12. Ben Okri

Ben Okri, 1959 in Minna, der Hauptstadt des nigerianischen Bundesstaats Niger geboren und von Kind an ein Grenzgänger zwischen Großbritannien und Afrika, pflegt ein durchaus altmodisches – oder vielmehr: archaisches – Verständnis von Poesie. Und zugleich sind seine Verse von schmerzhafter Gegenwärtigkeit, gerade weil sie den Dialog mit Homer, Horaz, Vergil, Dante oder Heraklit im Bewusstsein anschwellender Migrationsströme und ökonomischer Ungerechtigkeiten suchen.

Okris Gedichte leben dabei von unsichtbaren Übergängen zwischen altem Europa und mythischem Afrika, Traum und Wirklichkeit – und bei alledem von einer Berufung zum Höheren, vor der nur der Einzelne immer wieder versagt. „Towards the Sublime“ (Dem Erhabenen entgegen) heißt eines der Gedichte. Es gibt die Richtung aller Wandlungen und Verwandlungen vor, die sich in diesem Buch ereignen. / Gregor Dotzauer, Tagesspiegel

Ben Okri: Wild. Gedichte. Englisch – Deutsch. Übersetzt von Brigitte Oleschinski. Wunderhorn Verlag, Heidelberg 2014. 184 Seiten, 18,90 €.

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