Eine Teluguwelt

A TELUGU WORLD

RāmarājabhŪsana (ein Dichter des 16. Jahrhunderts)

mahi mun vāg-anuśāsanundu srjiyimpan kundalîndrundu tan-
mahanīya-sthiti-mŪlamai niluva śrīnāthundu provan mahā-
mahulai somudu bhāskarundu vělayimpan sômpu vātillun ī
bahulândhrokti-maya-prapañcamuna tat-prāgalbhyam‘ Ūhiñceědan

Live the exuberance of language,
first created by the Maker of Speech.
A thousand tongues at the root,
moon and sun above,
God himself within:
a whole world inheres
in what Telugu says.

Aus: Narayana Rao, Velcheru, and David Shulman, translators, editors, and with an introduction by. Classical Telugu Poetry: An Anthology. Berkeley, Calif: University of California Press, c2002 2002. http://ark.cdlib.org/ark:/13030/kt096nc4c5/

Meine Übersetzung aus dem Englischen mit Anmerkungen aus der Anthologie von 2002:

Lebe die Fülle der Sprache,
vom Schöpfer der Rede erschaffen.
Eintausend Zungen an der Wurzel,
Mond und Sonne darüber,
Gott selbselbst inmitten:
eine ganze Welt steckt
in Telugus Rede.

Ich bilde mir keineswegs ein, aus der englischen Fassung dieses Gedicht zu verstehen. Aber es spricht mich an. Es verkörpert tatsächlich eine Telugu-Welt, eine zum Zeitpunkt seiner Niederschrift schon 500 Jahre alte Literatur mit viel weiter zurückreichenden Wurzeln in der Sanskrittradition. Ich bin kein Anhänger der Meinung, Poesie sei nur dann „echte“ Poesie, wenn sie nicht erklärt werden muß. Man kann das für Teile der Gegenwartsliteratur gelten lassen (ich sage Teile, weil ich nicht vergesse, daß eine hochspezialisierte Kunst Spezialistenwissen und -können braucht, womit nicht literaturwissenschaftliches Wissen gemeint ist – eher im Sinne von Brechts Bestreben, aus dem kleinen Kreis der Kenner einen großen Kreis der Kenner zu machen. Schnee von gestern, leider.).

Ohne Erklärungen werden wir in den Kunstwerken entfernter Räume und Zeiten immer nur uns selber finden. Das ist okay, man kann mit ein wenig Übung seinen Spaß an Haikus und Minneliedern haben. Aber wenn ich mehr als mich darin sehen und daraus verstehen will, brauche ich Erklärungen. Was ich aus den Anmerkungen in der Quelle verstanden habe, vermittelt eine Ahnung, was jener ferne RāmarājabhŪsana aus Südindien im Sinn hatte und warum heutige Teluguleser es schätzen mögen.

Dieses Gedicht feiere eine lebendige und kontinuierliche literarische Überlieferung der Andhra in Südostindien. Der Dichter, der in einer Zeit intensiver Kreativität lebte, verweise auf einen ganzen vorliegenden Kanon. Jeder Dichter, der genannt oder auf den angespielt wird, sei paronomastisch (durch Zusammenstellung lautlich gleicher oder Šähnlicher Wšörter oder Wörter von gleicher Herkunft) mit einem Gott gleichgesetzt.

Zuerst Vāg-anuśāsanundu, der „Schöpfer der Rede“ (identisch mit Brahma im klassischen Hindu). Er hat die Göttin Vāc (Sprache oder Rede) sowohl erschaffen als auch geehelicht. In der Telugutradition ist das aber auch der Titel, der dem ersten Dichter Nannaya verliehen wurde, er lebte im 11. Jahrhundert. Wie der Gott die Sprache, so erschuf der erste Dichter die Dichtung und den poetischen Stil.

Die tausend Zungen gehören der Schlange Kundalîndrundu-ādiśesa, die die Welt auf ihren tausend Hauben* die Welt trägt. ādiśesa deutet auch auf den großen Sanskritgrammatiker Patañjali, Autor eines berühmten religiösen Kommentars.

  • Das Wort hood bedeutet Kapuze, Helm, ornithologisch und zoologisch auch Haube, Schopf sowie die Brillenzeichnung der Kobra

Für weitere Spuren ein Auszug aus dem zitieren Werk:

After the creation of speech itself, one needs grammar at the root of language. But the same title applies to the second great Telugu poet, Tikkana, who is said to have performed a sacrifice known as kundali (thus explaining his title here). The moon, Soma, is probably Nācana Somanātha, the author of the Telugu [Uttara-]harivamśamu (fourteenth century).
[3] The original title was probably Harivamśamu; later generations prefixed Uttara- to distinguish his work from Ěrrāpragada’s Harivamśamu.

Bhāskara, the sun, is Hulakki Bhāskara, who produced a Telugu Rāmāyana (late thirteenth to early fourteenth centuries). And God himself, the Lord of Prosperity, is śrīnātha, the fourteenth-century poet who revolutionized Telugu taste. Together, and also no doubt accompanied by other, unnamed poets, these figures created and maintained— in the eyes of the poet who sang this verse—an entire universe, rich with life and feeling, fashioned in and by language. And it is to this language, imagined as a goddess, that the poet pays tribute.

Eine Teluguwelt in wenig Zeilen.

jedenfalls war ich heut nacht im park

Lioba Happel

(* 7. Februar 1957 in Aschaffenburg)

«Ist mein Fräulein traurig
soll sie sich zum Teufel scheren»

zwei mal zwei ist sieben fünf acht
drei mal drei alle viere

jedenfalls war ich heut nacht im park
jedenfalls gibt’s da wilde tiere

der erste ein herzog der zweite am geigen
der dritte ein tanzbär der vierte leibeigen

jedenfalls lieber gott vielen dank
da blühte auch einmal ein blümlein

da kannste mal sehen was übrig bleibt
bei tage im hellen mondenschein

der fünfte ein henker der sechste dort hängt er
der siebte ein schwein der achte ganz rein

jedenfalls hab ich den neunten vergessen
der neunte hat alle aufgefressen

und die blume ist schwarz und die sonne ist rot
und gold ist aus dreck und die liebe tut not

zwei augen sah ich den himmel durchqueren
«soll sie sich zum teufel scheren»

jedenfalls war ich heut nacht im park
jedenfalls gibt’s da wilde tiere

zwei mal zwei ist sieben fünf acht
drei mal drei alle viere

Lioba Happel aus: Aus einer Zeit des Umbruchs, in Zwischen den Zeilen 11 (1998) S. 60f

Aus einem Essay über Dichtung im gleichen Heft:

Begriffe sind kleine Gemeinheiten, sie wiegen dich in Sicherheit, bis es dir die Welt zerschlägt.

A.a.O. S. 69

Zuweilen schläft auch der Dichter

Marie Luise Kaschnitz (1901-1974)

Zuweilen

Zuweilen schläft auch der Dichter
Der alte Verderber der Feste
Ausgezählt hat er sich selber
Gesunken ins Sterntalergras.
Schnellwachsender Traum überspinnt ihm
Die spähenden Augen
Auf seiner Schreibhand
Begatten sich Schmetterlinge
Seine Sturmvögel plappern wie Spatzen
Das liebliche Immer-schon-da.

Aus: Marie Luise Kaschnitz: Überallnie. Ausgewählte Gedichte 1928-1965. München: dtv, 1995 (2., neu durchges. Aufl. – 1. 1969), S. 245

Du Mann, den ich liebe

Henriette Hardenberg

Eigentlich Margarete Rosenberg (* 5. Februar 1894 in Berlin; † 26. Oktober 1993 in London), expressionistische Dichterin

Frühling

Birkenweißes Bein,
Liebeslandschaft,
Hüften,
Ihr Blumenbalkon,
Zart und verwildert,
Vollduftender Märzbecher,
Du Mann,
Den ich liebe!

Aus: Henriette Hardenberg: Südliches Herz. Nachgelassene Dichtungen. Hrsg. Hartmut Vollmer. Zürich: Arche, 1994, S. 32

Henriette Hardenberg veröffentlichte ab 1913 Lyrik und Prosa in expressionistischen Zeitschriften (Die Aktion, Die Weißen Blätter). 1916-1930 verheiratet mit dem Dichter Alfred Wolfenstein. Befreundet und bekannt mit Reinhard Sorge, Else Lasker-Schüler, Claire Goll, Alfred Lichtenstein, Franz Pfemfert, Rainer Maria Rilke und vielen anderen. 1937 gelingt ihr die Flucht vor den Nazis, sie geht nach London, wird britische Staatsbürgerin und stirbt 1993 in London.

Poetopie

in der häuslichen Winterlandschaft trittst du auf dem Ergometer fortwährend die Zeit unter dir weg

Hansjürgen Bulkowski

Morgen

Louise Bogan

(* 11. August 1897 in Livermore Falls, Maine; † 4. Februar 1970 in New York City), US-amerikanische Dichterin und Literaturkritikerin

Morgen

1.
 Die grünblauen Eier der Rotdrossel
 Haben die Komplementärfarbe
 Zur rosenroten Brust der Rotdrossel —
 Ist es eine Vision des Auges, ein Entschluß im Blut,
 Was das Lieben und Schützen diesen Vögeln in Erinnerung ruft?

 2.
 Die kluge und beinahe planvolle
 Ranke der Winde,
 Die den Rosenzweig als Stütze für ihren spiralförmigen
     Aufstieg erwählte,
 Vermeidet erfolgreich alle
 Bis auf die kleineren Dornen.

Aus: Sehen heißt ändern. Dreißig amerikanische Dichterinnen des 20. Jahrhunderts. Eine zweisprachige Anthologie. Hrsg., übertragen u. m.e. Nachwort von Jürgen Brôcan. München: Stiftung Lyrik Kabinett, 2006, S.31

Weitere deutsche Übersetzungen hier

Robin’s egg

Advice on Roses

Gertrude Stein

(* 3. Februar 1874 in Allegheny, heute Pittsburgh, Pennsylvania; † 27. Juli 1946 in Paris)

RAT ZU ROSEN
(Advice on Roses) (1929)

I
viele pflanzen jährlich rosen.

II
viele pflanzen rosen wie tee.

III
viele pflanzen rosen wie hunde. beinweiß

IV
viele pflanzen rosen.
das heißt. unter weisung.

V
viele pflanzen. rosen.
um. bei. einem umzug.

VI
viele pflanzen. rosen. im. zweifel.

VII
viele pflanzen. rosen mit. bedacht.
und sie gedeihen prächtig.

VIII
viele pflanzen. ihre rosen.

IX
viele pflanzen. rosen.
im herbst.

X
viele pflanzen. ihre rosen.
immer wieder. wie gehabt.

XI
sie erhielt den rat.
rosen zu pflanzen.

XII
sie erhielt rat.
wie und wann. sie. zu pflanzen. waren.

Aus: Gertrude Stein: Das große Lesebuch. Ausgewählt, hrsg. u. übers. von Uda Strätling mit Übertragungen von Marcel Beyer, Ernst Jandl, Barbara Köhler, Oskar Pastio, Ulf Stolterfoht. Frankfurt/Main: S. Fischer, 2017, S. 267f

Es ging nicht

Marie Luise Kaschnitz

Schreibend

Schreibend wollte ich
Meine Seele retten.
Ich versuchte Verse zu machen
Es ging nicht.
Ich versuchte Geschichten zu erzählen
Es ging nicht.
Man kann nicht schreiben
Um seine Seele zu retten.
Die aufgegebene treibt dahin und singt.

Aus: Marie Luise Kaschnitz: Überallnie. Ausgewählte Gedichte 1928-1965. München: dtv, 1995 (2., neu durchges. Aufl. – 1. 1969), S. 215

Victoria Falls

Muriel Spark

(* 1. Februar 1918 in Edinburgh; † 13. April 2006 in Florenz)

Von der weltberühmten Schottin kennt man vor allem Prosa, aber sie hat auch Gedichte geschrieben. Leider hab ich keins auf Deutsch gefunden. Zum 100. Geburtstag:

The Victoria Falls

 So hushed, so hot, the broad Zambesi lies
 Above the Falls, and on her weedy isles
 Swing antic monkeys swarm malignant flies,
 And seeming-lazy lurk long crocodiles.
 But somewhere down the river does the hush
 Become a sibilance that hints a sigh,
 A murmur, mounting as the currents rush
 Faster, and while the murmur is a cry
 The cry becomes a shout, the shout a thunder
 Until the whole Zambesi waters pour
 Into the earth’s side, agitating under
 Infinite spray mists, pounding the world’s floor.
   Wrapped in this liquid turmoil who can say
   Which is the mighty echo, which the spray?


Fotos © Michael Gratz

Vom Strand wo wir liegen

Marie Luise Kaschnitz

(* 31. Januar 1901 in Karlsruhe; † 10. Oktober 1974 in Rom)

Dem folgenden Text, ausgesucht zum Geburtstag von Marie Luise Kaschnitz, habe ich das letzte Wort entnommen und woanders deponiert. Wer es unbedingt wissen will, unten steht wo ichs her hab.

Vom Strand wo wir liegen

Vom Strand wo wir liegen
Silberne Häute ausgespannt
Stehen wir auf
In der mondlosen Nacht
Begehen das Feigental
Und die feurige Macchia
Lieben im Fleische
Reden mit Zungen
Tauschen das Augenlicht.
Ziehen auf aus der Erde
Hausmauern
Tisch und Bett
Reichen uns ernsthaft
Der eine dem andern
Der andre dem einen
Handüber herzüber
Bis zum Morgengrauen
Das rehrote Windei

Aus: Marie Luise Kaschnitz: Überallnie. Ausgewählte Gedichte 1928-1965. München: dtv, 1995 (2., neu durchges. Aufl. – 1. 1969), S. 214

Fast leeres Gedicht für eine leere Wand

André Breton

Aus: Erstes Manifest des Surrealismus (1924)

Um eine Frau, der man auf der Straße begegnet, zu beeindrucken

 

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Deutsche Fassung von Ruth Henry aus: Als die Surrealisten noch recht hatten. Texte und Dokumente. Hrsg Günter Metken. Hofheim: WOLKE, 1983 (2. Aufl.; 1. 1976 Reclam Stuttgart)

Der Rabe

Am 29. Januar 1845 wurde das Gedicht The Raven (Der Rabe) im Evening Mirror in New York veröffentlicht – die erste Publikation mit dem Namen des Autors, Edgar Allan Poe. Es ist sozusagen die heimliche Hymne der Lyrikzeitung (man höre den Kurznamen L&Poe in englischer Aussprache).

Die Ähnlichkeit ist nicht ganz zufällig. Es ist ein berühmtes Gedicht, kein modernes Gedicht, aber doch ein Markstein in der Geschichte der modernen Lyrik. Poe nämlich beschrieb in einem Aufsatz die (angebliche) Entstehungsgeschichte. Charles Baudelaire war beeindruckt – der Aufsatz beschreibt in gewisser Weise einen von zwei Strömen, die zur modernen Lyrik führten und in Baudelaire vereint waren: das Gedicht als quasi wissenschaftliche Konstruktion aus dem Labor des Dichter-Laboranten. (Der andere Strom war das geträumte oder halluzinierte Gedicht, wofür Samuel Taylor Coleridges Gedicht Kubla Khan steht, für das sein Autor ebenfalls eine legendäre (wohl eher fiktive) Entstehungsgeschichte schrieb. Dazu hier ein andermal). Der Aufsatz Poes trägt den Titel The Philosophy of Composition. Hier englisch und hier deutsch. Und hier Baudelaires Übersetzung des Gedichts – in Prosa.

Hier der Originaltext, darunter die deutsche Übersetzung von Theodor Etzel sowie je eine Probe anderer deutscher Übersetzungen.

The Raven
E.A.Poe (1845)

Once upon a midnight dreary, while I pondered, weak and weary,
Over many a quaint and curious volume of forgotten lore,
While I nodded, nearly napping, suddenly there came a tapping,
As of some one gently rapping, rapping at my chamber door.
„‚Tis some visiter,“ I muttered, „tapping at my chamber door –
Only this, and nothing more.“

Ah, distinctly I remember it was in the bleak December,
And each separate dying ember wrought its ghost upon the floor.
Eagerly I wished the morrow; – vainly I had tried to borrow
From my books surcease of sorrow – sorrow for the lost Lenore –
For the rare and radiant maiden whom the angels name Lenore –
Nameless here for evermore.

And the silken sad uncertain rustling of each purple curtain
Thrilled me – filled me with fantastic terrors never felt before;
So that now, to still the beating of my heart, I stood repeating
„‚Tis some visiter entreating entrance at my chamber door –
Some late visiter entreating entrance at my chamber door; –
This it is, and nothing more.“

Presently my soul grew stronger; hesitating then no longer,
„Sir,“ said I, „or Madam, truly your forgiveness I implore;
But the fact is I was napping, and so gently you came rapping,
And so faintly you came tapping, tapping at my chamber door,
That I scarce was sure I heard you “ – here I opened wide the door;-
Darkness there and nothing more.

Deep into that darkness peering, long I stood there wondering, fearing,
Doubting, dreaming dreams no mortal ever dared to dream before;
But the silence was unbroken, and the darkness gave no token,
And the only word there spoken was the whispered word, „Lenore!“
This I whispered, and an echo murmured back the word, „Lenore!“ –
Merely this, and nothing more.

Then into the chamber turning, all my soul within me burning,
Soon I heard again a tapping somewhat louder than before.
„Surely,“ said I, „surely that is something at my window lattice;
Let me see, then, what thereat is, and this mystery explore –
Let my heart be still a moment and this mystery explore;-
‚Tis the wind and nothing more!“

Open here I flung the shutter, when, with many a flirt and flutter,
In there stepped a stately raven of the saintly days of yore;
Not the least obeisance made he; not an instant stopped or stayed he;
But, with mien of lord or lady, perched above my chamber door –
Perched upon a bust of Pallas just above my chamber door –
Perched, and sat, and nothing more.

Then this ebony bird beguiling my sad fancy into smiling,
By the grave and stern decorum of the countenance it wore,
„Though thy crest be shorn and shaven, thou,“ I said, „art sure no craven,
Ghastly grim and ancient raven wandering from the Nightly shore –
Tell me what thy lordly name is on the Night’s Plutonian shore!“
Quoth the raven „Nevermore.“

Much I marvelled this ungainly fowl to hear discourse so plainly,
Though its answer little meaning – little relevancy bore;
For we cannot help agreeing that no sublunary being
Ever yet was blessed with seeing bird above his chamber door –
Bird or beast upon the sculptured bust above his chamber door,
With such name as „Nevermore.“

But the raven, sitting lonely on the placid bust, spoke only
That one word, as if his soul in that one word he did outpour.
Nothing further then he uttered — not a feather then he fluttered –
Till I scarcely more than muttered „Other friends have flown before –
On the morrow he will leave me, as my hopes have flown before.“
Quoth the raven „Nevermore.“

Wondering at the stillness broken by reply so aptly spoken,
„Doubtless,“ said I, „what it utters is its only stock and store
Caught from some unhappy master whom unmerciful Disaster
Followed fast and followed faster so when Hope he would adjure –
Stern Despair returned, instead of the sweet Hope he dared adjure –
That sad answer, „Never – nevermore.“

But the raven still beguiling all my sad soul into smiling,
Straight I wheeled a cushioned seat in front of bird, and bust and door;
Then, upon the velvet sinking, I betook myself to linking
Fancy unto fancy, thinking what this ominous bird of yore –
What this grim, ungainly, ghastly, gaunt and ominous bird of yore
Meant in croaking „Nevermore.“

This I sat engaged in guessing, but no syllable expressing
To the fowl whose fiery eyes now burned into my bosom’s core;
This and more I sat divining, with my head at ease reclining
On the cushion’s velvet lining that the lamp-light gloated o’er,
But whose velvet violet lining with the lamp-light gloating o’er,
She shall press, ah, nevermore!

Then, methought, the air grew denser, perfumed from an unseen censer
Swung by Angels whose faint foot-falls tinkled on the tufted floor.
„Wretch,“ I cried, „thy God hath lent thee – by these angels he hath sent thee
Respite – respite and nepenthe, from thy memories of Lenore;
Let me quaff this kind nepenthe and forget this lost Lenore!“
Quoth the raven „Nevermore.“

„Prophet!“ said I, „thing of evil! – prophet still, if bird or devil! –
Whether Tempter sent, or whether tempest tossed thee here ashore,
Desolate yet all undaunted, on this desert land enchanted –
On this home by Horror haunted – tell me truly, I implore –
Is there – is there balm in Gilead? – tell me – tell me, I implore!“
Quoth the raven „Nevermore.“

„Be that word our sign in parting, bird or fiend!“ I shrieked, upstarting –
„Get thee back into the tempest and the Night’s Plutonian shore!
Leave no black plume as a token of that lie thy soul hath spoken!
Leave my loneliness unbroken! – quit the bust above my door!
Take thy beak from out my heart, and take thy form from off my door!“
Quoth the raven „Nevermore.“

And the raven, never flitting, still is sitting, still is sitting
On the pallid bust of Pallas just above my chamber door;
And his eyes have all the seeming of a demon that is dreaming,
And the lamp-light o’er him streaming throws his shadow on the floor;
And my soul from out that shadow that lies floating on the floor
Shall be lifted – nevermore!

Übersetzt von Theodor Etzel:

Der Rabe

Einst in dunkler Mittnachtstunde,
als ich in entschwundner Kunde
Wunderlicher Bücher forschte,
bis mein Geist die Kraft verlor
Und mir’s trübe ward im Kopfe,
kam mir’s plötzlich vor, als klopfe
Jemand zag ans Tor, als klopfe –
klopfe jemand sacht ans Tor.
Irgendein Besucher, dacht ich,
pocht zur Nachtzeit noch ans Tor –
Weiter nichts. – So kam mir’s vor.

Oh, ich weiß, es war in grimmer
Winternacht, gespenstischen Schimmer
Jagte jedes Scheit durchs Zimmer,
eh es kalt zu Asche fror.
Tief ersehnte ich den Morgen,
denn umsonst war’s, Trost zu borgen
Aus den Büchern für das Sorgen
um die einzige Lenor,
Um die wunderbar Geliebte –
Engel nannten sie Lenor –,
Die für immer ich verlor.

Die Gardinen rauschten traurig,
und ihr Rascheln klang so schaurig,
Füllte mich mit Schreck und Grausen,
wie ich nie erschrak zuvor.
Um zu stillen Herzens Schlagen,
sein Erzittern und sein Zagen,[116]
Mußt ich murmelnd nochmals sagen:
Ein Besucher klopft ans Tor. –
Ein verspäteter Besucher
klopft um Einlaß noch ans Tor,
Sprach ich meinem Herzen vor.

Alsobald ward meine Seele
stark und folgte dem Befehle.
»Herr«, so sprach ich, »oder Dame,
ach, verzeihen Sie, mein Ohr
Hat Ihr Pochen kaum vernommen,
denn ich war schon schlafbenommen,
Und Sie sind so sanft gekommen –
sanft gekommen an mein Tor;
Wußte kaum den Ton zu deuten …«
Und ich machte auf das Tor:
Nichts als Dunkel stand davor.

Starr in dieses Dunkel spähend,
stand ich lange, nicht verstehend,
Träume träumend, die kein irdischer
Träumer je gewagt zuvor;
Doch es herrschte ungebrochen
Schweigen, aus dem Dunkel krochen
Keine Zeichen, und gesprochen
ward nur zart das Wort »Lenor«,
Zart von mir gehaucht – wie Echo
flog zurück das Wort »Lenor«.
Nichts als dies vernahm mein Ohr.

Wandte mich zurück ins Zimmer,
und mein Herz erschrak noch schlimmer,[117]
Da ich wieder klopfen hörte,
etwas lauter als zuvor.
»Sollt ich«, sprach ich, »mich nicht irren,
hörte ich’s am Fenster klirren;
Oh, ich werde bald entwirren
dieses Rätsels dunklen Flor –
Herz, sei still, ich will entwirren
dieses Rätsels dunklen Flor.
Tanzt ums Haus der Winde Chor?«

Hastig stieß ich auf die Schalter –
flatternd kam herein ein alter,
Stattlich großer, schwarzer Rabe,
wie aus heiliger Zeit hervor,
Machte keinerlei Verbeugung,
nicht die kleinste Dankbezeigung,
Flog mit edelmännischer Neigung
zu dem Pallaskopf empor,
Grade über meiner Türe
auf den Pallaskopf empor –
Saß – und still war’s wie zuvor.

Doch das wichtige Gebaren
dieses schwarzen Sonderbaren
Löste meines Geistes Trauer,
und ich schalt ihn mit Humor:
»Alter, schäbig und geschoren,
sprich, was hast du hier verloren?
Niemand hat dich herbeschworen
aus dem Land der Nacht hervor.
Tu mir kund, wie heißt du, Stolzer
aus Plutonischem Land hervor?«
Sprach der Rabe: »Nie du Tor.«

[118]
Daß er sprach so klar verständlich –
ich erstaunte drob unendlich,
Kam die Antwort mir auch wenig
sinnvoll und erklärend vor.
Denn noch nie war dies geschehen:
über seiner Türe stehen
Hat wohl keiner noch gesehen
solchen Vogel je zuvor –
Über seiner Stubentüre
auf der Büste je zuvor,
Mit dem Namen »Nie du Tor«.

Doch ich hört in seinem Krächzen
seine ganze Seele ächzen,
War auch kurz sein Wort, und brachte
er auch nichts als dieses vor.
Unbeweglich sah er nieder,
rührte Kopf nicht noch Gefieder,
Und ich murrte, murmelnd wieder:
»Wie ich Freund und Trost verlor,
Werd ich morgen ihn verlieren –
wie ich alles schon verlor.«
Sprach der Rabe: »Nie du Tor.«

Seine schroff gesprochnen Laute
klangen passend, daß mir graute.
»Aber«, sprach ich, »nein, er plappert
nur sein einzig Können vor,
Das er seinem Herrn entlauschte,
dessen Pfad ein Unstern rauschte,
Bis er letzten Mut vertauschte
gegen trüber Lieder Chor –[119]
Bis er trostlos trauerklagte
in verstörter Lieder Chor
Mit dem Kehrreim: ›Nie du Tor.‹«

Da der Rabe das bedrückte
Herz zu Lächeln mir berückte,
Rollte ich den Polsterstuhl zu
Büste, Tür und Vogel vor,
Sank in Samtsitz, nachzusinnen,
Traum mit Träumen zu verspinnen
Über solchen Tiers Beginnen:
was es wohl gewollt zuvor –
Was der alte ungestalte
Vogel wohl gewollt zuvor
Mit dem Krächzen: »Nie du Tor.«

Saß, der Seele Brand beschwichtend,
keine Silbe an ihn richtend,
Seine Feueraugen wühlten
mir das Innerste empor.
Saß und kam zu keinem Wissen,

Herz und Hirn schien fortgerissen,
Lehnte meinen Kopf aufs Kissen
lichtbegossen – das Lenor
Pressen sollte – lila Kissen,
das nun nimmermehr Lenor
Pressen sollte wie zuvor!

Dann durchrann, so schien’s, die schale
Luft ein Duft aus Weihrauchschale
Edler Engel, deren Schreiten
rings vom Teppich klang empor.
»Narr!« so schrie ich, »Gott bescherte
dir durch Engel das begehrte[120]
Glück Vergessen: das entbehrte
Ruhen, Ruhen vor Lenor!
Trink, o trink das Glück: Vergessen
der verlorenen Lenor!«
Sprach der Rabe: »Nie du Tor.«

»Weiser!« rief ich, »sonder Zweifel
Weiser! – ob nun Tier, ob Teufel –
Ob dich Höllending die Hölle
oder Wetter warf hervor,
Wer dich nun auch trostlos sandte
oder trieb durch leere Lande
Hier in dies der Höll verwandte
Haus – sag, eh ich dich verlor:
Gibt’s – o gibt’s in Gilead Balsam? –
Sag mir’s, eh ich dich verlor!«
Sprach der Rabe: »Nie du Tor.«

»Weiser!« rief ich, »sonder Zweifel
Weiser! – ob nun Tier, ob Teufel –
Schwör’s beim Himmel uns zu Häupten –
schwör’s beim Gott, den ich erkor –
Schwör’s der Seele so voll Grauen:
soll dort fern in Edens Gauen
Ich ein strahlend Mädchen schauen,
die bei Engeln heißt Lenor? –
Sie, die Himmlische, umarmen,
die bei Engeln heißt Lenor?«
Sprach der Rabe: »Nie du Tor.«

»Sei dies Wort dein letztes, Rabe
oder Feind! Zurück zum Grabe!
Fort! zurück in Plutons Nächte!«
schrie ich auf und fuhr empor.[121]
»Laß mein Schweigen ungebrochen!
Deine Lüge, frech gesprochen,
Hat mir weh das Herz durchstochen. –
Fort, von deinem Thron hervor!
Heb dein Wort aus meinem Herzen –
heb dich fort, vom Thron hervor!«
Sprach der Rabe: »Nie du Tor.«

Und der Rabe rührt sich nimmer,
sitzt noch immer, sitzt noch immer
Auf der blassen Pallasbüste,
die er sich zum Thron erkor.
Seine Augen träumen trunken
wie Dämonen traumversunken;
Mir zu Füßen hingesunken
droht sein Schatten tot empor.
Hebt aus Schatten meine Seele
je sich wieder frei empor? –
Nimmermehr – oh, nie du Tor!

Quelle:
Edgar Allan Poes Werke. Gesamtausgabe der Dichtungen und Erzählungen, Band 1: Gedichte, Herausgegeben von Theodor Etzel, Berlin: Propyläen-Verlag, [1922], S. 116-122.

Übersetzt von Manfred Uhlig und Ole Törner:

Als um Mitternacht ermüdet ich das düstre Haus gehütet
über manchem Buch voll Weisheit, alter, fast vergess’ner Lehr,
Als ich schon mehr schlief als wachte, war mir, eh‘ ich’s noch bedachte,
So, als klopfte jemand sachte, sachte an die Zimmertür.
„Irgend ein Besucher“, murrt ich, „klopft an meine Zimmertür,
Das wird’s sein, nichts weiter mehr.“

(hier der komplette Text)

Übersetzt von Hans Wollschläger:

Einst, um eine Mittnacht graulich, da ich trübe sann und traulich
müde über manchem alten Folio lang vergess’ner Lehr‘ –
da der Schlaf schon kam gekrochen, scholl auf einmal leis ein Pochen,
gleichwie wenn ein Fingerknochen pochte, von der Türe her.
„’s ist Besuch wohl“, murrt‘ ich, „was da pocht so knöchern zu mir her –
das allein – nichts weiter mehr.“

Deutsch von Carl Theodor Eben:

Mitternacht umgab mich schaurig, als ich einsam, trüb und traurig,
Sinnend saß und las von mancher längstverklung’nen Mähr’ und Lehr’ –
Als ich schon mit matten Blicken im Begriff, in Schlaf zu nicken,
Hörte plötzlich ich ein Ticken an die Zimmerthüre her;
„Ein Besuch wohl noch,“ so dacht’ ich, „den der Zufall führet her –
Ein Besuch und sonst Nichts mehr.“

(Hier der gesamte Text mit Illustrationen, eine davon hier eingerückt)

Hier mit den Illustrationen von Gustave Doré

Stacheldraht

Ceija Stojka (Margarete Horvath-Stojka) (* 23. Mai 1933 in Kraubath an der Mur, Steiermark; † 28. Januar 2013 in Wien) war eine österreichische Schriftstellerin und Künstlerin. Sie gehörte den Lovara-Roma an, die besonders in Zentral- und Osteuropa beheimatet sind, und überlebte als Kind drei nationalsozialistische Konzentrationslager. (Wiki)

Stacheldraht

In jeder Form
Statt Blumen
Auf grünen Wiesen
Stehen Kinder stramm Appell
Rollstacheldraht rings um uns
Keiner wagt sich zu rühren
Blumen auf Wiesen
Strecken sich der Sonne entgegen
Für uns Kinder
Ist das nicht erlaubt
Öde ist in Auschwitz rund um den Zaun
Kinder weinen leise in sich hinein
Im Schlappschritt gehen Ihre Eltern zum Steinbruch
Hoch oben am Rand
Wachsen Blümchen gelb und weiß
Gefallene Zweige vom Strauch
Liegen in den Felsritzen
Vielleicht von einem Vogel
Von seinem Nestbau
Schlag auf Schlag rollende Steintrümmer
Sausen vor deine Füße
Hoch den Stein auf deine Schultern
Schlepp ihn ins Lager
und vergiss nicht
wo du bist

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Verbotenes Lied

Bernd Jentzsch

Verbotenes Lied

O Vaterland, o Vaterland.
Lass uns dir zum Guten dienen.
Einigkeit und Recht und Freiheit.
Brüderlich mit Herz und Hand.
Und das liebste mags uns scheinen,
So wie anderen Völkern ihrs.
Und der Zukunft zugewandt.

Dieses Gedicht ist eine Collage aus mehreren Hymnen oder hymnenartigen Liedern von Becher, Hoffmann von Fallersleben und Brecht. Die erste Zeile kommt in diversen Liedern vor, darunter von Christian Friedrich Daniel Schubart, Friederike Brun und auch mehreren Liedern aus Kommersbüchern.

Bernd Jentzsch wurde am 27. Januar 1940 in Plauen / Vogtland geboren.

Geschieden muß es sein

Eine interessante Frau, eine Frau mit vielen Namen und Talenten, sie lebte in Deutschland, Rußland und den Vereinigten Staaten. Am 26. Januar 1797 wurde Therese von Jacob,
Therese Albertine Luise von Jacob, Therese Albertine Luise von Jakob Robinson, Talvj, Ernst Berthold in Halle (Saale) geboren. Ich zitiere aus der Biografie bei Wikipedia:

Therese Albertine Luise von Jacob, verheiratete Robinson (* 26. Januar 1797 in Halle (Saale); † 13. April 1870 in Hamburg) war eine deutsche Schriftstellerin, Volksliedforscherin und Slawistin. Unter den Pseudonymen Talvj und Ernst Berthold veröffentlichte sie belletristische und wissenschaftliche Werke in englischer und deutscher Sprache. Bekannt wurde sie als Herausgeberin und Übersetzerin der Volkslieder der Serben in zwei Bänden (1825–1826).

Therese von Jacob war die Tochter des Staatswissenschaftlers Ludwig Heinrich von Jakob. Die Familie verließ 1806 Deutschland und ließ sich in Russland nieder, wo der Vater an der Universität Charkow und der Universität Sankt Petersburg lehrte. 1816 kehrten die Jacobs nach Halle zurück. Durch den serbischen Philologen Vuk Stefanović Karadžić mit der Volkspoesie der Serben bekannt geworden, veröffentlichte Therese nach Sprach- und Geschichtsstudien eine vielbeachtete Sammlung serbischer Volkslieder. Das erstmals benutzte Autorenpseudonym Talvj (nach den Anfangsbuchstaben ihres Geburtsnamens) behielt sie auch später überwiegend bei. Sie heiratete 1828 den amerikanischen Gelehrten und Palästinaforscher Edward Robinson und lebte mit ihm später in den Vereinigten Staaten. Von 1837 bis 1839 hielt sie sich in Deutschland auf. Nach dem Tod ihres Mannes kehrte sie 1864 mit ihren beiden Söhnen ganz nach Deutschland zurück. Sie lebte unter anderem in Baden-Baden und blieb ab 1869 in Hamburg, wo ihr Sohn Eduard US-amerikanischer Konsul war.

Ergänzende Informationen liefert die englischsprachige Version.

Goethe begeisterte sich für ihre Übersetzungen serbischer Volkslieder. In New York war sie mit Washington Irving befreundet, dem Erfinder der Kurzgeschichte (Rip van Winkle).

Hier ein Lied aus Siebenbürgen aus ihrem „Versuch einer geschichtlichen Charakteristik der Volkslieder germanischer Nationen: mit einer Uebersicht der Lieder aussereuropäischer Völkerschaften“ (in der man auch viel Interessantes über asiatische afrikanische und native amerikanische Dichtung lesen kann).

Abschied

Wie viel sind wir mit einander gegangen,
Ach einziges Herzchen mein!
Und sind uns um den Hals gehangen,
Geschieden muß es sein,
Ach einziges Herzchen mein!

Wie viel sind wir mit einander gelegen,
Ach einziges Herzchen mein!
In Treu und Ehrenwegen,
Geschieden muß es sein,
Ach einziges Herzchen mein!

Wie viel sind wir mit einander gesessen,
Ach einziges Herzchen mein!
Gar manchen Schlaf haben wir vergessen,
Geschieden muß es sein,
Ach einziges Herzchen mein!

Was giebst Du mir nun für meinen Dienst allein?
Ach einziges Herzchen mein!
„Den Mühlstein gestoßen klein.“
Geschieden muß es sein,
Ach einziges Herzchen mein!

Ach lebe nun, lebe nun wohl vergnügt,
Ach einziges Herzchen mein!
Gleichviel ob barfuß oder beschühcht,
Geschieden muß es sein,
Ach einziges Herzchen mein!

Aus Talvj: Versuch einer geschichtlichen Charakteristik der Volkslieder germanischer Nationen: mit einer Uebersicht der Lieder aussereuropäischer Völkerschaften. F. A. Brockhaus, 1840, S. 613f