Die Lyrik verschwindet zusehends vom Sender France Culture. Der frühere Direktor Olivier Poivre d’Arvor teilte vor einigen Wochen mit, daß die letzte der Lyrik gewidmete Sendung «Ça rime à quoi» (Das reimt sich / Worauf reimt sich das / Was ist der Punkt) eingestellt wird. Eine Nachricht, die in literarischen Kreisen einen bitteren Beigeschmack hinterläßt. Jetzt wurde eine Petition auf change.org gestartet, die fordert, wieder eine wöchentliche Sendung für Lyrik einzuführen.
In der Petition wird auch das Verschwinden weiterer Sendungen in den letzten Jahren angesprochen, Panorama, Poésie sur parole und Du jour au lendemain. Man verlangt ja nicht gleich die Rückkehr einer Sendung wie Club d’essai des Dichters Jean Tardieu (6 Wochenstunden!). Aber eine Stunde in der Woche, das werdet ihr doch aushalten!*
*) Früher hieß es: Ende der Bescheidenheit, aber das ist ferner denn je.
wir aber flüchten umher – erdweit finden wir uns wieder
Hansjürgen Bulkowski
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
Here’s a fine poem about two generations of husbands, by Pauletta Hansel of Ohio.
Husbands
My mother likes a man who works. She likes
my husband’s muddy knees, grass stains on the cuffs.
She loved my father, though when weekends came
he’d sleep till nine and would not lift
his eyes up from the page to move the feet
she’d vacuum under. On Saturdays my husband
digs the holes for her new roses,
softening the clay with peat and compost.
He changes bulbs she can no longer reach
and understands the inside of her toaster.
My father’s feet would carry him from chair
to bookshelf, back again till Monday came.
My mother likes to tell my husband
sit down in this chair and put your feet up.
We do not accept unsolicited submissions. American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln.
Poem copyright ©2011 by Pauletta Hansel from her most recent book of poems, The Lives We Live in Houses, (Wind Publications, 2011). Poem reprinted by permission of Pauletta Hansel and the publisher.
Introduction copyright © 2015 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006.
„Die Poesie ist unsere nationale Domäne. Wir sind Meister im Gedichteschreiben. Gäbe es darin Europa- oder Weltmeisterschaften, würden wir immer auf dem Siegerpodest stehen.“
Artur Burszta, Leiter des Breslauer „Literaturbüros“, ist durchaus stolz auf die Bedeutung der Lyrik in Polen. Im Publizieren von Lyrik sind die Polen mit Sicherheit Meister. Die Nationalbibliothek registrierte im vergangenen Jahr 2050 belletristische Bücher. Über Dreiviertel von ihnen, nicht weniger als 1552, enthalten Gedichte.* Die romantische Tradition wirft einen langen Schatten.
„Ich würd‘ mein Volk als lebendiges Lied erschaffen.
So’n Lied ist Kraft, ist Wirksamkeit,
So’n Lied – es ist Unsterblichkeit!
Gib mir die Seelen!
Ich will die gleiche Macht über sie wie Du!“
Das Volk als lebendiges Lied erschaffen will der romantische Aufständische Konrad in Adam Mickiewiczs Nationalepos „Die Ahnenfeier“, weil die Existenz des Volkes höchst unsicher ist. Polen ist mit der dritten Polnischen Teilung durch die europäischen Großmächte 1793 von der Landkarte verschwunden. Die Dichtung von Adam Mickiewicz, Juliusz Słowacki und anderen Romantikern hält das Nationalbewusstsein lebendig, so dass sich im Ersten Weltkrieg Józef Piłsudski auf sie berufen kann, der Marschall, der sein Land befreite und mit starker Hand regierte.
„Durch Piłsudski und Słowacki ist Polen wiedergeboren. Denn der Eifer Piłsudskis stammt auch aus dieser Poesie. Es gab natürlich auch andere Faktoren, aber die Literatur spielte eine unglaublich wichtige Rolle.“
Der Dichter und Essayist Adam Zagajewski weiß, dass es damals auch andere Strömungen gab. In seinem Gedicht „Herostrates“ trat Jan Lechoń 1917 für eine Dichtung ein, die frei von nationalistisch-patriotischen Tönen und Märtyrer-Mythen ist:
„Im Frühling sollte man den Frühling sehen, und kein Polen.“
Doch nach dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges übernahm die polnische Poesie wieder ihre besondere Aufgabe in der Nation, meint Adam Zagajewski:
„In den Ländern wie Schweiz spielt die Lyrik die Rolle eines ‚Sonntagsetwas‘, niemand liest ein bisschen, wenn schon, dann am Sonntag. Aber in Polen, als das Land in Trümmern lag, las man Gedichte nach Wahrheitssuche. Denn das ganze Netz der Kommunikation war zerstört. Dazu kam noch die kommunistische Macht, die nicht beliebt war. Wenn das Leben so reduziert ist, dann kommt für Polen die Poesie.“
Die jüngeren Dichter Darek Foks, Marta Podgórnik, Adam Wiedemann, Katarzyna Fetlińska, Jacek Gutorow und Dariusz Sośnicki sind von solchen Aufgaben befreit. Sie gehen frei mit der Sprache um, vermeiden jedes Pathos und pflegen sprachliche Eigenarten. / Arkadiusz Luba, Deutschlandradio
Die erwähnten jüngeren Dichter sind soeben ins Deutsche übersetzt worden − zu lesen in der Essener Literaturzeitschrift Schreibheft und im Band „Polnisch Poetisch. Esther Kinsky im Gespräch mit sechs polnischen Dichter“, erschienen im Berliner Verlag Buchbund.
*) Und in Deutschland? Über 15000 belletristische Titel meldet die Statistik für 2013. Lyrik wird da nicht einmal ausgewiesen. Das Feuilleton nimmt nur ein paar Dutzend Titel wahr, die Dunkelziffer dürfte bei vielen hundert, vielleicht gar um eintausend liegen, das wäre ein Fünfzehntel.
Aus einem Gespräch, das Adelbert Reif mit dem Slawisten Fritz Mierau führte:
Mierau: Mich Russland vollkommen zu ergeben, habe ich mich immer gescheut. Ich bin genügend Deutscher und damit eben Mitteleuropäer, um eine gute Distanz wahren zu können gegenüber dem, was man in den Begriff „Mythos Russland“ fassen könnte. Und zwar deshalb, weil es in meinem Leben nie eine Zeit gab, die von einer Ablehnung Deutschlands und deutscher Geistigkeit geprägt gewesen wäre. Auf eine solche Ablehnung trifft man gerade in meiner Generation sehr häufig und sie scheint mir in unserer Zeit der Vereinigung Europas wieder modisch zu sein. Ich aber werde mich immer zu Goethe bekennen: Sein Deutsch, etwa in „Dichtung und Wahrheit“, gibt eine nicht zu übertreffende Höhe vor.
So bedeutend die Literatur, die Poesie, der Geist Russlands auch sind, ich würde dennoch das Deutsche nicht aufgeben wollen. Das bezieht sich gleichermaßen auf die Moderne. So eruptiv sie sich in Russland mit Blok, Chlebnikow, Jessenin, Mandelstam, Majakowski, Achmatowa, Zwetajewa und unzähligen anderen Bahn brach, Deutschland steht dieser Entwicklung in keiner Weise nach, wenn wir an Benn, Brecht, George, Trakl oder Jünger denken. Die Größe der russischen Poesie vermochte ich gerade deshalb sehr früh so hoch einzuschätzen, weil ich mir des hohen Wertes der deutschen Poesie bewusst war. Und wenn ich auf Frankreich blicke: auf Verlaine, Mallarmé, Rimbaud, Baudelaire… Da konnte ich Russland nicht „verfallen“, zumal ich weiß, in welch starkem Maße die Russen selbst diese Traditionen in sich aufgesogen haben. Ich erinnere nur an die geistige Begegnung von Pasternak und Zwetajewa mit Rilke. Es gehört zu den großen Leistungen der Russen, dass sie fremdes Neues aufnahmen und es in ihrem eigenen Schaffen umformten, erweiterten und steigerten.
Reif: Gerade von dieser Steigerung aber muss eine eigentümliche Sogwirkung ausgehen…
Mierau: Gewiss, sobald man etwas genauer in die Geschichte, in die Literatur und Poesie Russlands hineinsieht – was bei mir freilich erst viel später geschah – kommt zur eigenen deutschen oder mitteleuropäischen Erfahrung ein eigentümliches Element hinzu, nämlich die Erkenntnis der ungeheuren geistigen Ausdehnung Russlands.
Jeder, der ein Gedicht von Puschkin, Jessenin oder Majakowski liest, und dann noch, wie ich, in erhaltenen Tondokumenten sehr früh die Stimmen der großen Dichter vom Anfang des 20. Jahrhunderts hört, wird von dem Gefühl bewegt: Es gibt nichts Vergleichbares. Da tönt etwas aus einem Raum, der nicht nur der Brustraum ist, sondern ein unermesslich weiter geografischer und geistiger Raum. Von dem Augenblick an, da mich dieses Gefühl ergriff, war es mir vor allem darum zu tun, Russland zu sehen, Russen in ihrer eigenen Umgebung zu erleben – wo auch immer in diesem Riesenreich. Denn wer Russland nur von außen betrachtet, kennt es nicht, mag er sich auch noch so leidenschaftlich mit seiner Literatur und Geschichte beschäftigen.
Reif: Worin unterscheidet sich das russische Denken vom westeuropäischen?
Mierau: Mein Empfinden war immer, dass das geistige Russland gewaltsamer ist als die gesamte europäische Geistigkeit. Gewaltsamer etwa in dem Sinne, wie Hannah Arendt den Unterschied zwischen Macht und Gewalt formuliert hat, und nicht nur mächtiger. Die Art, wie sich selbst die von ihrer Moraltheorie her sanftesten Repräsentanten des geistigen Lebens Russlands äußern, ganz zu schweigen von denen, die wie Tolstoi und Dostojewski von härterer Struktur sind oder gar den Dichtern des 20. Jahrhunderts, Majakowski und Zwetajewa beispielsweise, offenbart ein unerhörtes Maß an Gewaltsamkeit. Als ein durch das Lateinische gegangener Mitteleuropäer ist es für mich immer ein Problem geblieben, wie dieser in der orthodoxen Tradition gewachsenen Gewaltsamkeit zu begegnen sei, vor allem, wie man sie in Westeuropa plausibel machen und in unsere Zusammenhänge hineindenken könne.
(…)
Mierau: Ich würde das „religiöse Element“ sogar als den Ausgangspunkt der russischen Poesie des 20. Jahrhunderts bezeichnen. Alexander Bloks Revolutionsdichtung „Die Zwölf“ zeigt es unübersehbar. Eine Zwölfer-Patrouille von Rotgardisten im Petrograder Schneesturm von 1918, zwölf verwegene Kerle mit ihren titanischen Leidenschaften im Zorn gegen die „schreckliche Welt“, einer der Mörder seiner untreuen Geliebten. Doch vor ihnen die Fahne – „blutig, wehend“, und unter ihr Einer „unsichtbar“, „Einer noch, der ist gefeit“ – „Rosenweiß sein Kränzlein ist / Vorne schreitet Jesus Christ.“ Block war von einer Vision tief erschüttert. Er hat sich von diesem Erlebnis nicht wieder erholt und es wird ein Rätsel bleiben, wer ihm da in Wirklichkeit erschienen ist.
Diese religiöse Bindung gilt auch für die Avantgarde mit Majakowski und Tretjakow. Bei einem scheinbar so orthodoxen Marxisten wie Sergej Tretjakow kommt noch eine Besonderheit hinzu: Seine Mutter entstammte einer deutsch-holländischen lutherischen Familie. Sie hatte zwar den russisch-orthodoxen Glauben ihres Mannes angenommen. Doch etwas war von ihrem alten Glauben übriggeblieben: In der Wohnung der Tretjakows hingen an vielen Stellen die aus Deutschland wohlbekannten, für den Pietismus charakteristischen kleinen Sprüche, die sogenannten „Losungen“, die die Bewohner durch den Tag geleiteten. Die von Tretjakow ersonnenen sowjetischen Agitationssprüche, für die er berühmt war, gelangen ihm eben deshalb so gut, weil er auf diesem Gebiet eine christlich-pietistische „Lehre“ durchlaufen hatte. Sogar bis in diese Sphäre hinein wirkte das „religiöse Element“. Alexander Blok wiederum war vom orthodoxen Kirchengesang beherrscht, der in seiner erfüllenden Macht auch in der frühen Dichtung Majakowskis eine bedeutende Rolle spielte. Darauf wies erst kürzlich der Dichter Gennadi Aigi hin.
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
I don’t think I’ve ever sold anything that, later, I didn’t wish I had back, and I have a list of regrets as long as my arm. So this poem by Melissa Balmain really caught my attention. Balmain lives in New York State, and her most recent book is Walking in on People, from Able Muse Press.
Love Poem
The afternoon we left our first apartment,
we scrubbed it down from ceiling to parquet.
Who knew the place could smell like lemon muffins?
It suddenly seemed nuts to move away.
The morning someone bought our station wagon,
it gleamed with wax and every piston purred.
That car looked like a centerfold in Hot Rod!
Too late, we saw that selling was absurd.
And then there was the freshly tuned piano
we passed along to neighbors with a wince.
We told ourselves we’d find one even better;
instead we’ve missed its timbre ever since.
So if, God help us, we are ever tempted
to ditch our marriage when it’s lost its glow,
let’s give the thing our finest spit and polish—
and, having learned our lesson, not let go.
We do not accept unsolicited submissions. American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2014 by Melissa Balmain, “Love Poem,” from Walking in on People, (Able Muse Press, 2014). Poem reprinted by permission of Melissa Balmain and Able Muse Press. Introduction copyright © 2015 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006.
“Being a poet in our world is going against the nature of the world,” Nira says, and the most surprising — the most radical — aspect of “The Kindergarten Teacher” is how fiercely it defends that view. (…) “The Kindergarten Teacher” is a furious indictment of the materialism and complacency of 21st-century life, in Israel and implicitly beyond. Yoav, innocent and barely conscious of the meaning of his poems, is the uncanny voice of a disinherited tradition. His father, a flashy restaurateur, has no use for poetry. The boy’s uncle, who published a volume of verses before drifting into bitterness and penury as a journalist, is a grim specter of literary failure. Such poets as exist in the world — the shouters at the reading, Nira’s workshop instructor — run the gamut from vulgar to pretentious.
“The Kindergarten Teacher” — the film as well as the character — yearns for different values, for intensity, beauty and meaning. Its sobering lesson is that the search for those things is most likely to end in madness, confusion and violence. / A.O. Scott, New York Times 31.7.
Dharamshala – Night of Poets was celebrated in Amdo region of north-eastern Tibet and abroad, showing that Tibetan poetry matters, including reading the poetry of others, sharing their own poetry.
It was anonymously reported to the Tibet Post International that on July 26, 2015, a group of poets within Tibet came together for a night to honor Tibetan poetry.
Seventy-six poets from various parts of Tibet gathered both in Dzoge and Machu, Amdo region of Tibet to celebrate Tibetan poetry, and honor both contemporary and classic poets.
The night of poetry was not exclusive to within Tibet, as Tibetan communities in different parts of India and western countries also celebrated the evening. / Tibet Post International
Schon um 1905, als Neuglobsow und die Landschaft am Stechlin als „Sommerfrische“ für die Großstadt-Berliner gerade erst entdeckt und populär wurde, entstand das Gedicht „Am See Stechlin“. Hans Georg Meyer, Lehrer am berühmten Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin, war seinerzeit in bürgerlich-konservativen Kreisen ein durchaus bekannter Dichter. Seine „Gedichte“, 1911 schon in dritter Auflage erschienen, enthalten eine lyrische Huldigung unseres Sees auf ganz besondere Weise. Nicht die Naturbeschreibung steht im Vordergrund, sondern der See als Tummel- und Bewährungsplatz sport- und naturbegeisterter Jugendlicher. Hier hat wohl die um die Jahrhundertwende überall in Deutschland populäre Wandervogelbewegung ideologische Patenschaft gestanden. / Wolfram Scheffler, Märkische Onlinezeitung
Am 30.Juli starb der US-amerikanische Dichter Kenneth Irby* im Alter von 79 Jahren. Pierre Joris (auf seinem phantastischen Blog Nomadics. Meanderings & mawqifs of poetry, poetics, translations y mas. Travelogue too.) schreibt:
Profound sadness at the passing of an old friend, a major poet — whose work is way underappreciated in this, his country —, a great lover of literature, landscape and music. Below a poem from the sixties — p. 133 in his indispensable The Intent On (Collected Poems 1962-2006), North Atlantic Books 2009 — one of the poems I came across early on in his book Relation, and that introduced me to a part of this land I knew nothing about, and which I learned — via Robert Duncan — to call Irbyland. For more on his work, check out the Irby homage on Jacket2, here.
*) siehe Kommentar
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
Some of us will be eating ham on Easter, and I thought I’d offer you a poem about a champion pig, by Jill Breckenridge, a Minnesotan who has written a series of poems based on that state’s fair. Her most recent book of poems is Sometimes, Nodin Press, 2015.
Pretty Ricky
He’s 1200 pounds of pink pork covered by black
bristles stiff enough to needle and sew with,
Pretty Ricky, all six feet of him spread
out, asleep, no fancy dancer, neither twirler
nor prancer, just eats and sleeps, the biggest
boar at the Fair, oblivious to gawkers, smirkers,
cholesterol, or weight watchers, fat off the hoof,
fat lying flat, good only for breeding and eating,
he won’t even stand to show off all the pork cuts
displayed on the poster behind him: ham, it says,
from the butt, oldest meat of civilized man;
kabobs from the shoulder, roasted on swords
by early Asian nomads; spareribs, sausage,
and bacon from the belly. Pretty Ricky urges
me to swear off pork, but it’s lunchtime and my
stomach wanders off to a foot-long or a brat with
‘kraut. I think twice, three times, waffle back
and forth between meat and a veggie wrap, as,
in front of me, many meals stretch out, dozing.
We do not accept unsolicited submissions. American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln.
Poem copyright ©2009 by Jill Breckenridge, “Pretty Ricky,” from Low Down and Coming On: A Feast of Delicious and Dangerous Poems About Pigs, James P. Lenfestey, Ed., (Red Dragonfly Press, 2010). Poem reprinted by permission of Jill Breckenridge and the publisher. Introduction copyright © 2015 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006.
Leben des Dichters Ezra Pound in Auszügen (3)
Seine erste Veröffentlichung („von E. L. Pound, Wyncote, 11 Jahre alt“) war ein Limerick im Jenkintown Times-Chronicle über William Jennings Bryan, der 1896 die Präsidentschaftswahl verloren hatte: „There was a young man from the West, / He did what he could for what he thought best; / But election came round, / He found himself drowned, / And the papers will tell you the rest.“
(Wird in unregelmäßigen Abständen fortgesetzt)
Leben des Dichters Ezra Pound in Auszügen (2)
Als Ezra 18 Monate alt war, zog seine Mutter mit ihm nach New York (1887). 1889 fand sein Vater einen Job beim Münzamt in Philadelphia. Die Familie zog nach Jenkintown, Pennsylvania, 1893 kauften sie ein Haus in Wyncote bei Philadelphia. Er besucht verschiedene Damenschulen, einige davon von Quakern geleitet, dann die Wyncote Public School und die Cheltenham Military Academy. Unterricht in Latein, Fechten, Tennis und Schach.
Nach der Biographischen Zeittafel von Eva Hesse in: Ezra Pound, Die Cantos. Zweisprachige Ausgabe. Zürich, Hamburg: Arche, 2012 (zitiert als: Hesse), Wikipedia sowie anderen Quellen.
Kein Leib dem nicht die Wut aus der Welt hilft. Kein Aber das nützt. Und keiner da die noch fehlende Wunde zu spenden.
Jeden Donnerstag punkt 11 Uhr veröffentlicht L&Poe ein ungedrucktes Monostichon des Schweizer Dichters Felix Philipp Ingold. Mehr
„und von der sprache / an den rand getrieben“, heißt es in einem Gedicht von José Oliver. Doch die Sprache kann den Dichter nicht nur an den Rand treiben, sondern ebenso zurück in die Mitte. Ja, sie kann sogar alle Vorstellungen und Zuschreibungen in Frage stellen, sodass sich am Ende gar nicht mehr sagen lässt, was eigentlich „Rand“ ist und was „Zentrum“.
(…) Am intensivsten sind die Exkursionen ins Alemannische, mit ihrer Lust an der Musik der Sätze und ihrer Verteidigung der Dialekte.
Von diesen Exkursionen bringt Oliver immer wieder schöne Funde mit: Redewendungen, Flüche, klangstarke Wörter wie „Schnurre“ oder „gradnus“. Man kann sich im Echoraum dieser Trouvaillen den Dichter gut vorstellen, wie er an seinem Hausacher Schreibtisch sitzt, „Wortrinden schält“ und den Rändern nachspürt. / NICO BLEUTGE, Süddeutsche Zeitung 21.7.
José F.A. Oliver: Fremdenzimmer. Essays. Verlag weissbooks, Frankfurt am Main 2015. 119 Seiten, 16,90 Euro.
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