Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Wir brüsten uns, wie zivilisiert wir sind. Doch was, wenn alle Dinge völlig anders hießen. Italien zum Beispiel.
Kaum sind wir angekommen
müssen wir schon wieder heim
So versäumen wir zu finden
wonach wir suchten
Münder, in der
heißen Asche Pompejis geküsst,
kommen zurück,
und Augen, die nur ihre Geliebte anbeten konnten
in den Feuern von Pompeji,
kommen zurück
Ich erinnerte mich an diesem ruhigen
Sonntagnachmittag,
auf die Villen und Plätze blickend,
wie Freund Federico Lorca starb.
Das war es wohl, was sie ihm hinterließ: die unbekannte,
zornige Verzagtheit über seine Ergebung hinaus,
eine Hingabe, tiefer noch als seine Arbeit verlangte,
an eine Schönheit, die so völlig außer Reichweite
schien für den dumpfen Schlag
Methought I saw my late espousèd Saint
Brought to me like Alcestus from the grave
Mir war, als säh mein seliges Gemahl
Ich heimkehrn, wie Alkestis aus dem Grab
Ich bin lebendig bei Nacht.
Ich bin tot am Morgen,
ein altes Schiff, das sein Ol aufgebraucht hat,
kahl und blaßknochig.
Ich las Philosophien, die
zu viel erläutern – läutern sie
mit weisem Witz den Lebensdrang ?
Nicht einen las ich, dem’s gelang.
Wenn die Sonne mehr Jahre als Furcht scheint
wenn Vögel fliegen mehr Meilen als Zorn
wenn Himmel hält mehr Vogel
Segel mehr Wolke
„Ein Buch voll dunkler Bilder“
dunkel wie der Fluss Eros
oder die Nebel der Schöpfung
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