Oktober 2009
Lesungen: Mara Genschel, Martin Lechner, Juliane Liebert, Els Moors
Ort: Café Cantona, Windmühlenstraße 29, Leipzig
Beginn: 20.00 Uhr
Eintritt: frei
Mara Genschel, geboren 1982 in Bonn, studierte zunächst Musikwissenschaften in Köln, dann Violine in Detmold und Literarisches Schreiben in Leipzig. Sie lebt jetzt in Berlin. 2007 nahm sie am Literarischen März in Darmstadt teil. Ihre Gedichte „Tonbrand Schlaf“ sind 2008 bei der Connewitzer Verlagsbuchhandlung in Leipzig erschienen.
Martin Lechner, 1974 in Düsseldorf geboren, war Literatur- und Philosophiestudent in Berlin, wo er jetzt als freier Schriftsteller lebt. Er nahm 2006 am Open Mike in Berlin teil und ist außerdem mitverantwortlich für aufsehenerregende Konzeptlesungen, u.a. „Das Heilige erobert die Stadt“ und „Die Schinkenhand und der Tod“. 2005 erschien die Erzählung „Bilder einer Heimfahrt“ im Textem Verlag in Hamburg.
Juliane Liebert, 1987 in Halle/Saale geboren, ist Studentin in Leipzig und schreibt neben ihrer literarischen Arbeit u.a. für Vice Magazine in Berlin. Sie nahm 2007 am Open Mike teil und wurde dieses Jahr beim Literarischen März in Darmstadt mit dem Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis ausgezeichnet.
Els Moors, geboren 1976, wurde für ihr erstes Buch mit Gedichten („Er hangt een hoge lucht boven ons“, 2006) von der begeisterten Literaturkritik – ein „Traum-Debüt“! – gefeiert und als erste vielversprechende flämische Dichterin nach langer Zeit freudig begrüßt. 2008 erschien ihr Roman „Het verlangen naar een eiland“ (Die Sehnsucht nach einer Insel). Für Edit 50 wurden einige ihrer Gedichte erstmals ins Deutsche übersetzt – ein Grund, sie auch bei uns besonders herzlich willkommen zu heißen!
Freitag, 09. Oktober 2009
Lesungen: Marcel Beyer, Martina Hefter & Mathias Traxler, Ann Cotten,
Tim Turnbull & Norbert Lange, Thomas Kapielski
Konzert: Jens Friebe & Band
Ort: UT Connewitz, Wolfgang-Heinze-Straße 12a, Leipzig
Beginn: Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20.30 Uhr
Eintritt: 10 Euro / 7 Euro ermäßigt
(Kartenreservierung unter buero@utconnewitz.de)
Marcel Beyer, 1965 in Tailfingen geboren, ist preisgekrönter Autor gefeierter Romane und Gedichtbände, Herausgeber Friederike Mayröckers, ehemaliger Spex-Autor, Performer, Grenzgänger zwischen Westdeutschland und Ostdeutschland, ein „Glücksfall für die Gegenwartsliteratur“ (so Deutschlandradio über den Roman „Kaltenburg“ von 2008) – und Edit-Autor der ersten Stunde.
Martina Hefter, geboren 1965 in Pfronten/Allgäu, lebt, seit sie am damals neu eröffneten Literaturinstitut zu studieren begann, in Leipzig. Sie ist Verfasserin dreier Romane (zuletzt 2008 bei Wallstein „Die Küsten der Berge“) und preisgekrönter Lyrik. In ihren jüngsten Arbeiten mit Mathias Traxler verknüpft die ausgebildete Tänzerin Text und Bewegung, Vortrag und Performance zu einem ausdrucksstarken und hochästhetischen Ganzen.
Mathias Traxler, geboren 1973 in Basel/Schweiz, wurde in Berlin zunächst Jurist, dann Schriftsteller. Seine Gedichte erschienen u.a. in Edit, außerdem schreibt er Erzählungen und einen Roman. 2006 nahm er am Wettlesen zum 14. Open Mike in Berlin teil.
Ann Cotten, geboren 1982 in Iowa/USA, 1987 nach Wien und 2006 nach Berlin umgezogen. Vor zwei Jahren erschien bei Suhrkamp „Fremdwörterbuchsonette“, ihr erstes Buch mit Gedichten. Seither wird sie häufig und gerne mit Preisen und Stipendien bedacht, ganz so, wie es ihr gebührt.
Tim Turnbull, geboren und aufgewachsen in North Yorkshire, arbeitete im Forstwesen und sang in diversen Punk-, Ska- und Industrialbands, bevor er sich der Dichtung zuwandte. Seit 1994 slamt, liest und performt er seine Gedichte, die in drei schmalen Büchern gesammelt erschienen sind. Turnbull macht übrigens keinen Unterschied zwischen Schreiben „for stage or page“.
Norbert Lange, 1978 in Gdingen geboren, studierte in Berlin und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Er schreibt Lyrik (u.a. in dem Band „Raufasern“, der 2005 bei der Lyrikedition 2000 in München erschien), wofür er 2006 auf Schloss Wiepersdorf residierte. Er ist außerdem Herausgeber der Gedichte Bernhard Kollers.
Thomas Kapielski, 1951 in West-Berlin geboren, ist „genialer Dilletant“ der ersten Stunde und schreitet leichtfüßig Richtung Gesamtkunstwerk: Der Schriftsteller, Musiker und bildende Künstler erfreut uns Menschen seit über dreißig Jahren mit seiner Kunst und erklärt uns nebenbei auch noch die Welt! Zuletzt erschienen 2009 bei Merve die theoretische Schrift „Zeitbehälter. Kleine Festordnung“ sowie bei Suhrkamp der Prosaband „Mischwald“.
JENS FRIEBE & BAND zelebrieren seit 2004 glamouröse Popmusik mit deutschen Texten. Auf bisher drei regulären Alben sind Jens Friebes vorzügliche Lieder zu finden, zuletzt unter dem bedenkenswerten Titel „Das mit dem Auto ist egal, Hauptsache dir ist nichts passiert“ (2007 bei ZickZack). Jens Friebe hat außerdem das Buch „52 Wochenenden. Texte zum Durchmachen“ geschrieben und veröffentlicht (2007 bei Kiepenheuer & Witsch), das wir hiermit zur stillen Lektüre nach dem Fest empfehlen.
Veranstalter:
Literaturverein Edit e.V., Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig
Telefon: 0341/2306025, E-Mail: post@editonline.de, Website: www.editonline.de
Ansprechpartner für die Presse:
Mathias Zeiske, Geschäftsführer Literaturverein Edit e.V.
E-Mail: mathias.zeiske@editonline.de, Mobiltelefon: 0151/21744432
Edit ist eines der einflussreichsten Foren für junge deutschsprachige Literatur. Die ersten Redakteurinnen und Redakteure, unter ihnen Kathrin Dorn, klebten als eine Art Nullnummer der Zeitschrift Gedichte an Laternenpfähle und leerstehende Häuser in Leipzig. Seit 1993 gibt es Edit als gedruckte Literaturzeitschrift, die heute in einer Auflage von 1.600 Exemplaren erscheint. Neben neuen Arbeiten renommierter Autorinnen und Autoren stellt Edit Texte junger, noch unbekannter Talente in den Vordergrund. Viele der in Edit zum Teil erstmals der Öffentlichkeit vorgestellten Schriftstellerinnen und Schriftsteller zählen heute zu den wichtigsten und aufregendsten Stimmen der deutschsprachigen Literatur.


Abdullah Jafar Ibn Mohammad Rudaki zählt zu den am meisten verehrten Dichtern im persischsprachigen Raum. In Afghanistan, im Iran und in Tadschikistan wird er bis heute als Nationaldichter gefeiert und seine Werke oder Teile daraus geliebt, gelesen und rezitiert. Eine Einschätzung und Würdigung des Vater der neupersischen Poesie von Dr. Haschmat Hossaini.
Im 3. Jahrhundert nach der Hedschra (9. Jh. nach Christus), als der Freiheitsgedanke in Xorāssān an Kraft gewann und das Land vom Abbassidenreich losgelöst wurde, haben die ersten Wortgewaltigen der Sprache und Literatur des Dari im damaligen Xorāssān und Sistān die Fackel der Dichtung und Literatur in die Hand genommen und mit ihr das Licht nach Zaranğ, Fōšanğ, Sistān, Herāt, Ġōr, Balx, Ğōzğānān, Toxārestān, Kābol und Zābol getragen. Die Safariden von Sistān und die Samaniden von Balx waren die Vorreiter und Inspiratoren dieser Bewegung. / Mehr bei Tethys, Central Asia Everyday
Einige Gedichte Persisch und Englisch
Vgl. deutsche und englische Wikipediaversion!
Vgl. L&Poe 2009 Jun #92. Zwei große asiatische Dichter
Albrecht Wellmer, der ehemalige Assistent von Jürgen Habermas und bis 2001 Philosophieprofessor diesseits und jenseits des Atlantiks, hat seine Analyse des Verhältnisses von Musik und Sprache nicht klein angelegt – und sich Zeit mit der Publikation gelassen. Nun legt Wellmer unter dem bescheidenen Titel „Versuch über Musik und Sprache“ nichts weniger als ein Standardwerk vor, eine wegweisende Übersicht zum Thema – seinem zuweilen etwas professoral wirkenden Duktus zum Trotz. Ein Übersichtswerk ist das Buch nicht zuletzt deshalb, weil der Theodor-W.-Adorno-Preisträger von 2006 explizit darauf verzichtet, „originelle Interpretationen von Musik selbst zu formulieren“. Vielmehr zeichnet er breitflächig historische Entwicklungslinien der Musikästhetik auf, wertet Erkenntnisse anderer Autoren aus – als einer der wichtigsten zieht sich Adorno, gleichsam als roter Faden, durch Wellmers Darstellung – und stellt Positionsvergleiche an, die jeweils den Weg freilegen für die nächstfolgenden Analyseschritte.
Ausgehend von der Leitfrage, ob es eine Sprache der Musik gebe bzw. ob die Musik „sprachähnlich“ sei, reflektiert Wellmer umsichtig Antworten und Erklärungsmodelle – und gibt schließlich gegenüber den komplizierten und, wie er nachzuweisen vermag, oftmals irreführenden Analogisierungsversuchen von Sprache und Musik eher bildhaften Erklärungen wie jener des englischen Komponisten Brian Ferneyhough den Vorzug, der die Musik als „Satellit der (Wort-)Sprache mit einer extrem exzentrischen Umlaufbahn“ zu verstehen versucht.
Albrecht Wellmer geht es stets um Sprachlichkeit in der Musik im weitesten Sinne. Davon zeugen insbesondere seine umfangreichen und virtuosen Fallstudien zu zwei der Schlüsselkomponisten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, nämlich John Cage und Helmut Lachenmann. Darin geht der Autor weit über eine bloße Analyse des im Titel angegebenen Themenfeldes hinaus.
Was Wellmer tiefstapelnd „Versuch über Musik und Sprache“ nennt, entpuppt sich am Ende als eine komplexe und detaillierte Interpretation der komplexen neuzeitlichen Musikphilosophie.
Fritz Trümpi in Falter : Woche 37/2009 vom 9.9.2009 (Seite 18)
plumbum 10 – endlich auch wieder Life!
Die Literaturzeitschrift plumbum zelebriert ihre 10. Ausgabe! Es lesen fünf unserer Lieblingsautoren: Katharina Adler, Mara Genschel, Udo Grashoff, Claudius Nießen, Ron Winkler. Die Lyrikerin und Musikerin Marlen Pelny schenkt dem Abend Musik, begleitet vom Schlagzeuger Nikolas Basler. Im Anschluss wollen wir mit Euch feiern – DJ Oliver legt auf. Jeder Besucher erhält die aktuelle NewYork-Ausgabe als Geschenk. Sie enthält 15 Original-Linolschnitte der Illustrationsklasse Thomas Müller, HGB.
Schaubühne Lindenfels
Mittwoch, 9.9.2009, 20.30 Uhr.
Karten: 10 Euro/ ermäßigt 8 Euro inklusive einer Ausgabe plumbum Nr.10
NEU! plumbum bei tubuk.de
plumbum finden sie jetzt auch – in guter Gesellschaft – bei tubuk.de
Auch in Leiozig: Am 11.9. bzw. 9/11 lesen Gerhard Falkner, Björn Kuhligk und Ulrike Almut Sandig im Haus des Buches, Moderation Peter Böthig. Beginn: 19 Uhr
Poetry, Granta, and STOP SMILING present
A Celebration of Literary Chicago
CHICAGO – The Poetry Foundation announces that Chicago literary institutions Poetry and STOP SMILING will join with UK-based journal Granta to celebrate the launch of Granta’s special Chicago-themed fall issue. The event will feature readings by contributors to both Poetry and Granta and will debut previously unpublished poems by native Chicagoan James Schuyler, with Granta editor John Freeman offering an introduction. David Trinidad, a friend of Schuyler’s, will speak briefly about the poet’s life and work and read a selection of his poems forthcoming in Poetry and Granta. Chicago poets Reginald Gibbons, Anne Winters, and Diego Báez will also read. A reception follows.
What: A Celebration of Literary Chicago: featuring Reginald Gibbons, Anne Winters, and Diego Báez, with David Trinidad reading previously unpublished work by James Schuyler. A reception follows the reading.
When: Tuesday, September 15, 7:00 to 9:00 p.m.
Where: Stop Smiling Storefront, 1371 North Milwaukee Avenue, Chicago
Admission is free and open to the public.
Diego Báez received a bachelor’s degree in English from Illinois Wesleyan University and is currently pursuing his MFA at Rutgers University–Newark. His poetry and criticism appear in Poemeleon, Growler, The Ampersand Review, and The Little White Poetry Journal.
Reginald Gibbons’s most recent book of poems is Creatures of a Day (2008), a finalist for the 2008 National Book Award. His new translations of Sophocles, Selected Poems: Odes and Fragments (2008), won the Soeurette Diehl Fraser translation award from the Texas Institute of Letters. His new book, Slow Trains Overhead: Chicago Poems and Stories, will be published in 2010. Gibbons teaches at Northwestern University.
James Schuyler was a preeminent figure in the celebrated New York School of poets. After World War II he made his way to Italy, where he served for a time as W.H. Auden’s secretary. His books include three novels, A Nest of Ninnies (written with John Ashbery), Alfred and Guinevere, and What’s For Dinner, as well as numerous volumes of poetry.
David Trinidad received his MFA from Brooklyn College and has taught at Rutgers University, the New School, and Princeton University. His collection Plasticville (2000) was a finalist for the Lenore Marshall Poetry Prize of the Academy of American Poets. Trinidad teaches at Columbia College Chicago, where he co-founded the literary journal Court Green.
Anne Winters is on the faculty at the University of Illinois at Chicago. Her books include The Displaced of Capital; The Key to the City, which was nominated for the National Book Critics Circle Award; and Salamander: Selected Poetry of Robert Marteau, winner of Poetry’s Jacob Glatstein Translation Award. Her published poems and essays appear in the New Republic, the New Yorker, Paris Review, Poetry, and Yale Review, as well as journals in France, Canada, and Italy.
Der Schriftsteller und Georg-Büchner-Preisträger Reiner Kunze ist in Weimar mit dem Thüringer Literaturpreis 2009 geehrt worden. «Sie haben immer gegen die starren Mauern der Ideologien angeschrieben», würdigte Kultusminister Bernward Müller (CDU) den Autor laut Redemanuskript. …
In Greiz begann Kunzes Weg und Erfolg als freier Schriftsteller – zuerst im Osten Deutschlands und mit der Veröffentlichung des Gedichtbandes «Widmungen» 1963 auch im Westen, sagte der Literaturkritiker Christian Eger in seiner Laudatio. In Greiz entstanden Lyrikbände wie «Sensible Wege», der Prosaband «Die wunderbaren Jahre» sowie die Kinderbücher «Der Löwe Leopold» und «Der Dichter und die Löwenzahnwiese». Aber nur eines dieser Werke sei auch in der DDR erschienen: Der Lyrikband «Brief mit blauem Siegel», der laut Eger eine der erfolgreichsten Lyrik-Editionen eines DDR-Autors wurde. / Ostseezeitung 5.9.
Joseph Breitbach war nicht nur Schriftsteller, sondern auch ein vermögender Geschäftsmann. Den Büchnerpreis hat er nie bekommen, was solls: aus seinem nachgelassenen Vermögen wurde ein viiiiiel besser bezahlter Preis gestiftet, 120.000 DM waren es am Anfang (Büchner, mit 3.000 gestartet, liegt heute bei 40.000 Euro). Meldung aus dem Standard vom 3.9.:
Die Schriftstellerin Ursula Krechel, 61, erhält den diesjährigen Joseph-Breitbach-Preis für ihr literarisches Gesamtwerk. Die gebürtige Triererin, die heute in Berlin lebt, wird die mit 50.000 Euro dotierten Auszeichnung am 25. September in Koblenz entgegen nehmen, teilte die Stadt Koblenz am Donnerstag mit.
In L&Poe:
2004 Mrz #88. neuedichte
2004 Sep #95. Festival Basler Art
2005 Sep #53. Vater Krieg
2005 Sep #89. Sie hats nicht begriffen
2005 Okt #15. Ich und die Musik
2006 Feb #93. Büchermarkt
2006 Mai #5. Romantik heute in Stuttgart
2006 Jul #34. «Mittelwärts»
2007 Jan #53. Sprache im technischen Zeitalter 180, Dezember 2006
2007 Apr #38. Sprache im technischen Zeitalter
2007 Aug #5. Neue bei lyrikline.org
2007 Dez #33. Breuers Schneisen im LiteratUrwald
2008 Mrz #73. Poesie ist Kulturgut – weltweit!
2008 Mrz #86. Kling!
2008 Apr #3. Von außen ins Innere geblickt
2008 Jun #53. Der Dichter aus der Nachbarschaft: Poets’ Corner
2008 Aug #63. Stolterfoht zum Lyrikjahrbuch
2009 Mrz #62. Verlag Das Wunderhorn / Künstlerhaus Edenkoben
2009 Mrz #115. Ob es einen deutschen Surrealismus gibt
2009 Mai #80. Joseph-Breitbach-Preis für Ursula Krechel
2009 Jun #79. Kunstpreis Rheinland-Pfalz an Ursula Krechel
2009 Aug #17. open mike: Die Jury steht fest
(alle alten Seiten über den Button Archiv erreichbar – einfach Jahr, Monat und Nummer suchen)
Es ist sicherlich eine gewagte Entscheidung des Herausgebers, Michael Hamburgers jüngst auf Deutsch erschienenen Band als «Letzte Gedichte» zu betiteln, denn ins bloss Faktische spielt zwangsläufig auch die Aura des Vermächtnisses hinein, des finalen, noch vorm Tod geäusserten Willens und Wortes. «Letzte Gedichte» enthält sämtliche Texte aus Hamburgers letzter Publikation, «Circling the Square» (2007), und darüber hinaus alle bis zu seinem Tod im Juni 2007 geschriebenen Gedichte und ist somit tatsächlich der Abschluss eines der grossen, unabhängigen, aufrichtigen Dichtwerke des zwanzigsten Jahrhunderts.
Das Alter und die Tücken des Alterns werden von Hamburger immerfort thematisiert, ein Nachlassen der dichterischen Imagination ist indessen an keiner Stelle zu spüren. Mit traumwandlerischer Sicherheit und einer leicht ironisch distanzierten Gelassenheit registriert der Dichter die zunehmenden Gebrechen und die abnehmende Lebenszeit und sieht zugleich darin «Dieses Wunder: Wieder aufzustehen, / Täglich, mit dem ersten Licht, / Um diese Winterluft zu lieben, / Prall vom verringerten Mehr». Hamburgers Klagen sind Elegien in unmittelbarer Nachbarschaft zum Preislied, jede Weinerlichkeit ist ihnen vollends fremd.
Bis zum Schluss ist Hamburger ein scharfzüngig kritisierender Moralist gegenüber einer sich in Schwund und Borniertheit tummelnden Gesellschaft geblieben. Einmal ruft er laut und deutlich: «draussen / Ist alles Hektik, Manipulation, / Von den Erfindern der Zeit / <Nachrichten> und <Geschichte> genannt», dann wieder bedauert er mit stiller Melancholie den Wandel zum Schlechteren: «Unser Dorfladen und die Post / Genauso Dinge der Vergangenheit, / Der wöchentliche Bus wird eben abgeschafft.» / Jürgen Brôcan, NZZ 8.9.
Robert Gray kam erstmals 2003 nach Deutschland, um an einem von der literatur WERKstatt Berlin initiierten Übersetzerprojekt teilzunehmen, bei dem australische und deutschsprachige Lyriker gegenseitig ihre Gedichte übersetzten, was später in der im DuMont Verlag erschienenen Anthologie „Hochzeit der Elemente – Zeitgenössische australische Dichtung“ dokumentiert wurde. Es gibt viel ungezähmte Natur in der Poesie des fünften Kontinents, und Robert Gray, dem sein Landsmann Les Murray „allergenauestes Wahrnehmungsvermögen“ konstatierte, stellt da keine Ausnahme dar. Seine Sprache, so sagt er, sei „ein Dialekt des Regens“. Die genaue und sinnliche Beschreibung der Dinge, auch der Natur-Dinge, steht im Zentrum seines Schreibens. Rätselhaft muten die ersten vier Zeilen aus einem Gedicht von Robert Gray an: „Es dreht seinen Kopf wie ein Mannequin / zu der Wellblechhütte / und hält die Vorderpfoten / wie zum Fesseln hin.“
Kein lyrisches Ich stellt sich dem Känguruh hier in den Weg. Der hier spricht, verharrt wohl eher im Schatten einer Hütte und zeichnet auf, was ihm da vor Augen tritt- ohne metaphorischen Überschwang, aber mit äußerster Genauigkeit. Er „schreibt“ das Känguruh, dessen Ohren für ihn „wie Zinken“ sind, am Ende des Gedichts flitzt es „gekrümmt“ davon, „zwischen Strünken und Gestrüpp, in die Dämmerung.“ / Volker Sielaff, Dresdner Neueste Nachrichten 8. 9.
Am 10. September 2009 kommt Robert Gray als Gast der Reihe „Literarische Alphabete“ des Literaturforum Dresden ins Hygienemuseum und wird dort aus seinen Büchern lesen sowie mit Patrick Beck über seine dichterische Arbeit sprechen. Karten: 6 / 3 Euro.
Am 11. September liest er bei der Poetry Night III des Internationalen Literaturfestivals Berlin in der Seitenbühne des Berliner Festspielhauses.
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
Diane Glancy is one of our country’s Native American poets, and I recently judged her latest book, Asylum in the Grasslands, the winner of a regional competition. Here is a good example of her clear and steady writing.
Indian Summer
There’s a farm auction up the road.
Wind has its bid in for the leaves.
Already bugs flurry the headlights
between cornfields at night.
If this world were permanent,
I could dance full as the squaw dress
on the clothesline.
I would not see winter
in the square of white yard-light on the wall.
But something tugs at me.
The world is at a loss and I am part of it
migrating daily.
Everything is up for grabs
like a box of farm tools broken open.
I hear the spirits often in the garden
and along the shore of corn.
I know this place is not mine.
I hear them up the road again.
This world is a horizon, an open sea.
Behind the house, the white iceberg of the barn.
American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Copyright ©2007 by Diane Glancy, whose novel The Reason For Crows, is forthcoming from State University of New York Press, 2009. Poem reprinted from Asylum in the Grasslands, University of Arizona Press, 2007, by permission of Diane Glancy. Introduction copyright © 2009 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.
(Übernahme vom Ostseeblog – die Medien und auch die Veranstalter lassen sich Zeit!)
Die 12. Lyrikmeisterschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die traditionell in Rostock stattfindet und vom Literaturhaus ausgerichtet wird, haben letzten Samstag die DichterInnen aus der Gegend ausgetragen.
Der erste Preis ging an Anna Wolf, die für ihren experimentellen Ansatz und ihre (Wort-)Bilder gelobt wurde, der zweite Preis ging an Knuth Wolfgramm, der für seine Gedichte in einer überzeugenden „klassisch“ gebauten Form geehrt wurde. Wir freuen uns schon, die Gedichte in geschriebener Form selbst lesen zu können.
Der dritte Preis ging an Carlo Ihde. Er überzeugte schon letztes Jahr – damals wurde ihm der erste Preis und der Publikumspreis zugesprochen – durch sein souveränes und witziges Sprachspiel und seine Performance. Auch dieses Jahr bekam er vom Publikum viel Beifall. Wir gratulieren allen Gewinnern.
Ansonsten: Anders als letztes Jahr, als Jury und Publikum weitgehend in ihrer Einschätzung übereinstimmten, fielen die Entscheidungen der Jury und des Publikums dieses Mal in weiten Teilen unterschiedlich aus. Hoch in der Gunst des Publikums (an zweiter und dritter Stelle) standen Silvio Witt und Miriam Naveera, die nicht nur mit ihren Texten, sondern auch mit ihrer Performance begeisterten und einen guten Kontakt zum Publikum hatten. Der Publikumspreis ging an Odile Endres, die dem Publikum dafür herzlich dankt.
Wir freuen uns, dass wir euch einige der vorgetragenen Texte im Ostseeblog präsentieren können – sofern sie bei uns eintreffen.
Dann könnt ihr euch zumindest von den Texten selbst ein Urteil bilden – die Performance muss man selbst erlebt haben!
Falls ihr was kommentieren wollt in diesem Blog, lasst euch nicht davon abhalten.
In L&Poe:
2004 Jun #80. Lyrikmeister
2005 Jun #54. „Heraus, Meister des Wortes!“
2006 Aug #114. Lyrikmeister in Rostock
2007 Jul #81. Lyrikmeister MV gesucht
2007 Sep #12. Bierernst
2008 Sep #25. 11. Rostocker Lyriknacht
(alle früheren Seiten sind über den Button „Archiv“ erreichbar – einfach Jahr, Monat + Nummer suchen)
vom 8. bis 18. September 2009 findet das 1. subkulturelle literatur-
festival berlin statt, veranstaltet von der Epidemie der Künste, der
Zeitschrift floppy myriapoda, dem Verlag Distillery, der Buchhandlung
Straßenschaden und gefördert durch die Kulturstiftung des Hundes.
—- „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der
erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer
ist nicht mehr.“ – Kommt und hört, „denn die Zeit ist nahe“.
(zit. n. Offb 21, 22)
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Dienstag, 8. September 2009, 20:30 Uhr, Schillingbar:
—- VIER IM ROTEN KREIS
Die 4. Staffel der neuen Neuköllner Leseveranstaltung mit Eversoon,
Knofo, Dock Pole und Wolle – diesmal mit floppy-myriapoda-Appendix,
featured by Helko Reschitzki und Kai Pohl: Schweine und Menschen sind
enge Verwandte – diese recht aktuelle Erkenntnis der Genetik ist in
der Sprachwissenschaft ein alter Hut! Außerdem: „Aus dem Leben eines
Taugenichts“, „Flüchtige Verbindungen“ und akute „Koliken der Logik“.
Schillingbar, Weserstraße 9, Ecke Reuterstraße, U8 Hermannplatz
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Freitag, 11. September 2009, 20:30 Uhr, Straßenschaden:
—- DIE ÜBLICHEN UMNÄCHTIGTEN
Das neu erschienene Heft 12 der floppy myriapoda wird vorgestellt
von Ann Cotten, Ralph Gabriel, Florian Günther, Andreas Hansen,
Thomas Heger, Bert Papenfuß, Kai Pohl, Helko Reschitzki, Scheiffele,
Su, Silka Teichert, HEL ToussainT und anderen. Mit ACID-Auktion und
Plünderung des Medizinschränkchens.
Straßenschaden, Christinenstr. 3, Ecke Torstr., U2 Rosa-Luxemburg-Platz
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Mittwoch, 16. September 2009, 19:00 Uhr, BAIZ:
—- ES IST DOCH BLOSS GELD!
Grundlose Bedingungen im Zeitalter unbegrenzter Möglichkeiten.
Eine Lesung zur Woche des Grundeinkommens mit Ann Cotten, Ralph
Gabriel, Katrin Heinau, Viktor Kalinke, Annette Kaut, Kai Pohl,
Helko Reschitzki, Julia Trompeter und anderen.
BAIZ, Christinenstraße 1, Ecke Torstraße, U2 Rosa-Luxemburg-Platz
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Freitag, 18. September 2009, 13-18 Uhr, Berlin:
—- MAUER-SCHLUSS. Die BRDigung des DDRon.
Eine Lesetour vom Alexanderplatz nach Marzahn, zur Gedächtniskirche
und zum Kino International, auf der Autorinnen und Autoren der
12-Eurocent-Chrestomathie, herausgegeben von Rethe, Schlitz und Stone
in der Epidemie der Künste, das nunmehr als Populärausgabe im Verlag
Distillery erscheinende Buch vorstellen.
Berlin, genaue Orte und Zeiten werden bekanntgegeben
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Epidemie der Künste: http://edk.pappelschnee.de
floppy myriapoda: http://www.floppymyriapoda.de
Verlag Distillery: http://www.distillerypress.de
floppy myriapoda
Subkommando für die freie Assoziation
–> http://www.floppymyriapoda.de
Doris Runge verwandelt ihre Gedanken und Erfahrungen in Worte – den wichtigsten Rohstoff der Dichterin. „Eine schlimme Zeit“ nennt sie diese Phase des Übergangs: „Ich muss vom Sammeln lassen und mit der Umwandlung meiner Wahrnehmungen in Sprache beginnen.“ Schließlich soll im kommenden Jahr ein neuer Gedichtband erscheinen, der Vertrag ist bereits unterschrieben.
Man sieht ihr die Strapazen der Wortfindung allerdings nicht an, dieser freundlichen Frau mit den großen, ausdrucksstarken Augen. Doris Runge sitzt auf der Balkonterrasse des Weißen Hauses in Cismar, ihrem Domizil seit über 30 Jahren. Hier lebt und arbeitet sie, hier sind diese präzisen und mehrdeutigen Wort-Kunstwerke entstanden, für die ihr am Sonnabend von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen die Ehrenprofessur des Landes Schleswig-Holstein verliehen wird. / shz.de
Die sudanesischen Behörden haben die Journalistin Loubna Hussein, die zu 40 Peitschenschlägen wegen Tragens von Hosen verurteilt wurde, an einer Reise nach Beirut gehindert. Sie wollte an einer Sendung des arabischen Satellitenkanals MBC teilnehmen. „Sie sagten mir, es gebe einen Beschluß vom 7. August, der mir Auslandsreisen verbiete. Ich fragte nach einem schriftlichen Dokument, aber sie konnten es nicht vorlegen“, sagte sie.
Sie wurde im Juli in einem Restaurant in Khartoum zusammen mit 12 weiteren Frauen verhaftet, weil sie Hosen trug, was nach Ansicht der Behörden „unanständig“ sei. Artikel 152 des sudanesischen Strafgesetzbuchs sieht 40 Peitschenhiebe für jedermann vor, der (oder die) „eine ungebührliche Handlung verübt oder eine Handlung, die die öffentliche Moral verletzt oder der ungebührliche Kleidung trägt“. / Ennaharonline/ M. O.
Loubna Hussein kämpft gegen dieses Gesetz, das nach ihrer Ansicht gegen die im nördlichen Sudan geltende Scharia verstößt.
Mehr: iamloubna.com (engl./arab.) / Liberation 9.7. (frz.)
In der frühen DDR hält die Schülerin Ingrid Babendererde eine Rede, in einem Roman von Uwe Johnson. Darin geht es um Hosen und um Recht, ich zitiere:
Wir können ja wohl nicht alle Herrn Siebmanns Anzug tragen, wir mögen uns auch nicht alle so benehmen wie er. Ich bin also dafür dass Eva Mau ihre Hosen tragen dürfen soll. Wer sie dann nicht leiden mag kann ja wegsehen.
Der Vorschlag wurde nicht angenommen, der Roman niemals gedruckt in dem Land. Dafür existiert es auch nicht mehr.
Lieber Michael Gratz,
in einem schweizer Antiquariat stieß ich auf einen Band, der mich an die kürzliche Diskussion um die Anthologie „100 Gedichte aus der DDR“ denken ließ: „Lyrik aus der DDR“, 1973 bereits herausgegeben von Gregor Laschen. […]
Ein Blick ins und mittels Internet(s) beweist natürlich schnell, dass derartige Sammlungen auf dem Büchermarkt keine Einzelgänger waren. Interessant: dieser Tage erscheint bei S.Fischer eine Anthologie, die mehr Raum bieten wird:
„Lyrik der DDR“, herausgegeben von Heinz Ludwig Arnold und Hermann Korte. [Zwei da und dort nicht ganz unkonservativen Zeitgenossen].
Kurzbeschreibung
500 Gedichte von 180 Lyrikerinnen und Lyrikern der DDR: Diese umfassende und repräsentative Sammlung dokumentiert im chronologischen Längsschnitt die vielstimmige Geschichte der DDR-Lyrik. Sie beschränkt sich dabei nicht nur auf die Jahre der Existenz der DDR von 1949 bis 1990, sondern beginnt schon 1945 und gibt darüber hinaus einen Überblick über das erste Jahrzehnt nach der Maueröffnung (»DDR-Lyrik nach dem Ende der DDR«). Es ist ein »starkes Stück« deutscher Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur, nicht nur in politisch-weltanschaulicher Hinsicht, sondern vor allem auch ästhetisch: In den Blick gerät ein breites Spektrum lyrischer Genres, Schreibweisen, Sprachstile, Themen und Positionen, das nicht vergessen werden sollte.
[Quelle: http://www.amazon.de]
Projektbeschreibung: www.uni-siegen.de/fb3/lidi/projekte/lyrik_der_ddr/?lang=de
Mal schauen, was das ergibt. Bei Laschen gab es, wenn ich mich nicht irre, nur zwei Frauen unter (geschätzt 25 Männern): Kirsch und Erb. Ein Defizit, das die Sammlung von Buchwald und Wagenbach mit anderen Defiziten parierte.
Nun also 180 AutorInnen: da sollte man ja eigentlich nichts falsch machen können. Höchstens zuviel.
Weiterführende Lektüren (spontane Auswahl einiger Standards):
[In diesem besseren Land. Gedichte der Deutschen Demokratischen Republik seit 1945. Mitteldeutscher Verlag 1966.]
[Michael Hamburger [Hg]: East German Poetry. Carcanet 1972.]
Peter Geist [Hg]: Ein Molotow-Cocktail auf fremder Bettkante. Lyrik der siebziger/achtziger Jahre von Dichtern aus der DDR. Reclam Leipzig 1997.
Die Eigene Stimme: Lyrik Der DDR. Herausgegeben von Ursula Heukenkamp, Wulf Kirsten und Heinz Kahlau. Aufbau 1988.
Berührung ist nur eine Randerscheinung. Herausgegeben von Elke Erb und Sascha Anderson. Kiepenheuer und Witsch 1985.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13516508.html
Sodann
Gerd Labroisse: Im Blick Behalten. Lyrik der DDR. Neue Beiträge des Forschungsprojekts DDR-Literatur an der Vrije Universiteit Amsterdam (German Monitor, 32). Editions Rodopi 1994.
Einige Inhalte hier zu verfolgen.
Dort, auf den Seiten 122 und 123, wird ein Autoren-Kondensat aus in vier wesentlichen Anthologien vertretenen LyrikerInnen dargestellt.
Heißt: Kurt Bartsch, Ulrich Berkes, Volker Braun, Heinz Czechowski, Gabriele Eckart, Adolf Endler, Elke Erb, Harald Gerlach, Peter Gosse, Christiane Grosz, Uwe Grüning, Heinz Kahlau, Rainer Kirsch, Wulf Kirsten, Günter Kunert, Dieter Mucke, Walther Petri, Richard Pietraß, Andreas Reimann, Jürgen Rennert und Paul Wiens.
Herzlich, Ron Winkler
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