Meine Dichtungen, deklamiert

Else Lasker-Schüler

An mich

Meine Dichtungen, deklamiert, verstimmen die Klaviatür meines Herzens. Wenn es noch Kinder wären, die auf meinen Reimen tastend meinetwegen klimperten. (Bitte nicht weitersagen!) Ich sitze noch heute sitzengeblieben auf der untersten Bank der Schulklasse, wie einst … Doch mit spätem versunkenem Herzen: 1000 und 2-jährig, dem Märchen über den Kopf gewachsen.

Ich schweife umher! Mein Kopf fliegt fort wie ein Vogel, liebe Mutter. Meine Freiheit soll mir niemand rauben, – sterb ich am Wegrand wo, liebe Mutter, kommst du und trägst mich hinauf zum blauen Himmel. Ich weiß, dich rührte mein einsames Schweben und das spielende Ticktack meines und meines teuren Kindes Herzen.

2 Comments on “Meine Dichtungen, deklamiert

  1. “ ´there Rhoda sits staring at the blackboard´, said Louis, ´in the schoolroom, while we ramble off, picking here a bit of thyme, pinching here a leaf of southernwood, while Bernard tells a story. Her shoulder-blades meet across her back like the wings of a small butterfly. And as she stares at the chalk figures, her mind lodges in those white circles; it steps through those white loops into emptiness, alone. They have no meaning for her. She has no answers for them. She has no body as the others have. And I, who speak with an Australien accent, whose father is a banker in Brisbane, do not fear her as i fear the others.´ “ (Virginia Woolf, the waves)

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