Kategorie: Europa

Kiew

wer auf kiews hügeln steht
durch die lauten höfe geht
wer trennt vögeln gleich die nähte
reißt aus himmeln blank die angst
#DmitriStrozew

Für die Aufmerksamkeit

Alle Arten Schmerz und Leid,
aber eine übertrifft sie,
macht mich weinen, rührt ans Wesen:
ein Gedicht zu schreiben, ohne
wen zu haben, es zu lesen.
#IsrailBercovici #JürgenRennert #SinnundForm

Ludwig Tieck 250

Ein nett honett Sonett so nett zu drechseln
Ist nicht so leicht, ihr Kinderchen, das wett‘ ich,
Ihr nennt’s Sonett, doch klingt es nicht sonettig,
Statt Haber füttert ihr den Gaul mit Hexeln.
#LudwigTieck #otd

Auf die Truhe sind Alligatoren gemalt

Und der Mond hat eine Krümmung
Wie die Rücken der Toten im weißen Leibchen,
Wenn man sie zur Beisetzung
An einen Baum lehnt.
#EmmaAndijewska

І місяць має той самии вигин,
Що й спини померлих
У білих майках, яких ховають,
Притуливши просто до дерева.

Е́мма Іванівна Андіє́вська

Der Wunsch nach einem Zeitalter von Elefant:n

waren die Meilen, die du gereist bist, ein fairer Handel?
hast du dem Boden gegeben, was du ihm nahmst?

Liebe Gletscher

Frühestes Wunder

hüten möchte man diese jungen Leute aber auch vor dem
politliterarischen Schulblick z.B. dieses privilegierten Poems

Politliterarisch

hüten möchte man diese jungen Leute aber auch vor dem
politliterarischen Schulblick z.B. dieses privilegierten Poems

Einmal zogen

Thomas Böhme Für Abonnenten der Gedichte des Tages per Mail: Wenn Sie den Text hierunter nicht sehen, scrollen Sie nach unten oder klicken Sie auf die Überschrift. Einmal zogen wir zu den schwarzen Teichen, wo wir geflügelte Frösche zu fangen hofften. Sie waren aber… Continue Reading „Einmal zogen“

Elegie

Roland Erb Für Abonnenten der Gedichte des Tages per Mail: Wenn Sie den Text hierunter nicht sehen, scrollen Sie nach unten oder klicken Sie auf die Überschrift. ELEGIE Ich hab getrunken, getrunken, getrunken den Tau deines Haars an dem rauchigen, endlosen Tag, als die… Continue Reading „Elegie“

nichts

Franz Seraphicus Grillparzer (* 15. Januar 1791 in Wien, † 21. Januar 1872 in Wien) Für Abonnenten der Gedichte des Tages per Mail: Wenn Sie den Text hierunter nicht sehen, scrollen Sie nach unten oder klicken Sie auf die Überschrift. Zwischen nichts wissen und Nichts… Continue Reading „nichts“

Blatt-Tendenzen. Blatt-Werk

Doch die dame –
voll verach-
tung, ganz
in weiß aus

diesem anlaß – schreit
verdrießlich, ist
das alles, ist
das alles.

Unsicherer Boden

Odile Kennel aus: einmal so richtig danebenhaun[ ]dies ist ein Gedicht, bei dem ich einmal so richtig daneben haue, nein, mehrfach und gerne. Ein Gedicht, das die Tasten nicht richtig erfasst, sich im Halbton vergreift, dafür aus dem vollen Fingerspiel schöpft. Worauf stehen die… Continue Reading „Unsicherer Boden“

Der Volkerbraun

Gleich noch eine Probe aus dem literarischen Bestiarium des Andreas Koziol. Was für ein fulminanter und quasi enzyklopädischer Rundumblick auf die Lyrikszene Ost vor 1990. Leider zu wenig beachtet, wie so vieles halt. Andreas Koziol Der Volkerbraun Der Volkerbraun ist nach hippomorphen Erkenntnissen ein… Continue Reading „Der Volkerbraun“

Andreas Koziol ist gestorben