Francesco Petrarca
CXLVIII Non Tesin, Po, Varo, Arno, Adige et Tebro, Eufrate, Tigre, Nilo, Hermo, Indo et Gange, Tana, Histro, Alpheo, Garona, e 'l mar che frange, Rodano, Hibero, Ren, Sena, Albia, Era, Hebro; Non edra, abete, pin, faggio o genebro Poria 'l foco allentar che 'l cor tristo ange, Quant'un bel rio ch'ad ognor meco piange, Co l'arboscel che 'n rime orno et celebro. Questo un soccorso trovo tra gli assalti D'Amore, ove conven ch'armato viva La vita che trapassa a sì gran salti. Così cresca il bel lauro in fresca riva, Et chi 'l piantò pensier' leggiadri et alti Ne la dolce ombra al suon de l'acque scriva. Nicht Etsch, Tessin, Po, Arno, Var und Tiber, Nil, Tigris, Hermus, Indus, Phrat und Ganges, Alpheus, Ister, Don, noch, kräf'gen Ganges, Rhon’, Elbe, Seine, Rhein, Eur’, Hebrus, Iber, Nicht Epheu, Tann’, und Pinie kühlt mein Fieber, Wachholder nicht mein Herz, mein glühend-banges, Wie Bächlein thut, das mitweint gleichen Dranges, Und Bäumlein, das ich singe lieb und lieber. Die eine Zuflucht find’ ich, seit begonnen Amor den Kampf, drin nimmer darf ermatten Mein Leben, das so schnellen Laufs verronnen. Drum, schöner Lorbeer, wachs' auf Ufers Matten; Und, was sein Pflanzer Freudiges ersonnen, Schreib' er beim Laut des Bachs im süßen Schatten. Karl Förster (um 1818) Keine Aufzählung, keine Summe; keine Wasserläufe, die uns auf der Zunge liegen und dort und hier bereits exotisch zerlaufen; kein Abschmecken der Mündungen in das zerfranste Meer von Märchen, Völkerschicksal, Operette; bitte auch kein einheimisches Grün in Haufen, ausgezogen nach Gattung, Art und Blütenstand - je länger die Liste, umso ausführlicher die Angst; ich bin krank am ganzen Ausmaß - es zu füllen! So halte ich mich an die Klammer, die Chance, die bleibt ein Rinnsal, eines, wohl und übel an meiner Seite - der kleine Auswuchs, wenn ich rede, und Angebot von überall, wenn er sich spreizt. Ja, ich umschreibe die Aussparung, die mir jetzt hilft; und indem ich mich dagegen wehre, helfe ich ihr auf die Sprünge - dann wächst aus der Gürtellinie auch der Zweig, auf dem ich sitze im süßen Auf und Ab der Unterschiede - auf manchen Ebenen. Oskar Pastior (um 1980)
Aus: Francesco Petrarca, Poet’s Corner 4. Ausgewählt von Peter Gosse. Berlin: Unabhängige Verlagsbuchhandlung Ackerstraße, 1991, S. 16f
Am 6. April 1327 sieht der italienische Dichter Francesco Petrarca in Avignon seine Laura zum ersten Mal. Am 6. April 1348, 21 Jahre später, stirbt sie. Nach der Komposition seines Canzoniere fand beides an einem Karfreitag statt (was rein astronomisch nicht zutreffen kann). Nach den Lehren der Kirchenväter ist der 6. April ein symbolisches Datum: am 6. April ist Adam erschaffen, am gleichen Datum fand die Erbsünde statt und ist Christus gestorben. Am 6. April 1341 kommt Petrarca nach 49 Reisetagen in Rom an, wo ihm die Lorbeerkrone überreicht wird. Es gibt noch weitere Lebensereignisse an einem 6. April (so 1357: da pflanzt er 6 Lorbeerbäume). Laurel (Lorbeer) ist ein häufiges Wortspiel mit dem Namen Laura.
Zum bedeutenden Tag ein kleines Petrarcafest. Oder wenn Sie wollen und können, zwei Stunden Heimarbeit in Sachen Petrarca?
Der Oulipot Jacques Roubaud schreibt:
Am 19. Mai 1348 erhielt Petrarca einen Brief von Sokrates [so nannte Petrarca seinen flämischen Freund Ludwig van Kempen, Kantor in der Kapelle von Petrarcas Beschützer, dem Kardinal Giovanni Colonna], in dem ihm dieser Lauras Tod mitteilte. Unmittelbar darauf schrieb er auf die Rückseite des Vorsatzblattes seines Vergil-Kodex, gegenüber dem Frontispiz von Simone Martini, folgende Worte:
»Laura, herrlich durch ihre eigenen Tugenden und lange in meinen Liedern gefeiert, erschien meinen Augen zum ersten Mal in meiner ersten Jünglingszeit, im Jahre des Herrn 1327, am sechsten Tage des Monats April, in der Kirche der heiligen Klara zu Avignon bei der Morgenandacht; und in derselben Stadt, in demselben Monat, an demselben sechsten Tag, zu derselben ersten Andachtsstunde, jedoch im Jahre 1348, ist dem Lichte dieser Welt jenes Licht entzogen worden, als ich zufällig und ach! meines Geschickes unkundig, in Verona war. Die unselige Kunde ereilte mich dann durch einen Brief meines Ludovicus in Parma, in demselben Jahr im Monat Mai, morgens am 19. Tag. Ihr so keuscher und schöner Leib wurde noch am Tage ihres Todes gegen Abend auf dem Friedhof der Minoritenbrüder beigesetzt. Ihre Seele freilich, des bin ich gewiß, ist in den Himmel zurückgekehrt, von wo sie herstammte, gerade wie Seneca von Africanus sagt. Dies aber glaubte ich gerade in diesem Buch, das mir so oft vor Augen kommt, zur traurigen Erinnerung mit einer Art bitterer Wonne verzeichnen zu müssen, damit mir fernerhin nichts mehr im Leben gefalle, und ich, nachdem nun diese stärkste Fessel zerrissen ist, durch den häufigen Anblick dieser Zeilen und durch die Erwägung der Hinfälligkeit dieser Welt daran gemahnt werde, daß es Zeit sei, aus dem Babylon des Weltlebens zu fliehen, was mir mit Gottes Gnade leicht werden wird, wenn ich eindringlich und männlich bedenke, wie vergeblich die früheren Sorgen, wie nichtig die Hoffnungen und wie unerwartet der Ausgang doch sind.«
Aus: Die numerologische Anordnung der Rerum vulgarium fragmenta / vorausgeschickt / Lebens-Entwurf des Francesco Petrarca von Jacques Roubaud. Berlin: Edition Plasma, 1997, S. 14f
Ob nun Petrarca ein schlechter Rechner war, oder ob, wahrscheinlicher, das Datum nicht faktisch sondern poetisch wahr ist: Karfreitag, wie Petrarcas drittes Sonett behauptet, kann der 6. April weder 1327 noch 1348 gewesen sein. Der 6. April 1327 war ein Montag und der von 1348 ein Sonntag.
Vom Tag, als er Laura zum ersten Mal sah, nach der Wahrheit seines Canzoniere (so nennt die Nachwelt die vom Autor beiläufig „Rerum vulgarium fragmenta“ betitelte Gedichtsammlung) handelt das dritte Sonett, das hier in mehreren Fassungen erscheint. Ich beginne mit dem Originaltext, gefolgt von (für den Fall, dass sich jemand aus der geneigten LeserInnenschaft langsam einarbeiten will – wer das nicht will, überblättert es einfach – einer automatischen Übersetzung von Google.
Era il giorno ch’al sol si scoloraro
per la pietà del suo fattore i rai,
quando i’ fui preso, e non me ne guardai,
che i be’ vostr’occhi, Donna, mi legaro.
Tempo non mi parea da far riparo
contra colpi d’Amor: però m’andai
secur, senza sospetto; onde i miei guai
nel commune dolor s’incominciaro.
Trovommi Amor del tutto disarmato
ed aperta la via per gli occhi al core,
che di lagrime son fatti uscio e varco:
Però, al mio parer, non li fu onore
ferir me de saetta in quello stato,
a voi armata non mostrar pur l’arco.
Automatische Übersetzung von Google (Benutzung auf eigene Gefahr):
Es war der Tag, an dem die Sonne verblasste
für das Mitleid seines Rai-Faktors,
als ich erwischt wurde und es nicht ansah,
dass deine Augen, Donna, mich binden.
Die Zeit schien mir nicht zu schützen
gegen Liebesschläge: aber ich ging
ohne Verdacht sichern; daher meine Probleme
im allgemeinen Schmerz beginne ich.
Ich fand Amor völlig unbewaffnet
und öffnete den Weg für die Augen zum Kern,
dass Tränen durch und durch gemacht werden:
Meiner Meinung nach war es jedoch keine Ehre
verletzt mich de saetta in diesem Zustand,
Zeige dir den Bogen nicht bewaffnet.
(Weiter unten die Übersetzungsversuche von DeepL und Bing für die ganz Hartgesottenen).
Jetzt aber die klassische Übersetzung von August Wilhelm Schlegel und daran anschließend eine fast zeitgenössische Übersetzung in Prosa:
Es war der Tag, wo man der Sonne Strahlen
Mitleid um ihren Schöpfer sah entfärben:
Da ging ich sorgenlos in mein Verderben,
weil Eure Augen mir die Freiheit stahlen.
Die Zeit schien nicht gemacht zu Amors Wahlen,
und Schirm und Schutz vor seinem Angriff werben,
unnötig; so begannen meine herben
Drangsale mit den allgemeinen Qualen.
Es fand der Gott mich da ohn alle Wehre,
den Weg zum Herzen durch die Augen offen,
durch die seitdem der Tränen Flut gezogen.
Doch, wie mich dünkt, gereicht’s ihm nicht zur Ehre:
Mich hat sein Pfeil in schwachem Stand getroffen.
Euch, der Bewehrten, wies er kaum den Bogen.
August Wilhelm Schlegel, aus: Francesco Petrarca: Sonette. Auswahl. italienisch/deutsch. Leipzig: Reclam 1968, S. 7.
Eine reimlose Übersetzung von Peter Brockmeier:
Es war der Tag, an dem der Sonne Strahlen
sich aus Mitleid mit ihrem Schöpfer entfärbten,
als ich gefangen wurde, und ich hütete mich nicht davor,
dass Eure schönen Augen, Herrin, mich banden.
Es schien mir nicht die Zeit zu sein, Schutz zu suchen
gegen Amors Pfeile: darum ging ich sicher dahin,
ohne Misstrauen; so begannen meine Leiden
in dem allgemeinen Schmerz [aller Christen],
Amor fand mich gänzlich waffenlos
und offen den Weg durch die Augen ins Herz,
die der Tränen Ausgang und Durchgang sind:
Jedoch, glaube ich, brachte es ihm keine Ehre,
mich in diesem Zustand mit dem Pfeil zu treffen,
und Euch, gewappnet, nicht einmal den Bogen zu zeigen.
Aus: Francesco Petrarca: Canzoniere. 50 Gedichte mit Kommentar. Italienisch/Deutsch. Übersetzt und herausgegeben von Peter Brockmeier. Stuttgart: Reclam, 2006, S. 17.
Weiter unten folgt der ausführliche Kommentar aus dieser Ausgabe. Hier aber zuerst zwei gereimte Übersetzungen aus dem 20. Jahrhundert.
Benno Geiger 1937:
Drittes Sonett
Er tadelt Amor, daß er ihn an einem Tag verwundete, an dem er es am wenigsten befürchtet hätte
Karfreitag wars, der Tag, da vor der Güte
des Heilands einst die Sonnenstrahlen blaßten,
als Eure Augen, Fraue, mich erfaßten,
versagt mir blieb, daß ich vor Euch mich hüte.
Geeignet schien die Zeit nicht, um der Blüte
des Lenzes fromm zu widerstehn; auch paßten
wir zwei nicht auf: so ging zu beider Lasten
der Jammer uns gemeinsam zu Gemüte.
Es fand mich Amor völlig ohne Waffen,
den Weg zum Herzen offen durch die Leuchten,
die Tür und Schwelle sind dem Tränengrauen.
Doch wars nicht schön von ihm, so will mich deuchten,
in jenem Zustand mich dahinzuraffen;
von Euch, im Harnisch, nur so zuzuschauen.
Aus: Petrarca: Der Canzoniere auf das Leben und den Tod der Monna Laura. Deutsch von Benno Geiger. Zürich, Leipzig, Wien: Amalthea, 1937, S. 7
Ernst-Jürgen Dreyer 1989 / 1993:
Es war der Tag, an dem der Sonne schwanden
Mitleids mit ihrem Schöpfer voll die Strahlen,
als jählings mich in Haft und Bann befahlen,
o Herrin, Eure Augen, und mich banden.
Nicht wähnt ich, heute würde ich zuschanden
durch Amors Streiche; nimmer, mit-zermahlen
im allgemeinen Gram, daß meine Qualen
– so arglos war ich! – hier den Ursprung fanden.
Es hat mich Amor waffenlos gefunden,
offen den Weg zum Herzen durch die Augen,
die nun der Tränen Tore sind und Schleusen.
Doch mag sein Schuß zu wenig Ehre taugen
– und Euch, bewaffnet und kaum zu verwunden,
den Bogen nicht einmal von fern zu weisen.
Aus: Petrarca: Canzoniere. Zweisprachige Gesamtausgabe. München: dtv, 1993, S. 11 (zuvor 1989 und 1990 bei Stroemfeld / Roter Stern).
Dreyer übersetzte nach einer Interlinearübersetzung von Geraldine Gabor.
Es folgt ein kleiner Arbeitsabschnitt mit einem kurzen und einem längeren Kommentar.
Kommentar von Geraldine Gabor aus dem eben zitierten Buch:
1-2 Es war… die Strahlen: Karfreitag, Tag der Kreuzigung Christi
9 Es hat… waffenlos gefunden: Der Karfreitag (6. April) des Jahres
1327 ist der Tag der ersten Begegnung mit Laura
Kommentar von Peter Brockmeier aus dem Reclamband von 2006:
Rhetorisch betrachtet ist das erste Gedicht ein Exordium; die Gedichte zwei bis fünf können als »initium narrationis«, als »Schilderung des Sachverhaltes« aufgefasst werden (Göttert, S. 30). Sie greifen jeweils auf die Topoi oder Gemeinplätze der Ursache des Geschehens (Rer. vulg. frag. 2), der Zeit (Rer. vulg. frag. 3), der Person, d.h. ihrer Herkunft (Rer. vulg. frag. 4) und ihres Namens (Rer. vulg. frag. 5) zurück (Santagata, S. 13). Allerdings ist die Zeitangabe in dem dritten Sonett nicht nur als standesamtliche Mitteilung über das erste Treffen zwischen dem poetischen Ich und seiner Geliebten aufzufassen – die am Karfreitag des Jahres 1327 stattgefunden haben soll (Santagata, S. 17). Bei dieser Begegnung fühlt sich das Ich durch die Blicke der Frau in Besitz genommen: Hat das Ich in Rer. vulg. frag. 2 noch einen vernünftigen oder moralischen Widerstand gegen die erotische Verführung erwogen, so gesteht es nun seine völlige Wehrlosigkeit und Hingabe ein. Außerdem wird sein Leiden mit der Einseitigkeit der Liebe begründet: Die Geliebte ist spröde, sie wird nicht von Amor angegriffen. Auf diese Weise wird ihre doppelte Funktion als Verführerin und Erlöserin erkennbar (vgl. Komm. 2). Um die Ausnahmesituation des poetischen Ich hervorzuheben, erinnert Petrarca seine Leser in den Versen 6 bis 7 an die unglücklich liebende Francesca da Rimini: »allein waren wir und ohne einen Verdacht« (»soli eravamo c sanza aleun sospetto«; Dante, Inf. 5,129; vgl. Komm. 6, 8, 164). Neben der eigenen Schwäche und der Rache Amors (vgl. Komm. 2) wird eine weitere Begründung dafür angeführt, dass das Ich in die Gewalt des Liebesgottes geraten ist: Der Karfreitag als ein Tag des Leidens und des Mitleidens ist nicht der Tag, an dem es auf einen solchen Angriff, auf ein Begehren im sexuellen und im geistigen Sinn hätte gefasst sein müssen (5 f.). Wie Christus sieht sich auch das poetische Ich dem Bösen und dem unverdienten Leid hilflos ausgeliefert. Sein Leiden (7f.) erhält eine ebenso repräsentative Bedeutung, wie sie sein Dichtertum erhalten wird (Rer. vulg. frag. 5, 6). Der Leser wird angeleitet, die »jugendliche Verirrung« des Ich, die so großes Leid verursacht hat, bereitwilliger nachzuvollziehen und wohlwollender zu beurteilen; die sakralen Assoziationen führen zur Reue des Ich (»Tränen«, 11) und ermutigen den Leser, ihm zu verzeihen. Die Erinnerung (9, 12) an das oben zitierte ironische Gedicht Ovids (Amor. 1,2; vgl. Komm. 2) und der bittere Hinweis auf die spröde Geliebte (13f.) deuten das Thema der Allmacht und der Unerfüllbarkeit der Liebe an.
Aus: Petrarca: Canzoniere. 50 Gedichte mit Kommentar. Italienisch/Deutsch. Übersetzt und herausgegeben von Peter Brockmeier. Stuttgart: Reclam, 2006, S. 195f
Nachtrag
Zwei weitere maschinelle Übersetzungen und die Titelseiten der benutzten Bände.
Die Maschine von deepL übersetzt so:
Es war der Tag, an dem die Sonne sich verfärbte
für die Barmherzigkeit seines Bauern i rai,
als ich genommen wurde, und ich habe nicht hingesehen,
dass deine Augen, Donna, mich fesseln werden.
Ich habe keine Zeit, mich zu verstecken.
Gegen die Schläge der Liebe: aber ich ging
Sicherheit, ohne Verdacht; also meine Sorgen
in der Gemeinschaft des Schmerzes werde ich beginnen.
Finden Sie mich Liebe völlig unbewaffnet
und öffnete den Weg für den Kern,
Die der Tränen werden zu Tür und Tor gemacht:
Aber meiner Meinung nach gab es dort keine Ehre
mich so zu verletzen,
Wenn Sie bewaffnet sind, zeigen Sie den Bogen nicht.
Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)
Noch eine maschinelle Übersetzung (von Microsofts Bing):
Es war der Tag, an dem sich die Sol verfärbte
zum Mitleid seines i rai-Faktors,
als ich dort erwischt wurde, und ich sah es nicht an,
dass mich die gutäugige Donna bindet.
Die Zeit scheint mir nicht zu sein, Umschlupf zu suchen
Contra-Aufnahmen von Amor: aber ich ging
secur, ohne Verdacht; Wellen meine Probleme
in der Gemeinde begannen die Sorgen.
Ich finde Amor völlig unbewaffnet
und öffnete den Weg für die Augen zum Kern,
die von Tränen sind ausgemacht und Weg:
Aber für meinen Parer war es keine Ehre für sie
ferir me de lightning in diesem Zustand,
Sie bewaffnet nicht zeigen den Bogen.
Chaim Grade
(auch Chajim Grade; חיים גראדע) (Geboren am 4. April 1910 in Wilna, Litauen, damals Russisches Reich; gestorben am 26. April 1982 in New York)
Sodom
Gotts Antlitz der Abendhimmel voll Trauer
guckt auf Sodoms Mauer.
Die Sonne sinkt, daß sie in Weiten vergehe.
Der Tod erhebt sich in der Nähe.
Ein Finger schreibt mit schwarzen Lettern ins Abendrot:
Tod.
Beim Tor von Sodom knien zwei finstere Gestalten,
Sodom ein Totengebet zu halten.
Zwei Schatten schleichen in Sodoms Tor,
einer ist Aug und der andere Ohr.
Die Wolke – Regen und Blitz. Sodom ein Geschrei.
Des Volkes Leid süßt den Satten die Völlerei.
Für einen Teil Wein, für den andern kein Brot.
Sodoms Gesicht halb trunken, halb schon tot.
Hunger? Benag dir die eigenen Muskeln, Knecht.
So will es das Sodomer Recht.
Menschen leben unbesorgt wie die Bäume
– so sind die Sodomer Träume.
Führt man wen zum Galgen – der ersticke.
Ein Sodomer geht seinen eigenen Weg zum Glücke.
Und kommt das Grausen: Stumm! daß niemand dein Herz jagen hört.
Über jedem Kopfe hängt das Schwert.
Eine Hur an der Ecke, ein Dieb ist ihr Wächter.
Ein Netz ist die Nacht, und der Mensch ein Wild für die Schlächter.
Im Fenster – Fäuste, Axt und Stein,
es bricht die Rotte zur Tür herein.
Es lauschen die Fremden bei Lot im Haus.
Draußen spricht Sodom, es schreit heraus:
Leute, trollt euch auf anderen Wegen,
Sodom kam euch genug entgegen.
Macht euch im Feld ein Lager aus Steinen:
Sodom den Sodomern, sonst für keinen.
s hat Lot uns verraten, der eklige Spötter.
Ewig ist Sodom, und Kraft ist der Retter.
Bleich wird die Nacht, noch bleicher wird Lot.
Es reden die Fremden von Opfer und Tod.
Wir machen Sodom mit Blitzen und Donner satt,
Gotts steinernem Urteil für die steinerne Stadt.
Flügel für dich und für Sodom die Flamm,
es bleibt von den Bäumen kein einziger Stamm.
Sodom, ein göttlicher Irrtum, bald ist es ein Meer von Feuern.
So wird die Welt sich in Flammen erneuern.
Morgen. Es gehen Wogen von leuchtendem Schaum.
Morgen. Die Wolken entgleiten von Sodom wie nächtlicher Traum.
Aus: Der Fiedler vom Getto. Jiddische Gedichte aus Polen. Ausgewählt und aus dem Jiddischen übertragen von Hubert Witt. Leipzig: Reclam, 1993 (5., neu durchgesehene u. veränderte Aufl.), S. 210-212
CHAIM GRADE
geboren 1910 in Wilna als Sohn eines Hebräischlehrers. Ausgezeichnete Bildung, reiche Kenntnis des hebräischen und jiddischen Schrifttums, auch der Weltliteratur. Zweiundzwanzigjährig begann er zu schreiben, weltlich, aber tief verwurzelt in jüdischer Tradition. Mitglied der Schriftsteller-Gruppe Jung-Wilne. 1941 bis 1946 als Flüchtling in der Sowjetunion, danach Polen, Frankreich, seit 1948 New York. Lyriker, Novellist, Romanautor, Essayist. Gestorben 1982.
Róža Domašcyna
(* 11. August 1951 in Zerna, Landkreis Kamenz)
Er legte sich zu mir
am rande des marktes legte er sich zu mir
ich sagte habnichts so binnichts
er sagte trink den wein den man dir nachträgt
ich sagte wärm dich bei Vielhabens auf
doch er legte sich zu mir
denn ich besitze ein wort ohne ort
ein gedicht ohne gericht
eine schelle ohne elle
und ein schloß ohne schlüssel
dahin führt ein weg ohne steg
der ist unten gemauert und oben gemalt
er legte er sich zu mir
legte sich doch zu mir
Aus: Róža Domašcyna, stimmfaden. gedichte. Heidelberg: Wunderhorn, 2006, S. 25
Athena Farrokhzad
Aus: Bleiweiß
Meine Mutter sagte: Im Schlaf deines Vaters werdet ihr zusammen hingerichtet
Im Traum deines Vaters bildet ihr eine Genealogie der Revolutionäre
…
Mein Vater sagte: Einen Löffel für die Henker
einen Löffel für die Befreier
einen Löffel für die hungernden Massen
Und einen Löffel für mich
…
Mein Vater sagte: Wer wird sprachlos in einem Gedicht über Sprache
Meine Großmutter sagte: Wer wird aufgedeckt in einem Gedicht über Begehren
Meine Mutter sagte: Wer wird verraten in einem Gedicht über Verrat
Aus: Athena Farrokhzad: Bleiweiß. Gedicht. Aus dem Schwedischen von Clara Sondermann. Berlin: Kookbooks, 2019
Zwei Gedenktage in einem: Hans Leybold (* 2. April 1892 in Frankfurt am Main; † 8. September 1914 in der Garnison Itzehoe) dichtet einen Nachruf auf Christian Morgenstern (* 6. Mai 1871 in München; † 31. März 1914 in Untermais, Tirol).
Auch ein Nekrolog
für Christian Morgenstern
O Christian, wir glätten weinend unsre Bügelfalten:
auf Feuerleitern krochen wir mit dir in rhythmische Gerüste.
Mit dem Zement der Ironie ausfülltest du die Spalten
vermorschter Traditionen Mauer. O metaphysisches Gelüste.
O Huhn und Bahnhofshalle! Weit entfernte Latten!
Ihr Wiesel, Kiesel, mitten mang det Bachjeriesel!
Palmström, du ohngeschneuzter, den sie kastrieret hatten!
Genosse Korf, du nie banaler Wennschon — Stiesel!
(Verzeiht den Kitschton. Mich übermannte hier die Rührung:
Verzeih besonders du, Kollege Untermstriche:
schon hab ich in der harten Hand der Verse Führung
wieder; und komme mir auf meine Schliche.) —
Nun quäkt der Turmhahn geil auf Staackmanns Miste
sein Kikriki, und ist bald Ernst, bald Otto.
Verleger reißen sich die Haare aus, als ob das müßte,
und spielen mit der Perioden-Presse trotzdem Lotto.
O Christian: wie später Gotik wandgeklatschter Freske
(im spitzen Reigen härmender sebastianischer Figuren):
du paßtest nicht in unsren Krämerkram, du fleischgewordene Groteske;
nicht schmiegte sich dein edler Vollbart in die Schöße unsrer Huren!
Das Literatenleben, o du mein Christian, ist doch nicht besser
als das ärarische. (Sie dichten zur Musik von Walter Kollo!)
Wir tanzen zwischen Film und Feuilleton auf scharfem Messer …
Freu dich! Sei tot! Grüß mir, im Glanz geölter Locken, den Apollo!
Aus: Hans Leybold, „Gegen Zuständliches“. Glossen, Gedichte, Briefe. Hrsg. Eckhard Faul. Hannover: Postskriptum, 1989 (Randfiguren der Moderne), S. 49
Heute vor 15 Jahren starb der Dichter Thomas Kling. Hier ein Gedicht aus der Anthologie „Selbstzeugnisse. Sechsmal Gedichte“, die 1985 in der Eremitenpresse Düsseldorf erschien. Das Gedicht wurde 1986 in den ersten „eigentlichen“ eigenen Band „Erprobung herzstärkender Mittel“ aufgenommen.
PERSISCHES PÄRCHEN der halbsichtbare handschenkel unterm beiseitegeschobenen blumenkleid; aus dem geb lümten ärmel die schenkelhand, halbsichtbar. der halbgeöffnete hand rücken mit haaren liegt auf der per sischen innenseite ihres halbgeöffneten schenkels, seine hand (nicht beiseite geschoben) also in ihrer vollends g öffneten schenkelfläche, in behaarungs nähe. der gemeinsame blick. ihrer behaarten äugen (geöffnet, braun): ihre persische augenbetrachtung! & das seismische zittern des betrachters, nicht wahr, wie wespen fleisch, wie welpen, auf der suche (fieber) nach behaarten haaren, während das beben des beiseitegeschobenen, geöffneten paars letztendlich nicht verzeichenbar ist. und flugs auf die sprachdüse oder -drüse des betr ach ters gedrückt, die augenblicklich (oder -scheinlich) die Interjektion ‘ah‘ absondert
Anna Krommer
(* 31. März 1924 in Dolny Kubin, Tschechoslowakei)
Hunger
(London 1944)
Ich kann sie zählen und zählen,
doch die Münzen vermehren sich nicht.
Ich rieche Gerüche, die mich quälen
im kleinen Cafe, bei schwachem Licht.
Ich bin von allen vergessen.
Ich schweige, nur mein Magen stöhnt.
Überall sehe ich Menschen essen —
auch ich war so verwöhnt.
Der Kopf ist schwach,
die Straßen schwanken,
den langen Weg gehe ich zu Fuß.
Lichter tanzen, Glieder wanken.
Ein Künstlerleben ist doch kein Genuß.
An kalten Nächten möchte ich vergessen,
daß mich der Hunger grausam zwickt;
am Morgen weckt er mich indessen
in eine wohlbekannte Pein zurück.
Manchmal weine ich lang, doch leise —
dann kommt ein wenig Geld, ein wenig Glück.
Doch statt zu essen auf die beste Weise,
kauf ich mir Karten für Konzertmusik.
Aus: Anna Krommer: Staub von Städten. Ausgewählte Gedichte. Wien: Theodor Kramer Gesellschaft, 1995, S. 29
Hannah Höch
(* 1. November 1889 in Gotha; † 31. Mai 1978 in Berlin)
[Liebesgedicht für Raoul Hausmann]
Komm Du,
fange die blauen Bälle
meines Da-Seins –
sie blühten aus lebenden
Wiesen und rundeten im Sonnenofen
Du mußt nicht mit
dem Metermaß kommen. –
alle sind rund, und
die kunterbunten Flecken
malte meine Seele darauf.
Meine Seele, die einen roten
Teppich webt – auf dem
wir tanzen können,
wir,
zwei Wissende
wir,
zwei Lächelnde!
Aus: Hanne Bergius, Das Lachen DADAs. Die Berliner Dadaisten und ihre Aktionen. Gießen: anabas, 1993, S. 134

Yvan Goll
(* 29. März 1891 in Saint-Dié, Frankreich; † 27. Februar 1950 bei Paris)
Aus: Tristan Torsi [d.i. Yvan Goll], Films. 1914
Der Herausgeber spricht:
Der Expressionismus ist keine neue Religion, die hier gegründet wird. Er ist schon längst das tägliche Brot der Malerei. Er ist eine Seelenfärbung, die (für die Techniker der Literatur) noch nicht chemisch analysiert war und daher keinen Namen hatte.
Expressionismus liegt in der Luft unserer Zeit, wie Romantik und Impressionismus die einzige Lebensmöglichkeit früherer Generationen waren.
Expressionismus entfernt sich streng von ihnen. Er verleugnet jene Kunstgattungen des l’art pour l’art, denn er ist weniger eine Kunstform als eine Erlebnisform. Im Goetheschen Sinn.
Expressionismus nähert sich der Klassik. Er hat mehr Gehirn als Gefühl, er ist mehr Extase als Traum. Und so ist er klassizistisch, ohne den Anspruch zu haben, je klassisch zu werden.
Aus: Yvan Goll, Die Lyrik in vier Bänden. i: Frühe Gedichte 1906-1930. Herausgegeben und kommentiert von Barbara Glauert-Hesse im Auftrag der Fondation Yvan et Claire Goll, Saint-Die-des-Vosges. Berlin>: Argon, 1996, S. 9
Die Flucht nach Lesbos
Gold
War gerollt
In der Nacht,
Und beide, Clo und Gynn,
Tänzerin und Tänzerin,
Hatten getollt und hatten gelacht.
Aber morgens, von den Fräcken verlassen,
Fanden ihre blassen
Hände sich …
Morgen weinten Clo und Gynn,
Und sie flohen, Tauben im Winde,
Bis zur seligen Insel hin.
Und ihr nachtschwarzes Tanzgewand
Flatterte mit der Nacht über Land,
Dass sie nun standen wie rosa Wolken,
Dass sie Hände hielten wie Möwen,
Dass sie Hüften bauschten wie Wellen,
Dass sie Füsse trugen wie Muscheln,
Dass sie stiegen, morgengross,
Schoss an Schoss.
Ebd. S. 13
Anna Achmatowa
( * 11. Juni jul./ 23. Juni 1889 greg. in Bolschoi Fontan bei Odessa; † 5. März 1966 in Domodedowo bei Moskau)
Berufsgeheimnisse. 1. Das Gedicht
2
Was solln mir der Oden endloses Heer,
Der sanfte Klang verschlungener Elegien …
Ich sage: ins Gedicht gehört das Unerhörte,
Nicht wie’s bei den Leuten ist.
Und wüßten Sie, wie ohne jede Scham
Gedichte wachsen, und aus welchem Müll!
Wie durch das Zaunloch gelber Löwenzahn,
Wie Melde und Dill.
Ein ärgerlicher Ruf, frischer Geruch von Teer,
Geheimnisvoller Schimmel an der Wand …
Und unverschämt und zärtlich tönt der Vers,
Ihnen und mir zum Spaß.
Deutsch von Rainer Kirsch. Aus: Poesiealbum 240. Anna Achmatowa. Berlin: Neues Leben, 1987, S. 27
Sappho
(* zwischen 630 und 612 v.u.Z.; † um 570 v.u.Z.)
Aber mir verschlägt’s schon den Atem, wenn ich
flüchtig nur dein Antlitz erblicke. Hilflos
duckt sich dann das Herz in der Brust zusammen
lähmende Schwere
überkommt die Zunge, und gleich beginnen
Fieberschauer unter der Haut zu rieseln.
Vor den Augen wird es wie Nacht, ein Dröhnen
füllt mir die Ohren,
kalter Schweiß bedeckt mich, die Glieder zittern,
bleicher wird die Wange, die Hand wird bleicher
als das Wintergras. Und ich denke sinkend,
dies sei das Ende.
Dennoch läßt sich alles ertragen, wenn nur . . .
Deutsch von Manfred Hausmann, aus: Sappho, LIEDER UND BRUCHSTÜCKE. Übertragen von Manfred Hausmann. [Das Gedicht. Blätter für die Dichtung]. Hamburg: Heinrich Ellermann, o.J. (1948), unpag.
Ferdinand Hardekopf
(* 15. Dezember 1876 in Varel; † 26. März 1954 in Zürich)
Wir Gespenster
(Leichtes Extravagantenlied)
Wir haben all unsere Lüste vergessen,
In Cinémas suchen wir Grauen zu fressen;
Erleuchtete Tore locken uns sehr,
Doch die Angst ist gering — wir brauchen viel mehr.
Als Knaben sind wir ins Theater gegangen,
Nach gelben Actricen ging unser Verlangen;
Nur Herr Kerr geht noch hin, gegen Wunder geimpft,
Der Bürger, der Nietzsche und Strindberg beschimpft.
Für Haeckel-Vergnügungen dankten wir bestens,
Da flohen wir zitternd ins Café des Westens
Zu heiligen Frauen. Es gibt auch Hyänen,
Die scharren nach goldenen Löwenmähnen.
Aus der Welt Dostojewskis sind wir hinterblieben:
Gespenster, die Lautrec und Verzweiflung lieben.
Wir haben nichts mehr, was einst wir besessen,
In Cinémas suchen wir Grauen zu fressen.
Aus: Ferdinand Hardekopf, Lesestücke (Aktions-Bücher der Aeternisten). Berlin-Wilmersdorf: Verlag der Wochenschrift DIE AKTION (Franz Pfemfert), 1916, S. 6
Jun Er
CORONA
The virus sifts country by country.
Tests public trust & civilization,
tests civil spirit & responsibility,
tests dictatorship & democracy,
tests freedom and love.
This poison poised for destruction
should also belong to life.
March 10, 2020
Translated by Martin Winter, March 2020
Jun Er
CORONA
Das Virus siebt Land für Land,
prüft öffentliches Vertrauen, den Grad an Zivilisation,
das allgemeine Niveau, den Sinn für Verantwortung.
Es prüft Diktatur und Demokratie,
prüft Freiheit und Liebe.
Dieses Gift wird ausgelöscht werden
und sollte auch zum Leben gehören.
《冠状》
君儿
病毒一国一国地过筛子
检验公信力和文明程度
检验公民素质和责任心
检验专制与民主
检验自由与爱
这个注定将被消灭的毒
应该也属于生物
2020.3.10
Friedrich Hölderlin
(* 20.März 1770 in Lauffen am Neckar; † 7. Juni 1843 in Tübingen)
Aussicht
Der off’ne Tag ist Menschen hell mit Bildern,
Wenn sich das Grün aus ebner Ferne zeiget,
Noch eh‘ des Abends Licht zur Dämmerung sich neiget,
Und Schimmer sanft den Glanz des Tages mildern.
Oft scheint die Innerheit der Welt umwölkt, verschlossen,
Des Menschen Sinn von Zweifeln voll, verdrossen.
Die prächtige Natur erheitert seine Tage,
Und ferne steht des Zweifels dunkle Frage.
D. 24. Merz 1871
Mit Unterthänigkeit
Scardanelli.
Dieses Gedicht aus Hölderlins Zeit im Tübinger Turm wurde zuerst in einem Nachruf auf Hölderlin von Friedrich Wilhelm Hackländer in der Kölnischen Zeitung vom 23. Juni 1843 gedruckt. 1870 erschien das Gedicht noch einmal in einem Artikel zu Hölderlins 100. Geburtstag mit einigen textlichen Abweichungen und der Behauptung, es bei einem Besuch im Mai 1843, also in den letzten Lebenswochen des Dichters, erhalten zu haben. 1983 erwarb das Literaturarchiv Marbach die Handschrift, vermutlich Hackländers, mit der Datierung: „Den 12 April 1842 / von Hölderlin, dem Unglüklichen geschrieben“.
In der Stuttgarter Ausgabe Friedrich Beißners lautet die fingierte Datierung Hölderlin-Scardanellis: 24. März 1671, was auf den zweiten Druck von 1870 zurückgeht und erst durch die Handschrift auf 1871 korrigiert wird.
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