Solang‘ man nüchtern ist

Johann Wolfgang Goethe

Solang‘ man nüchtern ist,
Gefällt das Schlechte;
Wie man getrunken hat,
Weiß man das Rechte;
Nur ist das Übermaaß
Auch gleich zu handen;
Hafis! o lehre mich,
Wie du’s verstanden!

Denn meine Meinung ist
Nicht übertrieben:
Wenn man nicht trinken kann,
Soll man nicht lieben;
Doch sollt ihr Trinker euch
Nicht besser dünken:
Wenn man nicht lieben kann,
Soll man nicht trinken.

Aus: Saki Nameh: Das Schenkenbuch

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