77. Mein erster Verlag

Nachdem mir Erika Burkart, der ich meine Gedichte des 18-, 19-, 20- und 21-Jährigen immer wieder vorbeigebracht hatte, mit dem kurzen Satz «Du bist ein Dichter» sozusagen den Ritterschlag verpasste und ich – wie die kleine Maus Frederick im Kinderbuch von Leo Lionni – zart errötete, stiess ich etwas verdattert noch, nein, dirigierte mich die Dichterin kurzerhand zum St. Galler Tschudy-Verlag, wo Traugott Vogel, ein erfahrener und passionierter Mann des Wortes, seine Bogenreihe betreute. Robert Walser, Ludwig Hohl, Jörg Steiner, Hans Boesch oder Jürg Schubiger, Gertrud Wilker und Erika Burkart selber hatten unter vielen anderen hier schon publiziert oder debütiert. Ich war fast ein wenig stolz.

Wir lektorierten an einem Nordfenster im «Odeon». Noch war ich nicht im hiesigen Literaturbetrieb, aber immerhin schon am Zürcher Bellevue angekommen. / Klaus Merz, NZZ

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