Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Aus Ehrfurcht vor den Worten, den Sprachfetzen, Jandls lyrischem Wortsalat, halten sich die Musiker zurück, mischen sich kaum ein und lassen den Texten, die für sich genommen schon wie Musik klingen, den Vortritt. Im „Sommerlied“ blasen die Instrumentalisten den sanft säuselnden Sommerwind dazu. Wenn… Continue Reading „Ernst Jandl“
Vom „Gedicht, geschrieben / Gegen die Vergeblichkeit“ redet Czechowski bescheiden an einer Stelle. Da ist kein Weg ins laute Gepolter der Weltveränderung, keiner in die kühl-lächelnde Ironie, keiner in die Senk-, Spreiz- und Knickübungen der Versfüße und Silben. Aber in der Bescheidenheit wurzeln früh… Continue Reading „Heinz Czechowski“
„Die Glücklichen“ hat derweil seine 26. Auflage erreicht. Als der Roman 1979 zum ersten Mal erschien, war es ein Skandal. Peter-Paul Zahl hatte ihn im Knast geschrieben, in Köln Ossendorf, Bochum und Werl. Hatte damit jenen früheren Weggefährten eine Nase gedreht, die sich um… Continue Reading „Peter-Paul Zahl“
Aber Däublers Haupt- und Lebensstück, das lyrische Großepos „Das Nordlicht“, ist so gründlich verschollen, dass es selbst im „Zentralen Verzeichnis Antiquarischer Bücher“ kaum Spuren hinterlassen hat. Sehr zu Unrecht, denn dieses ebenso großartige wie törichte Gedicht ist eines der größten deutschen Sprachexperimente, „halb Pyramide… Continue Reading „Nordlicht aus Dresden“
Richard Wagner (nicht der tote Komponist, sondern der lebende, seit gut (?) 15 Jahren in Deutschland lebende Lyriker und Erzähler aus dem Banat, wird 50. Hannes Krauss gratuliert im “ Freitag “ 15/2002. – In der „Lyrikedition 2000“ erschien vor 2 Jahren der Band… Continue Reading „Richard Wagner 50“
Der Tagesspiegel interviewt den in Angola in einer portugiesisch-brasilianischen Ehe geborenen und heute abwechselnd in Rio de Janeiro, Lissabon und Luanda lebenden Autor José Eduardo Agualusa , der einige Monate als Stipendiat in Berlin lebte. 2 Zitate: Die portugiesische Sprache ist inzwischen eine Komposition,… Continue Reading „José Eduardo Agualusa“
Christiane Zintzen bespricht in der NZZ vom 10.4.02: Franz Weinzettl : Das Glück zwischendurch. Prosa und Verse. Edition Korrespondenzen, Wien 2001. 144 S., Fr. 34.30.
Bei den Abiturienten im Villingen ist die reine Lyrik nicht gefragt, erfahren wir heute (10.4.02) im Südkurier . Anders in Ostfildern, wo die Landesgartenschau fest auf Lyrik setzt, mit Open-Air-Lyrikbibliothek, Hörgedichten etc.: Ein Garten als öffentlicher Leseort mag nahe liegend sein. Doch warum ausgerechnet… Continue Reading „»Lyriksommers« auf der Landesgartenschau“
Überhaupt die Provinz. In Minden droht die Abschaffung des Stadtschreiberstipendiums. Dazu das Mindener Tageblatt vom 10.4.02 unter der Überschrift „Linientreue Lyrik“: In einer solchen Situation kann die Beschäftigung mit einem [solch linientreuen DDR-Autor wie] Johannes Bobrowski oder eine Flucht in die Theologie keine Antwort… Continue Reading „Linientreue Lyrik“
(z.B. also Lyrik), sagt auch die Dolomiten vom 10.4.02, Denn der freie, denkende Mensch ist der mit unnützer Bildung gestärkte Mensch. Die deutschsprachige Zeitung aus Südtirol berichtet auch von einer Schreibwerkstatt für italienische Oberschüler. Drei Tage lang sind der Dichter Ingo Cesaro und der… Continue Reading „Lerne das Unnütze“
In der FR setzt Klaus Garber die Debatte um Nationalphilologien fort: Gäbe es eine Kultur des Erinnerns in Deutschland, müsste auch dieser literarische Aufbruch inbegriffen sein. Wir scheuen uns nicht, Opitzens Trostgedichte in Widerwertigkeit des Krieges der Jahre 1619/20 – ein Werk, das der… Continue Reading „Nationalphilologien“
An elegy on the death of HM Queen Elizabeth the Queen Mother, by Andrew Motion , the poet laureate / Tuesday April 9, 2002 The Guardian Und noch eine Elegie aus Großbritannien im Guardian: Elegy for Margaret by Stephen Spender Poor girl, inhabitant of… Continue Reading „Elegy“
Über die Veröffentlichung der Akten des Nobelpreiskomitees bis 1950 berichtet die NZZ: Paul Valéry wurde ab 1930 fast jährlich lanciert, ehe er 1945 zu genau jenem Zeitpunkt starb, als das Komitee Bedenken wegen Valérys Exklusivität überwand. 1930 wird Valéry als «schwer zugänglich» beurteilt, man… Continue Reading „Kein Gewinn für den menschlichen Geist“
Über András Ferenc Kovács , einen ungarischen Lyriker aus Siebenbürgen, schreibt die FAZ: In Ungarn berühmt und beliebt, ist er in Deutschland fast unbekannt. Das ist kein Zufall, denn mit den schillernden Tricks eines anspielungsreichen Maskenkünstlers und gewitzten Wortschaustellers stellt er seine Übersetzer vor… Continue Reading „Mehrfachübersetzung als Strategie der Machbarkeit“
Neueste Kommentare