Veröffentlicht am 28. November 2013 von lyrikzeitung
„Grünbein ist derzeit der tauglichste Anwärter auf das Amt des Nationaldichters“ (Die Zeit)
(poet. nat. cand.)
In Ordnung, wenn ihr einen braucht, sucht ihn euch aus. Wie lange dauert die Kandidatenzeit? Sind noch Bewerbungen möglich? Was sind bzw. woran erkennt man untaugliche Bewerber? Wie wird ihre Bewerbung behandelt? Ich hätte noch mehr Fragen, zuvor aber einen dringenden Rat. Bitte vergeßt nicht vorher den Geltungsbereich eurer Nation zu bestimmen. Oder zumindest eine Übergangszeit festzulegen, damit ich vorher austreten kann. Ende der Ansage.
Geistige Gummibärchen ist eine Kolumne zur Poesie des Medienspeak
Veröffentlicht am 28. November 2013 von lyrikzeitung
Lettrétage, Berlin, November 2013
We are happy to organize the „SOUNDOUT! Award for New Forms of Presenting Literature“, which takes place in May 2014 in Berlin, Germany.
We know that there are tons of interesting ideas and approaches all over Europe out there, we wanted to get to know them, so we wanted to organize an opportunity for all those european literary activists to meet, share and get in further contact with each other, we wanted to put the public focus on all those activists, their ideas and approaches! So we asked the LOTTO STIFTUNG Berlin Brandenburg and the Berliner Senat for financial help, and they granted us the opportunity to make our dream come true.
The SOUNDOUT! Award for New Forms of Presenting Literature includes prize money of 5000 €. Come to Berlin and turn the city into a laboratory of literary presentation!
Folks, here we are, looking forward to your proposals.
Lets meet, share, rethink, reread and rehear text: SOUNDOUT!
Veröffentlicht am 28. November 2013 von lyrikzeitung
Den notwendigen theoretischen Hintergrund legte er dabei mit den poetischen Überlegungen Emmanuele Tesauros, einem der bedeutendsten Rhetoriker des Barock. Die zugehörige Praxis illustrierte Stillers anschließend anhand dreier ausgewählter Texte aus dem umfangreichen Werk Marinos. (…) Als besonders kunstvoll präsentierte sich so beispielsweise ein Text aus Marinos erster Gedichtsammlung, La Lira, der die Angebetete des lyrischen Ichs beim Kämmen beobachtet, wobei es die goldenen Fluten ihrer Haarpracht mit den wilden Wogen des Meers gleichsetzt.
Zwar vermochte Stillers auf diese Weise nach eigener Aussage „nur einen winzigen Ausschnitt“ der Barockliteratur zu beleuchten – die Leitfrage der Vortragsreihe „Was ist Barock“ konnte er jedoch bravourös beantworten, indem er diese besondere Form der Dichtkunst klar von der Renaissance abgrenzte und im Vergleich mit zeitgenössischen Kollegen Marinos stilistische Besonderheiten des „Marinismus“ hervorhob.
Am Ende eines spannenden Vortragsabends war es Stillers gelungen, den Eichstättern neue Perspektiven auf die vermeintlich „schwülstige“ Lyrik des Barock zu eröffnen und die ihr oftmals unterstellte Künstlichkeit als veritable Kunstfertigkeit zu enthüllen.
/ Barbara Hefele, Donaukurier
Veröffentlicht am 27. November 2013 von lyrikzeitung
Rudolstadt (Stadtverwaltung) – Der Lyriker, Übersetzer und Literaturkritiker Jan Wagner, einer der bedeutendsten deutschen Lyriker seiner Generatio, liest am Mittwoch, 04. Dezember 2013, um 19.30 Uhr Gedichte und gibt Auskunft über sein Werk, das Verhältnis von Dichtung und Politik, sowie neue Tendenzen der deutschsprachigen Lyrik. (…) Moderation: Dr. Daniela Danz / Deutschland today [sic]
(Und ich schwöre, ich hab nix weggenommen)
Veröffentlicht am 27. November 2013 von lyrikzeitung
An dieser Stelle stand gestern ein vermeintlich von Daniela Seel stammender Hinweis auf einen „erwähnenswerten“ Verlag und vermeintlich frischen Autor. Ihre Namen sind Schall und Rauch und nicht erwähnenswert. Mit geklauter Autorität und gefälschter Mailadresse wollte jemand Guerillawerbung treiben. Das Zeug liegt, wo es hingehört, im Papierkorb. Nicht gedacht soll seiner werden.
Für die Lyrikzeitung nicht das erste mal, daß mit gefälschten Identitäten Stimmung gemacht werden soll. (Bisher hatte ich den Fall „nur“ in Kommentaren).
Daniela Seel weist darauf hin, daß sie ausschließlich unter der Mailadresse daniela.seel@kookbooks.de kommuniziert. Der Fälscher benutzte eine ähnlich aussehende Adresse, aber bei einem anderen Server.
Veröffentlicht am 26. November 2013 von lyrikzeitung
Bertram Reinecke „poet in residence“ 2014
„poet in residence“ 2014 ist der in Leipzig lebende Dichter Bertram Reinecke. Eine Mehrheit von Zuhörern und Jury gab ihm beim Endausscheid am Sonnabend im Kulturhaus Loschwitz den Vorzug vor Odile Kennel und Ron Winkler. Von Januar bis März 2014 erhält er ein Stipendium und Unterkunft in der Gästewohnung des Buchhauses Loschwitz. Eine Auswahl seiner Gedichte erscheint später in einer Sonderpublikation. Das Stipendium hat ein Unternehmer gestiftet, der anonym bleiben will.
Bertram Reinecke ist Jahrgang 1974 und stammt aus Güstrow. Er hat in Greifswald Germanistik, Philosophie und Psychologie, in Leipzig am Deutschen Literaturinstitut studiert. Seine Gedichte montiert er nach strengen Formprinzipien aus anderen Texten. Ein solches Werk wird mit dem lateinischen Begriff Cento bezeichnet. Dieses Verfahren war bereits in der Antike gebräuchlich. Reineckes jüngster Gedichtband erschien 2012 unter dem Titel „Sleutel voor de hoogduitsche Spraakkunst“ (roughbooks, Urs Engeler). Außerdem betreibt der Dichter den kleinen Leipziger Verlag Reinecke & Voß.
/ gä, Dresdner Neueste Nachrichten 18.11.
Veröffentlicht am 26. November 2013 von lyrikzeitung
Auch der Gießener Anzeiger weiß was über Lyrik:
Literatur wird seit einigen Jahren nur noch selten mit Lyrik in Verbindung gebracht. Wer Gedichte schreibt, wird oft belächelt (…)
Und auch ich weiß was:
Der Gießener Anzeiger wird seit 12 Jahren* nur selten mit Lyrik in Verbindung gebracht – einmal 2011, zweimal 2010, zweimal 2002. Und jetzt natürlich einmal 2013.
*) Den Zeitraum vorher habe ich nicht untersucht
Veröffentlicht am 26. November 2013 von lyrikzeitung
Das Letzte aus der Welt des Buches: Kerngeschäft der Buchsparte des Douglas-Konzerns (drei Sparten) Parfüm, Christ-Schmuckläden und Thalia-Buchhandlungen) bleiben Bücher:
Im Segment Buch baue man auf die drei Säulen* stationär, online und digital. Außerdem auf eine Sortimentserweiterung: Um das Kerngeschäft mit den Büchern habe man erfolgreich Warengruppen arrondiert und wisse jetzt, „was geht und was nicht geht“, sagte der Douglas-Chef. Gute Erfahrung mache man etwa mit Spielwaren, Musik-CDs und DVDs**. Schlechte Erfahrungen haben man mit minderwertigen Produkten, in der Douglas-Sprache „Geschnorbsel“ genannt, gemacht. „So etwas genügt nicht dem Anspruch unserer Kunden“, weiß Kreke. Die Zusatzsortimente müssten wertig sein***.
Das sagte Douglas-Chef Henning Kreke am Dienstag bei einem Pressegespräch in Düsseldorf. / boersenblatt
*) Drei Sparten, drei Säulen, kann das Zufall sein?
**) Warum eigentlich nicht Parfüm? Weil es sich nicht so gut zu Säulen stapeln läßt wie Bücher, CDs und DVDs?
***) Wohlgemerkt, die Zusatzsortimente – nicht unbedingt das Kerngeschäft
Veröffentlicht am 26. November 2013 von lyrikzeitung
Auch er ließ sich von Rolf Persch, Lyriker aus Nohn, eine „Lyrik-Pappe“ als Unikat herstellen. Von Pracht ausgesucht aus einer der Textsammlungen des Berufsdichters, spannte Persch auf der „Gabriele“-Reiseschreibmaschine „Made in Brasil“, aus den 1980er Jahren kurzerhand ein DIN-A-5 großes Stück Pappe auf die Walze und schon ging es im Zwei-Finger-Suchsystem ans Abschreiben der Lyrikzeilen.
Das fertige Gedicht wurde gestempelt und signiert, [Bürgermeister] Pracht musste einen Obolus von fünf Euro dafür berappen, von dem er noch nicht genau weiß, „wie ich das im nächsten Haushalt als Vorfinanzierung einstellen soll“. Die Gedicht-Schreibaktion war für ihn eine Premiere, für Persch ist sie allerdings nichts Neues. Er hat „Lyrik-Pappen“ schon im Kölner Museum Ludwig live angefertigt und sogar ein kleines „Lyrik-Abonnement“ aufgelegt, „limitiert auf 20“. Die Kunden erhalten für ihre Abo-Gebühr von ihm monatlich ein neues Gedicht, selbstverständlich wie bei einer Grafik ebenfalls signiert und hundert Prozent analog geschrieben auf der „Gabriele“. / Kölnische Rundschau
Veröffentlicht am 26. November 2013 von àxel sanjosé
In der Reihe »Literarische Alphabete« Stevan Tontić liest aus seinem Gedichtband »Odysseus an Penelope« sowie neue Gedichte und spricht mit Patrick Beck über das Leben im Exil, Psalmen als Zuflucht und das heutige Sarajevo […] 1993 ging Stevan Tontic ins Exil nach Deutschland, bis 2001 lebte er in Berlin, heute wieder in Sarajevo […]. Einige seiner Bücher wurden auch ins Deutsche übersetzt, u. a. der Band »Handschrift aus Sarajevo« (Verlag Landpresse, 1994), ein Manuskript, das er förmlich aus dem brennenden Sarajevo herausschaffte, um es zu bewahren, und »Odysseus an Penelope«, erschienen 2010 im Leipziger Literaturverlag.
Stadtmuseum Dresden, 27. 11. 2013, 20 Uhr. Veranstalter: Literaturforum Dresden e. V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden.
Veröffentlicht am 26. November 2013 von lyrikzeitung
(Weder Satire noch Science Fiction)
Als Präsident Putin seine Rede beendete, ergriff Tolstoi das Wort. Er dankte Dostojewski, Lermontow, Scholochow und Pasternak. Leider habe Puschkin nicht kommen können, da er erkrankt sei und daher nicht aus Belgien nach Moskau fliegen konnte. „Puschkin ist unter uns“, sagte Tolstoi.
Wladimir Iljitsch Tolstoi ist ein Nachfahr des großen Autors in der vierten Generation, und er meinte Alexander Alexandrowitsch Puschkin, einen Nachfahren des Dichters. Am 21.11. fehlte er beim Gesamtrussischen Literaturtreffen an der Universität der Völkerfreundschaft in Moskau.
Rund 500 Menschen waren anwesend, darunter viele Verwandte längst toter Autoren. Mit dem Treffen tritt Putin in die Fußstapfen seiner sowjetischen Vorgänger. Nun also übernahm Putin das Kommando über die Literatur. Ganz in sowjetischer Tradition versprach er Abhilfe, wenn einer der prominenten und privilegierten Teilnehmer Probleme ansprach.
Dann aber sprach der junge Schriftsteller Sergej Schargunow das Thema der politischen Gefangenen an. Putin antwortete, niemand in Rußland sei wegen Meinungsäußerungen im Rahmen der Gesetze in Haft, doch gebe es „eine Grenze, eine rote Linie, die nicht überschritten werden darf.“
Dostojewski kam ihm zu Hilfe. Als „Nachkomme eines Häftlings“ könne er sagen, daß die 10 Jahre Haft in Sibirien wegen Gesetzesbruches ihm gut getan hätten und er in dieser Zeit als Schriftsteller gereift sei.
Die Witwe Alexander Solshenizyns widersprach und sagte, der sowjetische Gulag sei schlimmer gewesen als die Gefängnisse des Zaren. Es entspann sich ein Wortwechsel zwischen ihr und Dostojewski.
Gelegenheit für Putin einzugreifen. Nie werde man zu Zeiten zurückkehren, „als man Daniel und Sinjawski verfolgte und Pasternak exilierte“.
In Wirklichkeit kam Juli Daniel ins Gefängnis, Andrej Sinjawski wurde ausgebürgert und Pasternak aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen. Dostojewski seinerseits kam nach Sibirien, weil er in einer Lesegruppe mitwirkte. / Masha Gessen, Latitude. New York Times Blog
Veröffentlicht am 26. November 2013 von lyrikzeitung
Der Beeskower Burgschreiber Rainer Stolz verabschiedet sich am 7. Dezember mit einer Lesung. Angekündigt sind neue Gedichte, wie es in einer Mitteilung am Montag hieß. Die Lesung wird auf der Burg im Konzertsaal veranstaltet. Der Autor aus Berlin hatte im Juni seinen Posten angetreten. Er befasst sich vor allem mit Lyrik, Sprachspiel und Poesievermittlung. Die Bewerbungsfrist für den Posten des nächsten Burgschreibers endet am 30. März 2014. Mit dem Amt sind ein monatliches Stipendium für ein halbes Jahr und freies Logis in der historischen Burg verbunden. / t-online
Veröffentlicht am 25. November 2013 von lyrikzeitung
Peterchen findet ein Schlüsselchen im Mist und Carolinchen findet ein Kästchen. Es wird aufgeschlossen, und es liegt darin ein kleines, kurzes rotseidenes Pelzchen. Wäre das Pelzchen länger gewesen, so wäre auch das Gedicht länger geworden.
Literatur zur weiterführenden Lektüre:
Veröffentlicht am 25. November 2013 von lyrikzeitung
Weiter im Text:
„Zwölf Zuschauer sind im Saal/ Zeit anzufangen./ Die Hälfte ist da, weil es regnet, / Der Rest sind Verwandte.“ – das blieb beim Lyrikabend, zu dem die Deutsch-Französische und die Deutsch-Polnische Gesellschaft am Samstag geladen hatten, zum Glück nur ein Zitat aus einem der vorgetragenen Gedichte. / Westfälische Nachrichten
Veröffentlicht am 25. November 2013 von lyrikzeitung
Verabschiedet wurde die Szymborska auf dem Rakowicki-Friedhof zu Klängen ihrer Lieblingssängerin Ella Fitzgerald, der sie auch ein Gedicht gewidmet hat: „Sie betete zu Gott, / betete heiß und innig, /er möge aus ihr / ein weißes glückliches Mädchen machen. / Doch sollte es zu spät sein für solche Verwandlungen, /dann bitte, Herrgott, schau, wie viel ich wiege /und nimm doch wenigstens die Hälfte davon weg …“ / Neue Nordhäuser Zeitung
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