Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Hier sammeln zwei Typen Geld für die Kämpfer der Nationalen. Verlassen sehen sie aus, diese zwei Einsamen, über ihren Köpfen tanzt die schwarz-rote Fahne Stepan Banderas. Mit den Geschichten über diesen ukrainischen Nationalisten und Partisanenführer, der mit den Nazis kollaboriert hat, füttert die russische… Continue Reading „In Charkiw“
Bayerns spanischer Startrainer Pep Guardiola hat im Münchner Literaturhaus seine Lieblingsgedichte vorgetragen. Er las auch katalanische Werke von seinem verstorbenen Freund Miquel Marti i Pol vor. Guardiola: «Jedes Mal, wenn ich bei ihm war, kam ich als besserer Mensch raus. Er hatte eine Art,… Continue Reading „Lyrikbegeistert“
Das Röcheln Goliaths am Anfang der Vergangenheit ist (nicht wahr) das gängige Zukunftsversprechen geblieben. Jeden Donnerstag punkt 11 Uhr veröffentlicht L&Poe ein ungedrucktes Monostichon des Schweizer Dichters Felix Philipp Ingold. Mehr
Dante war in die innerpolitischen Kämpfe der stolzen, schönen, aber auch intriganten, streitsüchtigen Stadt Florenz verstrickt, und im Jahr 1302 wurde er unter Todesdrohung in die Verbannung geschickt. Bis zum Lebensende sah er seine Heimat nicht wieder und schrieb die „Commedia“ im Exil. Später… Continue Reading „Garage inferno“
Um diese neue Übersetzung im Verhältnis zu den bereits vorliegenden beurteilen zu können, sei zumindest ein Beispiel angeführt. In dem Sonett „Un dí si venne a me Malinconia“, treten dem Sprecher seine Gefühle in personifizierter Form gegenüber und beginnen ein Gespräch, das die Vorausahnung… Continue Reading „Dantes Rime“
Kein europäisches Land ist in der Liquidierung seines literarischen Kulturerbes so konsequent gewesen wie Dänemark. Was sich darin zeigt, daß kaum ein Däne in leitender Position die Klassiker gelesen hat. Suzanne Brøgger, Bedarf an Sündenböcken. In: Lettre international 109, Mai 2015, S. 141
Literaturverrückte Schwaben, vor allem wenn sie aus der ehemaligen Arbeitervorstadt Heslach stammen, neigen offenbar zur Renitenz. In seinem autobiografischen Gedicht holzrauch über heslach (2007) hatte der Ex-Heslacher und Wahl-Berliner Ulf Stolterfoht von der verblüffenden revolutionären Sozialisation der jungen Vorstadt-Community berichtet. Diese Subkultur nährte sich, so die… Continue Reading „Literaturverrückt“
Ach, es war die Stunde der braven, nacherzählenden Rezension, gern mit empfehlendem Charakter. „Magie der Worte“, „brillant erzählt“ – mehr fiel kaum jemandem zur Machart literarischer Texte ein. Es gibt eine lähmende Scheu vor angriffiger Kritik. Das ist nicht (nur) Charakterschwäche. Es liegt auch am… Continue Reading „Unangriffig“
Sie sei „ein auf Füßen gehendes Gedicht“, schrieb Elfriede Jelinek einmal, wie immer knapp und wie immer präzise. „Untertreibungskünstlerin“ hatte der Germanist Wendelin Schmidt-Dengler sie genannt. Ihre ersten Gedichte veröffentlichte Gerstl 1955, da war sie gerade einmal 23 Jahre alt. Die letzten Lebenszeichen. Gedichte Träume… Continue Reading „Werkausgabe Elfriede Gerstl“
Texte, Klänge und Bilder vermengen sich, Poesie wird zur politischen Aktion: Das Sommerloch im Wiener Museumsquartier versteht sich als Festival abseits des literarischen Mainstream. Autoren, Musiker und Tänzer stellen von 2. bis 3. Juli ihre Arbeiten vor. / Franz Schörkhuber, Der Standard Mit: Flo Staffelmayr… Continue Reading „Jenseits des Mainstream“
Lyrik ist was für Liebhaber. Sie kann gefällig und liebreizend sein, schwer und melancholisch, sperrig und unangepasst und ist mitunter alles auf einmal. „Wohlstandshasen“ heißt der neue Gedichtband der Lörracher Autorin Claudia Gabler. Wer die ersten zwei Gedichtbände der Autorin kennt, weiß, dass sie… Continue Reading „Für Liebhaber“
Über den Heidelberg-Poetik-Dozenten Lutz Seiler schreibt Jan Wiele, FAZ: Seine Intonation hat keine große Amplitude, aber umso erstaunlicher ist die Sprachmelodie im engen Raum der kleineren: Eine Wortfolge wie „auf Mön, Hawaii oder sonstwo“ wird da zu einem vorsichtigen Gesang. Dazu noch ein feiner… Continue Reading „Poetikdozent Lutz Seiler“
Einige ihrer Zeilen möchte man den halben Tag vor sich aufsagen: „der sturen gans melancholie/ musst ich an den kragen. sie lagert im ofen,/ denn ich ess wieder fleisch.“ Rike Scheffler hat ein bemerkenswertes und verheißungsvolles Debüt vorgelegt, ganz sicher mit Raum für weitere… Continue Reading „Verheißungsvoll“
Lyrik als Publikumsmagnet: Mit einem großen Lyrikmarkt, an dem über 45 Lyrikverlage teilnahmen, ging am 27. Juni das 16. poesiefestival berlin erfolgreich zu Ende. Insgesamt kamen an die 13500 Besucher zu den 50 überwiegend ausverkauften Veranstaltungen in die Akademie der Künste am Hanseatenweg und… Continue Reading „Poetisches Kapital: das poesiefestival berlin endete mit einem Besucherrekord „
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