Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Dank des Pokalfinales Leverkusen – Schalke „reicht wohl noch Platz sechs für den Uefa-Cup. Dahin geht mein ganzes Sehnen.“ Die erfreuliche Vermutung, dass es der Lyriker Friedrich Hölderlin kaum schöner hätte ausdrücken können, ist aber auch schon alles. Ansonsten bleibt nur die Erkenntnis, dass… Continue Reading „Lyrik und Fußball“
Das Gedicht „Der Scherenschleifer“ wirft eine burleske Szene hin und vereint das ganz handfest Handwerkliche mit einer mythischen Dimension, in der zugleich uralte und märchengesättigte Tradition aufscheint: Scherenschleifer, Freund / meinem Schuster, zeigte grinsend / auf den runden Schleifstein, / Der lag unterm Goldregen,… Continue Reading „Der Scherenschleifer“
Das spielerische Element in Koneffkes Lyrik, ihr poetischer Übermut, zeigen sich nicht nur thematisch, sondern auch in der Lust an der Form, an Reimen und gewagten Halbreimen, am furiosen Galopp durch Rhythmus und Klang, am freudigen Einbringen von Wörtern wie Schwuppdiwupp und Papperlapapp, oder,… Continue Reading „Was rauchte ich Schwaden zum Mond“
Martin Mosebach widerspricht heftig einer Rezension von Heinz Schlaffers Buch „Die kurze Geschichte der dt. Literatur“ (s. hier ): Die Bedeutung dieser Werke ist Schlaffer nicht bekannt: herablassend schreibt er von „den Stifters und Mörikes und Eichendorffs “ – allein dieser Plural sollte ein… Continue Reading „Die kurze Geschichte der dt. Literatur“
Außerdem erfahren wir in der Süddeutschen, daß Hans Magnus Enzensberger den Zorn der norwegischen Journalisten auf sich gezogen hat, indem er sie als provinziell beschimpfte: „Leider scheint keiner verstanden zu haben“, schreibt „Aftenposten“ („Die Abendpost“) über seinen Auftritt, „dass dieser Mann nur in einem… Continue Reading „Enzensbergers Polemik“
In der FAZ vom 4.3.02 bespricht Ernst Osterkamp u.a.: Celan , Paul / Einhorn, Erich : „Einhorn: du weißt um die Steine …“ Briefwechsel Friedenauer Presse, Berlin, 2001, Taschenbuch, 32 Seiten, 9.20 EUR Celan, Paul : Werke, Band 6, Die Niemandsrose, 2 Teile. Historisch-kritische… Continue Reading „Celan“
Weil das Schöne das Wunderbare ist und zugleich eine Junggesellenmaschine, brauchen wir die Surrealisten dringender denn je : So lautet die Botschaft einer wissenschaftlichen Bekenntnisschrift, die im steingrauen Gewand daherkommt. Der fast farblose Umschlag mit dem rätselhaften Titel kennzeichnet dieses Buch als ein Erzeugnis… Continue Reading „Junggesellenmaschine“
gibts am 2.3.02 in der taz , wo FRAUKE MEYER-GOSAU konstatiert: Ichzentrierte Beschreibungssprünge, Novalis-Zitate und spätexpressionistisches Dichterlallen: Der Prenzlauer-Berg-Dichter und gewissenhafte Stasispitzel Sascha Anderson hat mit „Sascha Anderson“ vor allem eine Autobiografievermeidung geschrieben und in der Süddeutschen (Ijoma Mangold).
Im Literaturteil der NZZ: das Gedicht “ Rohrflöte “ von Tristan Corbière. -In der Frankfurter Anthologie der FAZ stellt Ruth Klüger ein Gedicht von Christian Morgenstern vor – „Die Behörde“ / FAZ 23.2.02 Maike Albath bespricht Giuseppe Ungaretti: Ein Menschenleben. Die Wüste und weiter.… Continue Reading „Rezensionen“
„Ich wollte Deutsch lernen, deshalb habe ich angefangen, auf Deutsch zu dichten.“ Lyrik als Sprachübung? Kein eben gewöhnlicher Beweggrund, Gedichte zu schreiben – aber der Libanese Victor Matar ist auch kein gewöhnlicher Mensch. Er ist ein Idealist, einer, der an die Liebe als universales… Continue Reading „Das Meer der Liebe“
Ein Gedicht von Hans Magnus Enzensberger stellt die Südwest Presse in ihrer Rubrik ¸¸Das Gedicht“ vor, ausgewählt und kommentiert von der Ulmer Lyrikerin Christine Langer. / Südwest Presse 20.2.02
In der FR bespricht Jan Wagner Albert Ostermaiers neue Gedichte unter der Überschrift Lyrisches Celluloid Gestern noch in der Zeitung, heute schon im Gedicht. Hier wie anderswo bleibt Ostermaier ganz nah an dem, was die Gemüter bewegt; in seinen besten Gedichten allerdings bewegt er… Continue Reading „Lyrisches Celluloid“
Die Berliner Zeitung schreibt über den DDR-Kulturpolitiker Alexander Abusch, der in den 50er Jahren auch seinen Freund Johannes R. Becher heimlich attackierte: Lilly Becher [Bechers Witwe] … verwahrte in einem Tresor Gedichte aus den Jahren 1956/57, die Bechers tiefe Resignation in Gleichnissen ausdrücken. Sie… Continue Reading „Der Jäger“
Nach der 1999 von ihrem Hausverlag spendierten bibliophilen Werkausgabe gibt es nun von Sarah Kirsch neue Kurzgedichte, noch kürzere als die 1996 in dem Band «Bodenlos» erschienenen, keines länger als zehn Zeilen. Es sind staunenswerte Epiphanien und kleine lyrische Wunder an sprachlicher Präzision, so… Continue Reading „Drei-Worte-Gedicht“
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