Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Die dreißig Bilder vom Erzählen (S. Fischer), illustriert mit Radierungen von Horst Hussel, markieren Wolfgang Hilbigs Rückkehr zu seinem kreativen Ursprung, der Lyrik: abwesenheit hieß sein – westdeutsches – Debüt von 1979. „Nun bin ich alt und in den Staub geworfen“, setzt resignativ das… Continue Reading „Huchelpreis für Hilbig“
blau ist glaub ich eisenhut der hier so spät noch blüht schreibt Norbert Hummelt, und Steffen Jacobs kommentierts in seiner Kolumne. / Die Welt 30.3.02
„Die Gedichte, die er Tag für Tag schreibt“, liest man in Peter Härtlings schönem, sehr persönlichem Nachwort, „sind nicht mehr nur Gedichte, sie haben sich befreit von der Anstrengung, ein Gedicht sein zu wollen.“ Das ist gewiss richtig, ändert aber nichts am Vollkommenheitsstatus einer… Continue Reading „Krolow-Nachlaß“
In der FAZ schreibt Rainer Bayreuther über das pietistische Passionslied: Der Pietist glaubt das Leiden Jesu nicht nur, er sucht es auf, er begibt sich in möglichst heiße und psychisch stimulierende Nähe zu ihm. Hier eröffnen sich neue, unbegrenzte Möglichkeiten für die Bildersprache. Die… Continue Reading „Das pietistische Passionslied“
„Altklug“ kann nämlich immer auch „frühreif“ bedeuten, und von solcher frühen Reife legen Filips ‚ Gedichte Zeugnis ab. Nicht, dass immer alles gelungen wäre, nein, aber Zeilen wie „Die Zeit ist lang. Du brauchst sie nicht zu hetzen“ lassen einen plötzlich innehalten und werden… Continue Reading „Schluck Auf Stein“
Gespenst in Deutschland“ schrieb der Schriftsteller und Lyriker Matthias Kneip, der jetzt auf einer Veranstaltung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft im Universitätsclub Bonn unter dem Titel „Spaziergang eines Deutschen durch Polen – Gedichte und Essays zwischen Deutschland und Polen“ Exempel seiner Poesie und Prosa vorstellte. Ganz… Continue Reading „„Polen ist ein trauriges“
Seine neueren Lieder sind deswegen keineswegs schwächer oder harmloser, und immer noch besticht die Intensität und Kraft seiner Lyrik, die, was viel zu wenig gewürdigt wird, seit jeher kongenial musikalisch verpackt wird. / schreibt der Donaukurier über Wolf Biermanns Auftritt bei den diesjährigen Ingolstädter… Continue Reading „kongenial musikalisch verpackt“
In der „Welt“ schreibt Wolf Biermann über den Dichter Moses Rosenkranz aus Czernowitz: Für mich sind diese acht Zeilen (s.u.) ein großes Gedicht, geschrieben von einem kaum bekannten Dichter aus Czernowitz in der Bukowina. Moses (ursprünglich: Edmund) Rosenkranz wurde am Anfang des letzten Jahrhunderts… Continue Reading „Des Bauern Tod“
Zunächst der heimliche, dann mit der Preisverleihung des (seriösen) „Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung“ am Sonntag auch öffentliche Star der Buchmesse war der sympathisch-ironische serbische Prosaist und Lyriker Bora Cosic (Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution – den Anerkennungspreis erhielt der tschechische Autor… Continue Reading „Ostig-schnuckelige Messe“
Die Leipziger Volkszeitung berichtet u.a. dies von Lyriklesungen im Gohliser Schlößchen in Leipzig: Dicht auf den Versen folgte ihm [Rosenlöcher] der 27-jährige Berliner Björn Kuhligk, der leider mit „erotischen Liebesgedichten“ angekündigt wurde. Statt platter Provokation gelingen dem als „Asphalt-Rimbaud“ gefeierten Dichter kraftvolle Bilder: „…… Continue Reading „Lyriklesungen im Gohliser Schlößchen“
Even more disappointing were the final stanzas of legendary wordsmiths the likes of Lord Byron and Johann Wolfgang von Goethe. Byron couldn’t be bothered to work up a decent rhyme. „Now I shall go to sleep. Good night.“ While Goethe’s last words were so… Continue Reading „Letzte Worte“
Nach ihrem Selbstmord am 1. Juni 1966 verschwand Inge Müller umgehend aus den Annalen der DDR-Literaturgeschichte. Kurz nach ihrem Tod hatte der Aufbau Verlag den vergeblichen Versuch unternommen, ihre seit 1957/58 entstandenen Gedichte in einer Ausgabe vorzustellen. Für die paranoiden Literaturpolitiker der DDR bedeutete… Continue Reading „Dann fiel auf einmal der Himmel um“
Und beide beharren auf einem Trotzdem des Gedichts: Das titelgebende Schlussgedicht Erklärte Nacht hebt bei Grünbein mit dem Understatement an: Oder Dichtung, was war das noch? Entführung in alte Gefühle. / Stimmenfang, Silbenzauber, ars magna im elaboriertesten Stil. / Die Kälte der Selbstbegegnung, ein… Continue Reading „Neue Lyrikbände von Drawert und Grünbein“
Bert Papenfuß: Christa Wolf hat mir immer ihre Bücher gegeben, hat aber immer dazu gesagt, dass ich sie nicht lesen brauche. Ich habe mich weitestgehend daran gehalten. Karl Mickel hat mich mal auf eine Stelle in „Nachdenken über Christa T.“ aufmerksam gemacht, an der,… Continue Reading „Lyriker, prosalesend“
Marcel Beyer schreibt Gedichte, die nicht von der Fremdheit der Phänomene erlösen, sondern … mitten in ihr „Geheimnis“ hinein führen. Hier wird in großer Eindringlichkeit über Geschichte gesprochen – in Gedichten, die gleichermaßen aus benennen und Verschweigen bestehen. / Michael Braun, FR 20.3.02 Marcel… Continue Reading „Benennen und Verschweigen“
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