Ingolds Einzeiler

Mehr Hund und mehr Idol als alles, was `nen Namen hat. Ist er. Egal ob Audiberti oder wer.

Jeden Donnerstag punkt 11 Uhr veröffentlicht L&Poe ein ungedrucktes Monostichon des Schweizer Dichters Felix Philipp Ingold. Mehr

Katalog des Garstigen

Tilman Krause ist Leitender Feuilletonredakteur der Zeitung „Die Welt“ und hauptberuflicher Linkenbasher. Links ist für ihn alles was ihm nicht ähnlich sieht, Wolfgang Koeppen etwa, der nicht zur Gruppe 47 ging, die Gruppe 47 natürlich sowieso, die 68er, die Avantgarde und all das. Heute hatte er wieder eine Gelegenheit. In seinem Nachruf nennt er die am Montag verstorbene Gabriele Wohmann „das Spice Girl der Bewegung“, womit („Bewegung“) er alle „irgendwie progressiven, links orientierten Autoren“ [meint]: „Viele von ihnen waren mit der Gruppe 47 groß geworden. Jetzt saß diese Richtung fest im Sattel. Und sie besaß in Ingeborg Bachmann, einer tränenseligen Österreicherin, die herrliche Gedichte schrieb, ihre Galionsfigur.“ Die Metapher „Spice Girl der Bewegung“ kannte ich bisher nicht und verstehe sie auch nicht, da kenne ich mich zu wenig aus, das ist nicht meine Musik. Wahrscheinlich nicht tränenselig, nicht progressiv, nicht links orientiert. Gabriele Wohmann gehörte in den 60er/70er Jahren dazu, aber eben als Spice Girl, was Tilman Krause gefällt. Sie war in seinen Augen, sagt er nicht völlig grammatisch korrekt und mit rasanten Wendungen im Satz, „eine ganz und gar nicht elegische, erdabgewandte Anbeterin des Großen Bären, sondern ein freches, rauchendes Weibsbild mit Stahlhaar, aber aus einem Pfarrershaushalt in Darmstadt.“ Herrliche Gedichte gefallen den Matadoren des konservativen Feuilletons, auch wenn sie von progressiven Tränen-und Flintenweibern wie Bachmann oder so Revoluzzern wie Rimbaud stammen; herrliche Gedichte ist ihr furchtbarstes Stigma. Marcel Reich-Ranicki war auch ein Meister, ach was, war ein Meister des Genres. Er war es auch, der den Feuilletonrittern die Lesart lieferte, mit der sie Bachmanns Gedichte genießen und gegen ihre Prosa, die Person und die ganze Bewegung ausspielen konnten. Ich ahne, das Spice Girl der Bewegung ist für Feuilletonritter die Herrlichkeit und Schönheit und (ich verwende ein Wort aus krausefeindlichem Gelände, also gegen den Strich) Ästhetizität innerhalb der sonst dekadenten Musikbewegung. Herrlich ist das Ästhetische, zumindest die höchsten Grade davon, garstig ist das Politische, Avantgardistische und Dekadente, Goethes singender Kleinbürger aus Auerbachs Keller läßt grüßen.

Tilman Krause bringt das Kunststück fertig, in seinem Nachruf auf Gabriele Wohmann einen Katalog seiner Feindbildprojektionen zu liefern, nicht ganz vollständig aber beeindruckend, Katalog des Garstigen, Linken, ich zähle auf: Gruppe 47 und Bachmann hatten wir schon; ferner: modische Amerikaner, elliptisches Erzählen (außer Wohmann), Raymond Carver, („diesen Namen, den Gott sei Dank keiner mehr nennt“)*, Feminismus, „Theorieansätze“ (Anführungszeichen im Original), Christa Wolf, intellektuelle Debatten und Moden, politisch oder gendermäßig Korrektes, „der allfällige goldene Regen der Preise, Ehrungen und Auszeichnungen“, antiautoritäre Erziehung und die Zerstörung des Bildungsbürgertums und der Lebensform Kleinfamilie**.

*) Erschrocken habe ich im L&Poe-Archiv nachgesehen, oh doch, Raymond Carver wird genannt, sogar in akademischen Kontexten wie zuletzt 2014 in der Münchner Empfehlungsliste 2014.

**) Wobei nicht jede Pfarrersfamilie eine Kleinfamilie genannt werden kann.

Gabriele Wohmann ist tot

Mit unnachahmlicher Schärfe beschrieb Gabriele Wohmann die unerfüllten Sehnsüchte des Bürgertums und wurde zu einer der großen Schriftstellerin der Bundesrepublik. Jetzt ist sie im Alter von 82 Jahren gestorben. / ROSE MARIA GROPP, FAZ

Vor drei Jahren hatte Wohmann geäußert, sie fühle sich in der angelsächsischen Literatur besser aufgehoben. „In Deutschland wird meine Ironie nicht verstanden.“
„Wir haben eine kluge Chronistin des Alltags und scharfe Kritikern alles Ideologischen verloren“, sagt Darmstadts Oberbürgermeister und Kulturdezernent Jochen Partsch (Grüne). Mit kühlem Blick habe sie Verdecktes und Verdrängtes erkannt und in ihrer Literatur hervortreten lassen, „autoritäre Strukturen der Nachkriegszeit ebenso wie die Fixierungen der 68er-Generation“. / hr

Spiegel /

„Großes Literaturstipendium“ des Landes Tirol für Barbara Hundegger

Die „Großen Literaturstipendien“ 2015/2016 gehen an Barbara Hundegger und Petra Maria Kraxner

Kulturlandesrätin Beate Palfrader überreichte die mit jeweils 15.000 Euro dotierten „Großen Literaturstipendien“ des Landes Tirol für die Jahre 2015 und 2016 am Abend des 22.06. im Landhaus in Innsbruck. Barbara Hundegger erhält das Arbeitsstipendium in der Sparte Lyrik für ihren Langtext „anich.atmosphären.atlas“. Petra Maria Kraxner überzeugte die Jury mit dem Stück „Schubladen-Kind-Dreivierteltakt. Ein Spiel mit Zuordnungen und Schubladendenken“ in der Sparte Drama. „Ich freue mich, dass wir mit Hilfe der Stipendien die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das Schaffen dieser beiden Autorinnen lenken können,“ gratuliert LRin Palfrader.

„Barbara Hundegger will mit ihrem lyrischen Großprojekt die Welten des Tiroler Kartografen Peter Anich einfangen und in einer Art Gedichte-Atlas sein Leben und Werk reflektieren“, begründet LRin Palfrader die Entscheidung der Jury. Diese erkennt darin ein „stimmiges Konzept“, das die Tiroler Persönlichkeit „in einem neuen Blickwinkel erscheinen lassen kann“. Gerade die Gattung Lyrik biete dabei „besondere Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit literarischer Imagination und historischem Faktenmaterial“, so die Jury. „Durch Sprachkritik und Sprachspiel, aber auch durch die formale Gliederung der Texte zeichnet die Autorin nicht nur ein differenziertes Bild der fiktiven oder faktischen Person, sondern auch seines kartografischen Handwerks nach.“

(…) Der Kulturbeirat für Literatur, darstellende Kunst und Film des Landes Tirol wählt die Stipendiaten auf Vorschlag der Jury einstimmig aus. Dieses Jahr bestand diese aus Doris Happl, Chefdramaturgin am Volkstheater Wien, Gabriele Wild vom Literaturhaus am Inn und Regisseur sowie Autor Ekkehard Schönwiese. / Österreich Journal

Lichtveränderung

Romantiker im Sinne von Träumer ist Schulz auch im Politischen. Er weiß: Wir sind „abhängig von den toxischen Konzernen“. Und einmal lesen wir: „Alles Leid / der Erde glänzte golden über dem Ginster“. Doch die Hoffnung, dass „das Reich der Poesie komme“, will er nicht preisgeben. Dem Klee denkt er ein fünftes Blatt zu. Und vieldeutig fordert er: „vergiss, / was du gelesen hast, Adorno und Freud, das Manifest / vergiss es noch nicht, vielleicht kommt noch ein Tag / mit klarem Licht und Bergen hinter den Fenstern.“ / Hans-Dieter Fronz, Badische Zeitung

Tom Schulz: Lichtveränderung. Gedichte. Verlag Hanser Berlin, Berlin 2015. 84 Seiten, 15,90 Euro.

Falscher Enzensberger

Michel Abdollahi: Wir haben im Deutschkurs Gedichte interpretiert, und ich fand die zu starr. Also hab ich selbst eins geschrieben und es Vom Dach der Welt genannt und die Lehrerin gefragt: „Können wir das interpretieren? Das versteh ich nämlich nicht.“ Sie sagte gleich: „Klar. Vom Dach der Welt, ganz berühmt. Das einzige Gedicht, in dem Enzensberger jedes Wort mit Großbuchstaben anfängt.“

Jan-Oliver Lange: Das haben wir dann sofort behandelt. Unsere Lehrerin hat Bilder entdeckt, Metaphern, alles.

Abdollahi: Erst nach dem Wochenende sagte sie, sie sei alle Enzensberger-Werke durchgegangen und habe dieses Gedicht nicht gefunden. Meinetwegen wurde eine Schulkonferenz einberufen.

/ Die Zeit

Zartes Pflänzchen

Dichtung ist ein zartes Pflänzchen, das wird sich wohl nie ändern. Doch seit 15 Jahren, sagt Jan Wagner, gebe es eine ganz junge Szene, „großartig und sehr lebendig“: „Da kann man alles beobachten, von Naturlyrik über politische bis zu experimentellen Gedichten.“

Die Lyrik, sagt Wagner, sei „im Moment die aufregendste Gattung der Literatur“. Dass das eine breite Öffentlichkeit „nicht wirklich mitbekommen“ hat, weiß er allerdings auch. „Hartnäckige Vorurteile“ seien daran schuld: „Viele Leute glauben nach wie vor, dass Lyrik etwas Schwieriges, Kopflastiges ist, und merken erst auf Lesungen: Mein Gott, es hat ja doch etwas mit mir zu tun und bringt etwas in mir zum Schwingen.“ / Dierk Wolters, Frankfurter Neue Presse

In der Sauna

Wie in einer Sauna sei es, beschwert sich ein älteres Paar, noch ehe es richtig losgegangen ist.

Rund einhundert Zuschauer haben sich eng zusammengedrängt, es gibt nicht genug Sitzplätze für alle. Gleich treten Michael Krüger und Jan Wagner auf, und obwohl alle es kaum abwarten können, der bulligen Hitze später wieder zu entkommen, verlässt in den folgenden anderthalb Stunden kaum jemand vorzeitig den Raum. Alle schwitzen und lauschen gebannt den Versen der beiden Dichter über Flohkraut, Stechmücken oder Bäume. Es sind „Gedichte über Kleinigkeiten“, sagt Wagner, „die aber doch, wenn man sie nur lang genug betrachtet, das Große in sich tragen“. / Frankfurter Allgemeine

Straßenkunst in Bern

Der Lyrikhype des deutschen Börsen-Feuilletons flackert weiter. Auf fast allen Blättern wird eine Gattung wiederentdeckt oder gar als Ware entdecktwird der Begeisterung für Poesie ein Impuls gegeben usw. Nachbarin, euer Fläschchen!Hier ein Gedicht des Berner Greenpeace-Aktivisten und Schriftstellers Kuno Roth aus seinem Gedichtband «Im Rosten viel Neues». Poesie auf Baugerüste!

Stuhlkreis

Der New Yorker Lyriker Joshua Mehigan und sein Übersetzer, der Lyriker Christophe Fricker, finden auf den Frankfurter Lyriktagen eine überraschende Antwort auf die Frage nach dem Gegenwartsmerkmal zeitgenössischer Dichtung. Blankvers und Metrum, Rhythmus und Reim sind Jahrtausende alt und doch hochaktuell, wie die Lyriker im vollbesetzten Mousonturm-Lokal demonstrieren. Die traditionellen Ingredienzien der Dichtkunst sollen vor allem wieder eine Brücke zum Leser bauen. „Es gab ein langes 20. Jahrhundert mit Lyrikern, die sich von Lesern abgewendet haben. Es ist Zeit, das zu ändern“, so Fricker.

Folgerichtig eröffnet der 37-Jährige seinen Leseblock mit dem Gedicht „An den Leser“ aus seinem neuesten Band „Meet Your Party“. Im Gegensatz zu Baudelaires gleichnamigem Gedicht, das den Leser noch als Heuchler beschimpfte, heißt es bei Fricker wohlwollend: „Ich glaube doch,/Dass wir uns wiedersehen werden,/ In Ruhe zueinander kommen,/Wir beide und wir alle, die wir/Zu fassen suchen, was uns antreibt.“ Das ist zwar jambisch schön konstruiert und verbreitet Gemütlichkeit, aber auch einen Hauch von Stuhlkreis-Atmosphäre. Lyrik, sagt Fricker, sollte dem Leser keine Rätsel aufgeben, sondern das alltägliche Leben feiern, zum Beispiel einen „Korb voll Blaubeeren unter wolkenlosem Himmel“. / Christina Lenz, Frankfurter Rundschau

Marie

Es ist nicht auszuschließen, dass gerade das Obszöne die Chance bietet, Gott näher zu sein als alle politisch korrekten oder ideologisch verbratenen Sprachen des Erdballs, in denen er unsichtbar bleibt. Das Obszöne ist nur die spiegelverkehrte Seite des Heiligen, dessen Sprache jedoch bis auf weiteres vom „offiziellen Kirchenjesus“ (Klaus Kinski) gepachtet ist. In den unüberhörbaren Anklängen an das Kirchenlied, in der litaneiartigen Wiederkehr des Namens „Marie“ bewahrt Paulus Böhmer den Nimbus des Unaussprechlichen, und er verknüpft es mit dem Albern-Profanen („Über dem Pudding“), dem Erhabenen („im abströmenden Sternwind“) und dem Mystischen („im/Nachglühen des Corpus“), um jener so mittelalterlichen wie barocken, uns unendlich ferngerückten Erfahrung der göttlichen Allgegenwart teilhaftig zu sein. In all ihrer Schönheit und Abgründigkeit haben die Dichter und Mystiker sie immer nur zu umschreiben, nie zu beschreiben gewagt. / Jan Volker Röhnert in der Frankfurter Anthologie über eins der wenigen kurzen Gedichte von Paulus Böhmer

Poetopie

der Poet, einer, der aus dem Diesseits etwas macht – die Poetin, eine, die das Diesseits mag

Hansjürgen Bulkowski

Ausstellung und Lyrikpreis

Im Rahmen des Festivals Sommergelee. – DICHTER DRAN in Arnsberg-Neheim:

Eröffnung der Ausstellung Fragmenttexte von Angelika Janz in der Werkstattgalerie Der Bogen

Sonntag, 21.6., ab 17:00 Uhr: http://www.editiondaslabor.de/blog/?p=27869

Das Werk von Angelika Janz erschließt sich nur dann richtig, wenn wir die Verflechtung ihrer Bildgedanken mit der Dichtung versteht. Der Fragmenttexterin geht es um die Zusammenführung von Bild und Abbild. Ihre Arbeiten sind ein Prozeß, der von Weiterungen, Abweichungen bestimmt ist, das Angepeilte erfüllt sich nicht so, wie es sich der Betrachter normalerweise vorgestellt. Janz’ Wirken zielt auf die Wiederherstellung der zerstückelten Einheit von Musik, Sprache und Bewegung, von Kunst und Leben. Die Textgestalt traditioneller Lyrik hat die Autorin weit hinter sich gelassen. Die herkömmlichen lyrischen Ordnungsprinzipien wie Verse, Strophen und Reime werden von ihr außer Kraft gesetzt durch verschiedene Formen der Überschreibung und Rekombination des Urtextes. Die Aura poetischer Texte wird überschrieben, mit groben Streichungen und handschriftlichen Eingriffen in die Verse. So entsteht eine Poetologie des Flüchtigen, die den Fragmentarismus dieser Zeit spiegelt. Mit der Offenheit der Form polemisiert Janz in ihren Fragmenttexten gegen die Affirmationsmaschine des Literaturbetriebs. Das Sakrale wird konsequent ausgehebelt, ihre Fragmentexte sind ein ästhetischer Genuss für die Liebhaber der schönen Künste. Wir verleihen ihr in Anerkennung dieses Werks den KUNO-Lyrikpreis 2015.

Möhnestraße 59, 59755 Arnsberg

poesiefestival berlin: Die Zukünfte der Dichtung

Grundsätzliche Fragen, neu gestellt: Am 21.6. beschäftigt sich das poesiefestival berlin mit der Zukunft der Lyrik. Wie werden Produktion und Rezeption internationaler Dichtung aussehen? Was kann ihr zukünftig als Sprachmaterial dienen? Wie verändert sich Lyrik durch das Internet, durch eBooks und Apps? Entstehen mit neuen Medien Erweiterungen des Lesens und Schreibens? Wie werden sich das Publikum, aber auch die Dichtung und das (Selbst-)Bild von Dichtenden verändern?

Die KünstlerInnen LaTasha N. Nevada Diggs, Ricardo Domeneck, Steven J. Fowler, Kenneth Goldsmith, Léonce W. Lupette, Tristan Marquardt, Cia Rinne und der Literaturwissenschaftler Peer Trilcke treffen sich in der Akademie der Künste am Hanseatenweg, um in die Zukunft weisende Ansätze, Techniken, Methoden und Poetiken zu präsentieren und zu diskutieren. Sie denken praktizierte Ansätze konsequent weiter und skizzieren neue Konzepte. Schwerpunkte liegen dabei auf Lyrik für digitale Medien, auf vielsprachiger Dichtung und kollektiven Schreibprojekten.

LaTasha N. Nevada Diggs aus den USA ist eine mythenschöpfende DJane und Dichterin, die in ihren Texten mehr als ein Dutzend Sprachen (darunter Maori, Hindi, Urdu und Swahili) zu einem urbanen, babylonischen Gesang vermischt. Der in Berlin lebende Lyriker und Übersetzer Ricardo Domeneck veröffentlichte bislang fünf Gedichtbände in Brasilien und ist Mitherausgeber der literarischen Zeitschrift „Modo de usar & Co.“ Steven J. Fowler schreibt Kalligramme, konkrete Poesie und Lautdichtung, arbeitet mit bildender Kunst, Installation und Performance und initiiert internationale kollektive Schreibprojekte. Kenneth Goldsmith ist einer der Stars konzeptioneller Literatur in den USA. Er arbeitet mit unterschiedlichsten experimentellen Ansätzen und erweitert mit Verve und Humor die Grenzen dessen, was wir als Literatur zu betrachten gewohnt sind. 1996 gründete er UbuWeb, eine Internetplattform für Avantgarde-Filme, Sound und Poesie. Der Schriftsteller, Übersetzer und Literaturwissenschaftler Léonce W. Lupette ist Mitherausgeber der Literaturzeitschriften „Alba – Lateinamerika lesen“, „karawa.net“ sowie der Reihe „luxbooks.latin“. Tristan Marquardt ist Mitglied des Berliner Lyrikkollektivs G13 und verfasst parallel zu seinem eigenen Schreiben auch Gemeinschaftstexte mit anderen Lyrikerinnen und Lyrikern. Die schwedische Lyrikerin Cia Rinne schreibt mehrsprachige visuelle und konzeptuelle Poesie. Dr. Peer Trilcke ist Professor für Neuere deutsche Literatur und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Göttingen, leitete das Projekt ›Geschichtslyrik‹ der Arbeitsgruppe für die Poetik lyrischer Literaturen und ist Mitherausgeber von ›Litlog. Göttinger eMagazin für Literatur – Kultur – Wissenschaft‹

So 21.6. 13:00
Colloquium: Die Zukünfte der Dichtung
Akademie der Künste, Hanseatenweg, Clubraum
Eintritt € 8/5
Mit LaTasha N. Nevada Diggs (Dichterin, USA), Ricardo Domeneck (Dichter, Brasilien / Deutschland), Steven J. Fowler (Dichter, UK), Kenneth Goldsmith (Autor, USA), Léonce W. Lupette (Dichter, Argentinien / Deutschland), Tristan Marquardt (Dichter, Deutschland), Cia Rinne (Dichterin, Schweden / Deutschland), Peer Trilcke (Literaturwissenschaftler, Deutschland)
Moderation: Thomas Böhm (Literaturvermittler, Deutschland)

Gefördert aus Mitteln der Stiftung Preußische Seehandlung. Mit freundlicher Unterstützung durch: Auswärtiges Amt, Poetry International Rotterdam, Festival Internazionale di Poesia Genua, British Council und ECHOO Konferenzdolmetschen.
In Zusammenarbeit mit FIKTION und dem Haus der Kulturen der Welt.

Das 16. poesiefestival berlin findet statt vom 19. – 27.6.2015 in der Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin.
Weitere Informationen unter www.poesiefestival.org

Ausschreibung: Mondseer Lyrikpreis 2015

AUSSCHREIBUNG 

  1. Der Mondseer Lyrikpreis wird im Jahr 2015 zum 9. Mal vergeben.
  2. Deutschsprachige Autorinnen und Autoren werden eingeladen, bis zum Stichtag 21. September 2015 entsprechende Texte unter der Adresse LITERATURTAGE MONDSEE, POSTFACH 117, 5310 MONDSEE, ÖSTERREICH, einzureichen.

  3. Einreichmodus: Zehn bis zwölf unveröffentlichte lyrische Texte in deutscher Sprache, wobei der/ die Einrechende zugleich UrheberIn des Werkes ist; Voraussetzung ist mindestens eine erfolgte Verlagspublikation des Autors/ der Autorin.

Texte in sechsfacher, gehefteter oder geklammerter Ausfertigung, ergänzt durch je eine beigefügte Bio-Bibliografie. 

  1. Eingereichte Werke werden nicht retourniert.

Der/ die EinreicherIn garantiert, dass er/ sie gemäß den vorliegenden Ausschreibungsbedingungen über das eingereichte Werk verfügungsberechtigt ist und dem Veranstalter gegen allfällige Ansprüche Dritter schad- und klaglos hält. Dies gilt auch für die Kosten der Rechtsvertretung.

  1. Im Spätherbst 2015 entscheidet eine namhafte Jury über den/ die PreisträgerIn. Die Preisverleihung findet noch im Jahre 2015 statt.

9. MONDSEER LYRIKPREIS: € 7.500,– 

  1. Mit der Einreichung akzeptiert der/ die Einreichende die Ausschreibungsbedingungen.
  • Anfragen: LITERATURFORUM MUNDWERK
    Postfach 117, 5310 Mondsee, Österreich
    http:// www.mundwerk.at, Email: h.f.palzinsky@aon.at

  • Projektträger: MUNDWERK – LITERATUR IN DER OEDMÜHLE

    Förderung: Oberösterreichische Landeskulturabteilung und die Marktgemeinde Mondsee sowie Gemeinden des Mondseelandes