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G&GN-INSTITUT DDORF-ELLER SÜD, 21.6.2017 / Der Nahbellpreis geht dieses Jahr an den Düsseldorfer VerDichter A.J. Weigoni. Der höchstdotierte Literaturpreis der Welt wird damit zum 18. Mal verliehen. In den ersten Antworten des noch laufenden Nahbell-Interviews DER LANGE ATEM: WEIGONIS „VORLASS“-(WIEDER)BEAT(MUNG) gibt Weigoni über literaturhistorische… Continue Reading „Nahbellpreis 2017: A.J. Weigoni“
Aus einem Beitrag von Matthias Hagedorn Im deutschsprachigen Raum wird an jedem Tag mindestens ein Literaturpreis verliehen. Auszeichnungen und Preise ähneln – Billy Wilder zufolge – Hämorrhoiden, “früher oder später bekommt sie jedes Arschloch.” Und in den weitaus meisten Fällen sind es die Jurys, die… Continue Reading „Hungertuch und Nahbellpreis“
Von Wulf Kirsten (geboren am 21. Juni 1934 in Klipphausen bei Meißen) ein Porträtgedicht aus dem Jahr 1972: Grabbe bohnenspiel im zuchthaus, ein galliger scherz. die lues logierte in der Goldenen Gans. läppisches Lippe, zänkisches weib. zum auditeur geschlagen, eine satire auf podagrabeinen. soldaten… Continue Reading „„bespiene bücher, also rezensierte““
Urszula Kozioł Die Frauen — ich denke an die mit hängenden Brüsten, Frauen wie Känguruhweibchen — mit gierigen Händen enthülsen sie die Erbsen, drohend dem Himmel mit den Füßen in der Erde. Die Männer teilen die Globen, wie wir Brot teilen, unfruchtbar ist ihr… Continue Reading „Erbsen enthülsen“
Heute kein Dichter, aber ein großer Denker. Blaise Pascal, geboren am 19. Juni 1623 in Clairmont (Auvergne), gestorben am 19. August 1662 in Paris. Er war Mathematiker, Physiker, Erfinder, Philosoph, Moralist und Theologe. Seine Bücher wurden bewundert und gefürchtet und sogar verboten und verbrannt.… Continue Reading „Pascal“
Marina Zwetajewa Aus: GEDICHTE AN BÖHMEN 6 SIE NAHMEN Die Tschechen traten auf die Deutschen zu und spuckten… (Vgl. Märzzeitungen 1939) Sie nahmen schnell und mit Großmannsmut: Sie nahmen den Berg und was unter ihm ruht, Sie nahmen die Kohle, sie nahmen den Stahl,… Continue Reading „Sie nahmen“
Die sa-umnische Sprache erlaubt, die Worte entsprechend einer bestimmten phonetischen oder einer anderen Aufgabe zu zerbröckeln. Das Wort wird biegsam, schmelzbar, schmiedbar und dehnbar. Filmische Konstruktion der Phrase. Wenn aus einem Satz unbrauchbare Worte, konstruktiv betrachtet, entfernt sind, oder eine grammatikalische Komposition zu Gunsten… Continue Reading „Die sa-umnische Sprache“
urlaub im kopf ich hol mir nicht angina in indochina ich will die zöpfe der madegassen nicht nah zum anfassen ich seh das alles gern – fern spar nerven zeit und geld und hock mit meinen… Continue Reading „Elfriede Gerstl“
Bevor ich Borcherts „Nachts schlafen die Ratten doch“ las, kannte ich dies: „Nachts weinen die Soldaten“. Ich war sehr jung, Quasimodos Buch war eins der ersten aus der „Weißen Lyrikreihe“ des Verlages Volk und Welt, genauso legendär wie das im gleichen Jahr beginnende „Poesiealbum“.… Continue Reading „Nachts weinen die Soldaten“
Am 13. Juni 1934 starb der Dichter Theodor Däubler Die Buche Die Buche sagt: Mein Walten bleibt das Laub. Ich bin kein Baum mit sprechenden Gedanken, Mein Ausdruck wird ein Ästeüberranken, Ich bin das Laub, die Krone überm Staub. Dem warmen Aufruf mag ich… Continue Reading „Theodor Däubler“
Am 12.6. 1921 wurde H.C. Artmann geboren. mit einem jahr ein kind, mit zweien jahr ein jüngling, mit dreien jahr ein mann, mit vier jahr wohlgetan. mit fünfen geht es auch noch an, mit sechsen rückt das alter an. mit sieben jahr ein greis,… Continue Reading „H.C. Artmann“
Am 11. Juni 1919, heute vor 98 Jahren, ging der Lyriker Rainer Maria Rilke in die Schweiz, „wo er seine Schaffenskrise überwindet“, wie man sagt. Sonette an Orpheus XIII Voller Apfel, Birne und Banane, Stachelbeere … Alles dieses spricht Tod und Leben in den… Continue Reading „Rainer Maria Rilke“
Christian Filips Ein Frage-Sonett nach Camões —— Was hoffst du, Hoffen? —— Nichts. —— Mit Gründen? —— Die sich ändern. —— Wie lebst du, Leben? —— Offen. —— Wie sagst du, Herz? —— Ich will. —— Die Seele fühlt? —— Sich Eisen. —— Du… Continue Reading „Portugaltag“
nein nein nein nein nein nein nein (beantwortung von sieben nicht gestellten fragen) Heute vor 17 Jahren starb Ernst Jandl
Der „hochberühmte“ (Neu-)Cöllnische Dichter und Richter Nicolaus Peucker (um 1620 – 1774) ist heute vergessen. Seine Gedichte waren Gelegenheitsgedichte, im Buch gesammelt wurden sie erst postum. Fritz Martini druckte 1947 in einer Anthologie die ersten 5 Strophen dieses Gedichts und gab ihm die Überschrift… Continue Reading „Poeterey/ ach nein/ ach nein!“
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