Schlagwort: L&Poe-Anthologie

72. Junge Lyrik anno 1840

Theodor Fontane Lebenswege. Fünfzig Jahre werden es ehstens sein, Da trat ich in meinen ersten „Verein“. Natürlich Dichter. Blutjunge Waare: Studenten, Leutnants, Refrendare. Rang gab’s nicht, den verlieh das „Gedicht“, Und ich war ein kleines Kirchenlicht. So stand es, als Anno 40 wir schrieben,… Continue Reading „72. Junge Lyrik anno 1840“

39. Fame is a fickle food

by Emily Dickinson Fame is a fickle food Upon a shifting plate Whose table once a Guest but not The second time is set Whose crumbs the crows inspect And with ironic caw Flap past it to the Farmer’s corn Men eat of it… Continue Reading „39. Fame is a fickle food“

86. Stillborn

… ist der Originaltitel des Gedichts von Sylvia Plath aus der vorigen Meldung. Und schon begegnet mir das Wort erneut. Im Gespräch Jan Kuhlbrodts mit Günther Plessow folgendes frühe Sonett von e.e. cummings: SONNETS––REALITIES XVII of this wilting wall the colour drub souring sunbeams,of… Continue Reading „86. Stillborn“

85. Zur Debatte

Sylvia Plath ||| Totgeboren ||| Übersetzt von Judith Zander Diese Gedichte leben nicht: eine traurige Diagnose. Dabei wuchsen sie gut, ihre Zehen- und Fingertriebe. Ihre kleinen Stirnen schwollen vor Konzentration. Wenn sie es nicht schafften herumzulaufen wie Menschen, Lag’s nicht an einem Mangel an… Continue Reading „85. Zur Debatte“

72. Simple truth

  This poem translated from the Nigerian language group by Roger Wescott propounds a simple truth: it is a good thing to have children. Twins in particular have a religious significance. One of the cults of the Yoruba in Nigeria and Dahomey in West… Continue Reading „72. Simple truth“

61. Mit siebzehn

Andere Völker singen ja ihre Gedichte Léo Ferré On est pas sérieux quand on a dix sept ans, 1987 (poème de Arthur Rimbaud) – Au Théâtre Déjazet en 1988 Arthur Rimbaud Roman I On n’est pas sérieux, quand on a dix-sept ans. – Un beau… Continue Reading „61. Mit siebzehn“

30. schwarnze fahne

Die Gedichte sprechen miteinander, in meinem Kopf. Ernst Jandl schwarnze fahne schwarnze fahne ooooooooooooooodrünes dach ooooooooooooooodrünes dach schwarnze fahne schwarnze fahne ooooooooooooooodrünes dach oooooooooooein drünes dach (1957) aus: ernst jandl: serienfuss. darmstadt u. neuwied: hermann luchterhand. 1. aufl. mai 1974, 5. aufl. september 1984,… Continue Reading „30. schwarnze fahne“

29. Schwarze Bohnen

Für Marcel Reich-Ranicki gehört das Gedicht „Schwarze Bohnen“ von Sarah Kirsch,  „diese schwermütige Hymne“,  zu „den Höhepunkten der deutschen Poesie nach 1945. Ich verneige mich vor Sarah Kirsch respektvoll und dankbar.“ (FAZ Frankfurter Anthologie). Darüber sind die Meinungen geteilt, wie über alles andere auch.… Continue Reading „29. Schwarze Bohnen“

11. Aus dem dogmatischen Schlummer geweckt

Now, imagine approaching poetry as a teenager in 1971. The first poem you read in your English class’ textbook begins: in Just- spring when the world is mud- luscious the little lame balloonman whistles far and wee and eddieandbill come running from marbles and… Continue Reading „11. Aus dem dogmatischen Schlummer geweckt“

107. Beichte

Günter Kunert Beichte Jedesmal schlägt das Herz viel zu schnell. Nur Pflichten machen nicht glücklich. Der Abend ist leer und die Gespräche wie er. Schon wieder sind wir um ein Jahrhundert gealtert und wissen es nicht. Selbst von unserer Hinrichtung hat niemand uns Mitteilung… Continue Reading „107. Beichte“

68. Gestern

vor 159 Jahren (1854) wurde Oscar Wilde in Dublin geboren. Der Familienvater mit zwei Kindern hatte eine Affäre mit einem jungen Lord, die vom Vater des Liebhabers angezeigt wurde, was ihm zwei Jahre Zuchthaus wegen „Sodomie“ einbrachte. Auch sein anrüchiger Roman „Das Bildnis des… Continue Reading „68. Gestern“

60. Orhan Veli

Orhan Veli 13. April 1914, Istanbul – 14. November 1950, ebenda 3 Gedichte übersetzt von Safiye Can (hier mehr) Fürs Vaterland Was wir nicht alles für dieses Land taten! Einige starben, Andere hielten Reden. (hier das Original und eine andere Version) Auf der Straße Wenn ich… Continue Reading „60. Orhan Veli“

52. Bilingual

Bilingual/Bilingüe BY RHINA P. ESPAILLAT My father liked them separate, one there, one here (allá y aquí), as if aware that words might cut in two his daughter’s heart (el corazón) and lock the alien part to what he was—his memory, his name (su… Continue Reading „52. Bilingual“

18. delikatessen

Oft ist es ein winziger, fast unterschwelliger Anstoß, ein Rauschen, ein Wort, diskursfest vielleicht oder glattgebügelt, vielleicht mit abgehangenem Fleisch kombiniert. Und schon ist das Gedicht da. Ernst Jandl rettet meinen Tag. Wo hängen sie denn? im delikatessenladen bitte geben sie mir eine maiwiesenkonserve etwas… Continue Reading „18. delikatessen“

74. Ich verstehe nichts vom Monsun

Erik Münnich: Im September dieses Jahres erscheint* im Greifswalder freiraum-verlag ein neues Buch von dir: „Ich verstehe nichts vom Monsun“. Auf den ersten Blick ein langes Gedicht, trotzdem hast Du es mit „Erzählung“ betitelt. Warum nicht mit „Lyrik“? Silke Peters: Ich weiß im Moment… Continue Reading „74. Ich verstehe nichts vom Monsun“