Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Ilse Hehn Aus dem Zyklus „OST-TAGE“ Landung Rumänien 2014 mein Land kommt als Überraschung von Osten her ins vergessliche Licht der Demokratie runter gehts rauf gehts doch immer runter der Hofgarten der Politiker frisch gemäht man zählt die Euros aus dem Westen kippt Zahlen… Continue Reading „15. OST-TAGE“
die Sprache ein Hammer – der haut daneben und zugleich auf den Kopf Hansjürgen Bulkowski
Else Buschheuer über einen lebhaften Traum, den sie hatte, anlässlich des Geburtstags von Gottfried Benn am 2. Mai Gestern habe ich wieder von Dr. Hering geträumt. Er trug Zwicker und Gehrock und sprach mit näselnder, von intellektuellem Hochmut vibrierender Stimme, während er gespielt unterwürfig… Continue Reading „13. Mit dem Hut in der Hand“
360.000 Russen lebten damals in der Stadt, darunter die Crème de la Crème der russischen Kultur. In den Cafés konnte man Gorki, Belyj, Jessenin oder Marina Zwetajewa treffen. Genauso wie die Maler Chagall, Lissitzky oder Kandinsky. Es gab Blini und Bortsch, serviert von Großfürsten. Alle waren sie vor der Revolution und dem Hunger in… Continue Reading „11. Vera Lourié“
Im Suhrkamp-Blog Durs Grünbein über seinen neuen Gedichtband: Der Zyklus kam eines Tages einfach in Gang und begann für sich selbst zu sprechen, nicht anders als die Sonette an Orpheus, wenn auch in einer leichteren Tonlage und ohne das strenge Formgerüst. Daß die einzelnen… Continue Reading „9. Versesammler / Gammler“
Berlin, das ist ein guter Ort, um Gedichte zu schreiben. Sagt einer, der es wissen muss. Lutz Steinbrück, geboren in Bremen, aufgewachsen und zur Schule gegangen in Delmenhorst, ist seit 2004 Berliner – und dort zum Lyriker geworden. Lyrik, ist das eigentlich noch zeitgemäß?… Continue Reading „8. Meisenprinz“
Edith Hall reading in Greek the newly discovered Sappho poems on BBC Newsnight January 2014 Und eine weitere Aufnahme zum Mitlesen:
In verbrachter Zeit – so lautet der ebenso schlichte wie merkwürdige Titel, unter dem Farhad Showghi seine neuen Prosagedichte in einem schmalen Band zusammenführt. Prosagedichte! Dichterische Prosa? Prosaische Gedichte? Die Genrebezeichnung tut nicht viel zur Sache. Konkret handelt es sich um Mikrotexte von höchster Komplexität… Continue Reading „4. Farhad Showghis neue Sprachstückli“
„Ich habe kein Innenleben mehr,/Keine Leidenschaft, keine Wärme“, schreibt Michel Houellebecq in seinem neuen Lyrikband. Das Buch, im letzten Jahr in Frankreich und jetzt auch bei uns erschienen, ist in fünf Kapitel unterteilt und trägt den melancholischen Titel „Gestalt des letzten Ufers“. In Frankreich… Continue Reading „2. Spezialist für Düsteres“
Mark Lehmstedt: „Volker Braun ist beunruhigend geblieben“ MDR sprach mit dem Verleger Mark Lehmstedt, der eine Anthologie mit Texten, Collagen und Drucken anlässlich des 75. Geburtstags von Volker Braun (am 7. Mai) herausgab. Mehr als 100 Künstler, Kollegen und Freunde haben sich an dem Buch… Continue Reading „1. Beunruhigend geblieben“
“Mit seinem Tod endet das 20. Jahrhundert der großen polnischen Dichtung”, schrieb Kulturminister Bogdan Zdrojewski. “Für mich ist er ein Nobelpreisträger ohne den Nobelpreis.“ Von Różewicz existieren (in deutscher Sprache) auch einige sehr kluge Gedanken über seine eigene Poesie. „Meine eigenen Gedichte betrachte ich… Continue Reading „103. Ende“
Zwei schlanke Vitrinen voll mit über 200 fragilen, unterschiedlich weißen, unterschiedlich geformten Porzellanbechern hängen seit gestern im lichten Raum des Theseustempels im Wiener Volksgarten (bis 5.Oktober). Die Installation „Lichtzwang“, benannt nach einem Gedicht von Paul Celan, stammt von Edmund de Waal … Im Gespräch… Continue Reading „102. Levels an Verstörung“
Rot wie Blut, rot wie Glut, rot wie Feuer – von diesen Zusammenhängen ausgehend webte Rakow seine Lyrik wie einen assoziativen, dramatischen Strom, der eine verbindliche Lesart verneint. Jedoch folgt dieser Strom formalen Vorgaben: „Die Grundidee besteht darin, Gedichte auf Basis der Farben zu… Continue Reading „101. RAL-Codes“
Der mit 10.000 Euro dotierte Lyrikpreis „Orphil“ geht in diesem Jahr an die 1942 in Berlin geborene Lyrikerin Karin Kiwus. Kiwus erhält den Preis für ihren in diesem Jahr erschienenen Band „Das Gesicht der Welt“ (Schöffling & Co.), der ihre Gedichte von 1976 bis… Continue Reading „100. Lyrikpreis „Orphil“ geht an Karin Kiwus“
Der deutsch-amerikanische Lyriker und Übersetzer Paul-Henri Campbell rezensiert im GedichtBlog Lyrik-Neuerscheinungen in einem zweiwöchigen Rhythmus. In dieser Woche: WortBildKünstler. Von Goethe bis Ringelnatz. Und Herta Müller Ulrich Luckhardt (Hrsg.) Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2013 360 S. mit 243 Abbildungen € 39,80 (gebunden mit Schutzumschlag)
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