Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Wie anders geht da Michael Donhauser, nun durch Rheinhessen. Er geht, wie er schreibt, durch eine Textlandschaft; und wir lesen mit ihm eine glücklich mit der Geliebten durchlebte Ortlosigkeit. Donhauser erwandert sich, was es gibt, enthält sich, anders als es beispielsweise Handke in früheren… Continue Reading „Sieben Himmel“
Für die NZZ (23.11.02) bespricht Hans Christian Kosler: Robert Gernhardt: Im Glück und anderswo. Gedichte. S.-Fischer-Verlag, Frankfurt am Main 2002. 285 S., Fr. 33.60
Rolf Schneider stellt in seiner Berliner Anthologie vor: Richard Pietraß: Grenzfriedhof (Schneiders Kommentar über die „Sächsische Dichterschule“ ist – anders als das Gedicht – mit Vorsicht zu genießen!)./ Berliner Morgenpost 23.11.02 – In der NZZ gibts Mallarmés „Die Heilige“. – Und in der FAZ… Continue Reading „Gedichte zum Sonntag“
Der Bremer Donat Verlag und der Autor und Kaufmann Volkert Koch planen ein ehrgeiziges literarisches Projekt. Volkert Koch möchte als Herausgeber dieses Buches darin Beiträge von Nachwuchsautoren und von bereits anerkannten Schriftstellern und Lyrikern aus dem Land Bremen und dem niedersächsischen Umland vereinen. Sein… Continue Reading „Autoren aus Bremen“
Der Lyriker Oskar Pastior erhält in diesem Jahr den Erich-Fried-Preis. Der in Rumänien geborene und in Berlin lebende Dichter wird den mit 14.500 Euro dotierten Preis am Sonntag (24. November) in Wien vom österreichischen Kunst-Staatssekretär Franz Morak entgegen nehmen, bestätigte das Literaturhaus Wien. Die… Continue Reading „Erich-Fried-Preis für Oskar Pastior“
Nun darf er doch lesen. Wie die NYT berichtet, hat Harvard den irischen Dichter Tom Paulin erneut eingeladen. „The purpose of a university is to see a variety of points of view,“ said Patrick Cavanagh, a psychology professor who signed a petition calling for… Continue Reading „Paulin“
Eine poetische Kostbarkeit bietet der MDR in einem Hinweis auf Thomas Brasch mit dem Satz: Ein Filetstück von Braschs Werk blieb die Lyrik. Kann man es schöner sagen? – Trotzdem hinklicken: da gibts einen Audiobeitrag, auch mit Braschs Stimme. / 21.11.02
Im Freitag (48/02) fragt Birgit Dahlke nach dem Zusammenhang von Kanonbildung (von Reich-Ranicki bis „Das Gedicht“) und männlichen Sichtweisen: Nehmen wir den öffentlichen Umgang mit Urteilen von Sigrid Löffler oder Iris Radisch. Halten wir die Wertschätzung, mit der fast jeder neue Text von Durs… Continue Reading „Undine Grünbein“
Und zwar von Rammstein: Ordentliche Gedichte sind das schon, trauriges Zeug zum größten Teil. Es geht um Tod und Krankheit, Eiterfluss, Gedärm und „gieriges Geschlecht“. Vom barocken Weltende zu den expressionistischen Wasserleichen, von blutroten romantischen Abendstimmungen bis hin zu den sterbenden Tänzerinnen des Fin… Continue Reading „taz liest Lyrik“
Seamus Heaney still remembers that day in 1968 when the shy 16-year-old stood before him, a small, cherubic boy from a modest family, with a wash of wild, curly hair framing his face. The boy, Paul Muldoon, had just been introduced to Mr. Heaney,… Continue Reading „Poetry legend – Paul Muldoon“
Ossip Mandelstam dachte sich, ausserhalb des Chors der Jubelnden stehend, die Stadt als Ort einsamen Sterbens, als «unfruchtbar und düster». Aber eben: Er war nie in Venedig! Im Jahr 1920, in der Krimstadt Feodossija, während des russischen Bürgerkriegs zwischen zaristischen «Weissen» und bolschewistischen «Roten»,… Continue Reading „Mandelstams Venedig“
In seinem ersten Drama wie in seinem ersten grossen Poem hat Wladimir Majakowski die futuristischen Postulate, die damals in zahlreichen Programmschriften mit revolutionärem Furor vorgetragen wurden, produktiv umgesetzt. Traditionsbruch, Innovationswille und Prioritätsanspruch waren auch für ihn die Voraussetzungen einer Dichtkunst, bei der es mehr… Continue Reading „Nitzbergs Majakowski“
Die Gedichte der Kaiserin dürfen daher als die einzige authentische Äußerung gelten, die die Nachwelt von ihr vernimmt. Die Poesien wurden erst vor anderthalb Jahrzehnten von Brigitte Hamann publiziert (Kaiserin Elisabeth: Das poetische Tagebuch, herausgegeben von Brigitte Hamann, Verlag der österreichischen Akademie der Wissenschaften,… Continue Reading „Dichtende Sisi“
Begeistert besprochen in der FAZ, 16.11.02: Ernst Jandl: „13 radiophone Texte und Das Röcheln der Mona Lisa“ Von Texten, Stimmen und Apparaten. Hörspiel Intermedium records, München 2002, ISBN 3934847706 CD, 18,90 EUR
Wenn man aber geduldig (und ohne Furcht, den Boden unter den Füssen zu verlieren) in dieser riesigen Fundgrube gräbt, dann stösst man auf Verse, die nachhallen: «Als Gott den Menschen schuf / mit leichter Hand und schrägem Blick / gab er ihm auch einen… Continue Reading „Thomas Brasch: Nachlaß“
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