Ingolds Einzeiler

Derweil das Cello hell und immer schneller weitersingt um fern vom Bogen zu enden als dreckweisse Asche.

Jeden Donnerstag punkt 11 Uhr veröffentlicht L&Poe ein ungedrucktes Monostichon des Schweizer Dichters Felix Philipp Ingold. Mehr

Die Frauen

Sie drucken uns nicht, sie schreiben uns an die Wand, die Frauen, sagte Günter Graß bei der diesjährigen Tagung der „Gruppe 47“ nach den Lesungen von Barbara Frischmuth, Helga Novak und Renate Rasp. Alle drei hatten mit bösen und brillant geschriebenen Texten Eindruck gemacht. Renate Rasp, so wurde gewünscht, sollte ihre sechs Gedichte ein zweites Mal lesen; die Zuhörer, die Männer vor allem, wollten sich versichern, ob sie richtig gehört hatten, was diese Autorin eben so kühl und bestimmt gelesen und anscheinend sogar bekannt hatte:

„Vielleicht, / es wäre denkbar, / braucht es kein lebendiges Fleisch, / einer aus Plastik, / ein Puppenmann, mit dunkler Perücke, / schmal oder breit, / oder ganz anders, / mit dickem Mund, / aufgeweicht, / rot / geschwollen vor Lust.

/ Hans Bender, Der Spiegel 20.11. 1967

Hinterhoflesungen

Willkommen zur dritten Ausgabe der HINTERHOFLESUNGEN in Düsseldorfs schönsten oder unansehnlichsten Rückseiten bewohnbarer Gebäude. Wir haben erneut eine wunderbare Auswahl bekannter, unbekannter und völlig unbekannter Autorinnen und Autoren eingeladen, die wir an drei lauschigen Abenden im August in eure Gehörgänge schicken. Moderiert werden alle Veranstaltungen, die stets um 19 Uhr beginnen, auch bei Regen stattfinden und kostenlos sind, von Pamela Granderath.

  • 13. August – Fürstenwall 210 – mit Lydia Daher, Nektarios Vlachopoulos und Mareike Götzinger
  • 20. August – Martinstraße 58 – mit Jaromir Konecny, André Herrmann und Sven Hensel
  • 27. August Hinterhof Krahestraße 20 – mit Jochen Schmidt, Theresa Hahl und Lisa Schøyen

INFO’S:
– 13. August – Fürstenwall 210 – Farbfieber e.V. beherbergt uns zur Auftaktveranstaltung. Im minimalistischen Innenhof zwischen Toreinfahrt und farbenfrohem Atelier werden wir der fast völlig unbekannten Mareike Götzinger aus Düsseldorf lauschen und sie so etwas besser kennenlernen. Ein “Slampoet griechischer Abstammung” heißt es auf Wikipedia über Nektarius Vlachopoulos, der auf unsere Einladung nicht mit “OXI” geantwortet hat. Lydia Daher schreibt, singt und macht Kunst, ist ausgezeichnet (zuletzt mit dem Bayerischen Kunstförderpreis) und kommt zu unserer großen Freude in den Hinterhof, Hurra.

– 20. August – Martinstraße 58 – Herr Nilsson ist der zweite Hinterhof den wir literarisch beschallen werden. Eingeladen haben wir eine illustre Herrenrunde, die allesamt ihre Erfahrungen auf den Slambühnen der Republik gemacht haben und an diesem Abend eure Trommelfelle in Schwingung bringen. Altmeister Jaromir Konecny setzt sich für euch in München in den Zug und bringt sein neues Buch “Fifi poppt den Elch” mit. André Herrmann kommt mit seinem Buch “Klassenkampf“. Der designierte Sachsenmeister im Poetry Slam ist gerade frisch nach Brüssel umgezogen und somit unser Europagast… Im Ruhrgebiet wohnen ja laut Umfragen die unglücklichsten Menschen, das kann man von Sven Hensel, der aus Bochum kommt nicht sagen, denn er zählt zu den witzigsten Slammern und ist aktuell NRW-Meister im Poetry Slam. An diesem Abend wird es auf jeden Fall sehr lustig, inklusive Bauchmuskelkater am nächsten Tag für diejenigen die eher zu den Weniglachern gehören…

– 27. August Hinterhof Krahestraße 20 – Verein “gute Nachbarschaft” e.V. ist die Bezeichnung dieses Konglomerats guter Ideen und Absichten in Fingern, dass uns in ihr üppiges Biotop eingeladen hat. Für Berliner Flair wird dann Jochen Schmidt von der Lesebühne “Chaussee der Enthusiasten”sorgen, von dem gesagt wird, dass seine Texte eine „Ambivalenz von pointierter Komik und existenzieller Traurigkeit“ ( Killy-Eintrag) sind. Theresa Hahl, ihres Zeichens Verzückungslyrikerin mit ausgefeilter Kopfwarmhaltetechnik, die derzeit noch in Lissabon weilt, formuliert so wundersame Bilder mit ihrer Sprache, dass wir nicht umhin kamen sie einzuladen in die gute Nachbarschaft. Finanziell dabei unterstütz hat uns das Kultursekretariat Wuppertal im Rahmen von “Werkproben”. Die selbsternannte 360°- Poetin Lisa Schøyen einigen bekannt als Moderatorin des U20 Poetry Slam “Zwischenruf” im zakk ist Slam Poetin aus Bremen mit starkem Magnetismus zur Landeshauptstadt, weswegen unser Mikrofonständer an diesem Abend aus Eisen sein wird.

Hocherfreut euch und die geladenen Autorinnen und Autoren zu den Lesungen begrüßen zu können, wünschen wir euch eine gute Zeit bis wir uns im Hinterhof persönlich sehen!

Pamela Granderath, Christine Brinkmann und Annika Restin

Die Hinterhoflesungen sind eine Kooperation von ART CONNECTION & zakk – mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt Düsseldorf

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Renate Rasp 1935-2015

Nur in sozialen Netzwerken ist bisher zu erfahren, daß die Schriftstellerin Renate Rasp bereits am 21.7. gestorben ist. Noch nicht einmal Wikipedia weiß davon (Mittwoch, 18:18 MESZ).

Ein Gedicht auf einer Schulseite online

In L&Poe

Palindromisch

Ein Foto von einem Gedicht erobert die Twitter- und Facebookwelt und wird auch von großen deutschen oder amerikanischen Medienkonzernen übernommen (hoffentlich haben sie nachgefragt – hier bei Huffingtonpost). Hätten sie auch ein klein wenig recherchiert, hätten sie den Verfassernamen hinzufügen können, der auf dem „Meme“ (hier bei Twitter) nicht enthalten ist. Es stammt von Chanie Gorkin,  „11th grader at an all girls‘ high school in Brooklyn, NY.“ Es ist ein Zeilenpalindromgedicht, das von unten nach oben gelesen die entgegengesetzte Mitteilung ergibt. (Hier der Originaltext).

(Für die Facebookwelt wünschte ich, wenigstens meine vielen Freunde würden auf das „Teilen“ genannte Weiterleiten von „Memes“ verzichten. Selbst wenn einem die „Botschaft“ gefällt – es ist nicht nur die Frage des Copyrights, das Schlimmste an dieser Form der Netz-„Kommunikation“ ist die brutale Schlichtheit einer Meinungsbildung per von anonymen Quellen übernommenen und tausendfach mit Mausklick verbreiteten, aus jedem Zusammenhang gerissenen Zitatfetzen. Teilen statt Denken. Und das entwickelt sich jetzt? Ach so, hat schon.)

Leben des Dichters 4

Leben des Dichters Ezra Pound in Auszügen (4)

1897 bis 1900 lernte er an der Cheltenham Military Academy. Die Knaben trugen Uniformen im Bürgerkriegs-Look und lernten Latein, Englisch, Geschichte, Arithmetik, Schießen und Exerzieren. Am wichtigsten aber: sich den Autoritäten unterordnen.

Mit 13 unternahm er eine dreimonatige Europareise mit seiner Mutter und Frances Weston (Tante Frank) nach England, Belgien, Deutschland, der Schweiz und Italien.

 

Hans-Eckhardt Wenzel 60

Der Liedtexter und Sänger, Schauspieler und Lyriker Hans-Eckhardt Wenzel genießt hierzulande so etwas wie Kultstatus. Er hat die Gruppe „Karls Enkel“ mitbegründet, hat mit Steffen Mensching ein Clowns-Duo gebildet, und er dichtet und komponiert seit 40 Jahren wunderbare Lieder im Geiste seiner großen Vorbilder – des US-amerikanischen Singer-Songwriters Woodie Guthrie und des österreichischen Lyrikers Theodor Kramer. Am 31. Juli wurde er 60 Jahre alt. / MDR

Sommerlese

in Marie Luise Knotts Tagtigall mit Hans Thill

Verse sind Übersetzungen – in Worte und Klänge übersetzte Erlebnisse, Einfälle und Erinnerungen („Ich sage das Wort, das seine Flügel faltet“), die Thill wieder und wieder dreht und wendet („Surensammler, Sammelsurium“), kollagiert und miteinander kollidierend ins Glühen bringt. Dabei entstehen beflügelte Zeilen

Von den Wäldern haben wir noch
Die Buchstaben. Der ruhige Schritt einer Eiche,
Reisig, das sich öffnet und schließt wie ein Herz,
eine Glastür am Flughafen 

Jedes Gedicht trägt eine Schönheit mit sich, die es nicht gleich vorweist, sagt Ulf Stolterfoht, Hans Thills Verleger, und tatsächlich speist sich die Schönheit nicht zuletzt aus dem Eindruck des Nicht-Verstehens. Denn Schreiben kann Welten imaginieren, die „nichts sind als Luft“ (Paavo Haavikko).

Hans Thill, Das Buch der Dörfer, Matthes & Seitz, Berlin 2014.
Hans Thill, Ratgeber für Zeugleute, Brueterich Press, Berlin 2015.

Emily Dickinson

Beauty – be not caused- It Is –

beginnt ein Gedicht.

Schönheit macht man nicht – Sie ist –

Man kann sie lesen und wiederlesen, 1408 Seiten lang.

Emily Dickinson, Sämtliche Gedichteherausgegeben, übersetzt und mit einem Nachwort von Gunhild Kübler, Hanser Verlag, München 2015.

sowie Anna Maria Carpi und Angela Krauß.

American Life in Poetry: Column 527

BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE

Seventy years ago, when I entered Beardshear Elementary in Ames, Iowa, the school employed a custodian, Mr. Shockley, who had for an office a closet under the stairs. I wish I could thank him for mopping up all our vomit and helping us buckle our galoshes. Here’s a fine poem about custodians by David Livewell, from New Jersey, whose most recent book of poems is Shackamaxon (Truman State Univ. Press, 2012).

Custodians

Retired from other trades, they wore
Work clothes again to mop the johns
And feed the furnace loads of coal.
Their roughened faces matched the bronze

Of the school bell the nun would swing
To start the day. They limped but smiled,
Explored the secret, oldest nooks:
The steeple’s clock, dark attics piled

With inkwell desks, the caves beneath
The stage on Bingo night. The pastor
Bowed to the powers in their hands:
Fuses and fire alarms, the plaster

Smoothing a flaking wall, the keys
To countless locks. They fixed the lights
In the crawl space above the nave
And tolled the bells for funeral rites.

Maintain what dead men made. Time blurs
Their scripted names and well-waxed floors,
Those keepers winking through the years
And whistling down the corridors.

We do not accept unsolicited submissions. American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln.

Poem copyright ©2014 by David Livewell, “Custodians,” from Southwest Review (Vol. 99, no. 2, 2014). Poem reprinted by permission of David Livewell and Southwest Review. Introduction copyright © 2015 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006.

 

Iris Dement sings Akhmatova

A powerful experience led Iris Dement into The Trackless Woods, the songwriter’s sixth album. Based on the work of celebrated modernist Russian poet Anna Akhmatova, the record is due out August 7 on her own FlariElla Records label. Dement discovered Akhmatova accidentally when she opened an anthology of Russian verse lent to her by a friend. Instantaneously, Dement felt directed.

„I read ‚Like A White Stone.'“ she tells Exclaim! „I’ll tell you the truth — I felt like somebody tapped me on the shoulder and said, clear as day, ‚Iris, set that to music.‘ It did not come out of some conscious desire on my part; I had no plan to do anything like that. I said, ‚I don’t know how to do that,‘ and I heard, clear as day, ‚I will help you.‘ I know that’s not a very modern story, but that’s the story.“ / Sarah Greene, exclaim.ca

American Life in Poetry: Column 528

BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE

A couple I know adopted three very small children from a distant country, and the children had never been constrained in any way. The airliner’s seatbelts were so fearful for them that they screamed all the way back to the States. But since then their lives have been wonderfully happy. And here’s a similar story, this too with a good ending, by Patrick Hicks of South Dakota.

The Strangers

After we picked you up at the Omaha airport,
we clamped you into a new car seat
and listened to you yowl
beneath the streetlights of Nebraska.

Our hotel suite was plump with toys,
ready, we hoped, to soothe you into America.
But for a solid hour you watched the door,
shrieking, Umma, the Korean word for mother.

Once or twice you glanced back at us
and, in this netherworld where a door home
had slammed shut forever, your terrified eyes
paced between the past and the future.

Umma, you screamed, Umma!
But your foster mother back in Seoul never appeared.

Your new mother and I lay on the bed,
cooing your birth name,
until, at last, you collapsed into our arms.

In time, even terror must yield to sleep.

We do not accept unsolicited submissions. American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln.

Poem copyright ©2014 by Patrick Hicks, “The Strangers,” from Adoptable, (Salmon Poetry, 2014). Poem reprinted by permission of Patrick Hicks and the publisher. Introduction copyright © 2015 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006.

 

Grenzgängerin

In einem frühen Manifest postulierte Ann Cotten einst, dass Literatur nicht der Unterhaltung diene. Die 1982 im US-Mittelwest-Staat Iowa geborene Schriftstellerin trat vor allem als Lyrikerin in Erscheinung. 2013 präsentierte sie ihr Prosadebüt Der schaudernde Fächer (Suhrkamp). Der Band besteht aus siebzehn Erzählungen, bei denen die in Wien und Berlin lebende Autorin ihrem eigenwillig-experimentellen Schreibstil sowie der Lust an verstörenden Sprachspielen treu bleibt – und auch der Vorliebe für Gedichte, die sich hier an diversen Stellen in den Text einschleichen.

Wenn sie schiefe Bilder und Vergleiche ebenso wenig scheut wie wilde Satzkonstruktionen oder philosophische Exkurse, dann lässt sich Cotten von Heimito von Doderer und Robert Musil inspirieren. Ein sinnliches und kunstvolles Spiel mit der Sprache, das bestens mit dem Thema – Liebe, Annäherung und Abstoßung – korrespondiert. Cottens Protagonisten leben in dem Zwiespalt, einerseits die Liebe samt allen Risiken und Nebenwirkungen zu ersehnen, andererseits gleichzeitig vor ihr zu flüchten. Und letztlich geht es der Grenzgängerin zwischen sanfter Sensibilität und wilden Obszönitäten um die Suche nach der Balance zwischen Kunst und Leben. / Gerhard Dorfi, Der Standard 31.7.2015

Demokratisch

Der Band Laut und Luise genießt den Status eines unangefochtenen Klassikers. Was aber wäre, wenn das Büchlein ausgerechnet heute, am 90. Geburtstag Jandls, zum ersten Mal erschiene? Es würde, so steht zu befürchten, von niemandem rezensiert. Lyrikbände werden von den Kritikern der überregionalen Presse kaum noch angegriffen. Zu groß scheint das Risiko, sich in den Augen einschlägig Bewanderter zu disqualifizieren. Moderne Gedichte, so heißt es, müssten erst mühsam entziffert werden. Jandl vermeidet genau das, was einer als „dunkel“ und „hermetisch“ verschrienen Lyrik im Urteil der Allgemeinheit so schlecht zu Gesicht steht.

Er reißt die Sprachfenster auf und sorgt für Durchlüftung. Er bricht die Poesie auf deren einfachste Elemente herunter. Jandls Dichtkunst ist demokratisch. Sie zeigt, woraus unsere Annahmen über die Welt zuallererst gemacht sind: aus Sprache. Die entsteht im Mund. Oft stellt sich für den Artikulierenden schon die Barriere der Zähne als unüberwindliches Hindernis heraus: „thechdthen jahr / thüdothdbahnhof / thechdthen jahr / wath tholl / wath tholl / der machen“, heißt es dazu in dem herzzerreißenden Adoleszenzgedicht 16 jahr. / Ronald Pohl, Der Standard

Allen Ginsberg, Prophet

Allen Ginsberg gehört in eine lange prophetische Tradition in der amerikanischen Literatur, an deren Anfang Walt Whitman stand. Ginsbergs Verse beeinflussten die Poeten des Rock, wurden selbst zu Rock und griffen in gesellschaftliche Verhältnisse ein. Mit der Gruppe The Fugs demonstrierte er gegen den Krieg in Vietnam, mit The Clash gegen die Contras in Nicaragua. Seine „biblische“ Sprache brachte überkommene Verhältnisse zum Tanzen und Mauern zum Einstürzen.

18 Jahre nach Ginsbergs Tod haben sich die Risse in der amerikanischen Gesellschaft verändert, aber sie sind noch immer sichtbar. / Klaus Emrich, DLR

American Life in Poetry: Column 526

BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE

I once attended a memorial service at which a friend’s ashes were put in the Platte River at first light, just as thousands of Sandhill Cranes were lifting off the water, crying. Flowing water has just what it takes to carry someone away in fine style. Here’s a poem by Kyle Harvey, who lives in Colorado.

Settler’s Creek

You’d been gone four months by then,
but we brought you along anyway.

On my back, you rested
riding inside a wooden box.

The idea was to lay you gently
at the water’s surface,

but our clumsy hands spilled you,
and it was hard to tell whether you went head

or feet first, but it didn’t much matter
anyway, I suppose.

You would float on down the creek
until you had reached the next and so on.

My father gave a little wave and joked,
“We’ll see you back on down in Denver, Dad.”

We stood there in silence
listening to you chuckle

under the bridge and over
the first set of riffles downstream.

We do not accept unsolicited submissions. American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln.

Poem copyright © 2013 by Kyle Harvey, “Settler’s Creek,” from Hyacinth (Lithic Press, 2013). Poem reprinted by permission of Kyle Harvey and Lithic Press. Introduction copyright © 2015 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006.