Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Michael Braun bespricht wieder aktuelle Zeitschriften beim Poetenladen: Vor fast genau einhundert Jahren hat der größte amerikanische Poet des 20. Jahrhunderts, der damals siebenundzwanzigjährige Ezra Pound, einer erstaunten Öffentlichkeit sein Glaubensbekenntnis verkündet. Es war eine Absage an die herkömmlichen Rollen, die man den Dichtern… Continue Reading „53. Zeitschriftenlese“
Samstag, 16. Juni 2012, 19:30 Uhr, Eintritt 5 Euro / Erm. 4 Euro Ulf Stolterfoht und Betram Reinecke lesen in der Lettrétage aus ihren aktuellen „roughbooks“ Bertram Reinecke Mit Sleutel voor de hoogduitsche Spraakkunst erscheint nach neun Jahren Bertram Reineckes dritter Lyrikband. Gemeinsam ist… Continue Reading „51. Stolterfoht und Reinecke“
Mit einem großen Lyrikmarkt ging am Sa, 9.6.2012 das 13. poesiefestival berlin erfolgreich zu Ende. Über 11.000 Besucher kamen zu den 52 Veranstaltungen, insgesamt waren mehr als 200 Beteiligte aus 51 Ländern zu Gast, darunter u.a. Michael Palmer (USA), Yan Jun (China), Abdelwahab Meddeb… Continue Reading „48. 13. poesiefestival berlin erfolgreich beendet“
Noch ein Auszug aus Cornelius Wüllenkempers Festivalbilanz (Grass hat mit zwei schnell hingeschriebenen politischen Gedichten tatsächlich geschafft, was ihm zuletzt mit Gedichten nicht mehr gelang, er ist überall dabei): Selbst bei der eigentlich spielerisch-unterhaltend programmierten Poet’s Corner, bei der Autoren an öffentlichen Orten in Berlin… Continue Reading „46. Politischer Akt“
Es ist das erste Lübecker Lyrik-Festival im Grass-Haus; am Donnerstag fand der zweite Abend statt; drei Schweizer AutorInnen reisten aus den Bergen extra für ihn ans Meer: Lea Gottheil, Ilma Rakusa und Christian Uetz. / Unser Lübeck
Der Erde, so heißt es in Wulf Kirstens Gedicht „die erde bei Meißen“, schreibe er „beidhändig ins gästebuch“ einen „einsilbigen gruß“. Dieses Gedicht schrieb der 1934 in Klipphausen bei Meißen geborene Steinmetzsohn im Alter von dreißig Jahren. Das darin zum Ausdruck kommende Bewusstsein, nur… Continue Reading „43. Erdgebunden“
Seit die Zeit fleißig gegossen hat, geht die politische Dichtung blühenden Zeiten entgegen. Doch doch. Neustes Beispiel: Es gibt mal wieder was Neues von Konstantin Neven DuMont: Der Sohn von Verleger Alfred Neven DuMont (u.a. Express, Frankfurter Rundschau, Berliner Zeitung) übt sich seit neuestem… Continue Reading „42. Konstantin Neven DuMont macht den Grass“
Abseits des poetisch-musikalischen Programms des diesjährigen Berliner Festivals standen Themen im Vordergrund, die in Dichterkreisen, wenn überhaupt, bisher gern als zweitrangig betrachtet wurden und mit denen der deutsche Moralpoet Günter Grass erst unlängst für Entrüstung und für Spott gesorgt hatte: unverhüllte politische, gesellschaftliche oder… Continue Reading „41. Neues Interesse an Politik?“
„Morgenstimmung“ heißt das Gedicht von Frank Wedekind, von dem man weiß, dass er alles erprobend praktizierte, was er besang. Schreibt das Hamburger Abendblatt (Link ist nicht nötig, nur für Abonnenten, wers trotzdem sucht google). Ah ja, Morgenstimmung. Ich hab meine Tante geschlachtet.
Hans Magnus Enzensberger spricht mit der Welt über Sachen von denen er was versteht: Poesie und Internet. Die Spießer sind, wer hätte das gedacht, die „Netz-Gemeinde“, sagt er, Die Welt übersetzt: Piraten (der Welt-Leser nickt). Die Poesie sind Kinderreime, davon hat er (jetzt bin… Continue Reading „38. Spießer und Poesie“
Als Zeitzeuge mit der Kraft der Verständigung wird morgen, Sonntag, der Lyriker Tuvia Rübner in Weimar mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung geehrt. Die Laudatio hält Adolf Muschg. Die Thüringische Landeszeitung sprach mit dem Autor: Herr Rübner, Sie schreiben auf Deutsch und auf Ivrit. Welche Sprache empfinden… Continue Reading „36. Ivrit. – Und Deutsch“
Honigprotokolle, das ist eine seltsame Gattung, man darf sagen: Monika Rinck hat sie erfunden. Zuerst hätten da nur Skizzen gestanden, die sich innerhalb von drei Jahren langsam zu dieser Form entwickelt hätten, wie Monika Rinck im Gespräch verrät. Um die sechzig dieser bienenfleißigen Gesänge… Continue Reading „34. Honigprotokolle“
Sichtbar wird: Walter Buchebner war ein originärer Autor in der österreichischen Literaturlandschaft der 1950er-Jahre – international orientiert (seine Inspirationen kamen von Beat-Poeten wie Allen Ginsberg und Jack Kerouac ebenso wie von Wladimir Majakowski), suchte er nach eigenen Formen einer Lyrik, die auch zu gesellschaftlichen… Continue Reading „33. Walter Buchebner“
Der Orphil-Preis wurde speziell für Lyriker von Ilse Konell gestiftet. Die Witwe des in Wiesbaden 1991 verstorbenen Dichters George Konell hatte bereits zwei in Wiesbaden vergebene Literaturpreise gestiftet; der „Orphil“, benannt nach einer Figur aus dem Werk ihres Mannes, wird künftig alle zwei Jahre… Continue Reading „31. Orphil-Preise für Krechel und Kornappel“
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