Der Schriftsteller Ulrich Zieger ist völlig unerwartet mit nur 53 Jahren in seiner Wahlheimat Montpellier gestorben. Das bestätigte der S. Fischer Verlag, in dem Ziegers letzter Roman erschienen ist. „Durchzug eines Regenbandes“ war Anfang 2015 erschienen und ist der erste Roman nach 20 Jahren. Ulrich Zieger begann in den 80er Jahren in einem wissenschaftlichen Verlag in Ost-Berlin zu arbeiten. Er war in der Literatenszene des Prenzlauer Bergs aktiv, schrieb für literarische Untergrundzeitschriften und wirkte in der freien Theatergruppe “Zinnober“ mit. Kurz vor dem Mauerfall ging er nach Westdeutschland und schrieb vor allem Theaterstücke, Lyrik und Drehbücher, sowie den sehr gelobten Roman „Der Kasten“ und die Erzählung „Der zweifelhafte Ruhm dreier Dichter“. / DLF
In L&Poe
Übersetzerpreis der Kulturstiftung Erlangen für Uljana Wolf
Anlässlich des 35. Erlanger Poetenfests (27. bis 30. August 2015) vergibt die Kulturstiftung Erlangen zum sechsten Mal den „Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung“. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird in diesem Jahr an die Lyrikerin und Übersetzerin Uljana Wolf verliehen. Uljana Wolf nimmt die Auszeichnung am Freitag, 28. August 2015, 19:00 Uhr in der Erlanger Orangerie entgegen, die Laudatio auf Uljana Wolf hält die deutsch-japanische Autorin Yoko Tawada.
„Uljana Wolf erhält den sechsten Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung für ihr lyrisches und übersetzerisches Gesamtwerk, das die Übergänge zwischen den Sprachen auslotet. Schon ihr erster Gedichtband ‚kochanie ich habe brot gekauft‘ (2005) beschreibt einen sprachübergreifenden Grenzverkehr. ‚falsche freunde‘ (2009), ein schöpferisches Fehlerlesen, macht die Übersetzung von Mensch und Sprache selbst zum Gegenstand der Dichtung. Die Kreolisierung der Welt erkundet ‚meine schönste lengevitch‘ (2013), ein zwitterpoetisches Doppeltgehen jenseits fest gefügter Sprachidentitäten. Übersetzen ist für Uljana Wolf eine poetische Praxis der Entgrenzung, die neue, vielfältige Sprachwirklichkeiten schafft.“ (Aus der Begründung der Jury)
So ist jede Rede Übersetzung. Und übersetzen heißt,
ein Nichtverstehen mit Zukunft zu versehen.
Uljana Wolf
Uljana Wolf, geboren 1979 in Berlin, studierte Germanistik, Kulturwissenschaft und Anglistik in Berlin und Krakau. Neben Übersetzungen aus dem Englischen und ostslawischen Sprachen veröffentlichte sie mehrere Bände mit Lyrik und Prosagedichten, die den Begriff der Übersetzung in all seinen unterschiedlichen Facetten beleuchten. Uljana Wolf lebt in Berlin und New York, sie unterrichtet Poesie und Übersetzung an der Humboldt-Universität (Berlin) sowie am Pratt Institute (New York).
Deutschland besitzt über tausend Literaturpreise, aber noch immer auffallend wenige Übersetzerpreise. Dieses Missverhältnis hat vor allem etwas mit dem nach wie vor mangelnden Bewusstsein dafür zu tun, dass der internationale Erfolg eines Buches wesentlich von der Qualität seiner Übersetzungen abhängt. Das Erlanger Poetenfest hat sich die Förderung von Poesie als Übersetzung zur Aufgabe gemacht. In diesem Jahr findet im Rahmen des 35. Erlanger Poetenfests die zwölfte Erlanger Übersetzerwerkstatt statt. Mit Übersetzerwerkstatt und Übersetzerpreis wollen die Kulturstiftung Erlangen und das Erlanger Poetenfest gemeinsam die Wahrnehmung dafür schärfen, wie sehr gerade Übersetzungen und Einflüsse aus fremden Sprachen und Kulturen die deutschsprachige Gegenwartsliteratur bereichern.
Die Jury des Erlanger Literaturpreises für Poesie als Übersetzung besteht selbst aus Übersetzerinnen und Übersetzern. Dieses bislang einzigartige Konzept verbürgt die sprachschöpferische Qualität der ausgezeichneten Arbeiten. Der Jury gehörten in diesem Jahr an: Annette Kopetzki (Hamburg), Adrian La Salvia (Oranienbaum-Wörlitz – Jury-Sprecher), Benedikt Ledebur (Wien), Ilma Rakusa (Zürich), Ulf Stolterfoht (Berlin), Yoko Tawada (Berlin) und Peter Waterhouse (Wien). Der Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung wurde bisher an Felix Philipp Ingold (2005), Georges-Arthur Goldschmidt (2007), Barbara Köhler und Ulf Stolterfoht (2009), Elke Erb (2011) sowie an Yoko Tawada (2013) verliehen.
Preisverleihung
Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung
Freitag, 28. August 2015, 19:00 Uhr
Orangerie, Schlossgarten 1, 91054 Erlangen
Laudatio: Yoko Tawada
Susan Bernofsky im Gespräch mit Yoko Tawada und Uljana Wolf
Musik: Dine Doneff (Kontrabass, Percussion) und Klaus Treuheit (Piano)
Begrüßung: Adrian La Salvia
Im Nachgesang „Meine DDR war die Ostsee, und die war nie tief“, mit dem der Band schließt, beschreibt Kunst nicht nur seine Anfänge als Dichter und seine Abkehr von Celan und Trakl hin zu Born und Brasch, stichelt er nicht nur gegen den Literaturbetrieb, die Preisvergabe und die seiner Ansicht nach überschätzte deutschsprachige Lyrikszene der letzten Jahrzehnte (Meinungen, die ich überhaupt nicht teilen kann), sondern findet auch ein sehr präzises Geschmacksurteil: „Ein Gedicht ist für mich ein Gedicht, wenn mich die gewöhnlichsten Dinge in ihm auf das Heftigste irritieren. Nüchternes Metapherngeflimmer in beruhigter Normalsprache, die blinkt.“
Thomas Kunsts Gedichte irritieren und funkeln so sehr, dass man auf die Straße rennen und rufen möchte: Leute, lest Kunst! Es stellt sich irre viel von dem ein, was Poesie haben kann: „Sehnsucht und Wut, Melancholie und nördlicher Trotz“ und bei mir zusätzlich: Vertrautheit und Fremdheit, Kühlheit und Zärtlichkeit, Akzeptanz und Widerstand, Verzweiflung, Lebenslust und Glück. Also: eine ganze Lebendigkeit! / Felix Schiller, Fixpoetry
Alexander Galitsch singt „Erika“, eine Aufnahme aus den 80er-Jahren, auf Vinyl gepresst in den USA. In Galitschs sowjetischer Heimat waren seine Werke verboten. Ihm blieb – wie so vielen anderen Dissidenten – nur der Selbstverlag, der sogenannte „Samisdat“. Die in der DDR hergestellte Schreibmaschine „Erika“ war dabei ein wichtiges Instrument. Denn wer publizieren wollte, vorbei an den öffentlichen Staatsverlagen, musste selber tippen und vervielfältigen. Dafür war die „Erika“ mit ihrem harten Anschlag besonders beliebt.
Susanne Schattenberg steht vor einer dieser „Erikas“. Die Historikerin leitet die Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen, zu der auch das umfangreiche Samisdat-Archiv gehört.
„Das war der Hit, weil man dort bis zu sieben Blätter noch einspannen konnte, immer mit Kohlepapier dazwischen und auch die hintersten Durchschläge noch so halbwegs lesbar waren, was also bei der sowjetischen Produktion kaum mehr möglich war.“ / Franziska Rattei, DLR
Ricardo Domeneck, Lyriker zwischen Brasilien und Berlin, schließt im dritten Teil seines Brasilien-Beitrags die Darstellung der brasilianischen Gegenwartslyrik ab. Griff seine bisherige Betrachtung weit hinter die Zeit der Kolonisation zurück, kommt sie jetzt in der Gegenwart an und bereitet auf diese Weise eine Neufassung des Kanons brasilianischer Lyrikgeschichte vor. Damit setzt Domeneck die Reihe Babelsprech.International unter der Betreuung von Max Czollek und Max Oravin fort.
Zitat
In den 90ern hatten wir noch immer ein wesentliches modernistisches Vorbild im Werk von João Cabral de Melo Neto (1920 – 1999), der uns gelehrt hatte, „die Blume nicht zu parfümieren, das Gedicht nicht zu poetisieren“. Für uns war das nicht nur eine Lektion in Poetik, sondern auch in Ethik.
(…)
Augusto de Campos (geb. 1931), der letzte der drei großen Noigandres-Dichter, ist immer noch eine treibende Kraft innerhalb der brasilianischen Poetik durch seine Arbeit als Dichter, Kritiker und Übersetzer. Er spielt für uns eine Rolle ähnlich derer von João Cabral de Melo Neto: Lektionen im Maßhalten. Dazu seine unablässige Neugierde und Experimentierfreudigkeit mit jeder möglichen Grundlage für Dichtung.
(…)
Im neuen Jahrhundert wucherten die Forschungslinien ins Unermessliche, und brasilianische Dichter, obwohl mit einem starken Sinn für Gemeinschaft ausgestattet, scheinen allergisch gegenüber dem Begriff einer „Gruppe“ oder „Bewegung“ geworden zu sein. Es ist eine aufregende Zeit, mit Dichter so unterschiedlich wie Angélica Freitas, Juliana Krapp, Érica Zíngano, Fabiana Faleiros, Pádua Fernandes, Fabiano Calixto, Dirceu Villa, Marcus Fabiano Gonçalves oder Érico Nogueira.
Was für ein Ort der nie Gehörtes wahrt. Auch eine Art zu bannen. Statt bloss Ja! und aber Amen?
Jeden Donnerstag punkt 11 Uhr veröffentlicht L&Poe ein ungedrucktes Monostichon des Schweizer Dichters Felix Philipp Ingold. Mehr
Liebe Dichterin, Lyrikerin, Poetin, Verseschmiedin,
Lieber Verseschmied, Poet, Lyriker, Dichter,
die aus dem Ruhezustand agierende Floppyredaktion läßt fragen:
gehörst Du zu den Einsenderinnen und Einsendern des heurigen Jahrbuchs der Lyrik, deren Gedichte nicht im Band vertreten sind(*)
Dann könnte dich Folgendes interessieren.
„Die Hauptsache ist, eine Geschichte zu erzählen.“ (Frank O’Hara) Und die Geschichte geht so.
Am 16. Juli kommentiert Heike Kunert, Literaturredakteurin der Zeit, in der Zeit (1) (Vorsicht: Remix!): „Das dreißigste Jahrbuch der Lyrik ist gewiss eine traurige Angelegenheit. Es ist kein guter Jahrgang: verhalten, trocken, unreif, artig – geistiges Brachland, magere lyrische Ernte. Viele Gedichte in diesem Buch berühren nicht, man verfällt in eine von Langeweile und Empörung angetriebene Schnappatmung. Für einen Einkaufszettel würde man mehr empfinden. Überdies fällt auf, dass sich so gut wie kein politisches, zumindest gesellschaftskritisches Gedicht im Jahrbuch findet.“
Am 18. Juli fragt die Lyrikzeitung (2) nach, „ob die Herausgeber vielleicht politische Gedichte herausgefiltert haben“.
Dazu schreibt Nora Gomringer, Mitherausgeberin des 30. Lyrikjahrbuches, (von Konstantin Ames kurzerhand zu Jahrbuch der Einfalt umtituliert) im Nachwort: „Und mancher wird in der Auswahl dieses Bandes natürlich Dinge vermissen, die die Herausgeber bei den Einsendungen nicht finden konnten.“
Wir sagen: „Da könnte sie sich irren!“, und bitten um Zusendung Deiner für das Jahrbuch eingereichten Texte an edk@pappelschnee.de. Wir wollen daraus eine Auswahl treffen und im Herbst in der neuen Publikationsreihe der EdK Berlin herausgeben. Es könnte ja immerhin sein, daß wir einige von den „Dingen“ finden, die andere „natürlich“ vermissen.
Herbstliche Grüße, & nur Mut!,
i. A. d. R. i. R.
Kai Pohl
(*) Es sind auch Texteinreichungen von Nichteinsenderinnen und -sendern erwünscht, von denen, die meinen: „Und wenn ich eingesandt hätte, wäre ich nicht vertreten.“
—
(1) http://www.zeit.de/kultur/2015-07/30-jahrbuch-der-lyrik-buchkritik/komplettansicht
(2) https://lyrikzeitung.com/2015/07/18/einsam-auf-der-saeule/
Nach Musik von Ernst Krenek, Hans Boll und unbekannten Meistern aus dem Schweriner Lautenbuch folgte eine Uraufführung von Alfred Huber: „Angekommen“, op. 28 für zwei Gitarren, Sprecher und Zuspielungen. Der Linzer hat die hochemotionale Musik, die er zu Kunze-Gedichten komponiert hat, dem Schriftsteller gewidmet. Mal unterstützt sie das Wort, mal erzählt sie eigene kleine Geschichten. Die höchst anspruchsvolle und spannende Komposition reagiert intensiv auf das Wort Reiner Kunzes und verlangt Gitarristin Yvonne Zehner viel ab./ Passauer Neue Presse
Heuer müsste die Schreibkünstlerin und Illustratorin von Büchern für Kinder und Erwachsene [Angelika Kaufmann] dann eigentlich genau 80 Punkte in ihren Haaren haben. Für jedes Lebensjahr einen. In der Galerie Splitter Art hat sie jedenfalls 80 Papierblüten duftig an die Wand gesteckt. Lauter behutsam zerknüllte Mayröcker-Gedichte. Den Wälzer „Gesammelte Gedichte“ hat sie irgendwo aufgeschlagen und, nein, nicht die Seiten herausgerissen und zu Klumpen zusammengedrückt. Sondern in der Reihenfolge des Umblätterns abgeschrieben. Auf spinnwebfeinem Japanpapier. Ohne die Verse vorher zu lesen. („Es ist spannend, Gedichte schreibend zu erleben.“)
Je länger das Gedicht, desto dichter die lyrisch aufgeladene Handschrift und desto dünkler das Bauscherl. (Manchmal wird die geballte Poesie auch ganz intim in einem Plexiwürfel verschlossen.) Ob das „gestische Origami“ ein zarter Hinweis auf die Vergänglichkeit ist? Auf den Papierkorb? Wobei: Grad im Zerknüllen erblüht das Papier doch erst. (Und wer ein Mayröcker-Gedicht lesen will, soll sich halt ein Buch kaufen.) / Wiener Zeitung
Galerie Splitter Art
(Salvatorgasse 10)
„poetry“, bis 14. August
Mo. – Fr.: 11.30 – 13.30 Uhr
und 15.30 – 17.30 Uhr
Eine Nachricht aus Irak, die ist zwar ein paar Wochen alt, aber immer noch, leider immer aktuell:
France 24 erzählte eine unwahrscheinlich klingende Geschichte von Irakern, die darangingen, in einem Minenfeld mit den Mitteln der Kunst gegen die in ihrem Land herrschende Gewalt aufzutreten und dem Tod zu trotzen. 28 Millionen Minen gibt es im ganzen Land verteilt. „Wir haben die Minen [für unsere Aktion] ausgewählt, da ein Viertel der Landminen der Welt auf irakischem Boden liegt. Das ist schrecklich! Aber die Gewalt wird bei uns banalisiert, man nimmt sie gar nicht mehr wahr“, erklärt die Dichtergruppe. „Für gewöhnlich schreiben die Dichter. Die irakischen Dichter schreiben viel über Anschläge und Tod. Aber uns reicht es nicht, zu reden. Wir glauben, um das Unsägliche sagen zu können, muß man vom Wort zur Tat schreiten. Wir müssen uns dem Tod aussetzen, statt nur darüber zu reden.“
Man kann Gedichte auch auf dem Minenfeld oder im Wrack ausgebombter Autos vortragen. „In Irak gibt es an jedem Stadtrand einen Autofriedhof mit den Überbleibseln der Bombenanschläge.“ Also veranstalteten sie eine Aktion auf einem dieser Autofriedhöfe. Oder eine Lesung von einem Krankenwagen aus, mit bandagierten Körpern, um die Auswirkungen der Anschläge zu simulieren. / ActuaLitté
„Die Gedichte sollen den Lesern bewusst machen, wie lebenslang prägend diese Erlebnisse waren. Diese Menschen konnten nie wieder diejenigen sein, die sie vorher waren“, sagt Heiser. Die ersten Zeilen Nevio Vitellis lassen das schmerzlich präsent werden: „Mama, I am not coming back, / God told me so. / Hell, / without a sense of soul, /I have seen it like this / as I touch my painful body / not even in words, / Mama, I can tell you / because I cannot repeat / the mark of terror.“
„La mia ombra a Dachau“ war das einzige Gedicht, das der junge Italiener in seinem Leben schrieb. Zwei Jahre später, mit 18 Jahren, starb er an den Folgen seiner Gefangenschaft. / Leonie Sanke, Süddeutsche Zeitung
Vgl. hier
In Berlin sagte Zappa: Revolution ist the wrong word, Evolution ist the right word. Daraufhin eroberten die Genossen einige Verstärker und auch Instrumente auf der Bühne. Fritze Rau beruhigte den Mob und verhinderte zugleich die Erstürmung des Moabiter Gefängnisses. Man wollte Fritze Teufel befreien. Als ich die Penisfrau an der Hand habe und sie zum Bierstand führe, ist der Fotograf Zint verschwunden. Es kann also kein fachmännisches Beweisfoto von ihr und mir durch ihn gemacht werden. / Peter Wawerzinek schreibt über das Bad Doberaner Festival Zappanale, Die Welt
Der nun aufgelegte Sammelband zum 80. Geburtstag würdigt neben weiteren bedeutsamen Werken (“Der Verleger“, 1989) vor allem das lyrische und bildnerische Werk des Autors. Balestrinis Gedichtmontagen aus Zeitungsschnipseln erinnern an die Formexperimente der italienischen Neoavantgarde. Manche seiner Gedichte wirken von heute aus gesehen aber ziemlich ideologisch. / Andreas Fanizadeh, taz 2.7.
Manchmal scheint es so, als sei die nationalsozialistische Judenverfolgung ein Phänomen der Großstadt gewesen.
Doch sie fand auch auf dem platten Land statt, eben in Giengen an der Brenz, wo sich Frida Langer am Karfreitag 1942 das Leben nahm, bevor sie mit dem zweiten Transport von württembergischen Juden deportiert werden sollte. Jetzt erinnert das von Helga Dombrowsky herausgegebene „Blaue Notizbuch“ mit Langers Gedichten und Texten an die Kunsthandwerkerin. / Brigitte Werneburg, taz 24.6.
Neueste Kommentare