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Veröffentlicht am 6. November 2010 von lyrikzeitung
Als er sich eine Woche vor seinem 19. Geburtstag aus dem Haus stahl, legte er auf den Schreibtisch seines Vaters ein Gedicht, in dem er verschlüsselt seine Pläne mitteilte: Er wollte sich der nationalen Bewegung zur Befreiung seines Landes anschließen. Hinter sich ließ er die kultivierte Welt hoher Beamter, in der er aufgewachsen war, in der seine Mutter französische Dichtung rezitierte und der Großvater mystische Lyrik, zu der die Ausbildung in einer Eliteschule gehörte und ein Patent als Marineoffizier. Mit gefälschten Papieren wanderte er wochenlang durch ein Vaterland, das er nicht kannte. Die Begegnungen mit Menschen aus dem Volk veränderten ihn für immer. Als er im Zentrum der Bewegung ankam, war er enttäuscht. Zwar bewunderte er ihren charismatischen Führer, aber nicht nur wurde er statt an die Front als Lehrer in ein Provinznest geschickt, auch das politische Programm ging ihm nicht weit genug. / Zeit-Rätsel
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Ich würde mal auf Sören Wuttke tippen. Stimmts?
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