Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Der Reim ist die letzte grosse Ordnung vor der befürchteten Ordnungslosigkeit, er ist der allmählich ausgehende Atem des Sprechenden: «Zu viel wär übertrieben. / Zu wenig: wenig wert. / Und was ich aufgeschrieben, / was ich verdammt, verehrt, / ist schliesslich aufgezehrt. / Nichts… Continue Reading „Im Diesseits verschwunden“
ENZENSBERGER: Ich glaube nämlich, daß die intellektuelle und künstlerische Produktion nur sehr schwer totzukriegen ist. Die Lyrik zum Beispiel, die mir persönlich sehr am Herzen liegt, wäre nach allen ökonomischen Gesichtspunkten schon immer zum Aussterben verurteilt gewesen, und trotzdem hält sie sich nach wie… Continue Reading „Lyrik als Beispiel“
Die Stunde schlägt heute der dänischen Lyrikerin Inger Christensen: neunmal, von 10 bis 18 Uhr, nimmt Ivo Ledergerber den schmalen Band «Schmetterlingstal» zur Hand, aus dem Worte wie Sommervögel flattern. Vor Augen hat Ledergerber dabei die «pummelige Frau», die er bei den Lyriktagen Frauenfeld… Continue Reading „Ledergerbers Gedichtladen“
… an der Expo 02 berichtet die NZZ am 2.9.: Hätte Peter Weber – begleitet von Anton Bruhins Maultrommeln – das gebieterische Zischen seines «maresciallo del silenzio» aus der Sixtinischen Kapelle nicht erst kurz vor Mitternacht vernehmen lassen, wäre das Unerhörte dieser Poesie vielleicht… Continue Reading „Über die Nacht der Literatur“
an der Expo 02 berichtet die NZZ am 2.9.02: Hätte Peter Weber – begleitet von Anton Bruhins Maultrommeln – das gebieterische Zischen seines «maresciallo del silenzio» aus der Sixtinischen Kapelle nicht erst kurz vor Mitternacht vernehmen lassen, wäre das Unerhörte dieser Poesie vielleicht nicht… Continue Reading „Über die Nacht der Literatur“
Dorothea Dieckmann berichtet über das Erlanger Poetenfest, NZZ 2.9.02 – Volker Breidecker in der Süddeutschen am 3.9. – Katrin Hillgruber in der FR, 3.9. – Edo Reents in der FAZ, 3.9. – Im Titel-Magazin gibts Gedichte des Schlagzeugers Steffen Moddrow.
Zum Streit um Becketts Gedichte schreibt Hans-Peter Kunisch in der SZ, 2.9.02: Erst in den 40er Jahren habe Beckett erträgliche Gedichte geschrieben, die zuvor entstandenen seien rhythmisch unverfehlt und unerträglich gelehrt. Calders Edition, die beinahe sechzig Jahre jener Lyrik vorstellt, die Beckett offenbar sein… Continue Reading „Erträglicher Beckett“
4. ( – ) – 21 Punkte FRANZ JOSEF CZERNIN: Elemente, Sonette Carl Hanser Verlag, 17,90 Euro 5. ( -2.) – 21 Punkte UNICA ZÜRN: Gesamtausgabe in 8 Bänden Verlag Brinkmann & Bose, 221,00 Euro Persönliche Empfehlung von Sibylle Cramer (Berlin): ANDRE DU BOUCHET:… Continue Reading „SWR-Bestenliste September“
Die Dichtung war im Dreieck Majakowski – Brik – Lilja keine geringere Grösse als der Sex. Lilja wurde nicht nur zum Objekt, sondern auch zur Richterin für den Verseschmied Majakowski, zur Wahrheit in letzter Instanz. Falls im russischen Scherz, das Wichtigste für einen Schriftsteller… Continue Reading „Lilja und Elsa, Musen“
NZZ druckt am 31.8.02 das berühmte Gedicht „Ganz Herbst“ von Frantisek Halas in einer Nachdichtung von Felix Philipp Ingold (online leider wie immer ohne Zeilenbruch). – Albert Gier bespricht in der gleichen Ausgabe zwei neue Biographien von Victor Hugo. – Die FAZ-Anthologie stellt heute… Continue Reading „Ganz Herbst“
Die Dichtung war im Dreieck Majakowski – Brik – Lilja keine geringere Grösse als der Sex. Lilja wurde nicht nur zum Objekt, sondern auch zur Richterin für den Verseschmied Majakowski, zur Wahrheit in letzter Instanz. Falls im russischen Scherz, das Wichtigste für einen Schriftsteller sei, sich die… Continue Reading „Lilja und Elsa, Musen“
Einen rätselhaften Satz plaziert Meike Fessmann in ihre Besprechung eines neuen Gedichtbands von Evelyn Schlag (SZ 30.8.02 – dort auch das Wort Liebesvollzugsvermeidungsgedicht): Mit mittlerweile fünf Gedichtbänden (neben mehreren Prosawerken) gehört Evelyn Schlag zu den wenigen Autoren, die sich kontinuierlich der lyrischen Form bedienen… Continue Reading „Brauchst du den Schlaf dieser Nacht“
In der taz schreibt Brigitte Oleschinski nicht nur über ihre eigenen Gedichte, sondern auch über den indonesischen Islam: Als der Islam im 15. Jahrhundert auf die indonesischen Inseln kam, kam er als egalitäre Befreiungsreligion, die eine in Kasten erstarrte Gesellschaft aufsprengte. Er kam nicht… Continue Reading „Dichterkönige“
Der Mangel gebiert oft die besten Ideen. Zumindest meint das Karolina Kos. Die Texterin und Konzeptionerin war eigentlich auf der Suche nach einem Verlag, der ihre Sinnsprüche, Gedanken und Kurzgedichte veröffentlichen würde. Leider erfolglos. Aus dieser Not heraus kam die 29-Jährige auf eine andere… Continue Reading „Das inszenierte Wort“
Über das am 29.8.02 beginnende Erlanger Poetenfest informiert die Neue Frankfurter Presse, 28.8.02.
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