Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Franz Werfel und Hilda Doolittle (H.D.) haben heute Geburtstag, Pauline Schanz und Mary Oliver, aber Lyrikzeitung gibt heute Elisabeth von Österreich-Ungarn das Wort, Sisi, Kaiserin und Autorin von Tagebüchern und Gedichten. An diesem Tag im Jahr 1898 starb sie. Sie verehrte Heine, der 40… Continue Reading „Sisi“
Stéphane Mallarmé (* 18. März 1842 in Paris; † 9. September 1898 in Valvins) Gabe des Gedichts EIN KIND AUS EDOMS NACHT, HIER LIEGT ES VOR DIR. BLOSS Und schwarz, mit Flügeln blutig-bleich und federlos, Durchs Fensterglas, gebeizt von würzigem Rauch und Gold, Gefrorne… Continue Reading „Gabe des Gedichts“
August Wilhelm Schlegel (* 5. September oder 8. September 1767 in Hannover; † 12. Mai 1845 in Bonn) Schillers Lob der Frauen. Parodie. (Zum Original) Ehret die Frauen! Sie stricken die Strümpfe, Wollig und warm, zu durchwaten die Sümpfe, Flicken zerrißene Pantalons aus; Kochen… Continue Reading „Lob & Ehre Der Frauen“
Rainer Schedlinski (*11.11.1956, † 06.09.2019) theseus zur rolle der frau das gras wächst, wir aber werden erwachsen, vermehren uns mit geschlossenen augen um besser zu sehen, damit ein gegenteil entsteht, das ist die überzeugung, ist die kunst des sterbens, inflation der sinne, am ende… Continue Reading „wir aber“
Johann Wolfgang Goethe Onckel und diri bleiben Werden ich dumsi da Also nit weiter treiben Mochten im samsi da. S. 685 A. Das ist wieder ein gefährliches Buch! B. Gefährlich! Gefährlich! Was gefährlich. Gefährlich sind solche Bestien, wie ihr seid. Die alles ringsherum mit… Continue Reading „Zwei Abschnitzel von Goethe“
Henri Rousseau (genannt „Le Douanier“, Der Zöllner; * 21. Mai 1844 in Laval; † 2 . September 1910 in Paris) Der Traum Jadwiga, süß entschlummert kaum, Hat einen wunderschönen Traum; Der Flöte Ton dringt an ihr Ohr, Ein guter Zauberer ruft ihn hervor. Das… Continue Reading „Der Traum. Le Rêve“
Innokentij Annenskij (* 20. August jul./ 1. September 1855 greg. in Omsk; † 30. November jul./ 13. Dezember 1909 greg. in Sankt Petersburg) Die Poesie In dir sind quälerisch verbunden Des Lebens Zufall und der Schöpfergeist, Die Schönheit ist anspielungsreich, So kann sie sich… Continue Reading „Die Schönheit ist anspielungsreich“
Wolfgang Hilbig >nach dem zweiten/krieg< nach dem zweiten krieg vergaß man beim aufräumen einige vokabeln aus der weit zu schaffen. noch immer nicht sind aus der deutschen sprache verbannt wörter wie unverbrüchlich unzertrennlich uneinnehmbar unbesiegbar. rundfunk und presse. ach arme beine zu allengutendingen –… Continue Reading „nach dem zweiten krieg“
Gretchen, Klärchen, Friederike, Christel, Lili, Lotte, Christiane, wie sie alle heißen. Die einen spielen eine Rolle in der Dramaturgie von Theaterstücken, die den Titel von Männern haben (Faust, Egmont) und denen sie untergeordnet sind. Gretchen, das ist natürlich keine Liebesgeschichte, sondern die Geschichte einer… Continue Reading „Christel“
Weimar im August 2019: das Künstlerkollektiv „Frankfurter Hauptschule“ bewirft Goethes Gartenhaus in Weimar mit Toilettenpapierrollen (sie sagen, sie hätten es „geschändet“), um auf sexistische Tendenzen in seinem Werk (Heidenröslein verharmlose eine „brutale Vergewaltigung“, sein Werk strotze „vor erotischen Hierarchien zu Ungunsten seiner Frauenfiguren“). Wers… Continue Reading „Frauengestalten“
Iwan Franko (ukrainisch Іван Франко, wiss. Transliteration Ivan Franko; * 27. August 1856 in Nahujewytschi, Galizien, Kaisertum Österreich; † 28. Mai 1916 in Lemberg, Galizien) Nikolai Nekrassow Nikolai Nekrassow (russisch Николай Алексеевич Некрасов, wiss. Transliteration Nikolaj Alekseevič Nekrasov; * 28. November jul./ 10. Dezember… Continue Reading „Das Übliche: Jugend, Kämpfe, Kerker“
Guillaume Apollinaire (* 26. August 1880 in Rom, Italien; † 9. November 1918 in Paris) Wenn man mich machen ließe Zeit du allein der Weg von einem Punkt zum andern Wenn man mich machen ließe hätt ich bald verändert Das Herz der Menschen und… Continue Reading „Wenn man mich machen ließe“
Alfred Lichtenstein (* 23. August 1889 in Wilmersdorf; † 25. September 1914 bei Vermandovillers, Département Somme, Frankreich) Jetzt tut man mir nichts mehr beim Militär. Wer achtet noch auf mich. Man hat sich längst gewöhnt An meine sonderbaren Zivilistenaugen. Beim Exerzieren bin ich halb… Continue Reading „Jetzt tut man mir nichts mehr beim Militär“
Jan Kochanowski (* 1530 bei Radom; † 22. August 1584 in Lublin) EPIGRAMME I, 3 ÜBER DAS MENSCHLICHE LEBEN Ein Scherz ist alles nur, was immer wir ersinnen, Ein Scherz ist alles nur, was immer wir beginnen; Kein Ding auf dieser Welt bleibt je… Continue Reading „Ein Scherz ist alles nur“
Neueste Kommentare