Lars Gustafsson gestorben

Erst vor wenigen Wochen wurde dem schwedischen Lyriker, Dramatiker und Romanautor Lars Gustafsson in Warschau der Internationale Zbigniew-Herbert-Preis zugesprochen. Die Preisverleihung sollte am 17. Mai in Warschau erfolgen, Gustafssons 80. Geburtstag. (Radio Polen).

Jetzt melden Zeitungen (zuerst Dagens Nyheter) den Tod des 79jährigen.

Gustafsson wurde am 17. Mai 1936 in Västerås geboren. 1962 bis 1972 war er Redakteur des Bonniers Litterära Magasin. 1972 kam er mit einem DAAD-Stipendium nach Berlin, wo er zwei Jahre lebte. 1981 konvertierte er zum Judentum. 1983 bis 2006 war er Gastprofessor an der University of Texas in Austin/Texas.

Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehörte der Prix International Charles Veillon des Essais 1983, der Bellmanpreis 1990, der Tranströmerpreis 2006, Goethe-Medaille des Goetheinstituts 2009, Selma-Lagerlöf-Preis 2009 und Thomas-Mann-Preis 2015. Seine Bücher erschienen auf Deutsch bei Hanser, anfangs übersetzt von Hans Magnus Enzensberger. Zuletzt erschienen Der Dekan (2016), Das Feuer und die Töchter (2014) und Das Lächeln der Mittsommernacht (2013).

Nachruf in der Welt.

Lars Gustafsson in L&Poe

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