38. Reisäuschen

Der belgische Illustrator Carll Cneut malt kurlig-schöne Viecher, deren Gesichter uns bereits eine Geschichte zu erzählen scheinen. Zwei Mäuschen «ballen die fäustchen / und nehmen reissäuschen». / mehr

37. Wortschöpfer

Das Lyrik-Seminar der Q11 unter Leitung von Annett Richter hat sich Jean Pauls Sprache einmal genauer angesehen. Schließlich ist er der Urheber einer ganzen Reihe praktischer Wortschöpfungen, die es leicht in die Alltagssprache schafften: Doppelgänger, Dreckspatz oder Gänsefüßchen sind nur einige davon. Die Seminar-Schüler haben sich schon während der Entstehungsphase der Bilder auf die literarischen Spuren des Dichters begeben. Die neuen Wortschöpfungen, die während des künstlerischen Schaffensprozesses im Geiste Jean Pauls entstanden, „umschreiben“ die bildnerischen Arbeiten des Lugy-Kunst-Kalenders.

So heißt es etwa zum Deckblatt des Kunst-Kalenders: „Julia Meusel aus der Q11 setzt in surrealistischer Manier ihre Vorstellungen von der geistigen Welt des Schriftstellers überzeugend ins Bild. Anspielungen auf Romanfiguren, wie den Advokaten Siebenkäs oder den Luftschiffer Gianozzo zeugen von den genuinen Synapsenaktivitäten Jean Pauls.“ / Frankenpost

36. Vorderwäldler dreht auf

Krause (Krause von der Welt) erklärt die Welt. Sein Thema heute: Ernst Barlach.

Also, der Hans Barlach, was ein Enkel des Bildhauers und Schriftstellers Ernst Barlach ist, will den Suhrkamp-Verlag übernehmen? Wie?? Krause:

Wer knöpft sich endlich mal diesen Hans Barlach vor? (…)

Immerhin verweist er offenbar gern auf seine kulturelle Kompetenz, die er auf die Tatsache zurückführt, Enkel des Expressionisten Ernst Barlach zu sein. Doch abgesehen davon, dass die anti-urbane Klotzigkeit des Güstrower Hinterwäldlers kaum eine Referenz darstellt, sich in der Verlagswelt von heute zurechtzufinden, ist der beschworene Großpapa bekanntlich 1938 verschieden. Da war Hänschen, der im Jahr 1970 das Licht der Welt erblickte, nicht einmal geplant.

Ah, von der Hansestadt Hamburg aus (das Tor zur Welt ist nicht die Welt, wer sagte das noch mal?) liegt Güstrow hinterm Wald. Andererseits, von der Warte des großen Doppelbegabten aus (Ernst Barlach war ein bedeutender Dramatiker und Erzähler; und Expressionist?? Naja…) ist Hamburg auch nicht die Welt.

Dieser Kommentar ist nicht pro Hans Barlach, sondern richtet sich ausschließlich gegen den Hinterwäldler von der Welt. Paradox, daß DER jetzt die Suhrkampkultur zu verteidigen scheint. Wie viele ihrer Autoren hat der eigentlich schon angebellt?

Über Hänschen Barlach sagt ein Anwalt des Verlages:

Der Grundstreit zwischen Familienstiftung und Herrn Barlach liegt darin, dass Herr Barlach nur an den Gewinnen von Suhrkamp interessiert ist, und eine möglichst hohe Ausschüttung erreichen will. Er hat in einer Sitzung gesagt, als über das Budget gesprochen wurde: „Es ist doch viel günstiger, wenn wir gar keine neue Bücher mehr produzieren, sondern nur noch die Backlist bedienen.“ (…) [Barlach] ist überzeugt, dass Suhrkamp viel mehr Geld machen könnte, wenn man diese „literarischen Geschöpfe, die keiner lesen will“ nicht fördern würde.

35. Grass liest

Und wenn er seinen Furor über neue Medien von der Kette lässt („Im Internet habe ich nichts zu suchen“), dann ist da einer, der dem überwiegend reiferen Publikum aus der Seele spricht. (…)

Es waren auch Gymnasiasten da an diesem Abend. Als sich die Jungs draußen vor der Kirche wieder die Stöpsel ihrer iPods ins Ohr steckten, zollten einige dem Dichter das größte Lob, das ihnen zur Verfügung steht: „Cooler Alter.“  / Michael Berger, Lübecker Nachrichten

34. Vogelgespräche

Gibt es in Frankreichs Verlagswelt einen Nischen-Verlag, dann sind es die Editions Diane de Selliers. «Wir veröffentlichen jedes Jahr ein Werk», erklärt die Gründerin und Namensgeberin der NZZ. «Der Verlag hat vor zwanzig Jahren sein erstes Buch herausgegeben, die am 18. Oktober erschienenen ‹Vogelgespräche› von Fariduddin Attar sind also unsere 21. Schöpfung.» (…)

Für deren Ausgabe liess sie 207 persische Miniaturen etwa in Istanbul, Kabul, Kairo, New York, Teheran abfotografieren, deren Szenen oder Bildmotive mit bestimmten Passagen des mystischen Poems in Resonanz treten. Dasselbe gilt für das mit 520 japanischen Malereien illustrierte «Genji Monogatari» und das mit 660 indischen Miniaturen bebilderte «Ramayana». Beide Bände enthalten zudem ausführliche Kommentare zu jedem einzelnen Bild, die von Koryphäen verfasst wurden.

Das «Ramayana» mit seinen 1700 Seiten, seinen 14 Kilogramm Gewicht und seinen sieben Bänden (zuzüglich eines Kommentarbands) ist die bis anhin teuerste Publikation des Hauses. Der Ladenpreis beträgt stolze 950 Euro. Während keines der 21 in der «grande collection» erschienenen Werke unter einem dreistelligen Euro-Betrag zu haben ist, werden vergriffene Titel seit 2007 in der «petite collection» in einem reduzierten Format und zu einem erschwinglicheren Preis wiederaufgelegt. / Marc Zitzmann, NZZ

  • Le Cantique des oiseaux d’‘Attâr illustré par la peinture en Islam d’orient traduction intégrale versifiée par Leili Anvar, commentaires iconographiques de Michael Barry (Diane de Selliers, 2012)
  • Fariduddin Attar: Vogelgespräche und andere klassische Texte. Vorgestellt von Annemarie Schimmel. C.H.Beck
  • Navid Kermani: Der Schrecken Gottes. Attar, Hiob und die metaphysische Revolte. C. H. Beck Verlag, München 2005
  • Kenneth Avery, Ali Alizadeh (Hgg.): Attar: Fifty Poems of Attar, re-press 2007, ISBN 978-0-9803052-1-0Online (PDFOpen Access).

33. Buchebners Suche

1948 folgt der Aufbruch nach Wien, wo man «das gedächtnis wie ein klavier dezent auf vergessen stimmt». Buchebner arbeitet am Bau und bei der Bahn; ab 1956 leitet er eine Städtische Bücherei. Er heiratet eine Jugendfreundin, bricht das Studium der Germanistik und Geografie ab – und veröffentlicht erste Gedichte. Als literarische Vorbilder nennt er Paul Valéry, Lorca, Pound oder Majakowski. Im (formal traditionellen) Schriftsteller Hermann Hakel findet er einen Mentor, in (dem experimentelleren) Andreas Okopenko einen inspirierenden Freund. Doch Buchebners Suche nach der eigenen Form gestaltet sich steinig. Die lyrische Avantgarde hält er teils für verrückt (Artmann, Rühm), teils für Rilke-/Trakl-Epigonen im fortschrittlichen Kleid (Celan).

Als «fiebereule von wien» nimmt Buchebner den Posten des scharfen Beobachters und dunklen Boten ein. Allerdings gerät ihm manches Poem – die Jukebox- und Halbstarken-Kultur verdammend, die traditionelle Rolle der Frau beschwörend – noch nicht ganz nach seinen politischen und poetologischen Positionen: Im Manifest «Active Poesie» fordert er staatspolitische Aggression ohne ideologische Verblendung, metallharte Diktion, einen Mix aus transatlantischer Vitalität und «tiefer abendländischer Geistigkeit». Es gelte, den Schlaf des saturierten Bürgers zu stören und «hochtourig» zu fahren wie Kerouac. (…)

Einmal noch kämpft er sich durch bis Paris. Dann, zurück im «gespensterschloss» Wien, läuft er zu letzter Hochform auf – als Lyriker, kurz auch als Maler. Am 4. September 1964 setzt Walter Buchebner seinem «hiobischen» Leben ein Ende. / Ingeborg Waldinger, NZZ 8.12.

Walter Buchebner: ich die eule von wien. Gedichte, Manifeste, Tagebücher, Gouachen. Hrsg. (und Nachwort): Daniela Strigl. Edition Atelier, Wien 2012. 335 S., Fr. 24.–.

32. Vater und Tochter

Erinnert sich noch jemand an Franzobel? Der hielt einmal eine Laudatio auf die Tochter Nora, und da er vor Annahme des Auftrags nichts von ihr gelesen hatte fiel ihm nicht viel ein und er lobte die Tochter indem er in ihrer Gegenwart den Vater als Avantgarde von vorgestern schmähte. In Basel konnte man jetzt beide zusammen hören:

Bei den Worten Lyrik und Poesie glauben die meisten, den vermeintlichen, über die Jahre angesetzten Staub schon beim Aussprechen auf der Zunge zu schmecken. Wer jedoch am Donnerstagabend den Gang durch die Frühwinterkälte ins Literaturhaus gewagt hat, wurde eines Besseren belehrt. Dort bot sich eine der seltenen Gelegenheiten, Nora Gomringer, die vielfach preisgekrönte Lyrikerin, Slammerin und Performerin in einer gemeinsamen Lesung mit ihrem Vater Eugen, dem Begründer der konkreten Poesie, zu hören. Oder vielmehr: zu erleben. Denn wenn die Gomringers anreisen, um «etwas mit der Sprache» zu «machen», wie es in einem von Noras Texten heisst, darf gelacht, gestaunt, dazwischengerufen oder auch einfach mal berührt innegehalten und geschwiegen werden.

Kurz vor der Lesung erst hatten Vater und Tochter an einem Tisch im Café den groben Ablauf der Lesung abgesteckt, und so blieb denn auch der ganze Abend erfrischend beweglich und überraschend, sowohl für das Publikum, als auch einstweilen für die Lesenden selbst. Die beiden interagierten humorvoll, tauschten Blätterstapel und amüsante innerfamiliäre Alltäglichkeiten aus, manchmal schien es, als höre der Vater einen Text seiner Tochter zum ersten Mal, oder zum ersten Mal seit langem wieder, woraus sich dann eine spontane Diskussion ergab. Mal las die Tochter einen Vatertext, mal der Vater einen Tochtertext, mal verschwand ein Blatt ganz ungelesen wieder in der Tasche und ein anderes fand stattdessen seinen Weg auf den Tisch. / Tageswoche

31. Abwesenheit

Kurz vor ihrem Tod im Februar 2012 hat die polnische Lyrikerin Wisława Szymborska, Nobelpreisträgerin von 1996, noch einen Gedichtband zusammengestellt, der auf Deutsch erscheinen sollte: «Glückliche Liebe und andere Gedichte». Nun ist er da, eine Auswahl aus Altem und Neuem, ein kostbares Geschenk. Mit etwas zu essen und diesem Buch vor der Nase könnte man einsame Wochen verbringen. Sie wären angefüllt mit tausend Anregungen, die einen umtreiben, auch wenn sie listiger und einfacher nicht hätten dargeboten werden können.

Schon die ersten Verse warten mit einem Gedanken auf, den man als Leitgedanken fürs Ganze nehmen möchte, obwohl diese Dichterin auf Leitgedanken eigentlich gar nichts gibt. Er lautet: Aus Zufall bin ich da, so wie ich bin, und versuche zu sein. Dieses erste Gedicht, «Abwesenheit», streift jene, die an unserer Stelle leben könnten, die aber aus einem oft unscheinbaren Grund die Existenz verpasst haben: «Es fehlte nicht viel, / und meine Mutter hätte Herrn Zbigniew B. / aus Zdunska Wola geheiratet. / Hätten sie eine Tochter gehabt, wäre das nicht ich gewesen. / Vielleicht eine mit besserem Gedächtnis für Namen und Gesichter . . .» Eine kindlich verrückte Überlegung, die hinter allem steht, was Wisława Szymborska geschrieben hat: All die Ichs auf der Welt machen viel Aufhebens und sind doch haarscharf an der Nicht-Existenz vorbeigeschrammt. / Beatrice von Matt, NZZ 7.12.

Wisława Szymborska: Glückliche Liebe und andere Gedichte, Aus dem Polnischen von Renate Schmidgall und Karl Dedecius. Nachbemerkung von Adam Zagajewski, Suhrkamp-Verlag, Berlin 2012. 103 S., Fr. 27.40.

30. Rosa Socken

Когда умирают люди — поют песни.

Wenn Menschen sterben – singen sie Lieder.

dichtete Welimir Chlebnikow.

Ich passe es der Nachrichtenlage an:

Когда умирают газеты — поют песни.

Wenn Zeitungen sterben – singen sie Lieder.

Manche auch ein paar Jahre früher. Von der Frankfurter Rundschau lese ich:

Der Herausgeber versuchte es mit Gedichten

Als Wolfram Schütte die Rundschau zum Feuilleton der neuen Gedanken machte, wussten die Politikjungs gar nicht, wie wichtig das war, um neben Gewerkschaften, SPD und evangelischer Kirche auch die linksliberalen Studentenkreise und die Kulturszene für sich zu gewinnen. Ganz zu schweigen von damaligen Randgruppen wie Frauen. Die Rundschau war männlich und streng – und basta.

Der legendäre Herausgeber, Chefredakteur und also uneingeschränkte Herrscher Karl Gerold hielt seine eigenen Gedichte zur Propagierung des Linksliberalismus für Kultur. Er publizierte sie gnadenlos auf Seite 3, obwohl sie nach Einschätzung von sachverständigen Zeitzeugen „fürchterlich“ waren: „Kaum einer sieht, wie hinterrücks der fahle / Faschismus rings um diesen Erdball rennt.“ / taz 1.12.

Frauen und andere Randgruppen. Lyrikleser zum Beispiel. (Schreiber brauchen wir nicht – das macht der Chef selber).

Heute bei der abschiednehmenden Financial Times Deutschland:

Zum Abschluss ein Abgesang auf die FTD des geschätzten Kollegen Georg Dahm in Reimform:

Auf rosa Socken

Seit Jahren kommst du, Nikolaus,
zu uns mit schönen Gaben.
Wie schade, dass in unsrem Haus
die Socken Löcher haben.

In deiner Güte brachtest du
uns jedes Jahr Millionen.
Doch jetzt lässt du dein Säcklein zu
und willst uns nicht mehr schonen.

Es ist dir zu viel Geld zerronnen,
du traust dem Strumpf nicht mehr.
Denn all die Ehr‘, die wir gewonnen,
nährt nicht den Aktionär.

Die rosa Socken bleiben leer,
der Wind pfeift durch die Maschen,
das Licht geht aus, das Herz wird schwer,
die Redaktion leert Flaschen.

Wo sollen wir ab Montag schreiben,
was die Nation bewegt?
Was Banker, Bonzen, Kanzler treiben
und Leser schwer erregt?

Ach, unsre Leser, schenkst du sie
nach Düsseldorf und München?
Nach Frankfurt gar, wo man sie braucht,
um den Verlust zu tünchen?

Dort sind die Socken fest und warm,
hat man dir stolz gesagt.
Doch glaub uns: Auch dort ächzt das Garn;
der Tod ist nur vertagt.

Wir wollten doch die Löcher flicken!
Die Nadel lag bereit!
Doch man vergaß, uns Garn zu schicken,
und nun ist Abschiedszeit.

29. Horst Samson liest in München

Zu einer Autorenlesung von Horst Samson lädt das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU München (IKGS) für den 7. Dezember um 18.30 Uhr nach München ein. Veranstaltungsort ist das Internationale Begegnungszentrum der Wissenschaft München e.V. (IBZ), Amalienstraße 38, in München, zu erreichen mit der U3 oder U6, Haltestelle „Universität“. Der Eintritt ist frei. Website: www.ikgs.de.

Der Lyriker Horst Samson ist einer der wichtigen Vertreter der jüngeren rumäniendeutschen Literatur, zu der auch Autoren und Autorinnen wie Herta Müller, Richard Wagner, William Totok, Johann Lippet und Ernest Wichner zählen. Er wurde 1954 als Kind von Banater Schwaben im Weiler Salcîmi/Rumänien in der Bărăgansteppe geboren, wohin seine Eltern deportiert wurden. Nach seiner Ausbildung wird er zunächst Grundschullehrer in Busiasch im Banat. Zwischen 1977 und 1984 arbeitet Samson als Journalist bei der Neuen Banater Zeitung (Temeswar) sowie als Redakteur der Neuen Literatur (Bukarest). Der Schriftsteller stand der regimekritischen Aktionsgruppe Banat (1972-75) nahe und war zwischen 1981 und 1984 Sekretär des Adam-Müller-Guttenbrunn-Kreises in Temeswar. 1985 erhält er Schreibverbot und ist permanenten Repressionen und Bedrohungen durch die Securitate ausgesetzt. Schließlich reist Samson mit seiner Familie 1987 in die BRD aus; heute lebt er in Neuberg in Hessen und arbeitet als Redaktionsleiter des Bad Vilbeler Anzeigers in der Nähe von Frankfurt am Main. Nach der späten Freigabe der Securitate-Unterlagen im Jahre 2006 konnte Horst Samson Einsicht in seine Akten nehmen. Sie belegen eine beinahe lückenlose Überwachung des Schriftstellers, der vom rumänischen kommunistischen Geheimdienst als „schädliches Element“ und „westdeutscher Spion“ geführt wurde.

Horst Samson veröffentlichte in Rumänien und der Bundesrepublik Deutschland bislang sieben Lyrikbände. Für sein Werk wurde er mehrfach mit literarischen Auszeichnungen (u.a. Lyrikpreis des Rumänischen Schriftstellerverbandes 1981, Stipendiat des Deutschen Literaturfonds Darmstadt 1988/89, Meraner Lyrikpreis 1998) geehrt. Texte von Samson sind in zahlreiche Sprachen übersetzt worden, so ins Englische, Französische, Russische, Rumänische und Ungarische.

/ Siebenbürgische Zeitung 

28. Doppelpack

07.12.2012
LESEBÜHNE HUGENDUBEL  ab 18 Uhr  Helmfried von Lüttichau liest aus was mach ich wenn ich glücklich bin, live illustriert von Anja Nolte.
Link

 

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Gedichte im Doppelpack: Helmfried von Lüttichau & Markus Hallinger

Helmfried von Lüttichau und Markus Hallinger lesen in der Gemeindebücherei Weyarn.
Schauspieler und Dichter, das ist Helmfried von Lüttichau, bekannt aus der TV-Serie Hubert & Staller, in der er zusammen mit Christian Tramitz als Polizist auf Verbrecherjagd geht. Das Gedichteschreiben verbindet ihn mit Irschenberger Markus Hallinger. Kennengelernt haben sich die beiden als Stipendiaten des Lyrikkabinetts München und haben just ihr erstes Buch veröffentlicht. „was mach ich wenn ich glücklich bin“ heißt von Lüttichaus Buch erschienen im Fixpoetry-Verlag. In der Lyrikedition 2000 erschien zeitgleich „Das Eigene“ von Hallinger. Dass Lyrik nicht nur heimlich unter der Decke zu lesen ist, wie Tramitz vermutet, sondern überraschend und manchmal komisch sein kann, und dabei immer subversiv ist, zeigen die beiden.
Link

27. Lyrikpreis München

lpm

26. Gegen Zensur

Über 100 iranische Autoren und Übersetzer fordern in einem offenen Brief auf der Website Pendar ein Ende der Zensur. In den letzten Jahren habe sich die Zensur im Iran verstärkt. Zu den Unterzeichnern von innerhalb und außerhalb des Landes gehören Simin Behbahani und Mohammad Ghaed. In dem Brief heißt es: „Iran ist am Beginn des 21. Jahrhunderts eins der wenigen Länder, in dem Autoren den Staat um eine Druckerlaubnis bitten müssen, was nicht in der Verfassung verankert ist.“ / Radio Free Europe

25. Totale Tinte

Konstantin Ames: sTiL.e(ins) Art und Weltwaisen. Ames zweiter Gedichtband. Stilblüten. Stilblut für Tittentinte. Tittentinte als Pornographieallegorie. ›Totale Tinte‹ als Titel für eine Polemik. „Ames“ für einen Künstlernamen halten. Ames heißen und deswegen nach Ames/Iowa reisen. Auf Stilblüten warten, während alles unter dem Titel „Stilblüten“ steht. Es wovon wimmeln lassen, weil es stabt. Es gibt zu wenige zu wendige Kinder in diesem Land. Es gibt zu viele, die Selbstbewusstsein auf ihren Nachwuchs baun. Es gibt zu viele, die Gedichte schreiben. Es gibt zu viele, die auf ihren einen Stil ihr Selbstbewusstsein baun. Armselig die, die nur eines Stiles sind! Es muss möglich sein, projektiv zu dichten, ohne ein poeta vates sein zu müssen. Stil könnte eine Eierschale sein. Und dann wäre es erlaubt anzuklopfen.

http://roughbooks.ch/konstantin_ames/stil_e_ins_art_und_weltwaisen.html

112 Seiten
mit Audio CD (Ames liest Ames) 30 Minuten
Euro 14,-/ sFr. 17.-

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Und die Geschenk-Abo-Aktion:

Ein Jahr lang eine Wundertüte an Büchern aus der aktuellsten poetischen Produktion verschenken:

Sieben (7) druckfrische roughbooks für CHF 85.- / EUR 70.- , inkl Porto.

Das erste Buch gibts termingerecht auf Weihnachten 2012
und dann übers Jahr verteilt immer wieder eins, bis die sieben beisammen sind.

Das Sonderangebot gilt bis zum 20. Dezember 2012.

 

www.roughbooks.ch

24. lyrikline Advent

lyrikline.org bietet zur Zeit 7596 Gedichte von 832 Dichtern aus 57 Sprachen und über 10.365 Übersetzungen  in 55 Sprachen!

Und wenn Sie wollen – im Advent jeden Tag ein neuer Dichter zu entdecken.

Bisher (originalsprachig und teilweise in verschiedenen Übersetzungen zu hören und lesen):

Geert Buelens (Niederländisch)
am 05. Dezember 2012

Margarida Ferra (Portugiesisch)
am 04. Dezember 2012

Ngwatilo Mawiyoo (Englisch)
am 03. Dezember 2012

Nouri Al-Jarrah (Arabisch)
am 02. Dezember 2012

Svetlana Cârstean (Rumänisch)
am 01. Dezember 2012