‚conquering places‚ ist ein interdisziplinäres Projekt, das als Labor angelegt ist. Es findet von Mai bis Juni 2014 an verschiedenen Orten in Greifswald statt und vereint Künstler, Autoren und Wissenschaftler (siehe hier), die gemeinsam ein Experimentierfeld bilden. Austausch, Diskussion, Forschung. Durch unterschiedliche Strategien können thematische Schwerpunkte weiträumig ausgeleuchtet werden. Diese entstehen vor dem Ausgangspunkt, dem, was das Projekt einmal war: eine Invasion, ein Tatbestand, die Eroberung von Orten mit Briefkästen und Dietrichen, etwas Unerlaubtes, das an toten Adressen durchgeführt wurde.![]()
Diese Strategie ist mit den bisherigen Interessenten und Teilnehmern auf andere Ideen und Herangehensweisen getroffen. Es sind Blickwinkel: Was zeichnet aufgegebene Orte aus? Wie entstehen sie, wie entstand Detroit? Und welche gesellschaftlichen Prozesse sind wesentliche Faktoren für diese Entwicklung? Welche Möglichkeiten bieten sie – die sogenannten ‚Lost Places‘? Welche Auswirkungen hat technische Überformung auf Landschaft, Lebensverhältnisse und soziale Architektur? Welche Alternativen gibt es? Und was ist mit den Orten, die es auf keiner Landkarte gibt? Die inneren Räume und die psychischen Systeme? Kann man das aufgeben, kann man das erobern? Was haben Körperexperimente, Empraxis und radikaler Selbstausdruck mit alledem zu tun? Und wie können wissenschaftliche, künstlerische und literarische Kenntnis und Praxis einander bereichern?
Schnittpunkte, Dialoge, Verbindungen: das Projekt ist für weitere Teilnehmer offen und sein Drehbuch verändert sich damit stetig. Ideen und Beiträge können unterschiedliche Formen annehmen: Ausstellungen, Workshops, Vorträge, Lesungen, Aktionen, aber auch Arbeiten im öffentlichen Raum oder gänzlich eigensinnige Umsetzungsarten sind möglich. Es wird zudem über den Projektzeitraum ein laborativer Raum für eine kooperative Werkstattsituation in verschiedenen Ausstellungsräumen eingerichtet.
Mehr Informationen über das Projekt, zu den Teilnehmern und zur Teilnahme unter:
Fragen, Kritik und Kontakt unter:
info(at)conquering-places.de
„Bis jetzt habe ich immer gedacht, ich müsste die Beste sein“, sagt eine Freundin zu mir. „Aber langsam merke ich, dass im Privatleben mehr zu holen ist als im Beruf. Es ist, als wache ich endlich auf.“
Ist das nun der Backlash der Frauenbewegung oder die Emanzipation auf nächsthöherer Stufe, die Befreiung von einer allzu streng, allzu einseitig gewordenen Emanzipation und von einem gesellschaftlichen Erwartungsdruck, in dem Leistung und Erfolg als Glücksversprechen per se gelten? Das Weiten des Blicks für all das, was zunehmend in die Banlieues der Lebensentwürfe verbannt wurde? Oder doch eine Kapitulation vor beruflicher Verantwortung, für die das Selbstbewusstsein am Ende nicht reicht, sodass der Rückzug ins Warm-Häusliche angetreten wird?
Mittlerweile wird Noras Erbe in der Pi mal Daumen fünften Generation durchgespielt, von Frauen der 1980er Jahrgänge, die in den ins Heute übersetzten Verhältnissen von Ibsens Nora leben. Frauen aus dem Bürgertum also, oder für die, denen dieser Begriff zu sehr 19. Jahrhundert ist, aus der Mittelschicht, und von der Mittelschicht eher nicht die untere Hälfte. / Nora Bossong, taz
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
Nancy Willard, who lives in New York state, is one of my favorite poets, a writer with a marvelous gift for fresh description and a keen sense for the depths of meaning beneath whatever she describes. Here’s a poem from her newest book.
The Vanity of the Dragonfly
The dragonfly at rest on the doorbell—
too weak to ring and glad of it,
but well mannered and cautious,
thinking it best to observe us quietly
before flying in, and who knows if he will find
the way out? Cautious of traps, this one.
A winged cross, plain, the body straight
as a thermometer, the old glass kind
that could kill us with mercury if our teeth
did not respect its brittle body. Slim as an eel
but a solitary glider, a pilot without bombs
or weapons, and wings clear and small as a wish
to see over our heads, to see the whole picture.
And when our gaze grazes over it and moves on,
the dragonfly changes its clothes,
sheds its old skin, shriveled like laundry,
and steps forth, polished black, with two
circles buttoned like epaulettes taking the last space
at the edge of its eyes.
American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2012 by Nancy Willard from her most recent book of poems, The Sea at Truro, Alfred A. Knopf, 2012. Poem reprinted by permission of Nancy Willard and the publisher. Introduction copyright © 2013 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.
Nach Dick Davis, Lyriker und Wissenschaftler, ist der persische Dichter Hafis für die Welt der Poesie, was Bach für die Musik ist. „Man sagt, daß Bach alles aufgesammelt hat, was es vor ihm in der Musik gab, und es auf eine neue Stufe versetzte. So verfuhr Hafis mit den Konventionen der Lyrik.“ Das lyrische Gedicht erreiche in Hafis seinen Höhepunkt. Zum Großen an Hafis gehöre, daß seine Gedichte extrem mehrdeutig seien und auf verschiedene Weise gelesen werden könnten. Man kann sie säkular oder religiös lesen.
Hafis sei universeller als der im Westen bekanntere Rumi. Er spreche über alle Seiten des geistigen und Gefühlslebens, während Rumi nur über eine Seite spreche, wenn auch sehr emphatisch, stark und überzeugend.
Hafis sei ein kanonischer Dichter in der Kultur Irans, wie Shakespeare, Milton, Wordsworth und Tennyson in einer Person. „Kaum ein gebildeter Iraner, der nicht Gedichte oder wenigstens viele Zeilen von Hafis auswendig weiß.“
In seinem neuen Buch „Faces of Love: Hafez and the Poets of Shiraz“ übersetzt Davis Gedichte von Hafis, Jahan Malek Khatun und Obayd-e Zakani, alles Dichter des 14. Jahrhunderts aus Schiras.
Hier liest der Übersetzer ein Gedicht von Hafis, das in seiner Übersetzung so beginnt:
I see no love in anyone,
Where, then, have all the lovers gone?
And when did all our friendship end,
And what’s become of every friend?
Life’s water’s muddied now, and where
Is Khezr to guide us from despair?
The rose has lost its coloring,
What’s happened to the breeze of spring?
Mit der Erfindung des Buchdrucks wurden Zugang und Verteilung von Wissen nachhaltig verändert. Das bisherige Selbstverständnis der Dichter wurde in Frage gestellt. Das Weltnetz revolutioniert den Wissenszugang noch radikaler als der Buchdruck. Was an Wissen nicht nachgefragt wird, verkommt zur Marginalie. Umgekehrt erschliesst das Weltnetz abgelegene Spezialgebiete und abseitige Expertisen. Marginalien erhalten auf diese Weise eine zweite Chance. Die Quantitätsspirale dreht sich somit nicht in Richtung Exzellenz. (…)
Im Internet organisieren sich die vereinzelten Artisten wieder wie ursprünglich Stämme, die über die Fingerspitzen, Augen und Ohren miteinander verbunden sind. Die Verständigungsgrundlage sind Zeichen, Symbole und Sounds. Das verändert jede Vorstellung nationaler oder lokaler Arten der Kommunikation – hoffentlich zum Positiven. Während sich die Schere zwischen Theorie und Praxis weiter öffnet, wächst die Distanz zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und kulturellem Leben. Es gilt, sich für ein Mehr an interkultureller Kompetenz einzusetzen und eine Vielfalt zu erschliessen. Nach diesem ironischen Beipacktext ist Lyrik: 58 Prozent Poesie, 11 Prozent Theorie, 31 Prozent Philosophie.
Ein Spannungsfeld offenbart sich in der Gegenläufigkeit von Ganzheitlichkeit und Spezialisierung. Immer mehr Lyriker bewegen sich innerhalb des Literatur–Betriebs der Selbstreferenzierung. Sie suchen im Weltnetz die herkömmliche Geschlossenheit der Literatur zu erhalten. Unbemerkt unterlaufen sie aber dabei, was Schriftstellerei ausmacht: Ganzheitlichkeit. Von hier aus ist es nicht weit zur Spezies der Transferspezialisten, die das erarbeitete Wissen in Poesie übersetzen. Poesie zu verfertigen, ist zu 89 Prozent Instinkt, diese Inspiration nutzt allerdings überhaupt nichts, wenn man kein Hirn hat, um Poesie durch Faktenwissen in der Sprache zu verorten. Diese Dialektik von Intuition und Informiertheit macht Lyrik erst zur Poesie.
/ A.J. Weigoni: VerDichtung – Über das Verfertigen von Poesie. vordenker.de
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
Most of us will never touch a Klansman’s robe, or want to touch one. Rachel Richardson, who lives in North Carolina, here touches one for us, so that none of us will ever have to.
Relic
The first time I touched it,
cloth fell under my fingers,
the frail white folds
softened, demure. No burn,
no combustion at the touch of skin.
It sat, silent, like any other contents
of any other box: photographs
of the dead, heirloom jewels.
Exposed to thin windowlight it is
exactly as in movies:
a long gown, and where a chest
must have breathed, a red cross
crossed over. The crown, I know,
waits underneath, the hood with eyes
carefully stitched open, arch cap
like a bishop’s, surging to its point.
American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2011 by Rachel Richardson from her most recent book of poems, Copperhead, Carnegie Mellon University Press, 2011. Poem reprinted by permission of Rachel Richardson and the publisher. Introduction copyright © 2013 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.
Eva Strittmatter gehört nicht zu meinen LieblingsautorInnen. Aber ich habe ihr erstes Buch und etliche danach gelesen. Verse auch von ihr haben sich mir ins Hirn gebrannt, manche benutze ich im Alltag. So auch heute aus gegebenem unerfreulichem Anlaß. Ich nehme das mir wieder zugefallene, 40 Jahre alte Gedicht in meine Anthologie, Erinnerung an einen Freund, den ich nicht halten konnte.
Bilanz
Wir alle haben viel verloren.
Täusche dich nicht: Auch ich und du.
Weltoffen wurden wir geboren.
Jetzt halten wir die Türen zu
Vor dem und jenem. Zwischen Schränken
Voll Kunststoffzeug und Staubkaffee
Lügen wir, um uns nicht zu kränken.
Und draußen fällt der erste Schnee…
Wir fragen kalt, die wir einst kannten:
Was machst denn du, und was macht der?
Und wie wir in der Jugend brannten…
Jetzt glühn wir anders. So nie mehr.
Aus: Eva Strittmatter, Ich mach ein Lied aus Stille. Gedichte. Berlin und Weimar: Aufbau, 1973, S. 123.
Ein ruhiges Leben, jedenfalls an der Oberfläche, so wollte Miłosz es selbst sehen. In seinem Gedicht „Für Allen Ginsberg“ skizzierte er seine Form der dichterischen Kraft: „Auch so kann die Schule der Visionen sein, ohne die Drogen und das abgeschnittene Ohr von van Gogh, ohne die Bruderschaft der besten Geister hinter Krankenhausgittern.“
Doch Miłosz hatte seine eigenen Stimmen und „teuflischen Gnome“. In seinen stärksten Gedichten lässt er die Sprache pulsieren. Es sind oft Langgedichte, die verschiedene Töne und Bildwelten zu Konstellationen formieren. Kleine Skizzen, Erinnerungen, Reflexionen oder imaginäre Streifzüge – und darin Bilder, die sich nie auflösen lassen, die mit jedem neuen Vers die Perspektive verschieben: „Alle sind vierbeinig, ihre Schenkel freuen sich, wenn sie die Weichheit von Bär und Dachs berühren, wenn rosige Zungen sich gegenseitig das Fell ablecken. / Erstaunt spürt man das ,ich’ im Herzschlag, aber die ganze Erde mit ihrem Frühling und Sommer kann seine Weite nicht füllen.“
Es ist ein wenig schade, dass die Ausgabe nicht zweisprachig ist. Gerne hätte man versucht, der polnischen Sprache zu folgen und so wenigstens ein Gespür zu bekommen für die Klänge, mitunter auch Reime, die Miłosz benutzt. Dafür falten gleich vier Übersetzer seine Verse auf. Ihnen gelingt es nicht zuletzt, auch jene Stücke in ein gut lesbares Deutsch zu verwandeln, die weniger überzeugen. So verschränkt viele Gedichte in den Schichtungen ihrer Bilder und Ideen sind, so plan erscheinen manche andere in der Behauptung bloßer Aussagen. Aber Miłosz’ Ton trägt über solch schwächere Zeilen hinweg. Es ist ein Ton, der um die Brüche und Ängste im Untergrund des Bewusstseins weiß. Nur im Denken an jenen Untergrund, das machen die Gedichte immer wieder deutlich, lässt sich die Welt überhaupt „preisen“. Und nur so lassen sich die einzelnen Menschen beschreiben, mitsamt ihren „Ohrringen, Spiegeln, einem verrutschten Träger“. / Nico Bleutge, Süddeutsche Zeitung 30.12.
Czesław Miłosz: Gedichte. Aus dem Polnischen von Doreen Daume, Karl Dedecius, Gerhard Gnauck und Christian Heidrich. Ausgewählt und mit einem Nachwort von Adam Zagajewski. Carl Hanser Verlag, München 2013. 175 Seiten, 17,80 Euro.
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
Here’s a lovely poem about snow falling on San Antonio by Mo H. Saidi, an obstetrician and writer who, in addition to his medical training, has a Master’s degree in English and Literature from Harvard.
The Night of the Snowfall
Snow falls gently in the Hill Country
covering the meadows and the valleys.
The sluggish streaks of smoke climb quietly
from the roofs but fail to reach the lazy clouds.
On Alamo Plaza in the heart of the night
and under the flood of lights, the flakes float
like frozen moths and glow like fireflies.
They drop on the blades of dormant grass.
They alight on the cobblestones and live awhile
in silence, they dissolve before dawn.
The wet limestone walls of the mission
glow proudly after the night of snowfall.
American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2010 by Mo H. Saidi from his most recent book of poems, The Color of Faith, Pecan Grove Press, 2010. Poem reprinted by permission of Mo H. Saidi and the publisher. Introduction copyright © 2013 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.
Von Karl Kraus stammt die schöne Maxime: „Künstler sollten Rätsel schaffen, nicht Lösungen.“ An einer avancierten „Tropen- und Rätselsprache“ (Novalis) arbeitet auch die sehr verschlossene, alle Stoffe, Themen, Substanzen und Motive extrem konzentrierende Dichtung Àxel Sanjosés. Der 1960 in Barcelona geborene, seit 1978 in München lebende Sanjosé bevorzugt eine poetische Engführung der Motive, die sich stark an die Sprachkunst des französischen Symbolisten Stéphane Mallarmé anlehnt, an dessen Verfahren der „orphischen Entfaltung“. Eine zweite Bezugsfigur ist der fast schon vergessene Günter Eich, von dem Sanjosé die Neigung zur Verkürzung und Verknappung adoptiert hat und den Widerstand gegen jegliches Dekor.
Nun hat Àxel Sanjosé den schmalen, aber äußerst substantiellen Gedichtband „Anaptyxis“ vorgelegt, nur 32 Gedichte, an denen der Autor freilich über zehn Jahre gearbeitet hat. Die Strenge des Dichters gegen sich selbst hat sich gelohnt. In diesem Buch findet man keine Zeile, die nur ornamentale Funktion hat oder ein geläufiges Metaphernrepertoire bedienen würde. / Michael Braun, Tagesspiegel
Àxel Sanjosé:
Anaptyxis. Gedichte. Rimbaud Verlag,
Aachen 2013.
56 Seiten, 12 €.
Heute vor 148 Jahren (1865) wurde Rudyard Kipling in Bombay (Indien) geboren. Während einer Epidemie schickten ihn die Eltern zur Sicherheit nach England, wo er strenge Pflegeeltern hatte. Oft steckten sie ihn zur Strafe in den Keller wegen irgendwelcher Vergehen, einmal schickte man ihn in die Schule mit einem Schild auf dem Rücken: „Lügner“. Später sagte er, das habe ihn gelehrt, auf die kleinen Notlügen zu achten, zu denen er sich gezwungen sah – ein Fundament für das spätere Schreiben. Eine häufige Strafe bestand darin, daß er auf sein Zimmer gehen und die Bibel lesen mußte. Er liebte das.
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
I’m a sucker for miniatures, I suppose because it’s easy to believe I have control over my world when some of its parts are very small and I have positioned them to my liking. Here’s a telling poem about a tiny plastic soldier by Mary M. Brown of Indiana.
Classic Toy
The plastic army men are always green.
They’re caught in awkward poses,
one arm outstretched as if to fire,
legs parted and forever stuck on a swiggle
of support, as rigid and green as the boots.
This one has impressions of pockets,
a belt, a collar, a grip on tiny binoculars
intended to enlarge, no doubt, some
tiny enemy.
In back, attached to the belt is a canteen
or a grenade (it’s hard to tell). The helmet
is pulled down low, so as to hide the eyes.
If I point the arm, the gun, toward me,
I see that this soldier is very thin.
It’s almost unreal, how thin he is.
American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2012 by Mary M. Brown, who is working on a collection of poems about John Steinbeck. Poem reprinted from Third Wednesday, Vol. 4, Issue 3, by permission of Mary M. Brown and the publisher. Introduction copyright © 2013 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.
Neueste Kommentare