Kategorie: Deutschland

31. Wider die Abschaffung der Schreibschrift

Auch in der Schulpolitik: Leute, die nicht wissen, was sie tun, treffen Entscheidungen mit Folgen, die sie nicht abschätzen können und nicht verantworten werden. In der Welt streiten Sibylle Lewitscharoff, Jan Koneffke und Burkhard Spinnen wider die Abschaffung der Schreibschrift. Koneffke schreibt: „Verschiedenes ist… Continue Reading „31. Wider die Abschaffung der Schreibschrift“

30. Fingerschnippen

Der vierte Gedichtband der Autorin widmet sich in drei Kapiteln – „Luftbrücken“, „Luftwege“ und „Luftspiegelungen“ – der Liebe, den Reisen in fremde Länder und dem Selbstverständnis als Frau und Dichterin. Widersprüche zwischen Tragik und Komik des Liebesalltags bringen sie drastisch oder zart, vor allem… Continue Reading „30. Fingerschnippen“

29. Menetekel-Dichter

Wenige der großen Menetekel-Dichter haben die Urgründe ihres Schreibens aus dem 20. ins 21. Jahrhundert hinübergerettet. Zu denen, die sich nach wie vor als Zeitzeugen begreifen und ihre Verse dem Erinnern widmen, gehört der 1931 in Darkehmen/Ostpreußen geborene Manfred Peter Hein. … Auch in… Continue Reading „29. Menetekel-Dichter“

28. Multi-Identität

Die Distanz der Autorin zum lyrischen Ich wird durch die Anrede eines Du noch vergrößert. Gäbe es den Begriff der Multi-Identität – auf Marica Bodrozic träfe er zu. Die äußeren Bewegungen folgen den inneren und umgekehrt. So sind lyrische Mischformen entstanden: Poeme, deren Herz-… Continue Reading „28. Multi-Identität“

27. Saarländer Vortragskünstler

Gut „gestaltete Vortragskunst gelang auch dem Saarländer Konstantin Honecker, dem Schnösel vom Literaturinstitut.“ So tönt es eulenspiegelhaft aus den dekonstruktivistischen „Gegenstrophen“ des 1979 geborenen Konstantin Ames. Für hauptstädtische Open Mike-Kenner, Lesebühnen-Gemeinden und Leser von einschlägigen Zeitschriften wie „Zwischen den Zeilen“ und „Edit“ ist er… Continue Reading „27. Saarländer Vortragskünstler“

26. Liebesgedichte, Hassgedichte, Mittendrin-Gedichte

Christoph W. Bauer, Hausacher LeseLenz-Stipendiat von Juli bis September 2010, bewältigt in seinem Liederzyklus „mein lieben mein hassen mein mittendrin du“, den er in Hausach fertiggestellt hat, den Spagat zwischen scheinbaren Gegensätzen. Liebesgedichte, Hassgedichte, Mittendrin-Gedichte enthält das Werk mit dem programmatischen Titel, das demnächst… Continue Reading „26. Liebesgedichte, Hassgedichte, Mittendrin-Gedichte“

22. Alexander Gumz und Katharina Schultens

Es scheinen gute Zeiten für Lyrik zu sein. Zumindest kann man allenthalben von einer blühenden jungen Szene lesen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung widmete der „Boombranche“ kürzlich einen großen Artikel, in dem von der Lebendigkeit und Vielseitigkeit der zeitgenössischen lyrischen Stimmen geschwärmt wurde, ohne dabei die ökonomische Belanglosigkeit des… Continue Reading „22. Alexander Gumz und Katharina Schultens“

18. Meine Anthologie: Abenteuer der deutschen Grammatik

Yoko Tawada Die zweite Person Ich Als ich dich noch siezte, sagte ich ich und meinte damit mich. Seit gestern duze ich dich, weiß aber noch nicht, wie ich mich umbenennen soll. Aus: Yoko Tawada: Abenteuer der deutschen Grammatik. Tübingen: konkursbuch Verlag Claudia Gehrke… Continue Reading „18. Meine Anthologie: Abenteuer der deutschen Grammatik“

17. Preise des Systems BRUETERICH

Endlich sind die Lyrikpreise des Systems für 2011 vergeben: der WOLFGANG für moderne 5Zeiler auf elektronischem Papier geht an Norbert Lange (Berlin), den WOLFSKEHL für hörbare 5Zeiler im mp.3-Format erhält KLANGKNECHT (Stuttgart). Den beiden Gewinnern herzlichen Glückwunsch und ein dreifaches: Lyrik ahoi!

16. Benedikt Dyrlich erhält Cišinski-Preis

Der sorbische Autor und Publizist Benedikt Dyrlich erhält den Cišinski-Preis 2011. Das hat das Kuratorium der Stiftung für das sorbische Volk in Bautzen entschieden. Wie eine Sprecherin der Stiftung am Dienstag mitteilte, wird Dyrlich für seine Bemühungen geehrt, sorbische Lyrik aus Vergangenheit und Gegenwart… Continue Reading „16. Benedikt Dyrlich erhält Cišinski-Preis“

15. »Ich Wolkenstein« wurde auch in Rostock gesungen

Vom 8. Juli bis zum 27. November 2011 wird auf Schloss Tirol in Bozen die große Sonderausstellung »Ich Wolkenstein« des Südtiroler Landesmuseums für Kultur- und Landesgeschichte über den wohl berühmtesten Südtiroler Dichter und Minnesänger Oswald von Wolkenstein (1376-1445) gezeigt, der als der herausragende Lyriker… Continue Reading „15. »Ich Wolkenstein« wurde auch in Rostock gesungen“

14. Verbessern statt erretten

Husumer Nachrichten (Gunnar Dommasch): Als 16-Jähriger siedelten Sie aus Hamburg in die DDR über – nach Gadebusch, um genau zu sein. Der Vorsatz, die Welt zu verbessern, erstarb dort. 1976 schließlich die Ausbürgerung „wegen grober Vernachlässigung der staatsbürgerlichen Pflichten“. Sie hat das damals sehr verletzt.… Continue Reading „14. Verbessern statt erretten“

13. Etymologie

Seit etwas über 30 Jahren ist der Kalauer niedriger Ordnung Mode, und die kommt unter dem Namen „neue Philosophie“ als Turbothinking von klebrigen Telephilosophen aus Frankreich herübergeschwappt. So überbietet André Glucksmann Heideggers Marotten mit der titanischen Absicht, diesen zu kritisieren, indem er ihn kopiert.… Continue Reading „13. Etymologie“

12. Fußgängerbrücke bei Nacht

Am Mittwoch wird in Frankfurt Mathias Monrad Moellers „Über die Fußgängerbrücke bei Nacht“ nach einem Text von Bertram Reinecke von der Mezzosopranistin Nohad Becker uraufgeführt Mittwoch 6. Juli 20.00 Uhr im Großen Saal der HfMDK Frankfurt (Main) Eschersheimer Landstraße (U 123 Grüneburgweg)

8. Dialekt

Die alemannischen Gedichte, so Hauser, seien durchweg in antiken Versmaßen gehalten, da sich Hebel als geistiger Nachfahre der großen Dichter des antiken Griechenlands empfunden habe – übrigens schrieben auch diese in ihrem Dialekt. / Badische Zeitung