95. Hinterm Prellbock auf der Niemandsschneise

Die poetische Umrundung der Welt führt die Leser von OSTRAGEHEGE diesmal über Russland (Olga Sedakova), Tschetschenien (Apti Bisultanov) und Kolumbien (Alberto Vélez) nach Leipzig (Thomas Böhme) und Berlin (Kerstin Hensel und Daniela Seel). Nico Bleutge, der Daniela Seel in der Rubrik „Junge deutschsprachige Lyrik“ vorstellt, konstatiert auch für deren Dichten die Überwindung von Fremdheitserfahrungen: „Am Anfang kann eine ,abstoßung’ stehen, ein Eingang, die ,dämmerung’ … Die Welt, die so vor den Augen und Ohren Gestalt und Laut gewinnt, ist gleichermaßen real und künstlich, eigen und fremd …“

Gleich an zwei Stellen dieser Ausgabe wird der im Frühjahr erschienenen Anthologie sächsischer Gedichte „Es gibt eine andere Welt“ (Poetenladen Verlag) gedacht. Hans-Peter Lühr nähert sich dabei eher kritisch-euphorisch der Gedichtauswahl an. Der im fernen Montpellier lebende Dichter Ulrich Zieger notiert im Ergebnis eines lustvoll-poetischen Umherwanderns im Buch: „Sing, mei Sachse, sing dein stilles, dein trunkenes Lied hinauf in den Sternenlaich über dem treibenden Mondfisch, brenn Dir aber vorher eine an, denn Sanduhren öffnend steht da der Tod mit dem Glasbläsermund … dort hinterm Prellbock auf der Niemandsschneise.“

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