Kategorie: Deutschland

32. Kreislers Gedichte

„Was steht im ND?“ (Wolf Biermann). Na: Lyrikkritik. Wie diese: Kreisler zitiert Max Beerbom: »Wenn man ein Schaf auf zwei Beine stellt, ist es deswegen kein Mensch. Aber wenn man eine ganze Schafherde auf zwei Beine stellt, ist es ein Publikum.« Das laute Lachen… Continue Reading „32. Kreislers Gedichte“

31. Griffin Poetry Prize Shortlist

Nicht 5.000 wie der Koeppen-, nicht 10.000 wie der Huchel- oder 15.000 wie der Ringelnatzpreis, auch nicht 30.000 wie der Malkowskipreis (alles in Euro und ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl an schwäbisch-badische oder pommersche Preisstifter!): $75,000 beträgt der bedeutendste kanadische Lyrikpreis, der Griffin… Continue Reading „31. Griffin Poetry Prize Shortlist“

30. Türkische Dichter bei Lyrikline

(Woche der türkischen Poesie) Die Plattform lyrikline entält bislang je 10 Gedichte von 10 türkischen Lyrikern auf Türkisch, Deutsch und teilweise anderen Sprachen (Englisch, Französisch u.a.), jeweils mit Text und Audiofile. Weitere Übersetzungen von Manfred Peter Hein, Uwe Kolbe und Ulrike Almut Sandig sind… Continue Reading „30. Türkische Dichter bei Lyrikline“

29. Mal ein Filmtip

für Berlinnahe: Mittwoch, 07.04.2010, 21.00 Club der Polnischen Versager ///  Ackerstrasse 170  ///  Berlin-Mitte  /// www.polnischeversager.de česky film: tschechische Filme, immer am 1. Mittwoch des Monats Diesmal: der Kult-Film ‚K o u r‘ (“ R a u c h „), CSSR , 1990, in Originallfassung… Continue Reading „29. Mal ein Filmtip“

28. Tauben vergiften

Wegen seines schwarzen Humors und bitterböser Songs wie dem „Tauben vergiften“ ist Kreisler seit Jahren bekannt. Anfang Juni erhält Georg Kreisler den Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg. ORF

19. Trost der Bäume

Dorthin zog ich mich zum Lesen zurück, als pathoserfüllter Adoleszent mit Hölderlin in der Sakkotasche und Plänen für die Gründung einer Akademie namens „Hyperion“, deren Statut noch immer irgendwo in meiner Insel-Taschenbuchausgabe steckt. Auch wenn die Akademie, die unter Spöttern etwas sprechender der „Sherry-Klub“… Continue Reading „19. Trost der Bäume“

18. Gedicht vom Tod

Erika Werner, Hamburgs Grande Dame der Literatur, macht Lesungen ganz nach ihren Vorstellungen. Bestsellerlisten oder berühmte Autoren interessieren die 74-Jährige nicht Und sie erzählt mit sichtbarem Vergnügen: „Die Lyrikerin Elke Erb liest eigene Texte, die Schauspielerin Ingeborg Kallweit liest Lyrik von Inger Christensen und… Continue Reading „18. Gedicht vom Tod“

17. Huchelpreis verliehen

Die österreichische Schriftstellerin Friederike Mayröcker hat den Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik bekommen. Aus gesundheitlichen Gründen konnte die 85-Jährige die Auszeichnung am Samstag im badischen Staufen nicht selbst entgegen nehmen. Sie ließ sich durch eine Mitarbeiterin des Suhrkamp-Verlages vertreten. Die Jury hatte Mayröcker den mit… Continue Reading „17. Huchelpreis verliehen“

14. In Deutschland nix los?

(vgl. #13. Nationaler Lyrikmonat) Mach ichs eben alleine. Ich erkläre hiermit die nächste Woche zur Woche der türkischen Poesie. Von Ostermontag bis den darauffolgenden Sonntag gibts täglich eine Nachricht dazu. Oder – falls mir jemand was schickt: Leser in der Türkei? In Deutschland? –… Continue Reading „14. In Deutschland nix los?“

12. Verleihung des Peter-Huchel-Preises

Zur Stunde (ich bin gerade aus dem Ausland zurück und komme leider so schnell nicht von Greifswald nach Staufen) findet gerade die Verleihung des Huchelpreises an Friederike Mayröcker statt. Obwohl Friederike Mayröcker aus gesundheitlichen Gründen abgesagt hat, ist eine spannende Veranstaltung zu erwarten. Traditionell… Continue Reading „12. Verleihung des Peter-Huchel-Preises“

11. Auslegen „ohne jede Information“

Gadamer hatte keineswegs den Anspruch, als Literaturwissenschaftler an die Texte der Schriftsteller heranzugehen. So verfolgte er in dem Buch „Wer bin ich und wer bist Du?“ das Projekt, „ohne jede Information besonderer Art einen Zyklus Celanscher Gedichte auszulegen“. Gadamer wandte sich gegen den Anspruch… Continue Reading „11. Auslegen „ohne jede Information““

10. „Die ersten Texte rumäniendeutscher Dichter nach dem Krieg“

Unter der merkwürdigen Überschrift „Ausgrabungen: Die ersten Texte rumäniendeutscher Dichter nach dem Krieg“ gibt es bei der Stattzeitung Südbaden einen Bericht über die Frankfurter Zeitschrift „Umbruch“, die 1986 Texte rumändiendeutscher Autoren mit einem Aufsatz darüber veröffentlichte. Merkwürdig zunächst, weil in dem Text die Situation… Continue Reading „10. „Die ersten Texte rumäniendeutscher Dichter nach dem Krieg““

7. Überschwang und Gattenliebe – Schumann neu verdichtet

Für das poesiefestival berlin verdichten Ulf Stolterfoht und Sabine Scho den Liederzyklus Frauenliebe und –leben neu. Insgeheim brodelt es darin vor Überschwang, Vergänglichkeit und Verlustangst, aber Robert Schumann komponierte mit Frauenliebe und -leben ein Hohelied der Gattenliebe. Die Dichter Sabine Scho und Ulf Stolterfoht haben… Continue Reading „7. Überschwang und Gattenliebe – Schumann neu verdichtet“

6. Hybris des Schmerzes

Doch selbst Paul Celan wurde Sachs‘ Leidens-Gestus irgendwann unheimlich. Ende der fünfziger Jahre hatte er brieflich Kontakt zu ihr aufgenommen, bei ihrem Besuch in der Schweiz 1960 holte er sie dann gemeinsam mit Ingeborg Bachmann vom Flughafen ab, lud sie schließlich nach Paris ein… Continue Reading „6. Hybris des Schmerzes“

3. Nietzsches Handschriften

Die Erfahrung von textueller Authentizität ist für den Nietzsche-Leser schon deswegen von Wert, weil die Geschichte des Nietzsche-Nachlasses mit den geradezu gespenstischen Fälschungen der Schwester begann. Dies war für die Wirkungsgeschichte ein verhängnisvoller und ideologisch schwer lastender Skandal, der bis zur Werkausgabe von Colli/Montinari… Continue Reading „3. Nietzsches Handschriften“