Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
wer auf kiews hügeln steht
durch die lauten höfe geht
wer trennt vögeln gleich die nähte
reißt aus himmeln blank die angst
#DmitriStrozew
Alle Arten Schmerz und Leid,
aber eine übertrifft sie,
macht mich weinen, rührt ans Wesen:
ein Gedicht zu schreiben, ohne
wen zu haben, es zu lesen.
#IsrailBercovici #JürgenRennert #SinnundForm
Ein nett honett Sonett so nett zu drechseln
Ist nicht so leicht, ihr Kinderchen, das wett‘ ich,
Ihr nennt’s Sonett, doch klingt es nicht sonettig,
Statt Haber füttert ihr den Gaul mit Hexeln.
#LudwigTieck #otd
Und der Mond hat eine Krümmung
Wie die Rücken der Toten im weißen Leibchen,
Wenn man sie zur Beisetzung
An einen Baum lehnt.
#EmmaAndijewska
І місяць має той самии вигин,
Що й спини померлих
У білих майках, яких ховають,
Притуливши просто до дерева.
Е́мма Іванівна Андіє́вська
waren die Meilen, die du gereist bist, ein fairer Handel?
hast du dem Boden gegeben, was du ihm nahmst?
hüten möchte man diese jungen Leute aber auch vor dem
politliterarischen Schulblick z.B. dieses privilegierten Poems
hüten möchte man diese jungen Leute aber auch vor dem
politliterarischen Schulblick z.B. dieses privilegierten Poems
Thomas Böhme Für Abonnenten der Gedichte des Tages per Mail: Wenn Sie den Text hierunter nicht sehen, scrollen Sie nach unten oder klicken Sie auf die Überschrift. Einmal zogen wir zu den schwarzen Teichen, wo wir geflügelte Frösche zu fangen hofften. Sie waren aber… Continue Reading „Einmal zogen“
Roland Erb Für Abonnenten der Gedichte des Tages per Mail: Wenn Sie den Text hierunter nicht sehen, scrollen Sie nach unten oder klicken Sie auf die Überschrift. ELEGIE Ich hab getrunken, getrunken, getrunken den Tau deines Haars an dem rauchigen, endlosen Tag, als die… Continue Reading „Elegie“
Franz Seraphicus Grillparzer (* 15. Januar 1791 in Wien, † 21. Januar 1872 in Wien) Für Abonnenten der Gedichte des Tages per Mail: Wenn Sie den Text hierunter nicht sehen, scrollen Sie nach unten oder klicken Sie auf die Überschrift. Zwischen nichts wissen und Nichts… Continue Reading „nichts“
Doch die dame –
voll verach-
tung, ganz
in weiß aus
diesem anlaß – schreit
verdrießlich, ist
das alles, ist
das alles.
Odile Kennel aus: einmal so richtig danebenhaun[ ]dies ist ein Gedicht, bei dem ich einmal so richtig daneben haue, nein, mehrfach und gerne. Ein Gedicht, das die Tasten nicht richtig erfasst, sich im Halbton vergreift, dafür aus dem vollen Fingerspiel schöpft. Worauf stehen die… Continue Reading „Unsicherer Boden“
Gleich noch eine Probe aus dem literarischen Bestiarium des Andreas Koziol. Was für ein fulminanter und quasi enzyklopädischer Rundumblick auf die Lyrikszene Ost vor 1990. Leider zu wenig beachtet, wie so vieles halt. Andreas Koziol Der Volkerbraun Der Volkerbraun ist nach hippomorphen Erkenntnissen ein… Continue Reading „Der Volkerbraun“
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